Abenteuer-Wildblumen

Bei Nutzung mit Handy ist quer besser

Steckbriefe - Fortsetzung-1

(Beschreibungen aus Internet und Literatur entnommen)


Steckbriefe für: Gelbe Reseda, Gelbe Skabiose, Gelber Blasenstrauch, Gelber Eisenhut, Gelber Zahntrost, Gelbes Sonnenröschen, Gemeine Akelei, Gemeine Berberitze, Gemeine Kugelblume, Gemeine Moosbeere, Gemeine Nachtviole, Gemeine Nachtkerze, Gemeine Ochsenzunge, Wiesen Augentrost, Steifer Augentrost, Gemeiner Odermenning, Gemeiner Rainkohl, Gemeiner Reiherschnabel, Gemeiner Schneeball, Wolliger Schneeball, Gemeiner Wirbeldost, Genfer Günsel, Gewöhnliche Goldnessel, Gewöhnliche Kratzdistel, Gewöhnliche Mahonie, Gewöhnliche Pestwurz, Gewöhnliche Traubenkirsche, Gewöhnliche Vogelmiere, Gewöhnlicher Vogelknöterich, GewöhnlicheWaldrebe, Gewöhnliche Wiesen-Schafgarbe, Gewöhnlicher Blutweiderich, Gewöhnlicher Gilbweiderich, Gewöhnlicher Goldregen, Gewöhnlicher Hornklee, Gewöhnlicher Liguster, Gewöhnlicher Natternkopf, Wegerichblättriger Natternkopf, Gewöhnlicher Pastinak, Gewöhnlicher Stechapfel, Gewöhnlicher Teufelsabbiss, Gewöhnlicher Wasserschlauch, Südlicher Wasserschlauch, Mittlerer Wasserschlauch, Gewöhnliches Eisenkraut, Gewöhnliches Pfeilblatt, Gewöhnliches Weisses Veilchen, Rispen-Flockenblume, Skabiosen-Flockenblume, Wiesen-Flockenblume, Ginster Sommerwurz, Golddistel, Gold-Pippau, Gretchen im Busch, Straussblütige Margerite, Grossblütige Braunelle, Grossblütige Königskerze, Kleinblütige Königskerze, Grossblütiger Fingerhut, Grosse Klette, Grosser Ehrenpreis, Grosser Wiesenknopf, Kleiner Wiesenknopf, Grosses Flohkraut, Grosses Hexenkraut, Grosses Immergrün, Kleines Immergrün, Grosses Springkraut, Kleines Springkraut, Grosses Windröschen, Buschwindröschen, Gelbes Windröschen, Gundelrebe, Hain-Gilbweiderich, Hain-Veilchen, Gewöhnlicher Haselwurz, Hasenlattich, Kriechende Hauhechel, Dornige Hauhechel, Dach-Hauswurz, Heidekraut, Echte Betonie, Herbstzeitlose, Gemeines Hirtentäschel, Hohler Lerchensporn, Hopfenklee, Gewöhnlicher Hufeisenklee, Huflattich, Hügel-Klee, Hügel-Waldmeister, Immenblatt, Inkarnat-Klee, Echte Kamille, Kanadisches Schattenblümchen, Zweiblättriges Schattenblümchen, Rohrkolben, Kartoffel, Kartoffelrose, Karvinskis Berufskraut, Kelch-Simsenlilie, Klebriger Salbei, Klee-Würger, Kleinblütige Nachtkerze, Kleine Braunelle, Kleiner Klappertopf, Zottiger Klappertopf, Kleiner Odermennig, Kleines Springkraut, Kleinköpfiger Pippau, Knäuel-Glockenblume, Knoblauchsrauke, Knöllchen-Steinbrech, Knollige Kratzdistel, Knolliger Geissbart, Knolliger Hahnenfuss, Berg-Hahnenfuss, Knotige Braunwurz, Kornblume, Kornelkirsche, Kornrade, Kratzbeere, Krause Ringdistel, Buchsblättrige Kreuzblume, Schopfige Kreuzblume, Voralpen-Kreuzblume, Wiesen-Kreuzblume, Bittere Kreuzblume, Sumpf -Kreuzblume

 

Reseda lutea

Gelbe Reseda

Familie: Resedagewächse

(Resedaceae)

Gattung: Reseda

Art: Gelbe Reseda

Synonyme:

Gelber Wau,

Gelbe Rauke

Beschreibung:

Die Gelbe Reseda wächst als sommergrüne, einjährige bis ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 70 cm. Der aufrechte, reich beblätterte Stängel kann einfach oder verzweigt sein. Er besitzt ein- bis zweifach fiederteilige oder dreiteilige Laubblätter mit langen, schmalen Abschnitten und schmalem, meist welligem oder krausem Rand. Die Grundblätter sind rosettenartig angeordnet. Sie erwelken relativ bald. Die Blüten stehen an Blütenstielen in anfangs kurzen, später verlängerten dichtblütigen traubigen Blütenständen. Die zwittrigen, geruchlosen Blüten sind selten fünf-, meist sechszählig mit doppelter Blütenhülle. Die selten fünf, meist sechs Kronblätter sind hellgelb. Die Staubblätter öffnen sich nacheinander und führen Wachstumsbewegungen aus. Die aufrechten Kapselfrüchte sind mit einer Länge von 8 bis 15 mm länglich. Die Samen sind 1.6 bis 1.8 Millimeter lang, eiförmig,

 glatt, glänzend schwarzbraun mit gelblichem Nabelwulst.

Blütezeit: Juni bis Oktober

Ökologie:

Diese Art ist ein Rohbodenpionier und ein Tiefwurzler. Er ist Nektarpflanze für den Weissdolch-Bläuling, Dickkopffalter und Gemeinen Bläuling Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, auch Selbstbestäubung kommt vor.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wegränder, Bahnareale, Schuttplätze / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand in der Nähe vom Schloss Teufen)

 

Scabiosa ochroleuca 

Gelbe Skabiose

Familie: Geissblattgewächse 

(Caprifoliaceae)

Gattung: Skabiosen (Scabiosa)

Art: Gelbe Skabiose

Synonyme:

Gelb-Skabiose

Gelbes Krätzkraut

Beschreibung

Die Gelbe Skabiose ist eine zwei- bis mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 60 cm erreicht. Der Stängel ist meist verzweigt und oft stark behaart. Die Grundblätter sind meist einfach fiederschnittig mit einem eilanzettlichen Endblättchen, unterseits an den Nerven behaart. Die gegenständigen, mittleren Stängelblätter sind einfach bis doppelt fiederschnittig, kurz kraus behaart, ihre seitlichen Zipfel sind 0,5 bis 2 mm breit. Die Endzipfel sind kaum breiter als die Seitenzipfel. Der köpfchenförmige Blütenstand weist einen Durchmesser von 1,5 bis 3,5 cm auf und ist von Hochblättern umgeben. Der Köpfchenboden besitzt Spreublätter. Die Blüten sind zwittrig, proterandrisch, mit Aussenkelch. Die randständigen Blüten sind strahlend. Der Kelch hat fünf auffallende fuchsrote (später bräunliche) Kelchborsten. Die verwachsenblättrige Krone ist fünfspaltig, blass- bis hellgelb, mit meist vier Staubblättern und einem Griffel. Der Fruchtknoten ist unterständig.

Blütezeit:  Juni - September

Ökologie

Bei der Gelben Skabiose handelt es sich um einen skleromorphen Hemikryptophyten. Die Bestäubung erfolgt vor allem durch Bienen, Hummeln und Schwebfliegen, aber in geringerem Masse auch durch andere Insekten. Die Ausbreitung der Diasporen erfolgt durch den Wind (Anemochorie). 

Vorkommen:

Die Gelbe Skabiose bevorzugt Trockenwiesen, Felsensteppen, Bahndämme / kollin-montan / ME (Eglisau bis Altenburg) eingebürgert, sonst gelegentlich adventiv.  Die Populationen an der Banhlinie bei Eglisau waren schon um 1900 bekannt-Wahrscheinlich mit dem Bahnbau eingewandert. (von diesem Ort stammt meine Aufnahme)

Osteuropa ist die ursprüngliche Herkunft.

Gefährdung:

Die Art ist sehr selten, potenziell gefährdet und hat ohne Förderung wenig Chancen, längerfristig zu überleben. 

Seltsamerweise wird diese Art schweizweit nicht geschützt!

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

 

Colutea arborescens

Gelber Blasenstrauch

Familie: Hülsenfrüchtler

(Fabaceae)

Gattung: Blasensträucher

(Colutea)

Art: Gelber Blasenstrauch

Synonyme:

Blasenstrauch

Gewöhnlicher Blasenstrauch

Beschreibung:

Der Gelbe Blasenstrauch ist ein sommergrüner, reich verzweigter Strauch, welcher Wuchshöhen von 1 bis 4 m erreicht. Die Rinde der unbedornten Zweige ist anfangs behaart und später kahl und fasert in Längsstreifen von Ästen und Stamm ab. Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist relativ lang. Die Blattspreite ist unpaarig gefiedert. Die Fiederblättchen sind bei einer Länge von bis zu 3.5 cm breit-elliptisch. In den Blattachseln stehen auf langen Blütenstandsschäften die traubigen Blütenstände. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist zweilippig. Die goldgelbe Blütenkrone besitzt den typischen Aufbau der Schmetterlingsblüten und ist bis zu 2 cm lang. Die fünf lebhaft gefärbten Kronblätter sind genagelt. Im Schiffchen befinden sich die Staubblätter und der Fruchtknoten.

 

Blütezeit: Mai bis August

Ökologie:

Der Gelbe Blasenstrauch bildet Wurzelknöllchen mit stickstoffbindenden Bakterien. Blütenökologisch handelt es sich um vormännliche, duftlose „Schmetterlingsblumen mit Bürsteneinrichtung“ und mit rotbraunen Strichsaftmalen. Neun der zehn Staubblätter sind zu einer oben offenen Röhre verwachsen, das 10. ist frei und gibt den Zugang zum Nektar frei, bildet also eine „Nektarlücke“. Bestäuber sind Hummeln und andere Bienenverwandte, da nur diese Kraft genug haben, das Schiffchen nach unten zu drücken. Die Weibchen des Grossen Wanderbläulings (Lampides boeticus) legen ihre Eier im Fruchtknoten ab. Achtung: Samen und Blätter des Gelben Blasenstrauchs sind giftig.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Buschwälder, Felshänge / kollin(-montan) / VS, TI, GR, AN, vereinzelt M und J (NE), nördlich der Alpen z.T. angepflanzt

Gefährdung:

Diese Art ist in der Schweiz potenziell gefährdet. Es gibt im Kanton Zürich nur gerade 4 Flächen und ist daher sehr selten anzutreffen. 

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: VD, TI

(Diese Aufnahme entstand bei Weiach)

 

Aconitum lycoctonum

Gelber Eisenhut

Familie: Hahnenfussgewächse

(Ranunculaceae)

Gattung: Eisenhut

(Aconitum)

Art: Gelber Eisenhut

Synonyme:

Wolfs-Eisenhut,  

Fuchs-Eisenhut

Beschreibung:

Der Gelbe Eisenhut wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 50 bis 150 cm. Er hat einen aufrechten Stängel. Die Laubblätter sind tief handförmig fünf- bis siebenteilig mit grob gesägten Abschnitten. Die Blüten stehen in einem lockeren bis dichten, traubigen Blütenstand zusammen. Die zwittrigen, zygomorphen Blüten sind hellgelb. Der Helm ist etwa doppelt so lang wie breit. Darunter befinden sich zwei etwa 2 cm lang Nektarblätter, die schneckenförmig aufgerollt sind.

Blütezeit: Mai bis August

Ökologie:

Da die Nektarblätter etwa 2 cm lang sind, können nur langrüsselige Hummeln an den Nektar gelangen.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Auenwälder, Schluchtwälder an feuchten Stellen in lichten Laubwäldern und in Hochstaudenfluren, Karfluren sowie feuchten Wiesen der Alpen und der höheren Mittelgebirge.  Er gedeiht am besten auf feuchten, nährstoffreichen, gut durchsickerten, mull- oder humushaltigen Lehm- oder Tonböden, die auch im Sommer nicht zu sehr erwärmt werden

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet -  

- und trotzdem: in folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: AI, FR, ZH

vollständig geschützt: SH, TG, BL

(Diese Aufnahme entstand am Irchel)

 

Odontites luteus

Gelber Zahntrost

Familie: Sommerwurzgewächse

(Orobanchaceae)

Gattung: Zahntroste

(Odontites)

Art: Gelber Zahntrost

Synonyme:

Gelb-Zahntrost

Beschreibung:

Der Gelbe Zahntrost ist eine 10 bis 60 cm grosse, aufrechte und sparrig verzweigte, kurz behaarte, halbparasitäre, einjährige Pflanze. Die Laubblätter sind schmal lanzettlich, ganzrandig oder mit einzelnen Zähnen. Die Blattstellung ist gegenständig. Die Blütenstände sind einseitswendige Trauben, die in den oberen Blattachseln stehen. Die Krone ist goldgelb gefärbt, 5 bis 6 mm lang und bärtig bewimpert. Die Staubblätter ragen weit über die Krone hinaus. Die Frucht ist 4 bis 5 mm lang und länger als der Kelch.

Blütezeit: August bis Oktober

Ökologie:

Bei dieser Art handelt es sich um einen Therophyten, welcher nur eine Vegetationsperiode überlebt und nur einmal blüht bzw. fruchtet. Der Gelbe Zahntrost ist ein wirtsunspezifischer Halbprasit, welcher nahezu alle Pflanzen befällt.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Trockenrasen, lichte Föhrenwälder / kollin-montan(-subalpin) / 

VS, TI, GR, vereinzelt GE, J

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz (merkwürdigerweise) nicht gefährdet -  im Kanton Zürich ist diese Art sehr selten

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: VD, GE

(Diese Aufnahme entstand bei Glattfelden)

 

Helianthemum nummularium

Gelbes Sonnenröschen

Familie: Zistrosengewächse

(Zistaceae)

Gattung: Sonnenröschen

(Helianthemum)

Art: Gelbes Sonnenröschen

Synonyme:

Gewöhnliches Sonnenröschen,

Gemeines Sonnenröschen,

Sonnenröschen,

Sonnenwendröschen

Beschreibung:

Das Gelbe Sonnenröschen ist eine immergrüne, ausdauernde, an der Basis verholzende Pflanze, die als niederliegender, selten als aufsteigender Halbstrauch wächst und Wuchshöhen von 10 bis 30 cm erreicht. Die gegenständigen Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die einfache Blattspreite ist elliptisch-eiförmig, ganzrandig und bewimpert. Die lanzettlichen Nebenblätter sind länger als der Blattstiel. Der meist 

einseitswendige, traubige Blütenstand ist wenigblütig. Die zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 8 bis 18 mm radiärsymmetrisch und fünfzählig mit einer doppelten Blütenhülle. Die Kelchblätter sind oft rötlich-streifig. Die fünf Kronblätter sind zitronen- bis goldgelb. Es sind viele Staubblätter vorhanden. Die lokulizide Kapselfrucht enthält viele Samen.

Blütezeit: Mai bis September

Ökologie:

Das Gelbe Sonnenröschen nutzt das wärmere Klima der bodennahen Luftschichten. Folgende Merkmale sind Anpassungen an Trockenstandorte (Xeromorphosen): Die derben „Lederblätter“ besitzen einen umgerollten Blattrand und eine glänzende Blattoberseite. Blütenökologisch handelt es sich um sonnenwendige, homogame „Pollen-Scheibenblumen“. Die weit über 100 Staubblätter sind sekundär durch Vervielfältigung entstanden (ein Büschelchen entspricht einem ursprünglichen Staubblatt). Die Blüten sind nur bei Sonne und nur bei Temperaturen über 20 Grad geöffnet. Die äusseren Staubblätter reagieren auf Berührung ihrer Basis mit sofortigem, langsamem Abspreizen. Dieser Mechanismus dient dazu, Pollen suchende Insekten mit Pollen einzustäuben. Dieser Vorgang ist reversibel. Die Kronblätter besitzen eine starke UV-Reflexion und sind daher für Bienen gut sichtbar. Das wärme- und lichtabhängige Öffnen und Schliessen der Blüten kann zu spontaner Selbstbestäubung führen. Die Blüten „leben“ nur einen Tag lang. Nachmittags fallen die Kronblätter bereits ab.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Trockenrasen / kollin-alpin /

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: AG, TG

(Diese Aufnahme entstand im Bruni (innerh. Winterthurer Grenze))

 

Aquilegia vulgaris

Gemeine Akelei

Familie: Hahnenfussgewächse

(Ranunculaceae)

Gattung: Akeleien

(Aquilegia)

Art: Gemeine Akelei

Synonyme:

Gewöhnliche Akelei,

Wald-Akelei

Beschreibung:

Die Gemeine Akelei ist eine kurzlebige, mehrjährige, krautige Pflanze, welche Wuchshöhen zwischen 30 und 60 cm erreicht, etwa 45 cm breit wird und über ein kräftiges Rhizom verfügt. In der Mitte der lockeren Blattrosette wachsen lange, reichverzweigte Stängel, an deren Blütenzweigen die gespornten glockenförmigen Blüten sitzen. Die Laubblätter der Gemeinen Akelei sind doppelt dreizählig, mit rundlichen gelappten an den Lappen gekerbten gestielten Blättchen; oberseits bläulich-grün, unterseits gräulich-grün und behaart. Die grundständigen Blätter sind lang gestielt, die obersten Blättchen am Stängel ungestielt, länglich oval und ganzrandig. Bald nach der Blütezeit zieht sich die Pflanze mit welkenden Blättern und Stängeln auf das Rhizom zurück. Die nickenden Blüten erscheinen in der Zeit von Mai bis Juni und haben einen Durchmesser von drei bis fünf cm. Sie haben fünf kronblattartige Perigonblätter, die jeweils 1.5 bis 2.5 cm lang und 1.0 bis 1.5 cm breit sind. Die fünf Nektarblätter neigen sich glockenartig und tragen am Grunde Nektardrüsen. Die Blüten sind überwiegend blau gefärbt; gelegentlich treten jedoch auch bei der Wildform weisse, rotviolette oder blaue Blüten mit weissem Rand auf. Die blaue Farbe geht auf das Anthocyanidin Delphinidin zurück. Aus jedem einzelnen, freien Fruchtblatt bilden sich die für Hahnenfussgewächse typischen Balgfrüchte. Während die Blüten nach unten gerichtet waren, stehen die Balgfrüchte aufrecht; sie enthalten die bis zu 2.5 mm langen, schwarz glänzenden Samen.

Blütezeit: Mai bis Juli

Ökologie:

Die Gemeine Akelei nutzt mehrere Mechanismen zur Ausbreitung ihrer Diasporen. Sie zählt sowohl zu den sogenannten Austrocknungsstreuern, als auch zu den Wind- und Tierstreuern. Nach der Befruchtung bilden sich die nach oben gerichteten Balgfrüchte aus, die auf den verlängerten elastischen Fruchtstielen sitzen. Während des im Juli beginnenden Reifungsprozesses dieser Balgfrüchte trocknen die Fruchtwände aus, und durch diesen Trocknungsprozess öffnen sich die Balgfrüchte ruckartig entlang ihrer längsverlaufenden Bauchnaht. Dabei werden die jeweils oberen Samen fortgeschleudert. Dieser Mechanismus wird als Austrocknungsstreuung bezeichnet. Typischer ist jedoch, dass die Samen der Gemeinen Akelei durch Wind oder Tiere verstreut werden. Der Wind löst die Samen aus den geöffneten Früchten und trägt sie mit sich fort. Bei Tieren verhaken sich die Balgfrüchte mit ihren behaarten Oberflächen für einen kurzen Moment im Fell der Tiere, um bei der Ablösung vom Tierfell ruckartig wieder nach oben zu schnellen. Dieser Rückstoss bewirkt, dass die Samen aus der Balgfrucht herausgeschleudert werden (sogenannte Semachorie).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Lichte Wälder, Gebüsche / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

- und trotzdem: In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: BE, BS, GL, JU, ZH, SG

vollständig geschützt: AG, NW, OW, TG, TI, AR, AI

(Diese Aufnahme entstand im Tösstal / Regelsberg)

 

Berberis vulgaris

Gemeine Berberitze

Familie: Berberitzengewächse

(Berberidaceae)

Gattung: Berberitzen

(Berberis)

Art: Gemeine Berberitze

Synonyme:

Gewöhnliche Berberitze,

Sauerdorn,

Essigbeere,

Echte Berberitze

Beschreibung:

Die Gemeine Berberitze wird bis 3 m hoch und ist ein sommergrüner Strauch mit rutenförmigen Ästen und meist 3teiligen Dornen. Die Blätter sind in kleinen Büscheln, verkehrt-eiförmig, derb, fein und spitz gezähnt, 2-6 cm lang, kurz gestielt, kahl. Die Blüten sind hellgelb, meist 6-zählig, mit halbkugelig zusammenneigenden Kronblättern, in hängenden Trauben. Die Beeren sind rot, länglich, matt, ca. 1 cm lang.

Blütezeit: Mai bis Juni

Ökologie:

Bei dieser Art handelt es sich um einen Nanophanerophyten. Es ist eine verholzte, strauchförmige, bis 4m hohe Pflanze, deren Knospen deutlich über der Bodenoberfläche überwintern (über 40 cm)

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Gebüsche, Hecken, felsige Orte / kollin-subalpin / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei den Thurauen)

 

Globularia bisnagarica

Gemeine Kugelblume

Familie: Wegerichgewächse

(Plantaginaceae)

Gattung: Kugelblumen

(Globularia)

Art: Gemeine Kugelblume

Synonyme:

Echte Kugelblume,

Gewöhnliche Kugelblume,

Hochstiel-Kugelblume

Beschreibung:

Die Gemeine Kugelblume wächst als überwinternd, grüne ausdauernde krautige Pflanze. Der aufrechte, bis zum Blütenstand beblätterte Stängel ist 5 bis 25, auch bis zu 40 cm hoch und verlängert sich nach der Blütezeit bis auf 60 cm. Die Laubblätter stehen in grundständigen Rosetten und wechselständig am Stängel verteilt. Die lang gestielten Grundblätter besitzen eine ledrige Blattspreite, die spatelig und am oberen Ende oft ausgerandet, kurz dreizähnig oder manchmal abgerundet ist. Die sitzenden Stängelblätter sind lanzettlich und zugespitzt. Die bei einem Durchmesser von 1 bis 1.5, selten bis zu 2 cm köpfchenförmigen Blütenstände enthalten viele Blüten. Die blau-violetten Blüten sind 6 bis 8 mm lang.

Blütezeit: April bis Juli

Ökologie:

Die Gemeine Kugelblume ist ein Hemikryptophyt. Es erfolgt Insektenbestäubung oder Selbstbestäubung.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Trockenwiesen, kalkreiche Böden in warmen Lagen / kollin-montan(-subalpin) / J, A, zerstreut M

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: AG

(Diese Aufnahme entstand in der Nähe von Dättlikon / Wiberg - meines Erachtens der einzige Standort in der Umgebung von Winterhur)

 

Vaccinium oxycoccos

Gemeine Moosbeere

Familie: Heidekrautgewächse

(Ericaceae)

Gattung: Heidelbeeren

(Vaccinium)

Art: Gemeine Moosbeere

Synonyme:

Gewöhnliche Moosbeere,

Beschreibung:

Bei der Gemeinen Moosbeere sind die Zweige bis 1 m lang, fadenförmig, im Torfmoos kriechend. Die Blätter sind  immergrün, derb, elliptisch bis lanzettlich, 0.5-1 cm lang, ganzrandig, mit umgerolltem Rand, oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits grau, kahl. Blüten zu 1-4 am Ende der Zweige, auf langen, dünnen, kurz behaarten Stielen, Krone mit 4 hellroten, zurückgeschlagenen Zipfeln.  Die Kelchblätter sind rot. Die Frucht rot, oft gelb oder braun gesprenkelt, Durchmesser bis 8 mm.

Blütezeit: Mai bis Juli (August)

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Hoch- und Zwischenmoore / kollin-montan / AN, M, J (nördlich bis JU 

und BE), GR

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz potenziell gefährdet - Im Kanton Zürich ist sie sehr selten.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: GL, OW, TG VD

(Diese Aufnahme entstand im Robenhuserriet (Pfäffikersee))

 

Das sind die Beeren im August

Die Moosbeere ist essbar. Die Beeren sind reich an Vitamin C (15–30 mg/100 g), Mineralstoffen (0,2–0,3 %), Pektin (0,4–0,8 %), organischen Säuren (vor allem Zitronensäure, Benzoesäure und Chlorogensäure) und Zucker (2,4–6,1 %). Ihre Standorte liegen überwiegend in Naturschutzgebieten. Daher ist das Sammeln der Früchte nur in Ausnahmefällen möglich. Ihre roten Beeren haben einen leicht bitteren Geschmack, der etwa dem der Preiselbeeren ähnelt. Moosbeeren werden meist bei Wildschwein-, Hirsch- oder Rehbraten verwendet. Verarbeitet werden Moosbeeren zu Konfitüre, Trockenobst, Tee und Saft. Weiterhin finden die Früchte in Backwaren, Likören, Vitaminpräparaten und Cremes Verwendung. Regional werden sie zu Eierkuchen und Quarkgerichten gereicht. Für Moosbeeren werden lokalen Beerensammlern in den baltischen EU-Mitgliedstaaten die mit Abstand höchsten Preise für wild wachsende Beeren gezahlt. Die Reife- und Erntezeit der Früchte liegt im Zeitraum September bis Oktober. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hesperis matronalis

Gemeine Nachtviole

Familie: Kreuzblütler

(Brassicaceae)

Gattung: Nachtviolen

(Hesperis)

Art: Gemeine Nachtviole

Synonyme:

Gewöhnliche Nachtviole,

 Rote Nachtviole,

Matronenblume,

Kilte

Beschreibung:

Die Gemeine Nachtviole ist eine zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 40 - 100 cm erreicht. Die Wurzel ist spindelförmig und oft mehrköpfig. Der Stängel ist aufrecht, gelegentlich einfach aber meist verzweigt und fast kahl oder rauhaarig. Wenn er behaart ist, sind die Haare vornehmlich gestielt-zweistrahlig. Die zahlreichen Laubblätter sind grundständig und eiförmig bis lanzettlich, spitz bis lang zugespitzt und gezähnt bis fast ganzrandig einfach rau behaart oder fast kahl. Die Blattstiele werden von der Pflanzenbasis zur Spitze hin kürzer. Die Art blüht in mehreren Trauben aus Blüten ohne Tragblätter, die einen Durchmesser von 1.5 bis 2.5 cm erreichen. Die vier Kelchblätter sind länglich violett, lila oder weiss mit einer grünlichen Spitze, die vier Kronblätter sind 18 bis 25 mm lang mit schmalem, langem Nagel und verkehrt-eiförmiger Platte. Die Antheren sind 3 bis 3.5 mm lang, der Griffel 1 bis 4 mm lang. Die Narbe trägt zwei aufrechte, aneinanderliegende Lappen. Die Blüten duften gegen Abend und nachts sehr stark, aber angenehm. Die Samen reifen in 40 bis 100 mm langen und 1.5 bis 2 mm breiten Schoten heran. Die Klappen haben Mittel- und Seitennerven. Die Samen sind einreihig und etwa 3 mm lang.

 

Blütezeit: April bis Juli

Ökologie:

Die Gemeine Nachtviole ist eine zwei- oder auch kurzlebig mehrjährige Schaftpflanze, die durch Senföle scharf schmeckt.Die Blüten sind homogame bis vormännliche „Stieltellerblumen“ mit Nektardrüsen auf der Innenseite der Staubblattbasis. Der Nektar ist schwer zugänglich. Sie duften am Abend nach Veilchen. Die Blüten werden durch Insekten, insbesondere durch Nachtfalter bestäubt. Obwohl die sich nach innen öffnenden Staubbeutel die Narbe bepudern, erfolgt regelmässig Fremdbestäubung, auch durch Schwebfliegen, Bienen und Tagfalter.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Gebüsche, Flussufer, Schuttplätze, eingebürgert / kollin-montan / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet. Im Kanton Zürich ist sie selten anzutreffen.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im Erlihau bei Glattfelden)

 

Oenothera biennis

Gemeine Nachtkerze

Familie: Nachtkerzengewächse

(Onacraceae)

Gattung: Nachtkerzen

(Oenothera)

Art: Gemeine Nachtkerze

Synonyme:

Gewöhnliche Nachtkerze,

Zweijährige Nachtkerze

Beschreibung:

Die Gemeine Nachtkerze wird bis 1.5 m hoch, oft verzweigt, dicht drüsenhaarig. Blätter lanzettlich, bis 15 cm lang, gezähnt bis ganzrandig, die untersten in einen Stiel verschmälert, die obersten meist sitzend. Die Blüten sind gelb, in einem vielblütigen, traubigen oder rispigen, endständigen, stets aufrechten Blütenstand. Kronblätter 4, länger als die Staubblätter. Spitzen der Kelchblätter  (im Knospenstadium) am Grund eng aneinander gedrückt, erst weiter vorn spreizend. Frucht eine schmale Kapsel, 1,5-3 cm lang und 4-8 mm dick.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Bei der Gemeinen Nachtkerze handelt es sich um einen Hemikryptophyten.[1] Sie wurzelt bis 160 Zentimeter tief.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Ödland, Strassenränder, Ufer / kollin-montan / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei den Thurauen)

 

Anchusa officinalis

Gemeine Ochsenzunge

Familie: Raublattgewächse

(Boraginaceae)

Gattung: Ochsenzungen

(Anchusa)

Art: Gemeine Ochsenzunge

Synonyme:

Gewöhnliche Ochsenzunge,

Echte Ochsenzunge

Ochsenzunge

Beschreibung:

Die Gemeine Ochsenzunge ist eine zweijährige bis ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 30 -70 (20 bis 100) cm erreicht. Sie verfügt über eine kräftige, bis zu 1.2 Meter tiefgehende, von schwarzen, faltigen Ringen bekleidete Pfahlwurzel. Die Sprossachse ist frischgrün bis bläulichgrün und dicht mit auf kleinen Knötchen sitzenden, wenig starren, abstehenden Haaren besetzt. Der Stängel ist meist einfach und esitzt nur in den oberen Blattachseln sterile Kurztriebe und Verzweigungen des Blütenstandes. Von den wechselständig und spiralig angeordneten Laubblättern sind nur die unteren deutlich gestielt, die oberen sind sitzend und mehr oder minder stängelumfassend. Die Blattspreiten sind lanzettlich bis fast linealisch und zwischen 5 und 10 cm (die grundständigen bis über 20 cm) lang und 1 bis 2 cm (selten ab 0.5 cm, die grundständigen bis 3.5 cm) breit; sie werden nach oben hin kleiner. Die Blattspitzen sind kurz zugespitzt. Der Blattrand ist ganzrandig oder häufiger etwas wellig und mehr oder minder ausgebuchtet bis ausgebissen gezähnelt. Die Blattspreiten sind beidseitig gleichmässig behaart, die Seitennerven sind undeutlich. Die Laubblätter sind namensgebend für die Ochsenzunge. Der insgesamt pyramidenförmige, oft stärker verzweigte, rispenähnliche Gesamtblütenstand besteht aus kurz, aber deutlich gestielten, beblätterten Doppelwickeln, die dicht mit vielen Blüten besetzt sind und sich nach der Blüte stark verlängern. Die Blüten sind fast sitzend. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind zur Blütezeit etwa 5 mm, zur Fruchtreife etwa 7 mm lang und bis über die Mitte hin in lanzettliche bis linealische, rau behaarte, dauernd zusammenhängende Zipfel gespalten. Die Krone ist 1 bis 1.5cm lang und zwischen 5 und 9 mm breit. Die Farbe der Kronblätter ist anfangs karminrot und verfärbt sich dann nach dunkel-blauviolett oder ist sehr selten weiss. Die fünf Kronblätter sind zu einer weiten, im Schlund etwas engeren, den Kelch leicht überragenden Kronröhre verwachsen, die sich in dreieckig-eiförmige, am Rand grob papillöse, weisse Schlundschuppen und fast kreisrunde Lappen öffnet. Staubblätter und Griffel sind in die Kronröhre eingeschlossen.

Blütezeit: Mai bis September

Ökologie:

Der Farbwechsel der Blütenkrone von karminrot beim Aufblühen nach einfarbig dunkelviolett als Subtraktionsfarbe in Vollblüte erklärt sich dadurch, dass die Epidermis roten Zellsaft besitzt, das darunter liegende Mesophyll blauen. Es liegt Verschiedengriffligkeit oder Heterostylie vor. Der Schlund der Blütenkrone wird durch die gleichzeitig als Saftmal dienenden 

Hohlschuppen fest verschlossen, wodurch Fliegen und Ameisen der Zugang zum Nektar verwehrt wird. Als Besucher wurden regelmässig Echte Bienen, einige Schmetterlinge  und 

Systoechus sulphureus, ein Wollschweber (Bombyliidae), beobachtet. Bei ausbleibender Insektenbestäubung findet Selbstbestäubung statt.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wegränder, Schuttplätze / kollin-montan(-subalpin) / AS, zerstreut AN, M und J

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz potenziell gefährdet - und nur in der VD geschützt?.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: VD

(Diese Aufnahme entstand oberhalb der Trotte Wülflingen in den Weinbergen - und untere Aufnahme = Thurauen)

 

 

Euphrasia rostkoviana

Wiesen Augentrost

Familie: Sommerwurzgewächse

(Orobachaceae)

Gattung: Augentrost

(Euphrasia)

Art: Gemeiner Augentrost

Synonyme:

Wiesen-Augentrost,

Grosser Augentrost,

Beschreibung:

Die einjährige krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 5 bis 25 cm. Die Blüten sind weiss, häufig violett geadert und haben auf den unteren Blütenblättern einen gelben Fleck. Die Blätter sind knapp einen Zentimeter lang, kreuzweise gegenständig, ungestielt, eiförmig-länglich und gekerbt gezähnt. Wie der gesamte Blütenstand sind sie dicht drüsenhaarig.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Der Gemeine Augentrost ist ein einjähriger Halbschmarotzer, welcher einer Wirtspflanze Wasser und Nährstoffe entzieht. Dieser Therophyte ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wiesen, Weiden, Flachmoore / kollin-alpin / CH

Verwendung in der Augenheilkunde

Der erstmals als euphrasia um 1165 genannte Augentrost wird belegbar seit dem 13. Jahrhundert als Augenheilmittel verwendet. Als Heildroge dienen die getrockneten, während der Blütezeit geernteten oberirdischen Teile, aber auch die ganze frische Pflanze. Wirkstoffe: Iridoidglykoside wie Aucubin, Euphrosid und Catalpol; Flavonoide, Phenolcarbonsäuren, Lignane, geringe Mengen von ätherischem Öl.  Anwendung: Der Gemeine Augentrost ist eine Droge vor allem der Volksmedizin und der Homöopathie. Anwendungsgebiete sind gleichermassen Husten und Heiserkeit, insbesondere aber Entzündungen der Augenbindehaut und des Lidrandes infolge von Katarrhen und Übermüdung der Augen. Gegen die innerliche Verwendung als Tee bestehen keine Bedenken; die äusserliche Anwendung in Form von Waschungen, Umschlägen und Bädern am Auge wird aus hygienischen Gründen dagegen nicht empfohlen, da die Zubereitungen oft nicht schwebstoff- und keimfrei sind. Gegen sterile Zubereitungen sei nichts einzuwenden. Worauf die postulierte Wirkung gegen Augenleiden beruht, konnte pharmakologisch nicht geklärt werden. 

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet; und trotzdem:

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: TG, GE

(Diese Aufnahme entstand im Bruni (Pfungen))

 

Euphrasia stricta

Steifer Augentrost

Familie: Sommerwurzgewächse

(Orobachaceae)

Gattung: Augentrost

(Euphrasia)

Art: Steifer Augentrost

Synonyme:

Heide-Augentrost,

Beschreibung:

Der Steife Augentrost ist eine 5 bis 30 cm grosse, halbparasitäre Pflanze. Die gesamte Pflanze ist oft dunkel weinrot gefärbt. Sie fällt vor allem durch die aufrecht stehenden Seitenäste und die aufrechten bis anliegenden Deckblätter auf. Die Deckblätter haben einen keiligen Grund, sind beidseitig mit vier bis sechs Zähnen besetzt, die wiederum eine oftmals dunkelrote Granne aufweisen. Sowohl Deckblätter als auch die am Stängel stehenden Laubblätter sind unbehaart, nur gelegentlich ist auch der Rand kurz behaart. Die Blütenstände stehen endständig nach mindestens fünf Internodien. Die Krone ist lila oder weiss gefärbt und meist 7 bis 10 mm lang. 

Blütezeit: JuJi bis September

Ökologie:

Siehe oben.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Magerwiesen, sandige Lehmböden in warmen Lagen/kollin-subalpin/CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz potenziell gefährdet; Im Kanton Zürich ist diese Art sehr selten anzutreffen.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: TG, GE

(Diese Aufnahme entstand bei der Kiesgrube Hüntwangen/Eglisau)

 

Agrimonia eupatoria

Gemeiner Odermenning

Familie: Rosengewächse

(Rosaceae)

Gattung: Odermennige

(Agrimonia)

Art: Gemeiner Odermenning

Synonyme:

Gewöhnlicher Odermennig,

Ackerkraut,

Kleiner Odermennig,

Ackerblume

Beschreibung:

Der Gemeine Odermenning wird 30-100 cm hoch, ohne grundständige Blätter. Die Stängelblätter sind unterbrochen gefiedert, mit 5-9 Paaren von grossen Teilblättern, diese unterseits dicht grau behaart, drüsenlos oder zerstreut drüsig. Die Blüten sind gelb. Die Kelchbecher sind zur Fruchtzeit 1-1.2mal so hoch wie der grösste Durchmesser, fast auf der ganzen Länge mit deutlichen Furchen, am oberen Rand mit zahlreichen Hakenborsten, die äusseren rechtwinklig abstehend.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Beim Gemeinen Odermennig handelt es sich um einen Hemikryptophyten. Blütenökologisch besitzt er einfach gestaltete Scheibenblumen, die mit ihrem reichlichen Pollenangebot Schwebfliegen, Fliegen und Westliche Honigbienen zur Bestäubung anlocken. Die Klettfrüchte bleiben am Fell vorbeistreifender Tiere hängen und werden, da es sich aufgrund der Grösse der Pflanze überwiegend um Rinder, Schafe und Damwild sowie Wildschweine handelt, über eine grosse Strecke verbreitet. Diese Ausbreitungsstrategie wird als Epichorie bezeichnet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Trockene Wiesen, Hecken, Wegränder / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: OW

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im „Spöri“ (Neuburg/Wülflingen)

 

Lapsana

Gemeiner Rainkohl

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: (Lapsana)

Art: Gemeiner Rainkohl

Synonyme:

Gemeine Milche,

Gewöhnlicher Rainkohl,

Rainkohl

Beschreibung:

Beim Gemeinen Rainkohl handelt es sich um eine ein-, selten zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 100 cm erreicht, meist jedoch etwa 50 cm. Der Rainkohl führt Milchsaft. Die unteren Laubblätter sind leierförmig gefiedert, wobei die seitlichen Fiederblätter klein sind und das Endfiederblättchen sehr gross. Bei den oberen Blättern verschwinden die seitlichen Fiederblättchen dann ganz. Der Blattrand ist gewellt oder buchtig gezähnt. In einem lockeren rispigen Blütenstand sind mehrere körbchenförmige Teilblütenstände angeordnet. Die Körbchenhülle besteht aus einer Reihe von elastischen Hüllblättern, die reif fast aufrecht stehen, und eventuell noch zwei oder drei sehr kleinen Aussenhüllblättern. Spreublätter fehlen. Die Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von etwa 1 cm auf und enthalten nur relativ wenige (acht bis 15) Zungenblüten. Die zygomorphen, gelben Zungenblüten sind am vorderen Ende gestutzt mit fünf kleinen Zähnchen. Die Blüten öffnen sich nur am Vormittag. Ist das Wetter bewölkt, dann bleiben sie den ganzen Tag geschlossen.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Der Rainkohl ist ein Therophyt und eine Halbrosettenpflanze. Er wurzelt bis zu 35 cm tief. Blütenökologisch handelt es sich um „Körbchenblumen vom Cichorium-Typ“. Die Blütenkörbchen sind bei hellem Wetter nur vormittags von 6 bis 11 Uhr geöffnet. Sie werden nur spärlich von Bienen und Schwebfliegen besucht. Spontane Selbstbestäubung ist möglich durch Krümmen der Randblüten über die inneren, wodurch die Staubbeutel mit den Narben in Kontakt kommen, so z. B. bei schlechtem Wetter. Beim Gemeinen Rainkohl handelt es sich um einen Selbstausstreuer, dazu um einen Wind- und Tierstreuer. Auch eine Ausbreitung der Achänen durch Ameisen findet statt.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt offene, frische, nährstoffreiche, humose, lockere Lehmböden. Er ist eine Charakterart des Verbands Alliarion. Er gedeiht am besten auf stickstoffreichen Böden und ist deshalb gerade in Gebüschen oder an Wegrändern in Städten und Dörfern sehr häufig anzutreffen.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand in der Nähe vom Schloss Teufen)

 

Erodium cicutarium

Gemeiner Reiherschnabel

Familie: Storchschnabelgewächse

(Geraniaceae)

Gattung: Reiherschnäbel (Erodium)

Art: Gemeiner Reiherschnabel

Synonyme:

Gewöhnliche Reiherschnabel,

Schierlingsblättriger Reiherschnabel

Beschreibung:

Der Gemeine Reiherschnabel ist eine ein- bis zweijährige, selten mehrjährige krautige Pflanze. Die Pflanze wächst anfangs in einer flach ausgebreiteten Blattrosette, später niederliegend bis fast aufrecht und erreicht Wuchshöhen zwischen 10 und 40, zuweilen 60 cm. Die Stängel sind behaart und kaum drüsig. Die Blätter sind bis zum Mittelnerv fiederteilig. Die Fiedern selbst sind nochmals geteilt und tragen schmale, spitze Zipfel. Die Blüten stehen zu zweit bis zehnt in lang gestielten, doldigen Blütenständen. Die Blütenstiele und Kelchblätter sind drüsig und/oder drüsenlos behaart. Die Kronblätter werden zwischen 5 und 9 mm lang. Sie sind rosa oder lila, selten weiss. Die beiden oberen sind oft kleiner und tragen zuweilen einen hellen oder dunklen Fleck. Die Blüten haben je fünf Staubblätter und eine sternförmige Narbe. Die 25 bis 40 mm langen Fruchtschnäbel sind in der Reifezeit reiherhalsartig zurückgebogen (daher der Name). Die Pflanze blüht zwischen April und September.

Blütezeit: April bis September (Hauptblütezeit im Mai)

Ökologie:

Die Blüten sind homogame „Kleine Trichterblumen“; seltener sind sie auch etwas zweiseitig symmetrisch und vormännlich. Meist erfolgt Selbstbestäubung. Die Früchte sind durch die stark verlängerten Griffel lang geschnäbelte Spaltfrüchte. Die fünf 5 bis 7 mm langen Teilfrüchte spalten sich bei Austrocknung mit dem Samen von der Fruchtmittelsäule ab. Der Wasserentzug aus dem Quellgewebe bewirkt eine schraubenartige Krümmung des unteren Abschnittes. Bei Wasserberührung dehnt sich das Quellgewebe aus und die Teilfrucht bohrt sich unter Entwindung in den Erdboden oder in ein Tierfell, oder sie bewegt sich als Bodenkriecher fort. Bei feuchter Witterung beschreibt die Granne nur 1 bis 3 Windungen, bei trockener Witterung beschreibt sie bis zu 10 Windungen. Fruchtreife ist von August bis Oktober.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Äcker, Weinberge, Wegränder, in warmen Lagen / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand in der Nähe vom Schloss Wülflingen)

 

Viburnum opulus

Gemeiner Schneeball

Familie: Moschuskrautgewächse

(Adoxaceae)

Gattung: Schneeball 

(Viburnum)

Art: Gemeiner Schneeball

Synonyme:

Gewöhnlicher Schneeball,

Drosselbeerstrauch,

Geissenball

Beschreibung:

Bis 4 m hoher Strauch. Zweige und Blätter nicht filzig. Blätter 3lappig, gegenständig, mit nach vorn gerichteten, unregelmässig grob gezähnten Abschnitten, Blattstiel mit 2 grossen, sitzenden Drüsen. Blüten in ca. 10 cm breiten Doldenrispen mit stark vergrösserten, sterilen Randblüten von 1,5-2,5 cm Durchmesser (fertile Blüten nur 4-7 mm). Krone weiss, beim Aufblühen oft rötlich überlaufen. Frucht eine kugelige, leuchtend rote Beere, Durchmesser 

8-10 mm.

Blütezeit: Mai bis Juni

Ökologie:

Dieser Nanophanerophyte ist eine verholzte, strauchförmige, bis 4m hohe Pflanze, deren Knospen deutlich über der Bodenoberfläche überwintern.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Hecken, Auenwälder, Waldränder, Gebüsche / kollin-montan / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand in der Nähe von Greifensee)

 

Viburnum lantana

Wolliger Schneeball

Familie: Moschuskrautgewächse

(Adoxaceae)

Gattung: Schneeball 

(Viburnum)

Art: Wolliger Schneeball

Synonyme:

Kleiner Mehlbaum

Beschreibung:

Der Wollige Schneeball ist ein kräftiger, sommergrüner Strauch mit aufrechten Ästen, der Wuchshöhen von 1 bis 4 m erreicht. Die Rinde der Zweige ist braun und dicht mit Sternhaaren (Trichome) besetzt, also nicht wollig. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 1 bis 3 cm lang. Die einfache, dickliche, weiche, mattgrüne Blattspreite ist bei einer Länge von 5 bis 12 cm und einer Breite von bis zu 6 cm eiförmig. Der Blattrand ist scharf gesägt. Die Blattunterseite ist grau filzig behaart und die Blattoberseite ist mehr oder weniger runzelig. Die Knospen sind nackt, sie besitzen also keine Knospenschuppen. Die Blüten stehen in einem leicht gewölbten, meist siebenstrahligen, schirmrispigen Blütenstand zusammen, der einen Durchmesser von 5 bis 10 cm aufweist. Die Blüten duften etwas unangenehm. Die cremeweisse Krone weist einen Durchmesser von 6 bis 8 Millimetern auf. Die eiförmigen Steinfrüchte sind zuerst rot und später glänzend schwarz. Sie sind Wintersteher, das heisst, sie hängen im Winter oft noch getrocknet an den Zweigen. Die Fruchtreife erfolgt ab September.

Blütezeit: April bis Juni

Ökologie:

Dieser Nanophanerophyte ist eine verholzte, strauchförmige, bis 4m hohe Pflanze, deren Knospen deutlich über der Bodenoberfläche überwintern.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Hecken, Gebüsche, Waldränder / kollin-montan(-subalpin) / CH

Besonderheit:

Aus den Ästen des Strauches wurden und werden Pfeile für das Bogenschiessen gefertigt, die wegen des faserigen Aufbaus sehr elastisch und bruchfest sind. Speziell Schützen des traditionellen Bogenschiessens nutzen sie. Schon die bei der 5300 Jahre alten Gletschermumie Ötzi gefundenen Pfeile waren aus diesem Holz gefertigt

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand in der Nähe von Weiach)

 

Clinopodium vulgare

Gemeiner Wirbeldost

Familie: Lippenblütler

(Lamiaceae)

Gattung: Bergminzen 

(Clinopodium)

Art: Gemeiner Wirbeldost

Synonyme:

Gewöhnlicher Wirbeldost

Beschreibung:

Der Gemeine Wirbeldost wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 60 cm. Vom holzigen „Wurzelstock“ gehen Ausläufer aus. Der Wirbeldost ist schwach aromatisch. Der aufsteigende Stängel ist mehr oder minder ästig und abstehend behaart. Die Blätter sind kreuzgegenständig, kurz gestielt, eiförmig und schwach gekerbt bis ganzrandig. Die ein bis vier Scheinquirle werden von einer Hülle umgeben, die aus lang-

bewimperten borstigen Blättern besteht und von den tragenden Laubblättern überragt wird. 10 bis 20 Blüten stehen in dichten Scheinquirlen zusammen. Meist blühen nur wenige Blüten eines Quirls gleichzeitig. Neben zwittrigen Blüten kommen auch kleinere weibliche Blüten oder auch rein weibliche Pflanzenexemplare vor.Die Blüten sind zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Die purpurfarbenen oder gelegentlich weissen Kronblätter sind 10 bis 15 mmr lang, aussen flaumig behaart, mit leicht gekrümmter Kronröhre. Die Klausenfrüchte zerfallen in Klausen. Die kastanienbraunen Klausen sind kugelig und etwa 1 mm lang.

Blütezeit: Juli bis Oktober

Ökologie:

Der Gewöhnliche Wirbeldost ist ein Hemikryptophyt (Schaftpflanze) Blütenökologisch handelt es sich um „Eigentliche Lippenblüten“. Ihre Narben und Staubbeutel sind nur von oben bedeckt. Nektar ist reichlich vorhanden, aber wegen der langen Kronröhre ist er nur Hummeln und Schmetterlingen zugänglich; auch Selbstbestäubung ist erfolgreich.Die Diasporen sind die Klausen, die als Windstreuer und Klebhafter ausgebreitet werden.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Waldränder, Gebüsche / kollin-subalpin(-alpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei der Schindelberghöchi (Tösstal))

 

Ajuga genevensis

Genfer Günsel

Familie: Lippenblütler

(Lamiaceae)

Gattung: Günsel 

(Ajuga)

Art: Genfer Günsel

Synonyme:

Heide-Günsel

Beschreibung:

Der Genfer Günsel ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 (bis 60) cm erreicht. Es handelt sich um eine mehrstängelige, behaarte Pflanze ohne oberirdische Ausläufer. Die Stängel sind vierkantig.

Die Grundblätter stehen in Rosetten. Sie sind verkehrt-eiförmig, kurz gestielt und ihr Blattrand ist grob gezähnt. Die ungestielten Stängelblätter sind ähnlich. Die zygomorphen Blüten stehen in Scheinquirlen. Sie sind bis zu 2 cm lang und normalerweise von dunkelblauer Farbe, Gelegentlich treten auch Exemplare mit rosa oder weissen Blüten auf

Blütezeit: April bis Juni

Ökologie:

Die vier vom Kelch umgebenen Nüsschen sind je mit einem Ölkörper versehen und werden von Ameisen ausgebreitet. Die Art vermehrt sich aber auch vegetativ durch Wurzelsprosse. Die Behaarung mindert die Sonneneinstrahlung und Verdunstung.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Trockenrasen, Weinberge, Äcker / kollin-subalpin / CH

Gefährdung: 

 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet - Im Kanton Zürich ist diese Art selten anzutreffen.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: TG

(Diese Aufnahme entstand am Multberg (Pfungen))

 

Lamium galeobdolon

Gewöhnliche Goldnessel

Familie: Lippenblütler

(Lamiaceae)

Gattung: Taubnesseln 

(Lamium)

Art: Gewöhnliche Goldnessel

Synonyme:

Gold-Taubnessel

Beschreibung:

Die Gewöhnliche Goldnessel ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 45 cm erreicht. Durch bis 100 cm weit kriechende Ausläufer bildet sie oft ausgedehnte Bestände. Der vierkantige Stängel ist an seiner Basis hauptsächlich auf den Kanten behaart. Die kreuzgegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfache Blattspreite ist schwach herzförmig bis abgerundet, breit-eiförmig bis lanzettlich und am Rand nesselartig gekerbt oder grob unregelmässig gesägt. Auf der Blattoberseite befindet sich häufig ein weissliches oder ilbernes Ornament (nicht bei der reinen Art, es handelt sich dabei um eine verwilderte Ausleseform). Diese Fleckung kommt zustande, wenn sich die Blattoberhaut vom Blattgewebe abhebt; es entsteht eine Luftschicht, an der das Licht total reflektiert wird. Meist vier bis acht (zwei bis neun) Blüten sind in zwei bis fünf Scheinquirlen angeordnet. Die oberen Tragblätter sind rundlich bis grob eiförmig und stumpf gezähnt. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der glockig röhrige Kelch ist bis zur Fruchtzeit erhalten und dann höchstens bis zu 12 (selten bis zu 12,5) mm lang. Die Blütenkrone ist goldgelb. Die nur 5.5 bis 8.5 mm breite Oberlippe besitzt 0.7 bis 1.3 mm lange Wimpern.

 Blütezeit: April bis Juli

Ökologie:

Dieser krautige Chamaephyt ist eine krautige, nicht verholzende Pflanze, deren Knospen bodennah (5-40 cm über Boden) überwintern.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt meist frische, nährstoffreiche, basenreiche, neutrale bis mässig saure (pH-Wert 6–7), humose, lockere Lehmböden. Sie wächst deshalb oft in lichten Wäldern, an Waldrändern oder in Staudengebüsche.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand oberhalb Freienstein)

 

Cirsium vulgare

Gewöhnliche Kratzdistel

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Kratzdisteln 

(Cirisium)

Art: Gewöhnliche Kratzdistel

Synonyme:

Lanzett-Kratzdistel

Beschreibung:

Die Gewöhnliche Kratzdistel ist eine zweijährige Pflanze und erreicht eine Wuchshöhe von 50 bis 350 cm. Die Laubblätter sind wechselständig, die Blattform ist oval bis lanzettlich. Die Blätter sind doppelt fiederspaltig und am Stängel herablaufend. Die Blattoberseite ist stachelig-steifhaarig, die Unterseite kurzhaarig bis weissfilzig. Alle Fiederabschnitte sind dornig gezähnt und laufen in einem langen gelben Dorn aus. Die Blütenkörbe haben einen 

Durchmesser von bis zu 4 cm. Während der Blüte ist der Korb in der Höhe der Blüten fast doppelt so breit wie der oberste Teil der Korbhülle. Die Korbhülle hat keinen Wollfilz. Die Blüten sind purpurfarben.

Blütezeit: Juli bis Oktober

Ökologie:

Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Die Achänenfrüchte haben eine abgeflacht-zylindrische Form. Der Pappus besteht aus langen, federartig behaarten Strahlen.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wegränder, Ödland, Schuttplätze / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand auf dem Berenberg (Wülflingen))

 

Mahonia aquifolium

Gewöhnliche Mahonie

Familie: Berberitzengewächse

(Berberidaceae)

Gattung: Melonien 

(Mahonia)

Art: Gewöhnliche Mahonie

Synonyme:

Stechdornblättrige Mahonie

Beschreibung:

Die Gewöhnliche Mahonie wächst als selbstständig aufrechter, vielstämmiger, unbewehrter, immergrüner Strauch und erreicht Wuchshöhen von bis 1.8 Metern. Die ledrigen, bis 30 cm langen Laubblätter sind unpaarig gefiedert. Die Blättchen sind bis 8 cm lang und sitzen zu 5 bis 13 auf der Blattspindel. Die Blattoberseite ist glänzend dunkelgrün und die -unterseite ist heller gefärbt. Der Blattrand ist zum Teil stark gewellt und jederseits mit 10 bis 20 Stachelzähnen besetzt. Die Laubblätter sind im Winter manchmal tief bronzerot gefärbt. Die aufrechten, dichten, bis zu 8 cm hohen, traubigen Blütenstände stehen zu dritt bis viert zusammen. Die duftenden, zwittrigen Blüten sind dreizählig, gelb und manchmal rot überlaufen. Die sechs Kronblätter sind goldgelb. Die Früchte reifen ab August. Die bei Reife purpurschwarzen, bläulich bereiften Beeren sind gut erbsengross, kugelig und enthalten zwei bis fünf Samen. Die Samen sind rotbraun. Die Beeren sind essbar und schmecken stark sauer; sie haben einen dunkelroten Saft.

 Blütezeit: März bis Juni

Ökologie:

Die Vermehrung erfolgt hauptsächlich vegetativ durch unterirdische Ausläufer, Stecklinge oder durch Tierausbreitung der Samen.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt sowohl sonnige als auch halbschattige Standorte.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei den „Chöpfi“ (Wülflingen))

 

Petasites hybridus

Gewöhnliche Pestwurz

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Pestwurzen 

(Petasites)

Art: Gewöhnliche Pestwurz

Synonyme:

Bach-Pestwurz,

Rote Pestwurz,

Pestwurz

Beschreibung:

Die ausdauernde krautige Pflanze erreicht zur Blütezeit Wuchshöhen zwischen 10 und 40 cm zur Fruchtzeit bis 120 cm. Das Rhizom ist zirka 4 cm dick, bräunlich und an den Gliedenden verdickt. Die rundlichen Laubblattspreiten können bis 60 cm Durchmesser erreichen. Die untersten Seitennerven verlaufen am Rand der Stielbucht und begrenzen diese. Die Unterseite der Blätter ist grauwollig, später verkahlend. Die Blattstängel sind innen hohl und

seitlich deutlich gerieft. Die Blütenstände erscheinen zwischen März und Mai noch vor den Grundblättern. Der zusammengesetzte, traubige Blütenstand besitzt zahlreiche, dicht stehende rötlich-weisse bis rot-violette Blütenköpfe (Teilblütenstände). Die männlichen Blütenköpfe werden etwa 7 bis 12 mm lang und sind etwa doppelt so gross wie die weiblichen.

 Blütezeit: März bis April

Ökologie:

Für eine optimale Entwicklung ist eine gewisse Luftfeuchtigkeit erforderlich. Sie gehört zu den ersten Frühjahrsblühern und wird von Bienen bestäubt. Die zylindrischen, behaarten Früchte werden durch den Wind verbreitet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Bach- und Flussufer, Erlengebüsch / kollin-montan(-subalpin) / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand beim „Burebode“ (Tösstal))

 

Prunus padus

Gewöhnliche Traubenkirsche

Familie: Rosengewächse

(Rosaceae)

Gattung: (Prunus) 

Art: Gewöhnliche Traubenkirsche

Synonyme:

Ahlkirsche,

Sumpfkirsche,

Elsenkirsche

Beschreibung:

Die Gewöhnliche Traubenkirsche ist ein bis 10 m hoher Strauch oder Baum. Die Blätter sind breit-lanzettlich, 5-10 cm lang, fein und gleichmässig gezähnt, ± matt, am Grund herzförmig oder abgerundet, Seitennerven oberseits vertieft. Blüten gleichzeitig mit den Blättern entwickelt, 1-1.5 cm im Durchmesser, weiss, in meist über 10-blütigen Trauben. Blütenstandstiel beblättert. Frucht kugelig, schwarz, glänzend, Durchmesser 7-9 mm, mit grubig gefurchtem Steinkern, bitter schmeckend.

Blütezeit: April bis Juni

Ökologie:

Als Bestäuber der Gewöhnlichen Traubenkirsche treten vor allem Schwebfliegen, Bienen und Falter in Erscheinung. Nektar wird halb verborgen im Blütenzentrum angeboten. Bei ausbleibender Fremdbestäubung ist auch Selbstbestäubung möglich.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Auenwälder, Waldränder, auf feuchten Böden / kollin-montan / Verbreitet, CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand „im Bruni“ (Winterthur))

 

Stellaria media

Gewöhnliche Vogelmiere

Familie: Nelkengewächse

(Caryophyllaceae)

Gattung: Sternmieren

(Stellaria) 

Art: Gewöhnliche Vogelmiere

Synonyme:

Vogel-Sternmiere

Beschreibung:

Der Stängel der Gewöhnlichen Vogelmiere wird 5-40 cm hoch. Die Blätter sind am Grund gerundet, der Stiel ist bewimpert. Die Kronblätter sind 2/3 bis so lang wie die Kelchblätter, diese sind 3-5 mm lang. Staubblätter meist

3-5 (0-10). Die Fruchtstiele sind 4-6mal so lang wie der Kelch. Die Samen sind 0.9-1.3 mm lang (reif) dunkelbraun, mit breiten, stumpfen Höckern.

Blütezeit: Januar bis Dezember

Ökologie:

Dieser Therophyte ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige

Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Gärten, Äcker, Schuttplätze / kollin-subalpin / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im „Talguet“ (Neftenbach))

 

Polygonum aviculare

Gewöhnlicher Vogelknöterich

Familie:     Knöterichgewächse

(Polygonaceae)

Gattung: Vogelknöteriche

(Polygonum)

Art: Gewöhnlicher Vogelknöterich

Synonyme:

Gewöhnlicher Vogel-Knöterich

Beschreibung:

Der Vogelknöterich ist eine einjährige, krautige Pflanze. Die Wurzeln reichen in 25- 80 cm Tiefe. Die meist niederliegenden, seltener aufrechten Stängel sind 5- 60 cm lang. Die Laubblätter sind elliptisch-lanzettlich und gras- bis blaugrün. Die zerschlitzte Ochrea ist kürzer als die Internodien, silbrig-durchscheinend, gegen den Grund oft bräunlich und besitzt höchstens sechs unverzweigte Blattadern. Die Blütenäste sind bis zur Spitze beblättert. Die Blüten sitzen einzeln oder zu zwei bis sechs in kleinen, blattachselständigen Gruppen. Die Blütenhülle aus meist fünf Blütenhüllblättern ist grünlich mit weissem, rosafarbenem oder rötlichem Rand. Die drei Griffel sind sehr kurz. Die Blüten sind geruchlos, bilden keinen Nektar und werden daher kaum von Insekten besucht. Der Vogelknöterich ist hauptsächlich autogam. Die matt oder glänzenden, gerieften oder glatten Nussfrüchte sind meist 2 -3 mm lang und meist kaum länger als die Blütenhülle

Blütezeit: Mai bis Oktober (April bis November)

Ökologie:

Der Vogelknöterich ist eine sommerannuelle Pflanze. Vegetative Vermehrung erfolgt durch wurzelnde Ausläufer. Der Vogelknöterich ist sehr trittresistent. Seine jungen Blätter führen nachts Schlafbewegungen aus, indem sie sich aufrecht stellen und aneinander legen. Die Blüten sind unscheinbar und haben keinen Nektar. Blütenökologisch bilden sie einen Übergang zwischen „Glockenblumen“ und „Scheibenblumen“. Die Selbstbestäubung ist vorherrschend. Der Blühbeginn ist bereits in der 5. Woche nach der Keimung. Die Ausbreitung erfolgt mittels Epizoochorie. Die Früchte breiten sich als Regenschwemmlinge und bei Trittausbreitung als Wasserhafter aus. Weiterhin erfolgt Bearbeitungsausbreitung durch Vögel, beispielsweise durch Sperlinge, und Zufallsausbreitung durch Huftiere. Die Fruchtreife beginnt ab Juli. Die langlebigen Samen sind Wärmekeimer. Die Samen bleiben bis zu 250 Jahre lang keimfähig

Vorkommen:

Diese Art ist eine Pionierpflanze und wächst vor allem auf Wegen, Schutt, Gräben, Kiesplätzen, Trittstellen, Äckern. Er gedeiht auf trockenen bis mässg trockenen, nährstoffreichen, humosen oder rohen Stein-, Sand- und Lehmböden.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im „Talguet“ (Neftenbach))

 

Clematis vitalba

GewöhnlicheWaldrebe

Familie: Hahnenfussgewächse

(Ranunculaceae)

Gattung: Waldreben

(Clematis) 

Art: Gewöhnliche Waldrebe

Synonyme:

Echte Waldrebe,

Gemeine Waldrebe

Beschreibung:

Der Stängel der Gewöhnlichen Waldrebe wird bis 8 m hoch, windend und kletternd, verholzt (Liane). Die Blätter sind unpaarig gefiedert, mit 3 oder 5 lang gestielten Teilblättern, diese oft mit 1-3 groben Zähnen. Die Blüten sind weiss, in Rispen oder Trugdolden, mit meist 4 dicht filzig behaarten Blumenblättern und zahlreichen Staub- und Fruchtblättern, ohne Honigblätter. Früchtchen mit langem, abstehend behaartem Griffel.

Blütezeit: Juli bis August

Ökologie:

Die Stämme der Gewöhnlichen Waldrebe erhalten ihre Zugfestigkeit durch ein zentrales Festigungsgewebe. Charakteristisch sind die weiten Gefässe (Tracheen) des Holzteils. Die Pflanze ist ein Linkswinder. Sehr ähnlich wie bei der Weinrebe entwickelt sich als Anpassung an die Drehbeanspruchung eine Streifenborke. Die Wurzeln gehen eine Symbiose mit Pilzen ein, die aber keine Fruchtkörper bilden (VA-Mykorrhiza). Die Blüten sind teils vormännlich oder -weiblich, manchmal auch homogam, es sind „Scheiben-“ bzw. „Pinselblumen“. Amine als (fischartig riechende) Duftstoffe locken Zweiflügler und Käfer an. Die Blüten werden auch gerne von Honigbienen, seltener von Wildbienen aufgesucht. Die Gewöhnliche Waldrebe kann die bewachsenen Pflanzen durch ihr Gewicht und Lichtentzug bis zum Absterben schädigen.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Waldränder, Gebüsche / kollin-montan(-subalpin) / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand beim Schiess-Scheibenstand Teufen)

 

Achillea millefolium

Gewöhnliche Wiesen-Schafgarbe

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Schafgarben

(Achillea) 

Art: Gewöhnliche Wiesen-Schafgarbe

Synonyme:

Gemeine Schafgarbe,

Gewöhnliche Schafgarbe

Beschreibung:

Die Gewöhnliche Wiesen-Schafgarbe wird 20-80 cm hoch. Sie hat grundständige Blätter. Diese sind 1.5-3.5 cm breit. An den obersten 12 cm des Stängels unter dem Blütenstand 3-6 Blätter. Mittelrippe der Stängelblätter 0,6-1,2 mm breit, kaum geflügelt und nicht gezähnt, Blattabschnitte wenig aufgestellt, bis auf den Mittelnerv geteilt, Zipfel 0,2-0,6 mm breit. Zungenbüten weiss, seltener rosa. Früchte 1,5-2 mm lang.

Blütezeit: Mai bis Oktober

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Äcker, (trockenen Wiesen, Weiden, auf Geröllhalden und an Weg- und Strassenrändern. Die Pflanze ist genügsam und mag keine Staunässe, sie liebt einen sonnigen Standplatz, kombiniert mit einem stickstoffhaltigen Boden.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei Teufen)

 

Lythrum salicaria

Gewöhnlicher Blutweiderich

Familie: Weiderichgewächse

(Lythraceae)

Gattung: Blutweideriche

(Lythrum)

Art: Gewöhnlicher Blutweiderich

Synonyme:

Blut-Weiderich,

Gemeiner Gilbweiderich,

Gemeiner Weiderich

Beschreibung:

Der Gewöhnliche Blutweiderich ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 2 Metern und eine Breite von 1.5 Metern erreicht. Bis zu 50 aufrechte, teils verzweigte, behaarte, vier- bis mehrkantige Stängel können aus dem Rhizom heranwachsen. Untergetauchte Triebe entwickeln ein Durchlüftungsgewebe (Aerenchym), das das Rhizom mit Sauerstoff versorgt. Die sitzenden (stiellosen) Laubblätter sitzen entweder zu dritt als Quirle, zu zweit gegenständig und auch wechselständig am Stängel. Sie sind lanzettlich bis oval geformt und haben einen abgerundeten bis herzförmigen Blattgrund. Die schmalen Blattspreiten sind weich behaart; unterseits treten die Nerven deutlich hervor.

Blüten: Jeder ähren- oder traubenförmige Blütenstand kann hundert und noch mehr Blüten enthalten; diese Scheinähren sind purpurrot. Die zwittrigen Blüten besitzen eine doppelte Blütenhülle. Es ist ein röhriger, doppelt gezähnter Achsenbecher vorhanden. Die sechs oder fünf freien Kronblätter sind mehr als 1 cm lang. Beim Blütenaufbau liegt trimorphe Heterostylie vor: Es gibt drei verschiedene Blütentypen (auf verschiedenen Pflanzenexemplaren):

  • Blüten mit langen Griffeln und mittellangen und kurzen Staubblättern
  • Blüten mit mittellangen Griffeln und langen und kurzen Staubblättern
  • Blüten mit kurzen Griffeln und langen und mittellangen Staubblättern

Der Pollen ist bei den langgestielten Staubblättern grün und gross, bei den übrigen gelb und kleiner

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Blütenbesucher sind vor allem Schwebfliegen, aber auch Bienen und Schmetterlinge. Blutweiderich ist ein Nektarspender von besonderem Wert. Auch ist es eine wichtige Futterpflanze für die Raupen aus der Gattung der Nachtpfauenaugen (Saturnia). Ein einzelnes Pflanzenexemplar kann bis zu drei Millionen Samen produzieren, die durch Wind und Wasser ausgebreitet werden. Die Samen sind mit Schleimhaaren ausgestattet und haften leicht an Wasservögeln fest, die sie auf diese Weise ausbreiten. Sie keimen in nahezu allen ausreichend feuchten Böden im nächsten Frühjahr.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt feuchte Standorte häufig und verbreitet in Röhrichten und Sümpfen, an Ufern von Seen und Weihern, Flüssen, Bächen und Kanälen sowie in Gräben. Er bevorzugt die tieferen Lagen und ist etwas wärmeliebend, kommt aber auch noch in mittleren Gebirgslagen vor. Die Standorte sind vor allem nasse oder wechselfeuchte, zeitweise überschwemmte, nährstoffreiche, Sumpfhumusböden.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei der Moselwisen (Embrach))

 

Lysimachia vulgaris

Gewöhnlicher Gilbweiderich

Familie: Primelgewächse

(Primulaceae)

Gattung: Gilbweideriche

(Myrsinoideae)

Art: Gewöhnlicher Blutweiderich

Synonyme:

Rispen-Gilbweiderich,

Gemeiner Gilbweiderich,

Gewöhnlicher Felberich

Beschreibung:

Der Gewöhnliche Gilbweiderich ist eine sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 40 bis 150 cm erreicht. Der aufrechte Stängel ist im oberen Bereich oft verzweigt und behaart. Laubblätter sind gegenständig oder zu dritt bis viert quirlig am Stängel angeordnet. Die Blattspreite ist bei einer Länge von bis zu 12, selten bis zu 15 cm eiförmig-lanzettlich und nicht drüsig punktiert. Endständig und in den Achseln der oberen Blätter befinden sich rispige oder traubige Blütenstände.Die Blüte ist radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Kelchzipfel sind häufig rötlich überlaufen oder berandet. Die fünf gelb und häufig innerseits rötlich gefärbten Kronblätter sind nur an ihrer Basis verwachsen. Die 7 bis 12 mm langen Kronblattzipfel sind am Rand kahl. Die Staubfäden der fünf Staubblätter sind zu einer Filamentröhre verwachsen. Die aufrechte, einfächerige Kapselfrucht öffnet sich mit fünf Fruchtklappen. Die Samen sind 1 bis 1.8 Millimeter lang.

Blütezeit: Juni bis August

Ökologie:

Der Gewöhnliche Gilbweiderich ist ein helomorpher Hemikryptophyt eine Schaftpflanze, eine Sumpfpflanze und ein Tiefwurzler. Vegetative Vermehrung erfolgt durch unterirdische Ausläufer. Es handelt sich blütenbiologisch um eine sogenannte homogame Scheibenblume. Drüsenhaare oder Safthaare befinden sich an der Aussenseite dieser Filamentröhre. Über sie scheidet die Pflanze Lipide aus, mit denen bestäubende Insekten herangelockt werden. Der Gewöhnliche Gilbweiderich gehört zu den wenigen Arten in der mitteleuropäischen Flora, die ihre Bestäuber statt mit Nektar mit Öl lockt. Zu den häufigsten Blütenbesuchern zählt die Schenkelbiene (Macropis europaea), die in ihrem Vorkommen offensichtlich an die Verbreitung des Gewöhnlichen Gilbweiderichs gebunden ist. Die Weibchen sammeln das Öl mit Hilfe von Saugpolstern an ihren Mittelbeinen und streichen es in ihre Hinterschenkelbürsten, wo es sich mit dem gesammelten Pollen zu einem dicken Klumpen vermischt. Dieser dient als Nährpaste für die Larven. Neben dieser Bienenart sind ausserdem immer wieder pollenfressende Schwebfliegen an der Blüte zu beobachten. Der Gewöhnliche Gilbweiderich ist allerdings auch zur Selbstbestäubung in der Lage.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Auenwälder, feuchte Wiesen / kollin-montan / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im Tobel (Teufen))

 

Laburnum anagyroides

Gewöhnlicher Goldregen

Familie: Hülsenfrüchtler

(Fabaceae)

Gattung: Goldregen

(Laburnum)

Art: Gewöhnlicher Goldregen

Synonyme:

Goldregen,

Gemeiner Goldregen,

Gäli Akazie

Beschreibung:

Der Gewöhnliche Goldregen wächst als sommergrüner Strauch oder kleiner Baum und erreicht Wuchshöhen von bis zu 7 m. Die grünen, wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der lange Blattstiel ist dicht angedrückt behaart. Die Blattspreite ist dreizählig gefingert mit kurz gestielten, ganzrandigen Blättchen. Die eiförmige bis verkehrt-eiförmige oder elliptische Blättchenspreite ist unterseits auf den Mitteladern behaart. Die Blättchen sind abgerundet bis stumpf oder spitz und oft feinstachelspitzig. Sie sind 22 bis 90 mm lang und 16 bis 45 mm breit. Die Nebenblätter sind 2.5 bis 5 Millimeter lang. In hängenden, recht langen und lockeren Trauben befinden sich 18 bis 45 resupinierte Blüten. Die Blütentrauben sind anfangs aufrecht; wenn sie sich später senken, verdrehen sich die Blütenstiele, sodass die Fahne wieder nach oben kommt. Die schwach duftenden, schlank gestielten und zwittrigen, protandrischen, also  vormännlichen, Schmetterlingsblüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kronblätter sind gelb. Der Kelch ist 6 bis mm lang. Die 10 Staubblätter sind einbrüderig verwachsen. Die Hülsenfrüchte mit bleibendem Kelch sind länglich, flach, bis zu 4 bis 7 cm lang, 7 bis 9 mm breit und zwischen den Samen eingeschnürt. Die 2 bis 3 (bis 6) bohnenförmigen Samen sind ungefähr 4–5 mm gross, schwarz und glänzend. Die Früchte bleiben über den Winter an der Pflanze.

Blütezeit: April bis Juni

Ökologie:

Siehe Steckbriefe der Seltenen

Giftigkeit:

Alle Pflanzenteile des Goldregens sind sehr giftig, besonders die Samen.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt in der Schweiz Felsen, lichte Flaumeichenwälder des Verbands Quercion pubescentis und Hopfenbuchenwälder des Verbands Orno-Ostryon.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet. Im Kanton Zürich trifft man sie, ausserhalb von Gärten,  selten an.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: NW

(Diese Aufnahme entstand bei der Kiesgrube Weiach)

 

Lotus corniculatus

Gewöhnlicher Hornklee

Familie: Hülsenfrüchtler

(Fabaceae)

Gattung: Hornklee

(Lotus)

Art: Gewöhnlicher Hornklee

Synonyme:

Gemeiner Hornklee

Schotenklee

Beschreibung:

Die ausdauernde krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 5 und 30 cm. Die Nebenblätter sind schief-eiförmig, spitz und fast so gross wie die Laubblätter. Die Blätter sind verkehrt eiförmig bis keilförmig. Die Blattunterseite ist bläulichgrün. Die doldigen Blütenstände sind zwei- bis siebenblütig und an der Basis mit drei kleinen Hochblättern versehen. Die Kelchzähne sind vor dem Blühen zusammengeneigt. Die 15 mm lange gelbe Blütenkrone ist oft aussen rötlich. Das Schiffchen ist zur Spitze hin rechtwinklig aufgebogen. Ein spezieller Pumpmechanismus dient der Bestäubung der Blüten. Der Pollen wird schon im Knospenzustand entleert. Dabei bilden die keulenförmig angeschwollenen Filamente einen Kolben, der den Pollen, falls Schiffchen und Flügel von einem Insekt belastet werden, aus der Blüte herauspressen. Dieser Vorgang kann pro Blüte etwa achtmal wiederholt werden. Die Hülsenfrucht gab der Art ihren deutschen Namen. Die Hülsen sind etwa 2 bis 3 cm lang und 2.5 bis 4 mm breit und gerade. Sie sind reif kastanienbraun und ihre Klappen rollen sich nach dem Aufspringen ein.Der Gewöhnliche Hornklee ist eine recht variable Art und meist tetraploid.

Blütezeit: Mai bis Juli

Ökologie:

Der Gewöhnliche Hornklee dient auch als Futterpflanze, Stickstoff-Lieferant und Bienenweide. Sein Nektar enthält durchschnittlich 40 % Zucker, jede einzelne Blüte produziert täglich 0.08 mg Zucker. Darüber hinaus ist der Gewöhnliche Hornklee eine wichtige Futterquelle für den Hauhechel-Bläuling. Der Gewöhnliche Hornklee wurzelt bis einen Meter tief. Er wird über 20 Jahre alt. Er nimmt auch mit sehr mageren Böden vorlieb und ist dank seinem Wurzeltiefgang gegen Trockenheit besonders widerstandsfähig. Bemerkenswert ist auch die aussergewöhnlich starke Bestockung der Art. Die Bestockungstriebe entspringen dicht gedrängt am Ende des kurzen dicken Erdstocks und bilden anfangs niederliegende, dann aufsteigende, aber nie sich bewurzende Stängel. Es bilden sich also keine Ausläufer

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Fettwiesen, Wegränder / kollin-subalpin(-alpin) / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet. 

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand beim Tössrain (Wülflingen))

 

Ligustrum vulgare

Gewöhnlicher Liguster

Familie: Ölbaumgewächse

(Oleaceae)

Gattung: Liguster

(Ligustrum)

Art: Gewöhnlicher Liguster

Synonyme:

Gemeiner Liguster,

Rainweide,

Beinholz,

Tintenbeerstrauche

Beschreibung:

Der Gewöhnliche Liguster ist ein bis 4 m hoher Strauch. Die Blätter sind gegenständig, lanzettlich bis verkehrt-eilanzettlich, 1-2 cm breit, ganzrandig, lederig, kahl, 2-5 cm lang, oft überwinternd, aber spätestens im Frühjahr abfallend. Die Blüten sind weiss, in dichten aufrechten Rispen, die Krone ist ca. 5 mm lang, Röhre +/- so lang wie die 4 Zipfel, stark duftend. Die Frucht ist eine kugelige bis eiförmige schwarze, 2- oder 4-samige Beere, Durchmesser 0.5-1 cm. Am Fruchtknoten wird Nektar abgeschieden.

Blütezeit: Mai bis Juli

Ökologie:

Dieser Nanophanerophyte ist eine verholzte, strauchförmige, bis 4m hohe Pflanze, deren Knospen deutlich über der Bodenoberfläche überwintern.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Waldränder, Gebüsche, in warmen Lagen / kollin(-montan) / CH

Giftigkeit:

Die Beeren des Liguster sind giftig, der Verzehr kann zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Leibschmerzen führen. Die Wirkung tritt sicher ein, wenn eine grössere Menge gegessen wurde. In den Blättern ist das Glucosid Syringin enthalten, wodurch sie ebenfalls giftig sind. Hautkontakt beim Schneiden der Pflanze kann zu Hautreizungen, dem sogenannten Liguster-Ekzem, führen.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet. 

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand oberhalb vom Spöri (Hoh Wülflingen/Schuppentännli))

 

Echium vulgare

Gewöhnlicher Natternkopf

Familie: Raublattgewächse

(Boraginaceae)

Gattung: Natternköpfe

(Echium)

Art: Gewöhnlicher Natternkopf

Synonyme:

Blauer Natternkopf

Beschreibung:

Der Gewöhnliche Natternkopf wird  30-90(-150) cm hoch, er ist borstig-steifhaarig. Die Blätter sind schmal-lanzettlich, die grundständigen allmählich in einen Stiel verschmälert, die oberen sitzend, am Grund abgerundet oder etwas stängelumfassend. Der Blütenstand ist lang zylindrisch. Die Krone violettblau, selten rötlich, rachenförmig-zweilippig, 15-20 mm lang, mit weit aus der Krone herausragenden Staubblättern.

Blütezeit: Mai bis Oktober

Ökologie:

Der Gewöhnliche Natternkopf ist eine Trockenpflanze und überdauert den Winter als 

Hemikryptophyt mit Hilfe ihrer Pfahlwurzel. Blütenökologisch handelt es sich um vormännliche „Rachenblumen“; die herausragenden Griffel und Staubblätter dienen als Landeplatz für die Bestäuber. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, vor allem Bienen, Schwebfliegen und Falter; letztere besuchen die Blüten sehr gerne. Es wurden über 40 Schmetterlingsarten als Besucher festgestellt. Der Hauptbesuch der Insekten erfolgt gegen 15 Uhr. Die Blüten vollziehen einen Farbwechsel von rot nach blau. Bienen lernen, dass nur die rosa Blüten reich an Nektar sind. Der graublaue Pollen ist mit 0.01 mm sehr klein. Die Blüten sind zuerst männlich, dann weiblich (vormännlich).Die Ausbreitung der Diasporen, es sind die Klausen, erfolgt durch Kleb- und Klettwirkung, vom Wind und durch den Menschen. An den Pflanzen findet sich neben weiteren spezialisierten Insekten oft die Netzwanze Dictyla echii oder der Landkarten-Raublattrüssler.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Kiesgruben, Wegränder, Schuttplätze / kollin-subalpin / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet. 

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im Tössrain (Wülflingen))

 

Echium plantagineum

Wegerichblättriger Natternkopf

Familie: Raublattgewächse

(Boraginaceae)

Gattung: Natternköpfe

(Echium)

Art: Wegerichblättriger Natternkopf

Synonyme:

Wegerich-Natternkopf

Beschreibung:

Der Wegerichblättrige Natternkopf ist eine ein- oder zweijährige,  ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 60 cm. Die oberirdischen Pflanzenteile sind weichborstig behaart. Die lang gestielten und eiförmig-spateligen Grundblätter sind in einer wegerich-ähnlichen Rosette  angeordnet. Sie besitzen eine erhabene Nervatur und werden bis 14 cm lang. Die sitzenden  Stängelblätter haben einen herzförmigen Grund und umfassen den Stängel bis zur Hälfte. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Krone wird 18 bis 30 mm lang und ist blau, später purpurrosa und breit-trichterförmig. Zwei der fünf Staubblätter ragen aus der Blüte heraus.

Blütezeit: April bis Juli

Ökologie:

Nach der Befruchtung bilden sich vierteilige Klausenfrüchte, deren dunkelbraune Samen eine raue Oberfläche besitzen. Es wird empfohlen, die Samen vor der Aussaat in Wasser einzuweichen. Für die Keimung benötigen die Samen Tagestemperaturen von etwa 20 Grad.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wegränder, trockene Brachflächen und Sandböden.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz sehr selten.  Im Kanton Zürich gibt es lt. Infoflora nur 2 Standorte (mit meinem Fund bei Wülflingen wären es deren 3)

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im Niderfeld (Wülflingen))

 

Pastinaca sativa

Gewöhnlicher Pastinak

Familie: Doldenblütler

(Apiaceae)

Gattung: Pastinaken

(Pastinaca)

Art: Gewöhnlicher Pastinak

Synonyme:

Pastinake,

Gemeiner Pastinak,

Wiesen-Pastinak

Beschreibung:

Der Pastinak wächst als zweijährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 120 cm. Es handelt sich um eine Halbrosettenpflanze mit fleischiger Rübe, im Bau ähnlich der Möhre (Daucus). Der intensive, angenehme Geruch der ganzen Pflanze ist süsslich, etwas dem wilden Fenchel (Foeniculum vulgare) ähnlich. Der Stängel ist kantig gefurcht. Nach dem ersten Jahr wird eine Rübe als Speicherorgan ausgebildet. Die Rübe ist von gelblich-weisser Farbe; bei der Wildform ist sie dünn und hart, bei den Kulturvarietäten bis zu 6 cm dick, 20 cm lang, kegelförmig und bis zu 1.5 Kilogramm schwer. Ihre Laubblätter sind ein- bis zweifach gefiedert mit zwei bis sieben Fiederpaaren. Die Fiederblättchen sind sitzend und gesägt oder fiederschnittig. Viele Blüten stehen in sieben- bis 20-strahligen doppeldoldigen Blütenständen zusammen. Hüllblätter sind keine vorhanden. Die Blüten sind zwittrig. Die Kelchzähne sind winzig und dreieckig. Die Kronblätter sind gelb.

Blütezeit: Juli bis September

Ökologie:

Die Blüten sind „nektarführende Scheibenblumen vom Heracleum-Typ“. Sie werden von Insekten aller Art besucht (Entomophilie). Die Windbestäubung ist zwar möglich, findet jedoch praktisch nicht statt. Die Früchte sind Doppelachänen, die in schmal geflügelte Teilfrüchte zerfallen. Es sind Wind- und Tierstreuer. Auch Zufallsausbreitung durch Huftiere und Menschenausbreitung ist möglich. Das Saatgut ist ein bis zwei Jahre gut keimfähig.

Sammelgut: Blätter, Triebe, Stiele, Wurzeln, Samen

Energiereiche Teile: Wurzeln

Inhaltsstoffe: Fasern, Kalium, Protein und Vitamin C, Stärke, Bergapten, Xanthotoxin und Imperatorin, ätherischem Öl und Calciumoxalat.

Nötige Ver-/Bearbeitung: kann roh verwendet werden (Rohkost-Tauglich)

Verwechslungsgefahr: Der Pastinak ist aufgrund seiner Blätter und gelben Blüten gut von anderen Doldenblütlern zu unterscheiden und alles seine Teile sind essbar. Er ist somit einer der wenigen Doldenblütler die es auf pflanzen-vielfalt.NET geschafft haben, denn diese Gattung enthält sehr viele giftige Vertreter und sie sind in der Regel auch für geschulte Augen oft schwer zu unterscheiden. Dennoch – Achtung: Beim Umgang mit Pflanzenteilen können im Zusammenhang mit Sonnenschein auf der Haut phototoxische Reaktionen durch ätherische Öle und Wiesengräserdermatitis durch enthaltene Furocumarine auftreten.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wiesen, vor allem in Wegnähe, Böschungen, lückige Unkrautfluren,  Eisenbahngelände, Steinbrüche oder Getreidefelder und lehmige Böden. Er gedeiht am besten auf basen- und oft kalkreichen und stickstoffhaltigen Böden.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei Hoh Wülflingen (Neuburg))

 

Datura stramonium

Gewöhnlicher Stechapfel

Familie: Nachtschattengewächse

(Solanaceae)

Gattung: Stechäpfel

(Datura)

Art: Gewöhnlicher Stechapfel

Synonyme:

Gemeine Stechapfel,

Weisser Stechapfel,

Stechapfel

Beschreibung:

Der Gewöhnliche Stechapfel wird 30-100 cm hoch, meist verzweigt. Der Stängel ist kahl, stumpfkantig. Die Blätter sind buchtig und grob gezähnt, spitz, kahl, bis 20 cm lang. Die Blüten sind einzeln in den Blattwinkeln, gestielt. Die Krone ist  lang trichterförmig, weiss, selten hellpurpurn, 6-9 cm lang, kahl. Die Frucht ist eiförmig, dicht stachelig, grün, 5-7 cm lang.

Blütezeit: Juni bis Oktober

Ökologie:

Diese Art ist ein Therophyte, welcher nur eine Vegetationsperiode lebt und nur einmal blüht. Es ist eine fruchtende, krautige Pflanze, die keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Giftigkeit: Der Gemeine Stechapfel enthält die giftigen Tropan-Alkaloide (S)-Hyoscyamin und Scopolamin. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders jedoch die Wurzeln und Samen. Bereits Mengen ab 0,3 g können Giftwirkungen wie z. B. gesteigerte Erregung, Sinnestäuschungen, Übelkeit, Pupillenerweiterung mit Sehstörungen und Atemlähmung hervorrufen. Der Nachweis einer Intoxikation kann durch Einsatz der Gaschromatographie-Massenspektrometrie erfolgen. Nachgewiesen werden meist die Alkaloide Hyoscyamin/Atropin und Scopolamin als Trimethylsilyl-Derivate.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wegränder, Schuttplätze, Äcker, in warmen Lagen / kollin(-montan) / Zerstreut CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand an der Wagenbrechi (Weiacherstrasse))

 

Succisa pratensis

Gewöhnlicher Teufelsabbiss

Familie: Geissblattgewächse

(Caprifoliaceae)

Gattung: (Succisa)

Art: Gewöhnlicher Teufelsabbiss

Synonyme:

Teufelsabbiss,

Abbiss,

Teufelwurz,

Teufelsbiss

Beschreibung:

Der Teufelsabbiss wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 50, selten bis zu 80 cm. Als Speicher- und Überdauerungsorgan dient ein senkrecht stehendes Rhizom, das am unteren Ende meist abgefault und daher wie abgebissen wirkt (daher der Trivialname Teufelsabbiss); es reicht bis zu 50 Zentimeter in die Tiefe. Es werden keine Ausläufer gebildet. Der Stängel ist glatt. Er besitzt in einer Rosette angeordnete, gegenständige längliche bis länglich-lanzettliche, meist ganzrandige Laubblätter.

Blütezeit: Juli bis September

Ökologie:

Der Gewöhnliche Teufelsabbiss ist eine gynodiözische Pflanze, das heisst, dass zum einen Pflanzen mit rein weiblichen Blüten und zum anderen solche mit zwittrigen Blüten gebildet werden. Bei den zwittrigen Blüten reifen die Staubblätter vor den Narben. Durch diese Proterandrie soll die Fremdbestäubung gefördert werden. Die Bestäubung erfolgt durch Bienen, Falter und diverse Zweiflügler. Beim Gewöhnlichen Teufelsabbiss handelt es sich um einen mesomorphen Hemikryptophyt.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Moorwiesen, Heiden / kollin-subalpin / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet....

…und trotzdem: In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: AG

(Diese Aufnahme entstand im Rood (Wila))

 

Utricularia vulgaris

Gewöhnlicher Wasserschlauch

Familie: Wasserschlauchgewächse

(Lentibulariaceae)

Gattung: Wasserschläuche

(Utricularia)

Art: Gewöhnlicher Wasserschlauch

Synonyme:

Gemeiner Wasserschlauch,

Beschreibung:

Der Gewöhnliche Wasserschlauch ist eine untergetauchte Wasserpflanze. Nur zur Blütezeit schwimmt sie nach oben. Sie überdauert durch kugelige haselnussgrosse Turionen. Es ist eine fleischfressende Pflanze, eine sogenannte Karnivore. Der Tierfang dient als zusätzliche Quelle für Stickstoff- und Phosphorverbindungen. Die Blätter sind in haarfeine Berge zerteilt, von denen je etwa 20, maximal 200, zu 4–5 mm langen Fangblasen umgebildet sind. An einer grossen Pflanze wurden über 26.000 Fangblasen gezählt. Durch eine mit Borsten versehene Klappe sind sie von innen fest verschlossen. Ihre Wand ist mit verschiedenen Drüsen besetzt, zum Beispiel Keulendrüsen, die zuckerhaltigen Schleim absondern, der der Anlockung potentieller Beute dient. Vierstrahlige Drüsen auf der Innenwand haben drei verschiedene Funktionen:

1. Sie pumpen nach dem Fang das Wasser aus der Blase, indem sie als Ionenpumpen Alkali-Ionen nach aussen befördern und damit den osmotischen Wert im Inneren absenken, sodass wieder ein Unterdruck von 0,1 bar entsteht.

2. Sie geben Verdauungsenzyme (eine Protease, Esterase, Phosphatase) und Benzoesäure ab.

3. Sie nehmen die entstandenen Abbauprodukte zur Weiterleitung auf.

Berühren Kleintiere die als Hebel dienenden Klappborsten, z. B. beim Fressen der auf diesen haftenden Bakterienfäden, so schnappt die Klappe nach innen, und die Tiere werden mit dem umgebenden Wasser in den Fangschlauch gesogen bzw. geschluckt. Der Vorgang dauert nur 2 Millisekunden und stellt somit eine der schnellsten Bewegungen im Pflanzenreich dar. Anschliessend erfolgt die Verdauung und erneutes Auspumpen der Fangdrüse. Nach etwa 0.2–2 Stunden ist die Falle wieder fangbereit. 

Blütezeit: Juni bis August

Ökologie:

Der Gewöhnliche Wasserschlauch ist eine untergetauchte Wasserpflanze. Nur zur Blütezeit schwimmt sie nach oben. Sie überdauert durch kugelige haselnussgrosse Turionen. Es ist eine fleischfressende Pflanze, eine sogenannte Karnivore. Der Tierfang dient als zusätzliche Quelle für Stickstoff- und Phosphorverbindungen. Die Blätter sind in haarfeine Berge zerteilt, von denen je etwa 20, maximal 200, zu 4–5 mm langen Fangblasen umgebildet sind. An einer grossen Pflanze wurden über 26.000 Fangblasen gezählt. Durch eine mit Borsten versehene Klappe sind sie von innen fest verschlossen. Ihre Wand ist mit verschiedenen Drüsen besetzt, zum Beispiel Keulendrüsen, die zuckerhaltigen Schleim absondern, der der Anlockung potentieller Beute dient.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Teiche, Torfgräben / kollin-montan / M, JN, vereinzelt AN

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz potenziell gefährdet.-und nur im AG geschützt?

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: AG

(Diese Aufnahme entstand bei Ilnau)

 

Utricularia australis

Südlicher Wasserschlauch

Familie: Wasserschlauch-

gewächse

(Lentibulariaceae)

Gattung: Wasserschläuche

(Utricularia)

Art: Südlicher Wasserschlauch

Synonyme:

Verkannter Wasserschlauch

Grosser Wasserschlauch

Beschreibung:

Ähnlich wie Gewöhnlicher Wasserschlauch, aber Krone 12-18 mm lang, Blütenstiele 3-5mal so lang wie die schuppenartigen Tragblätter, Oberlippe länger als der Gaumen, dieser wie bei U. vulgaris mit brauner Zeichnung, Unterlippe ± kreisrund, flach ausgebreitet, mit welligem Rand. Früchte selten ausgebildet.Das Artepitheton australis bedeutet so viel wie „südlich“ und findet sich auch im deutschen Trivialnamen „Südlicher Wasserschlauch“ wieder.

Blütezeit: Juni bis August

Ökologie:

Berührt z.B.p. ein Wasserfloh die Fühler jener vermeintlichen „Wasserflöhe“, die an den Ästen des Südlichen Wasserschlauchs sitzen, so wird er durch einen plötzlichen, heftigen Sog in eine perfekt getarnte Fangblase hineingerissen. Diese schliesst sich sofort wieder und ist nach dem Auspumpen des Wassers bereits 15 Minuten später wieder einsatzbereit. Auf diese Weise können nacheinander viele verschiedene Beutetiere gefangen werden, die im Innern der Falle in einigen Tagen verdaut werden.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Teiche, Torfgräben, Moorschlenken / kollin-montan / Hauptsächlich M, seltener J und A

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz potenziell gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: AG, TG, TI, VD

(Diese Aufnahme entstand beim Dättnauer Weiher)

 

Utricularia intermedia

Mittlerer Wasserschlauch

Familie: Wasserschlauchgewächse

(Lentibulariaceae)

Gattung: Wasserschläuche

(Utricularia)

Art: Mittlerer Wasserschlauch

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Die Sprosse  des Mittleren Wasserschlauches ist 10-60 cm lang. Schläuche nicht an den Blättern, sondern an besonderen, meist im Schlamm verankerten blattlosen Sprossen. Blattzipfel fein bandförmig, stumpf, mit aufgesetzter Spitze, jederseits mit 2-10 feinen Zähnchen die kaum aus dem Blattrand herausragen. Blüten hellgelb, selten ausgebildet. Oberlippe flach ausgebreitet. Sporn länglich-kegelförmig, 7-10 mm lang, fast so lang wie die Unterlippe. 

Blütezeit: Juni bis August

Ökologie:

Der Mittlere Wasserschlauch bildet im Flachwasser bis zu 50cm lange, dicht am Boden kriechende Stängel. Seine Blätter sind besonders stark zerschlitzt. Fangblasen bildet diese Art 

nur an den fadenförmigen, farblosen Schlammsprossen, mit denen sie im Gewässergrund Halt sucht. 

Alle Wasserschlaucharten haben kleine, zu Fangblasen umgewandelte Blätter. Berührt ein Wasserfloh oder anderer Zooplankter die nach aussen ragenden Borsten, dann klappt der Deckel der Fangblase wie eine Falltür nach innen und saugt durch den entstehenden Unterdruck das Opfer blitzschnell ein, wo es durch Verdauungsenzyme verflüssigt und inkorporiert wird.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Teiche, Torfgräben / kollin-montan / M, vereinzelt J (NE) und AN (VD)

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz vom Aussterben bedroht- und nur in 3 Kantonen geschützt?

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: AG, TG, VD

(Diese Aufnahme entstand im Robenhuserriet (Mohrgebiet Pfäffikersee)

 

Verbena officinalis

Gewöhnliches Eisenkraut

Familie: Eisenkrautgewächse

(Verbenaceae)

Gattung: Verbenen

(Verbena)

Art: Gewöhnliches Eisenkraut

Synonyme:

Echtes Eisenkraut,

Taubenkraut,

Katzenblutkraut,

Sagenkraut,

Wunschkraut

Beschreibung:

Das Echte Eisenkraut wächst als sommergrüne, seltener einjährige bis meist kurzlebig ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 75 cm erreicht. Der aufrechte, verzweigte Stängel ist vierkantig und flaumig behaart bis fast kahl. Die Laubblätter sind gegenständig am Stängel verteilt angeordnet. Die Blattspreite verschmälert sich zu einem 0.3 bis 4 cm langen Blattstiel. Die 2 bis 8 cm lange und 1 bis 5 cm breite, eiförmige, verkehrt-eiförmige oder längliche Blattspreite ist papierartig, besonders auf den Blattadern auf der Blattunterseite rau behaart. Die Blattspreite ist grob gezähnt, gelappt bis manchmal tief fiederspaltig. In Thyrsen stehen schlanke, ährige Teilblütenstände zusammen. Die Tragblätter sind so lang wie der Kelch. Die relativ kleinen, zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf 1 bis 4 mm langen Kelchblätter sind verwachsen und drüsig flaumig behaart. Die fünf weisslichen bis rötlichen, hellvioletten bis bläulichen, flaumigbehaarten Kronblätter sind zu einer (2 bis) meist 4 bis 8 mm langen Kronröhre verwachsen, der Kronsaum zweilippig und präsentiertellerförmig. Es sind vier fertile Staubblätter, zwei längere und zwei kürzere, vorhanden. Der Fruchtknoten ist kahl.Die Klausenfrucht zerfällt in vier längliche, 2 mm lange Klausen.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Das Echte Eisenkraut ist eine Halbrosettenpflanze, die mit spindelförmiger, verzweigter Wurzel bis 60 cm tief im Boden sitzt. Die Blüten sind homogame „Lippenblumen“. Nektar wird vom Diskus in der Blüte abgesondert und von einem Haarring verdeckt. Die Pollen-Entleerung erfolgt von 7 bis 12 (selten bis 14) Uhr. Die Blüten werden von Bienen bestäubt. Auch eine Selbstbestäubung ist erfolgreich.Der schräg aufrecht stehende Kelch umschliesst die Klausen, dient als Windfang und fällt zur Reife mit diesen ab. Das Echte Eisenkraut ist damit ein Wind- und Tierstreuer; auch Klebausbreitung und Menschenausbreitung sind möglich. Durch Trittausbreitung wird das Echte Eisenkraut zum Kulturrelikt.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wegränder, Ödland / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand beim Dättnauer Weiher)

 

Sagittaria sagittifolia

Gewöhnliches Pfeilblatt

Familie: 

Froschlöffelgewächse 

(Alismataceae)

Gattung: Pfeilkraut (Sagittaria)

Art: Gewöhnliches Pfeilkraut

Synonyme:

Pfeilblatt 

Beschreibung

Der Name dieser Art leitet sich von der pfeilförmigen Gestalt der Blattspreite ab. Sie ist eine  Wasserpflanze der Seichtwasserzone. Das Gewöhnliche Pfeilkraut ist 30-100 cm hoch, aus dem Wasser ragend. Blätter grundständig, die ersten bandförmig, -15 mm breit und bis zu 1 m lang, die späteren schwimmend oder aus dem Wasser ragend, pfeilförmig-teilig, mit 1-3 cm breiten und bis 10 cm langen, spitzen Abschnitten. Blüten in mehreren Quirlen, die oberen männlich, gestielt, die unteren weiblich, meist ± sitzend. Perigonblätter 6, die äusseren grün, rundlich, die inneren doppelt so gross, weiss mit rotem Grund. Früchtchen in kugeligen Köpfen.

Blütezeit:  Juni - August

Ökologie

Das Gewöhnliche Pfeilkraut ist eine ausdauernde Sumpfpflanze und Wasserpflanze und ein Schlammwurzler. Als amphibische Pflanze kann diese Art sowohl im Wasser leben als auch auf dem Land, und sie ist damit ein 

anschauliches Beispiel für eine umschlagende Modifikation. An sonnigen Standorten weisen die basalen Blattzipfel nach Norden; damit gehört die Art zu den Kompasspflanzen. 

Vorkommen:

Das Gewöhnliche Pfeilkraut ist im westlichen Eurasien von Europa bis zum Kaukasusraum verbreitet. Das Vorkommen ist auf das Tiefland und Höhenlagen von bis zu 500 Metern beschränkt. In ihrem Verbreitungsgebiet ist das Gewöhnliche Pfeilkraut besonders häufig an den Ufern kalk- und nährstoffreicher Gewässer zu finden. Sie bevorzugt stehende oder ruhig fliessende Gewässer. 

Gefährdung:

Die Sagittaria sagittifolia ist in der Schweiz stark gefährdet - Im Kanton Zürich gibt es lt. Literatur nur 2 Standorte. Mein Fund stammt aus  der „Moselwiesen“ bei Betzental im Kanton Zürich. Somit wären es dann deren 3 Standorte.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: BE, TG, VD

Nutzung:

Das Gewöhnliche Pfeilkraut wurde früher in Ländern, in denen sie häufig vorkamen, als Stärkereiches Nahrungsmittel verwendet.

 

Viola alba

Gewöhnliches Weisses Veilchen

Familie: Veilchengewächse

(Violaceae)

Gattung: Veilchen

(Viola)

Art: Gewöhnliches Weisses Veilchen

Synonyme:

Weisses Veilchen

Beschreibung:

Das Gewöhnliche  Weisse Veilchen wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht eine Wuchshöhe von 3 bis 10 cm. Die Ausläufer wurzeln nicht, sie steigen vorne auf und blühen meist im ersten Jahr. Der Stängel ist weich behaart. Die Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist abstehend behaart. Die Blattspreite ist fast dreieckig-herzförmig und weich behaart. Die Nebenblätter sind bei einer Länge von 10 bis 15 mm sowie einer Breite von etwa 2 mm linealisch-lanzettlich mit spitzem oberem Ende und entfernt fransig behaart. Die Blüten befinden sich einzeln in den Blattachseln. Die Blütenstiele sind 4 bis 6 cm lang und tragen in oder über der Mitte die zwei Vorblätter. Die duftende, zwittrige Blüte ist bei einer Länge von 15 bis 20 mm zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kronblätter sind weiss oder selten violett. Der Sporn ist 3 bis 4 mm lang, weiss, gelblich- oder grünlichweiss oder violett. Die Narbe ist schnabelförmig. Die Kapselfrucht ist kugelig und behaart. Die Samen haben ein grosses Elaiosom.

Blütezeit: März bis April

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Lichte Wälder, Gebüsche, in warmen Lagen / kollin(-montan) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet. 

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: NW, TG

(Diese Aufnahme entstand beim Hoh Wülflingen)

 

Centaurea stoebe

Rispen-Flockenblume

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Flockenblumen

(Centaurena)

Art: Rispen-Flockenblume

Synonyme:

Stoebe-Flockenblume

Beschreibung:

Die Rispen-Flockenblume wächst als zweijährige oder mehrjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von etwa 30 bis 120 cm. Sie bildet fiederteilige, linealische lätter aus, die, wie die gesamte Pflanze, mit kleinen weissgräulich schimmernden Haaren besetzt sind. Die Einzelblüten stehen in einem rispig gehäuften Köpfchen, der eiförmig gewölbt ist. Die fünfnervigen Hüllblätter besitzen  charakteristische dunkelbraun gefärbte, ausgefranste Anhängsel, die jedoch oft veränderlich sind. Die Kronblätter sind rötlich-lila gefärbt. Die Achänenfrucht ist nur 3 bis 5 mm lang. Der reduzierte Pappus wird nicht grösser als 0.5 mm.

Blütezeit: Juni bis Oktober

Ökologie:

Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder Selbstbestäubung. Die Achänenfrüchte besitzen eine 

Klettwirkung und können beispielsweise am Fell von Tieren haften bleiben, sie werden jedoch 

auch durch den Wind ausgebreitet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wegränder, Trockenwiesen, Ruderalstellen / kollin(-montan)

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz verletzlich (und nur in 2 Kantonen geschützt?). Sie ist im Kanton Zürich eher selten anzutreffen.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: BL, TG

(Diese Aufnahme entstand beim Bruni (Pfungen))

 

Centaurea scabiosa

Skabiosen-Flockenblume

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Flockenblumen

(Centaurea)

Art: Skabiosen-Flockenblume

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Die Skabiosen-Flockenblume ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis 1.20 m erreichen kann. Sie besitzt einen kantigen, rauen Stängel, der über der Mitte aufrecht abstehende Äste ausbildet, welche jedoch nicht sparrig verzweigt sind. Die grünen und ledrigen, meist nur wenig rau behaarten Laubblätter sind fiederteilig. Die Fieder-Abschnitte sind länglich oder schmal lanzettlich geformt. Die Einzelblüten stehen in einem endständigen Köpfchen zusammen, welches im Durchmesser etwa 2 cm hoch und bis 4 cm breit wird. Die Köpfchen stehen zu wenigen in einer Schirmtraube. Die Hülle ist kugelig und besitzt einen Durchmesser von mehr als 12 mm. Bei Centaurea scabiosa subsp. scabiosa beträgt der Durchmesser der Hülle 18–25 mm. Die Hüllblätter sind grün und besitzen einen braunschwarzen Rand. Die Hüllblätter weisen keine Nerven auf. Die ausgefransten Anhängsel besitzen am Rand einen gezähnten oder gewimperten Saum, der relativ weit herabläuft. Die Anhängsel der Hüllblätter verdecken bei Centaurea scabiosa subsp. scabiosa den unteren Teil der nach innen folgenden Hüllblätter nicht, so dass die Hülle grün und braunschwarz gescheckt erscheint. Die Farbe der Kronblätter variiert von dunkelpurpurn über purpurn oder hellrot bis selten sogar weiss. Der Pappus ist fast so lang wie die Achänenfrüchte.

Blütezeit: Juni bis August

Ökologie:

Die Ausbreitung der Achänenfrüchte erfolgt durch Ameisen, zudem sind sie Windstreuer und durch die „hakelnden“ Hüllblätter auch Tierstreuer. Von allen einheimischen Pflanzen, ausser von solchen der Gattung der Eichen, wird sie am meisten von Gallwespen befallen. Ein Befall ist erkennbar an dicken, eiförmigen Anschwellungen der Stängel. Die wild wachsende Wiesenpflanze überdauert den Winter als Hemikryptophyt mit Hilfe ihrer rübenartigen Pfahlwurzel. Im Frühjahr können zudem vegetative Wurzelsprosse daraus gebildet werden. Sie wurzelt bis 200 cm tief. Die selbststerilen Blüten werden ausschliesslich von Insekten bestäubt.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Magere Wiesen / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  (Und trotzdem):

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: AG, TG

(Diese Aufnahme entstand beim Scheibenstand Teufen)

 

Centaurea jacea

Wiesen-Flockenblume

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Flockenblumen

(Centaurea)

Art: Wiesen-Flockenblume

Synonyme:

Gewöhnliche Wiesen-Flockenblume

Beschreibung:

Die ausdauernde krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 30 bis 70 cm. Die oberen Blätter sind ungeteilt und wechselständig. Die unteren Blätter sind buchtig-fiederspaltig. Die Blütenkörbe werden zwischen 2 und 4 cm  breit und bestehen aus 60–100 violetten Röhrenblüten, von denen die randlichen stark vergrössert und steril sind. Die Hülle besteht aus dachziegelartig angeordneten Hüllblättern, die an ihrem oberen Ende rundliche, trockenhäutige Hüllblatt-Anhängsel tragen. Diese sind vom eigentlichen Hüllblatt deutlich abgesetzt und laufen an dessen Rand nicht herab. Die Hüllblatt-Anhängsel überdecken den grünen, eigentlichen Hüllblatt-Teil der nachfolgenden, weiter innen stehenden Hüllblätter vollständig. Die Hüllblatt-Anhängsel sind schwarzbraun bis weisslich, ganzrandig oder zerschlitzt gefranst.

Blütezeit: Mai bis Oktober

Ökologie:

Die Wiesen-Flockenblume ist ein ausdauernder Hemikryptophyt (Schaftpflanze). Vegetative Vermehrung durch Wurzelsprosse ist möglich. Es liegen Blüten vom „Körbchenblumen-Typ“ vor. Die Pflanze ist dreihäusig (triözisch) d. h. neben Pflanzen mit Zwitterblüten, die durch stark vergrösserte Randblüten und verkümmerte Nektarien auffallen, gibt es auch rein männliche und rein weibliche Pflanzen. Es sind vielerlei Bestäuber zu beobachten, so zum Beispiel: Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen. Der maximale Blütenbesuch findet um 15 Uhr statt. Angeblich soll Selbstbestäubung durch Krümmung der Griffel möglich sein. Die Achänen können auch ohne Pappus durch den Wind verbreitet werden, allerdings bestenfalls als Windstreuer. Hauptsächlich erfolgt Zufallsverbreitung durch Weidetiere neben Verbreitung durch Ameisen.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wiesen, Trockenhänge / kollin-subalpin / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei Hoh Wülflingen)

 

Orobanche rapum-

genistae

Ginster Sommerwurz

Familie: Sommerwurzgewächse

(Orobanchaceae)

Gattung: Sommerwurzen

(Orobanche)

Art: Ginster-Sommerwurz

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

In den Blütenstände sind die Blüten sehr dicht angeordnet. Die Blüten werden von Tragblättern begleitet, die so lang oder länger als die Krone sind. Die zwittrige Blüte ist zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Die Krone ist 20 bis 25 mm lang, weit röhrig-glockig geformt, hellgelb oder rötlich-braun gefärbt. Zum Saum hin ist die Krone mit hellen Drüsenhaaren besetzt. Die Rückenlinie der Krone ist mehr oder weniger gleichmässig gebogen. Die Staubfäden sind an ihrer Basis kahl und verbreitert und am oberen Ende fehlen drüsige Trichome. Die Narbe ist kräftig gelb.

Blütezeit: Mai bis Juni

Ökologie:

Dieser Vollschmarotzer parasitiert auf Besenginster (Cytisus scoparius) und selten auf Ginster (Genista) oder Stechginster (Ulex).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Kalkarme, lehmige Böden / kollin-montan(-subalpin) / TI, GR (Misox, Bergell). (Vuache)

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz potenziell gefährdet. (..und wird in der Schweiz nicht geschützt?)

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei Eglisau)

 

Carlina vulgaris

Golddistel

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Ebererwurzen

(Carlina)

Art: Golddistel

Synonyme:

Gemeine Eberwurz,

Kleine Eberwurz,

Gemeine Wetterdistel

Beschreibung:

Die Golddistel ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 60 cm. Die Laubblätter sind fiederlappig bis fiederschnittig und stachelig gezähnt. Die Blütezeit liegt im Hochsommer. Ein Stängel kann mehrere (ein bis drei) körbchenförmige Blütenstände ausbilden. Im Gegensatz zur Silberdistel sind ihre Blütenstände wesentlich kleiner (etwa 1.5 bis 2.5 cm). Die häutigen Hüllblättchen sind bei ihr goldgelb glänzend 

(daher auch der Trivialname Golddistel). In jedem Blütenkorb befinden sich viele Röhrenblüten. Bereits zur Blütezeit sind die trockenhäutigen Hüllblätter abgestorben und verbleiben dauerhaft an der Pflanze. Die Golddistel ist eine der wenigen Pflanzen, die aufgrund ihres steifen, skleromorphen (austrocknungstoleranten) Stängels bis weit in das Frühjahr hinein aufrecht stehen bleiben. Die inneren Hüllblätter reagieren auf Luftfeuchtigkeit. Bei feuchtem Wetter krümmen sie sich nach oben und schützen die Röhrenblüten vor Regen. Bei trockenem Wetter und Sonnenschein breiten sie sich wieder aus.

Blütezeit: Hochsommer

Ökologie:

Dieser Monokarper Hemikryptophyt ist ein wenigjähriger Hemikryptophyt, eine Pflanze, die während weniger Jahre mit Knospen auf der Erdoberfläche überwintert (Rosette) und nach dem einmaligen Blühen abstirbt, ohne weiter wachsende seitliche Organe zu bilden.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt kollin-montan / Verbreitet

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.   

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze  - Obwohl sie nicht gefährdet ist, wird sie…

teilweise geschützt: ZH

vollständig geschützt: AG, NW, OW, SH, TG, BL

(Diese Aufnahme entstand im Eigental (Oberembrach))

 

Crepis aurea

Gold-Pippau

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Pippau

(Crepis)

Art: Gold-Pippau

Synonyme:

Orange-Pippau,

Grosse Gemswurz,

Rohmblüemli (Appenzell)

Beschreibung:

Der Gold-Pippau wird 5-30 cm hoch, ist meist unverzweigt und einköpfig, der Stängel ist blattlos oder mit 1-2 lineal-lanzettlichen, stark reduzierten Blättchen, unten kahl, unter dem Kopf wie die Hülle schwarz behaart.Grundständige Blätter oval bis lanzettlich, gezähnt bis fiederteilig, kahl. Hülle 10-13 mm lang. Die Blüten sind orangerot, seltener rot oder orangegelb. Die Früchte werden ca. 6 mm gross, Pappus 6-7 mm lang, weiss.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Dieser Monokarper Hemikryptophyt ist ein wenigjähriger Hemikryptophyt, eine Pflanze, die während weniger Jahre mit Knospen auf der Erdoberfläche überwintert (Rosette) und nach dem einmaligen Blühen abstirbt, ohne weiter wachsende seitliche Organe zu bilden.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wiesen, Weiden / (montan-)subalpin-alpin / A, M in Alpennähe, J (nördlich bis SO)

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.   

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze  

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ------------

(Diese Aufnahme entstand auf der Diestalstafel- 1630müM  (GL))

 

Nigella damascena

Gretchen im Busch

Familie: Hahnenfussgewächse

(Ranunculaceae)

Gattung: Schwarzkümmel

(Nigella)

Art: Gretchen im Busch

Synonyme:

Damaszener Schwarzkümmel,

Jungfer im Grünen

Beschreibung:

Die Jungfer im Grünen ist eine einjährige krautige Pflanze. Sie bildet einen aufrechten, bis etwa 45 cm hohen und verzweigten Stängel aus. Die Laubblätter sind fiederteilig und sehr stark reduziert. Die Blüten, die sich zahlreich an den verzweigten Stängeln bilden, sind von einem Kranz haarförmig zerschlitzter Hochblätter umgeben. Die zwittrige Blüte ist fünfzählig. Das Perigon besteht aus grossen, meist blau, gelegentlich auch rosa oder weiss gefärbten 

Tepalen. Nach innen folgen fünf kleine, zweilippige Honigblätter. Es folgen die zahlreichen Staubblätter. Die fünf Fruchtblätter sind zu einem oberständigen und walzenförmigen Fruchtknoten verwachsen, der dadurch fünffächrig ist. Lediglich die Griffel sind frei. Das Fehlen der Aufteilung in Kelch- und Kronblätter ist charakteristisch für viele Hahnenfußgewächse. Es gibt Ziersorten mit gefüllten Blüten, bei denen Honigblätter und/oder Staubblätter zu Perigon­blättern umgewandelt sind.

Blütezeit: Juni bis August

Ökologie:

Diese Art zählt zu den vormännlichen Pflanzen, bei der zuerst die Staubblätter reifen. Mit dieser sogenannten Proterandrie verhindert die Pflanze die Selbstbestäubung. Reife Staubbeutel sind dabei nach unten gebeugt und haben geöffnete Beutel. Ein Insekt, das an den Nektarien Nektar aufnimmt, wird an seinem Rücken durch die nach unten geöffneten Staubbeutel mit Pollen eingestäubt. Die Griffel des Fruchtknotens stehen bei Blüten im männlichen Stadium dagegen noch aufrecht. Sie krümmen sich erst während der Blütezeit durch eine Wachstumsbewegung der Pflanze nach unten.

Vorkommen:

Diese Art ist kultiviert und verwildert / kollin /und stammt aus dem Mittelmeergebiet

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.   

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze  

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ------------

Verwendung in der Pflanzenheilkunde und als Gewürz

Das Gretchen im Busch wird in der Naturheilkunde als harntreibendes, wurmtreibendes, schleimlösendes Mittel und gegen Blähungen verwendet. Anerkannte klinische Studien als Wirkungsnachweis gibt es bislang nicht.Das Öl aus den Samen dieser Pflanzen wird zur Herstellung von Parfüms und Lippenstiften verwendet. Fein gemahlene Samen haben einen intensiven Waldmeistergeschmack. Sie können zur Verfeinerung von Süssspeisen verwendet werden. Wegen des enthaltenen Alkaloids Damascenin sind sie in der Küche jedoch ungebräuchlich geworden, da eine höhere Dosierung giftig ist.

(Diese Aufnahme entstand im Niderfeld (Wülflingen))

 

Tanacetum corymbosum

Straussblütige Margerite

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Tanacetum

Art: Straussblütige Margerite

Synonyme:

Straussblütige Wucherblume

Beschreibung:

Bei der Straussblütigen Margerite handelt es sich um eine ausdauernde, krautige Pflanze, die meist Wuchshöhen von 50 bis 100 cm erreicht. Der Stängel wächst aufrecht und ist zerstreut behaart. Alle Pflanzenteile besitzen wenig Aromastoffe. on den wechselständig am Stängel angeordneten aubblätter sind die unteren in Blattstiel und Blattspreite gegliedert, während die sehr kleinen oberen direkt am Stängel ansitzen. Die gefiederte bis fiederteilige Blattspreite besteht aus drei bis sieben Paar länglichen, doppelt eingeschnittenen Fiederblättchen. Der Endabschnitt des Laubblattes fliesst nicht mit den folgenden Seitenabschnitten zusammen (Unterschied zum Mutterkraut). In einem lockeren, doldentraubigen Blütenstand sind 3 bis 10 (manchmal mehr) körbchenförmige Teilblütenstände zusammengefasst. Die Blütenkörb-chen weisen einen Durchmesser von 15- 30 mm auf. Die Hüllblätter sind bleich, grün oder hellbraun und häutig berandet. Die Blütenkörbchen enthalten Zungen- und Röhrenblüten. Die zygomorphen Zungenblüten sind weiss und lineal-länglich. Die radiärsymmetrischen Röhrenblüten sind gelb.

Blütezeit: Juni bis August

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt lichte Wälder, buschige Hänge / kollin-montan(-subalpin) / J, ME, TI, GR (Puschlav), GE

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz potenziell gefährdet und im Kanton Zürich selten anzutreffen  

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze  

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: AG, BL, VD, GE

(Diese Aufnahme entstand beim Schuppentännli (Neuburg))

 

Prunella grandiflora

Grossblütige Braunelle

Familie: Lippenblütler

(Lamiaceae)

Gattung: Braunellen

(Prunella)

Art: Grossblütige Braunelle

Synonyme:

Grosse Braunelle,

Gross-Brunelle

Beschreibung:

Die Grossblütige Braunelle wächst als ausdauernde krautige Pflanze. Die kurze, dicke bis sehr verlängerte Grundachse ist aus dem meist mehrjährigen Primärspross hervorgegangen. Die grünen Pflanzenteile sind locker mit weissen Gliederhaaren besetzt. Der aufsteigende, mehr oder weniger 10 bis 30 cm lange Stängel ist meist einfach, zwischen den kräftig vortretenden Kollenchymleisten gerillt und oft durch Anthozyan mehr oder weniger violett gefärbt. Die Laubblätter sind anfangs rosettig gehäuft. An den Stängeln sitzen zwei bis sechs Paare gegenständiger Blätter, deren berstes vom Blütenstand um 1 bis 5 cm entfernt ist. Alle Blätter haben deutliche, die unteren bis 5 cm lange Blattstiele und eiförmig-lanzettliche, etwa 3 bis 5 cm lange und 1 bis 2 cm breite, abgerundete, kurz zugespitzte, ganzrandige oder sehr seicht gekerbte Blattspreiten. Die Blattspreiten sind beiderseits locker behaart und besitzen drei oder vier Paare bogiger Fiedernerven.

Blütezeit: Juni bis Oktober

Ökologie:

Dieser Hemikryptophyt bildet ein kurzes Rhizom als Überdauerungsorgan.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Trockenwiesen, lichte Wälder / kollin-subalpin(-alpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze  

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: AG

(Diese Aufnahme entstand im Rood (Wila))

 

Verbascum densiflorum

Grossblütige Königskerze

Familie: Braunwurzgewächse

(Scrophulariaceae)

Gattung: Königskerzen

(Verbascum)

Art: Grossblütige Königskerze

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Die Grossblütige Königskerze wächst als überwinternd grüne, zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 50 bis 120 (manchmal bis zu 300) cm erreichen kann. Sie blüht nur einmal. Die oberirdischen Pflanzenteile sind dicht wollig filzig mit  bäumchenförmigen Trichomen behaart, Die Stängel sind durch herablaufende Blattränder geflügelt. Die wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind am Stängel herablaufend. Die einfache, grosse Blattspreite ist länglich elliptisch. Die runzlig-grubige Blattspreite ist beiderseits dicht gelblich bis grau-grün, filzig behaart. Der Blattrand ist grob gekerbt, gezähnt bis gesägt. Die Blüten stehen in einem endständigen, langen walzlichen Blütenstand zusammen und blühen von Juni bis September von unten nach oben allmählich auf. Der Gesamtblütenstand ist eine Thyrse, die sich aus meist vier- (zwei- bis neun-)-blütigen zymösen (knäueligen Wickeln) Teilblütenständen zusammensetzt. Der Blütenstiel ist sehr kurz. Die zwittrigen Blüten sind mit einem Durchmesser von 35 bis 50 mm etwas zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf hell goldgelben Kronblätter sind nicht oder schwach durchscheinend punktiert. Von den ungleichen Staubfäden sind die drei oberen dicht behaart, die zwei unteren kahl. Die Narbe ist keulenförmig.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Die Grossblütige Königskerze ist eine zweijährige Halbrosettenpflanze. Es zeigt sich eine spezielle Trockenheitsanpassung: Die oberirdischen Pflanzenteile sind dicht wollig filzig mit bäumchenförmigen Trichomen behaart, dies bewirkt einen Einstrahlungs- und Verdunstungsschutz. Sie weist verschiedene Trockenheitsanpassungen auf: Die Blätter sind runzlig-grubig, am Stängel herablaufend (wodurch der Regen zur Wurzel abgeleitet wird). Ausserdem ist die Pflanze von einem dichten Filz bäumchenförmiger Haare überzogen, die als Einstrahlungs- und Verdunstungsschutz dienen. Blütenökologisch handelt es sich um „Pollen-Scheibenblumen“. Der Pollen steht nur morgens bis 10 Uhr zur Verfügung. Die Blütenkrone ist durch Flavonoide hell goldgelb und hat eine hohe UV-Reflexion. Die Wollhaare der Staubfäden wurden früher als „Futterhaare“ gedeutet, heute sieht man in ihnen eher  Staubbeutel-attrappen. Die Blüten sind vorweiblich; dadurch, dass Hautflügler ährenartige Blütenstände stets von unten nach oben anfliegen, wird Fremdbestäubung gefördert. Auch andere Insekten kommen als Bestäuber in Frage.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt steinige Orte / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze  

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: TG

(Diese Aufnahme entstand im Totentäli (Wülflingen))

 

Verbascum thapsus

Kleinblütige Königskerze

Familie: Braunwurzgewächse

(Scrophulariaceae)

Gattung: Königskerzen

(Verbascum)

Art: Kleinblütige Königskerze

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Die Kleinblütige Königskerze wächst als zweijährige oder mehrjährig hapaxanthe, immergrüne, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 200 cm. Als Speicherorgan dient eine rübenähnlich verdickte Hauptwurzel sowie das verdickte Hypokotyl und Epikotyl. Die Sprossachse gliedert sich in einen gestauchten rosettenbildenden und einen gestreckten laubblatttragenden Abschnitt. Im ersten Jahr wird gewöhnlich eine Rosette grosser Blätter angelegt, im zweiten Jahr erfolgt die Ausbildung des langen, reichbeblätterten Stängels. Typisch für die Kleinblütige Königskerze ist die dichte Behaarung mit weiss-gräulich gelben Sternhaaren.

Blütezeit: Juni bis August (Diese Foto habe ich im  Oktober aufgenommen)

Ökologie:

Die Blüten entspringen den Achseln immer kleiner werdender Tragblätter und stehen dicht in kleinen Knäueln zusammengefasst. Dieser langgestreckte, zylindrische bis leicht pyramidale Blütenstand erreicht eine Länge bis zu 30–60 cm, die Breite beträgt etwa 2 cm. Die Blütenstiele sind relativ kurz. Die zwittrigen und fünfzähligen Blüten besitzen eine doppelte Blütenhülle (Perianth). Der becherförmige, aussen behaarte Kelch weist eiförmige Lappen und eine Länge von etwa 7–8 mm auf. Der Durchmesser der Blütenkrone beträgt 12 bis 20 mm. Die Krone ist trichterförmig. Die aussen behaarten und kurz verwachsenen Kronblätter zeigen eine gelbe, seltener weissliche Farbe. Die fünf, relativ kurzen Staubblätter sind in zwei längere und drei kürzere aufgeteilt. Die zwei längeren Staubfäden sind kahl, selten wird hier im unteren Staubfadenbereich eine Behaarung ausgebildet. Die kürzeren Staubfäden besitzen nierenförmige Staubbeutel und weisen eine weisswollige Behaarung auf. Die Staubbeutel der längeren Staubfäden laufen an diesen kurz herab und werden etwa 1.5 bis 2 mm lang. Das Längenverhältnis Staubbeutel zu Staubfaden beträgt hier 1:3 bis 1:4. Der oberständige Fruchtknoten ist unzerteilt. Die nierenförmige Narbe läuft nicht am schlanken Griffel herab.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt sonnige, steinige sowie mässig trockene Wegränder, Ruderalstellen (Kiesgruben, Schotterfluren), Waldschläge sowie an Dämmen und Ufern.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze  

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand im Eglisgrund (Eglisau))

 

Digitalis grandiflora

Grossblütiger Fingerhut

Familie: Wegerichgewächse

(Plantigaceae)

Gattung: Fingerhüte

(Digitalis)

Art: Grossblütiger Fingerhut

Synonyme:

Grossblütiger Gelber Fingerhut

Beschreibung:

Der Grossblütige Fingerhut ist eine mehrjährige, krautige Pflanze und kann während der Blütezeit eine Wuchshöhe von 70 bis 120 cm erreichen. Der blütentragende Spross beginnt sich aus einer grundständigen Blattrosette im Mai zu entwickeln. Im Juni und Juli trägt die Pflanze zwanzig oder mehr gelbe Blüten in einem nach einer Seite gerichteten traubigen Blütenstand. Die Blüten sind drüsig behaart, sie werden 3 - 4 cm lang und weisen innen eine braune, netzförmige Zeichnung auf. Es werden zweifächrige, vielsamige Kapselfrüchte gebildet.

Blütezeit: Juni bis August

Ökologie:

Der Grossblütige Fingerhut ist ein Hemikryptophyt und zählt zu den auffallendsten Waldpflanzen Mitteleuropas. Die vormännlichen Blüten werden durch Hymenoptera (Hummeln, Bienen) bestäubt; auch Selbstbestäubung ist möglich

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt lichte Wälder, Geröllfelder, Wiesen / (kollin-)montan-subalpin / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze  - trotz ungefährdet

teilweise geschützt: BE, ZH

vollständig geschützt: AG, OW, SH, TG, AI, BL

(Diese Aufnahme entstand in den Thurauen)

 

Arctium lappa

Grosse Klette

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Kletten

(Arctium)

Art: Grosse Klette

Synonyme:

Butzenklette,

kurz Klette

Beschreibung:

Die Grosse Klette ist wie die anderen Arten der Gattung eine zweijährige krautige Pflanze. Sie bildet eine verholzende Pfahlwurzel. Die aufrechten und 80 bis 150 cm hohen Sprossachsen (Stängel) sind kantig und spinnwebig behaart. Die Stiele der Grundblätter sind markig. Die einfachen Blattspreiten sind bei einer Länge von bis zu 50 cm herzförmig-oval. Die Blattunterseite ist kahl bis schwach graufilzig behaart. Auf bis zu 10 cm langen 

Blütenstandsschäften stehen kugelförmige Blütenkörbe, die Durchmesser von 3 bis 5 cm aufweisen. Die fast kahlen Hüllblätter besitzen eine bräunlich-gelbe Spitze, die hakig gekrümmt und so lang wie oder länger als die Blüten ist. Die Blüten sind rot bis purpurfarben.

Blütezeit: Juli bis September

Ökologie:

Die Achänen sind 6 bis 8 mm lang. Sie sind oben breiter als am Grund und sind undeutlich kantig, sowie kahl. Oben tragen die Achänen einen Borstenkranz aus kleinsten spitzen Pappushaaren, die für denjenigen, der mit reifen Kletten hantiert, zur Gefahr werden können. Die Ausbreitung geschieht durch Epichorie, indem die Fruchtstände mit den Widerhaken im Fell von Tieren hängen bleiben und so verbreitet werden.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wegränder, Schuttplätze / kollin-montan(-subalpin) / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand am Berenberg (Wülflingen))

 

Veronica teucrium

Grosser Ehrenpreis

Familie: Wegerichgewächse

(Plantaginaceae)

Gattung: Ehrenpreis

(Veronica)

Art: Grosser Ehrenpreis

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Der Grosse Ehrenpreis ist eine meist grosse und kräftig wirkende, überwinternd grüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 100 cm erreicht. Aus dem Rhizom werden wenige aufrechte Stängel gebildet. Der aufsteigende oder aufrecht wachsende, stielrunde Stängel ist mehr oder weniger kraus, manchmal angedeutet zweireihig, behaart. Die Laubblätter sitzen meist direkt am Stängel oder sind sehr kurz gestielt. Die Blattspreiten sind bei einer Breite von 10 bis 30 mm rundlich bis eiförmig-lanzettlich, am Grunde herzförmig oder abgerundet mit stark gesägt-gezähnten Blattrand. Es werden seitenständige, vielblütige, zuletzt verlängerte traubige Blütenstände gebildet. Es sind Deckblätter vorhanden. Die zwittrigen, zygomorphen Blüten weisen einen Durchmesser meist 10 bis 13, selten bis zu 18 mm auf. Die Krone ist himmelblau bis azurblau gefärbt, selten ist sie auch rosafarben-weiss stets mit dunklen Nerven. Der Griffel ist 5 bis 6 mm lang. Die Fruchtreife reicht von September bis Oktober. Die behaarte Kapselfrucht ist verkehrt-herzförmig-rundlich geformt und mehr oder weniger ausgerandet. Die Samen sind 1.5 mm lang.

Blütezeit: Mai bis Juli

Ökologie:

Der Grosse Ehrenpreis ist ein krautiger Chamaephyt. Die Blüten sind vorweiblich. Als Bestäuber kommen die verschiedensten Insekten in Frage. Auch Selbstbestäubung kommt vor. Der Grosse Ehrenpreis ist ein Austrocknungsstreuer, Tier- und Windstreuer, auch ein Gartenflüchter und es findet Ameisenverbreitung statt.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt trockene Hügel in warmen Lagen / kollin-montan(-subalpin) / J, VS, GR, seltener M, AN, TI

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: AG, TG, GE

(Diese Aufnahme entstand am Hoh Wülflingen)

 

Sanguisorba officinalis

Grosser Wiesenknopf

Familie: Rosengewächse

(Rosaceae)

Gattung: Wiesenknopf

(Sanguisorba)

Art: Grosser Wiesenknopf

Synonyme:

Gross-Wiesenknopf,

Blutströpfchen

Beschreibung:

Der Grosse Wiesenknopf wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis zu 120 cm. Der aufrechte Stängel ist rund, gerillt und kahl, manchmal ist die Basis behaart. Die grundständig und wechselständig am Stängel verteilt angeordneten Laubblätter sind gestielt und unpaarig gefiedert, mit drei bis sechs Fiederpaaren. Die Blattoberseite ist dunkelgrün, die Unterseite blaugrün. Die grundständigen Nebenblätter 

sind braun und häutig. Am Stängel sind die Nebenblätter gross, krautig und spitz gesägt. Die aufrechten, dunkel-rotbraunen, eilänglichen, kopfigen Blütenstände weisen eine Länge von 1 bis 3(–6) cm und einen Durchmesser von etwa 1 cm auf. Sie enthalten etwa 20 bis 40 Blüten, die von der Spitze des Köpfchens her zur Basis hin aufblühen. Die zwittrigen Blüten besitzen vier Staubblätter und einen Griffel mit kopfiger Narbe. Die kurzen und starren Staubblätter sind etwa so lang wie der Kelch. Ein Nektarring ist vorhanden. Die vier Kelchblätter sind dunkel-rotbraun- bis purpurfarben. Die Deckblätter sind lanzettlich und kürzer bis fast so lang wie die Kelchblätter. Kronblätter fehlen bei dieser Art. In den braunen bis rotbraunen, annähernd eiförmigen Früchten, die 3.1–3.8 mm lang und 1.5–2.2 mm breit sind, sind die Samen vom erhärteten, vierrippigen Blütenbecher eingeschlossen. Zum Teil werden die Rippen auch als schmale Flügel bezeichnet. Der Bereich zwischen den Rippen (Flügeln) ist glatt oder leicht rau.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Blütenbiologisch sind homogame „Nektar führende Scheibenblumen“ vorhanden. Der Insektenbesuch ist lebhaft; aber auch spontane Selbstbestäubung ist möglich.Der Grosse Wiesenknopf ist Nektar- und/oder Raupenfutterpflanze für einige Schmetterlingsarten.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt feuchte Wiesen, Flachmoore / kollin-subalpin(-alpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz potenziell gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: GE

(Diese Aufnahme entstand bei den Thurauen)

 

Sanguisorba minor

Kleiner Wiesenknopf

Familie: Rosengewächse

(Rosaceae)

Gattung: Wiesenknopf

(Sanguisorba)

Art: Kleiner Wiesenknopf

Synonyme:

Pimpinelle,

Pimpernell

Beschreibung:

Der Kleine Wiesenknopf ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 100 cm erreicht. Der runde bis kantige Stängel ist aufrecht und verzweigt. Die Grundblätter sind in einer dichten Rosette angeordnet. Die Stängelblätter sind regelmässig am Stängel verteilt. Die unpaarig gefiederten Laubblätter besitzen drei bis zwölf Paare Fiederblättchen. Die sitzenden oder bis 4 mm lang gestielten Fiederblättchen sind bei einer Länge von 0.5 bis 2 cm eiförmig bis elliptisch. Der Blattrand ist grob gezähnt und trägt jederseits drei bis neun Zähne. Die Blattunterseite ist zuweilen heller oder grauer als die Oberseite. Die Blüten stehen in dichten, fast kugeligen, endständigen, köpfchenförmigen Blütenständen von 1 bis 3 cm Durchmesser. Die Einzelblüten besitzen einen grünen (bis rötlichen) Kelch mit vier Kelchblättern und keine Krone. An den Köpfchen stehen oben die weiblichen Blüten mit zwei Griffeln mit karminroten, pinselförmigen Narben und ohne Nektarring. Darunter stehen zwittrige Blüten und zuunterst die zuletzt reifenden männlichen Blüten mit 20–30 lang gestielten, schlaff überhängenden Staubblättern, die viel länger als der Kelch sind. Die Früchte stehen in einem Fruchtstand, der von den verbleibenden, zurückgebogenen Kelchblättern umgeben ist. Die Samen sind von dem erhärteten Blütenbecher eingeschlossen. Die Früchte sind in Abhängigkeit von der Unterart ungeflügelt und besitzen dann vier schmale, geradrandige Längskanten mit netzförmigen, runzeligen Zwischenflächen oder sie besitzen statt der Längskanten vier schmale bis breite, am Rand buchtige Längsflügel. Im letzteren Fall sind die Zwischenflächen nicht netzförmig, sondern deutlich skulpturiert mit unregelmässigen, rundlich-spitzen Erhöhungen.

Blütezeit: Mai bis August

Ökologie:

Der Kleine Wiesenknopf ist eine ausdauernde, oft wintergrüne Halbrosettenpflanze. Vegetative Vermehrung erfolgt durch unterirdische Ausläufer (Rhizome). Er ist ein Rohbodenpionier mit VA-Mykorrhiza. Der Kleine Wiesenknopf ist windblütig, dies stellt bei den Rosengewächsen eine Ausnahme dar. Die vorweiblichen Blüten gehören dem „Langstaubfädigen Typ“ an. Die Anordnung und die Reihenfolge der Reifung fördert die Fremdbestäubung der Blüten. Bienen sammeln den Pollen, so dass auch Insektenbestäubung vorliegt. Die Früchte sind kleine Nüsse, die vom Blütenbecher fest umschlossen sind, der so als Flug- und Schwimmapparat für die Früchte dient. Die Ausbreitung der Früchte erfolgt als Ballonflieger und als Regenschwemmlinge; eventuell ist auch mit Wasserhaft- und Zufallsverbreitung zu rechnen. Fruchtreife ist von Juli bis Oktober. Die Früchte sind Wintersteher.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Trockenwiesen / kollin-subalpin / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand beim Wiberg (Dättlikon)

 

Pulicaria dysenterica

Grosses Flohkraut

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Flohkräuter

(Pulicaria)

Art: Grosses Flohkraut

Synonyme:

Ruhrwurz

Beschreibung:

Das Grosse Flohkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 60 cm erreicht. Der Stängel ist aufrecht und nur wenig verzweigt. Die oberirdischen Pflanzenteile sind mehr oder weniger wollig behaart. Die Laubblätter sind eiförmig oder breit-lanzettlich und sind im oberen Teil des Stängels stängelumfassend. Sie sind häufig wellig. In den oberen Blattachseln oder an den Zweigspitzen befinden sich auf relativ kurzen Blütenkorbschäften die körbchenförmigen Blütenstände. Die Blütenkörbe sind bei einem Durchmesser von 1.5 bis 3 cm halbkugelig. Die zahlreichen Hüllblättchen sind schmal. Die goldgelben Blütenkörbe enthalten zu mehr als der Hälfte Röhrenblüten. Die linealischen, ausgebreiteten Zungenblüten sind verhältnismässig kurz, jedoch länger als beim Kleinen Flohkraut.

Blütezeit: Juli bis August (September)

Ökologie:

Dieser Geophyt ist eine Pflanze, deren Knospen im Boden überwintern, oft in Kombination mit Speicherorganenb (Rhizome, Knollen, Zwiebeln).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Sumpfwiesen, feuchte Orte / kollin-montan / M, J, seltener A

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz potenziell gefährdet (und wird nur in der VD geschützt?)

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: VD

(Diese Aufnahme entstand bei der Moselwisen (Embrach)

 

Circaea lutetiana

Grosses Hexenkraut

Familie: Nachtkerzengewächse

(Onagraceae)

Gattung: Hexenkräuter

(Circaea)

Art: Grosses Hexenkraut

Synonyme:

Gewöhnliches Hexenkraut,

Gemeines Hexenkraut

Beschreibung:

Das Grosse Hexenkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 60, selten bis 75 cm. Am Rhizom finden sich hinfällige Niederblätter, sowie in 10 bis 20 cm Tiefe kräftige, am Ende verdickte Ausläufer. Der aufrechte Stängel ist mit weichen Haaren besetzt. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ungeflügelt. Die einfache Blattspreite ist herz- bis eiförmig mit keilförmigen Spreitengrund, geschweift gezähnt, mattgrün, zumeist kahl, aber vor allem auf den Nerven flaumig behaart. Tragblätter fehlen am traubigen Blütenstand. Die Blüten sind weiss. Die zwei Kronblätter sind  unverwachsen, mit 2 bis 3 mm Länge eben so lang wie der drüsige Kelch, tief gekerbt und undeutlich genagelt. Es gibt zwei Staubblätter. Der Fruchtknoten ist unterständig. Die Narbe ist zweilappig. Die relativ kleine, verkehrt-eiförmige, zweifächrige Frucht ist eine mit borstigen Widerhaken versehene Achäne (Klettfrucht) und enthält je zwei Samen.

Blütezeit: Juni bis August

Ökologie:

Das Grosse Hexenkraut ist ein Rhizom-Geophyt. Die Vegetative Vermehrung ist lebhaft und erfolgt durch nicht sehr tief liegende, am Ende verdickte Ausläufer (Rhizome). Im Winter ist die Verbindung zur Mutterpflanze bereits gekappt und die verdickten Ausläuferenden sind isoliert. Dadurch wirkt die Pflanze scheinbar einjährig. Blütenökologisch handelt es sich um homogame „Nektar führende Scheibenblumen“. Als Bestäuber fungieren vor allem Schwebfliegen. Es erfolgt Klettausbreitung.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wälder, Gebüsche / kollin-montan / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand beim Brand (Irchel)

 

Vinca major

Grosses Immergrün

Familie: Hundsgiftgewächse

(Apocynaceae)

Gattung: Immergrün

(Vinca)

Art: Grosses Immergrün

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Das Grosse Immergrün ist ein immergrüner, ausdauernder Halbstrauch mit einer Sprossachse, die über den Boden kriecht und an den Knoten wurzelt. Die Zweige werden bis 1 m lang, sie sind am Grund erst aufsteigend und später herabgebogen, niederliegend und kriechend. Die Blütensprosse erreichen aufsteigend eine Wuchshöhe von 30 cm. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die ledrige, einfache Blattspreite ist bei einer Länge von bis zu 9 cm sowie einer Breite von etwa 6 cm in der Regel eiförmig bis dreieckig geformt, seltener auch schmal-eiförmig bis lanzettlich, wobei die unteren Laubblätter meist kleiner sind. Am Grund sind die grösseren Blätter oft fast herzförmig, nach vorne hin spitz. Die Laubblätter sind am Rand gewimpert und deutlich fiedernervig. Die Blüten befinden sich einzeln in den oberen Blattachseln. Die Blütenstiele sind kürzer als die dazugehörigen Blätter. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der bleibende Kelch ist kurz trichterförmig verwachsen. Er weist schmale, pfriemliche, am Rand lang gewimperte, bis 17 mm lange Zipfel auf. Die präsentiertellerförmige, hellblaue, purpurfarbene oder violette (selten auch weisse) Blütenkrone misst im Durchmesser bis zu 50 mm.

Blütezeit: März bis Mai (manchmal zusätzlich noch im Herbst.)

Ökologie:

Dieser verholzte Chamaephyt ist eine verholzende Pflanze, deren Knospen bodennah (5-40 cm über Boden) überwintern.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Gebüsche ; aus Gärten verwildert und teilweise eingebürgert / kollin / CH zerstreut

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand bei den Thurauen)

 

Vinca minor

Kleines Immergrün

Familie: Hundsgiftgewächse

(Apocynaceae)

Gattung: Immergrün

(Vinca)

Art: Kleines Immergrün

Synonyme:

Kleines Singrün

Beschreibung:

Das Kleine Immergrün ist ein immergrüner, niedriger Halbstrauch, der Wuchshöhen von 10, höchstens 20 cm erreicht. Die vegetativen Sprossachsen sind niederliegend, sich an den Knoten bewurzelnd und können pro Jahr bis zu 2 m lang werden. Die Blühtriebe stehen aufrecht. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Blattstiele sind an der Basis verwachsen. Die einfache, lederige Blattspreite ist bei einer Länge von bis zu 4 cm länglich-lanzettlich bis elliptisch, ganzrandig, dunkelgrün und auf der Rückseite heller. Sie ist nach dem Grund zu verschmälert. Die lang gestielten Blüten befinden sich einzeln in den Blattachseln diesjähriger, aufrechter Triebe. Die zwittrige Blüte ist bei einem Durchmesser von 2 bis 3 cm radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist trichterförmig und viel kürzer als die Blütenkrone. Die 

kahlen Kelchzipfel sind bei einer Länge von 4 bis 5 mm langlanzettlich. Die fünf Kronblätter sind zu einer 11 mm langen Röhre verwachsen. Bei den Wildsorten sind die Blütenkronen hellblau bis violett und nur selten weiss. Die Blütenkrone besitzt einen fünfteiligen Saum aus propellerförmigen, asymmetrischen rechts gedrehten Kronblattzipfeln. Die Kronzipfel sind am oberen Ende schief gestutzt.  Die fünf Staubblätter sind in der Mitte der Kronröhre eingefügt.

Blütezeit: März bis Mai (ich fotografierte diese Art noch im Januar

Ökologie:

Dieser verholzte Chamaephyt ist eine verholzende Pflanze, deren Knospen bodennah (5-40 cm über Boden) überwintern.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Laubwälder, Gebüsche, meist in grossen Beständen / kollin-montan / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand am Irchel)

 

Impatiens noli-tangere

Grosses Springkraut

Familie: Balsaminengewächse

(Balsaminaceae)

Gattung: Springkräuter

(Impatiens)

Art: Grosses Springkraut

Synonyme:

Echtes Springkraut,

Rühr-mich-nicht-an,

Wald-Springkraut

Beschreibung:

Die einjährige krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von 30 bis 70 (bis 100) cm. Der saftige Stängel ist an den Knoten aufgeschwollen. Er ist im unteren Teil einfach, im oberen Teil ästig. Die Blätter sind wechselständig, gestielt, eiförmig bis eilänglich, spitzig, am Grund keilförmig und grob gesägt-gezähnt. Die oberen Laubblätter sind meist kleiner als die unteren und haben an jeder Seite 7 bis 16 (bis 20), meist stumpfliche Zähne. In den Achseln der oberen Blätter hängen je ein bis vier gestielte Blüten. Die zwittrigen goldgelben, zygomorphen Blüten werden (15 bis) 20- 35 mm lang und besitzen einen gekrümmten Sporn. Die Anzahl der Kelchblätter ist 5 oder 3, die beiden vorderen fehlen oder sind zu undeutlichen Schüppchen verkleinert. Das hintere Kelchblatt ist sehr gross, 2.5 bis 3 mm lang, gelb mit gekrümmtem Sporn. Von den 5 Kronblättern ist das vordere sehr gross und bedeckt die übrigen. Die seitlichen und die hinteren Kronblätter sind paarweise miteinander verbunden und innen braunrot punktiert. Die 5 Staubfäden sind oben miteinander verwachsen, die Staubbeutel sind herzförmig. Der Fruchtknoten besteht aus 5 miteinander verwachsenen Fruchtblättern. Die Frucht ist eine walzliche fleischige Kapsel; sie ist 15 bis 25 mm lang und grün oder braun gestreift.

Blütezeit: Juni bis August

Ökologie:

Dieser Therophyte ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt feuchte Waldstellen, Auen / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand am Berenberg (Wülflingen))

 

Impatiens parviflora

Kleines Springkraut

Familie: Balsaminengewächse

(Balsaminaceae)

Gattung: Springkräuter

(Impatiens)

Art: Kleines Springkraut

Synonyme:

Kleinblütiges Springkraut,

Sibirisches Springkraut

Beschreibung:

Das Kleine Springkraut ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 60, selten bis 90 cm erreicht. Der aufrechte, oben verzweigte, kahle Stängel ist etwas glasig und an den Knoten geschwollen. Er ist im unteren Teil unbeblättert. Die wechselständigen, gestielten Laubblätter sind breit lanzettlich und besitzen einen spitz gezähnten Rand. Sie sind zugespitzt und am Grund keilförmig verschmälert. In den Achseln der oberen Blätter befinden sich aufrechte traubigen Blütenstände mit jeweils vier bis zwölf Blüten. Die hellgelben, nur 8 bis 18 mm grossen zygomorphen Blüten besitzen einen geraden Sporn. Es sind 3 Kelchblätter vorhanden, von denen das hintere gross ist, 8 bis 10 mm lang und den geraden Sporn trägt. Die beiden seitlichen Kelchblätter sind eiförmig-dreieckig und etwa 3 mm lang. Von den 5 Kronblättern ist das vordere gross. Die seitlichen und die hinteren Kronblätter sind paarweise miteinander verwachsen. Alle Kronblätter sind blassgelb und innen rot gefleckt. Die 15 bis 20 mm lange Kapselfrucht ist länglich-keulenförmig und schleudert bei Berührung ihren Samen aus, woher auch der Gattungsname stammt. Die Samen sind länglich, 4 bis 5 mm lang und fein längsrunzelig.

Blütezeit: Juni bis Oktober

Ökologie:

Dieser Therophyte ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wälder, Wegränder, Schuttplätze, seit Beginn des 19. Jahrhunderts eingebürgert / kollin-montan / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand im Hinterstoffel (Dürstelen/Tösstal))

 

Anemone sylvestris

Grosses Windröschen

Familie: 

Hahnenfussgewächse 

(Ranunculaceae)

Gattung: Windröschen 

(Anemone) 

Art: Grosses Windröschen

Synonyme:

Hügel-Windröschen, 

Wald-Windröschen,

Hügel-Anemone

Beschreibung:

Das grosse Windröschen wird 20-40 cm hoch, hat grundständige Blätter 3-oder 5teilig, mit 2- oder 3teiligen, vorn grob gezähnten Abschnitten. Der Stängel meist unterhalb der Mitte mit einem Quirl von ähnlich geformten, gestielten Hochblättern. Blüten meist einzeln, weiss, Durchmesser 4-7 cm, mit 5-6 aussen lang behaarten Blumenblättern, auf dicht behaartem Stiel. Früchtchen lang behaart, Griffel nach der Blüte nicht verlängert. 

Das grosse Windröschen wird 20-40 cm hoch, hat grundständige Blätter 3- oder 5teilig, mit 2- oder 3teiligen, vorn grob gezähnten Abschnitten. Der Stängel meist unterhalb der Mitte mit einem Quirl von ähnlich 

geformten, gestielten Hochblättern. Blüten meist einzeln, weiss, Durchmesser 4-7 cm, mit 5-6 aussen lang behaarten Blumenblättern, auf dicht behaartem Stiel. Früchtchen lang behaart, Griffel nach der Blüte nicht verlängert. 

Blütezeit:  April – Mai 

Ökologie:

Das Grosse Windröschen ist giftig. Die vegetative Vermehrung erfolgt durch die Bildung von homorhiz bewurzelten Sprossen aus den nur wenige Zentimeter tief liegenden Wurzeln. Die Pflanze ist also ein Wurzelkriecher. Für die Raupen des Dunkelbraunen Waldrebenspanners stellen die Blätter des Grossen Windröschens eine wichtige Nahrungsquelle dar.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt  Trockenwarme Hügel / kollin(-montan) / SH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz sehr selten und vom Aussterben bedroht. Sie geniesst nationale Priorität 2 - und ist schweizweit vollständig geschützt.

 

(meine Funde stammen aus Weiach und Glattfelden  - Weiach wird in namhafter Literatur und Webseiten  nicht erwähnt)

Besonderheit:

Die vorliegende Aufnahme habe ich am 03. Oktober 2022 fotografiert!! –Unglaublich aber Wahr!!

 

Anemone nemorosa

Buschwindröschen

Familie: Hahnenfussgewächse

(Ranunculaceae)

Gattung: Windröschen

(Anemone)

Art: Buschwindröschen

Synonyme:

Guggublueme

Beschreibung:

Das Buschwindröschen wird 10-25 cm hoch. Die Stängel im obersten Drittel bestehen aus einem Quirl von 3 gestielten (Stiele > 1cm), 3-teiligen Hochblättern, ihre Abschnitte sind tief 2-5teilig und grob gezähnt. Die Blüten sind weiss, aussen oft rosa, meist einzeln, Durchmesser 2-3 cm, mit 6-8(-12) kahlen Blumenblättern, zahlreichen Staub- und Fruchtblättern, ohne Honigblätter. Die Früchtchen sind dicht kurzhaarig, Griffel nach der Blüte nicht verlängert.

Blütezeit: März bis Mai

Ökologie:

Dieser Geophyt ist eine Pflanze, deren Knospen im Boden überwintern, oft in Kombination mit Speicherorganen (Rhizome, Knollen, Zwiebeln).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wälder, Baumgärten, Wiesen / kollin-montan(-subalpin) / CH, in den inneren Alpentälern selten

Giftigkeit

Alle Pflanzenteile sind giftig. Hauptwirkstoff ist das Protoanemonin, welches beim Trocknen zum unwirksamen Anemonin umgesetzt wird, und weitere unbekannte Giftstoffe.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand beim Gamser (Winterthur))

 

Anemone ranunculoides

Gelbes Windröschen

Familie: Hahnenfussgewächse

(Ranunculaceae)

Gattung: Windröschen

(Anemone)

Art: Gelbes Windröschen

Synonyme:

Gelbes Buschwindröschen

Beschreibung:

Die ausdauernde krautige Pflanze bildet einen 10 bis 30 cm hohen, aufrechten Blütenstängel. Zur Blütezeit zwischen März/April und Mai fehlen grundständige Blätter. Jedoch sitzen am Stängel in einem Quirl (Wirtel) drei kurz- oder ungestielte, jeweils 3-teilig eingeschnittene, gezähnte Hochblätter. Während das Buschwindröschen nur eine Blüte (selten zwei) pro Pflanze entwickelt, werden beim Gelben Windröschen 1 bis 3 (meist 2) Blüten pro Pflanze gebildet. Die Blüte hat fünf gelbe Perigonblätter und zahlreiche Staubblätter.

Blütezeit: März bis April

Ökologie:

Durch das Angebot von Lock- und Futterstoffen in einem nährstoffreichen Anhängsel der Früchte, dem Elaiosom, werden Ameisen angelockt, die die Samen verschleppen und dadurch verbreiten. Diese Form der Verbreitung heisst Myrmecochorie.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Auenwälder, Hecken, Obstgärten / kollin-montan(-subalpin) / J, M, AN, vereinzelt AS, südliches TI, (Das Gelbe Buschwindröschen ist seltener zu finden als das nahe verwandte Buschwindröschen, wächst dann aber gesellig.)

Giftigkeit

Alle Pflanzenteile sind giftig. Hauptwirkstoff ist das Protoanemonin, welches beim Trocknen zum unwirksamen Anemonin umgesetzt wird, und weitere unbekannte Giftstoffe.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet – und trotzdem:

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: GL

vollständig geschützt: NW, OW, BL

(Diese Aufnahme entstand beim Hundig (Glattfelden))

 

Glechoma hederacea

Gundelrebe

Familie: Lippenblütler

(Lamiaceae)

Gattung: Gundelrebe

(Glechoma)

Art: Gundelrebe

Synonyme:

Gundermann,

Echte-Gundelrebe

Beschreibung:

Die Gundelrebe wird 5-20 cm hoch. Die Stängel sind niederliegend, weit kriechend und wurzelnd, dicht behaart bis kahl. Die Blätter sind lang gestielt, nieren- bis herzförmig, grob und stumpf gezähnt, Spreite höchstens 4 cm lang. Die Blüten zu 2-3 in den Blattwinkeln, blauviolett, seltener rötlich, behaart, mit flacher Oberlippe und 3teiliger Unterlippe, diese meist mit dunkleren Flecken auf weisslichem Grund, Mittellappen grösser, ausgerandet. Der Kelch und die oberen Blätter sind oft violett überlaufend. Teilfrucht 3kantig, glatt.

Blütezeit: April bis Mai

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wiesen, Gebüsche, Waldränder / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet:

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand beim Schloss Wart (Neftenbach))

 

Lysimachia nemorum

Hain-Gilbweiderich

Familie: Primelgewächse

(Primulaceae)

Gattung: Gilbweiderich

(Lysimachia)

Art: Hain-Gilbweiderich

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Beim Hain-Gilbweiderich handelt es sich um eine überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze. Die kriechenden bis aufsteigenden Stängel erreichen Längen von 10 bis 30 cm. Sie können bewurzeln, tun dies in der Regel aber nur im unteren Teil. Alle Pflanzenteile sind kahl. Die Laubblätter sind gegenständig am Stängel angeordnet. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 2 bis 3 cm eiförmig und durchscheinend punktiert. Im Gegensatz zum Pfennigkraut sind sie am oberen Ende dreieckig bespitzt bis kurz stachelspitzig. Die Blüten stehen einzeln auf relativ langen Blütenstielen in den Blattachseln. Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblattzipfel sind linealisch bis pfriemlich. Die fünf gelben Kronblätter sind nur an ihrer Basis verwachsen und meist mehr oder weniger radförmig ausgebreitet. Mit 5 bis 8 mm Länge sind die Kronblätter deutlich kleiner als bei den anderen europäischen Gilbweiderich-Arten.

Blütezeit: Mai bis Juli

Ökologie:

Die vegetative Vermehrung erfolgt durch Ausläufer. Die Blüten schliessen sich bei trübem Wetter. Der Fruchtansatz ist gut; im Gegensatz zum Pfennigkraut pflanzt der Hain-Gilbweiderich auch in Mitteleuropa durch Samen fort. Die 1.5 mm langen Samen breiten sich als Regenschwemmlinge aus. Die Fruchtreife erstreckt sich von September/Oktober bis Dezember.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt feuchte Waldstellen / kollin-montan(-subalpin) / CH (fehlt im Engadin)

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet:

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand beim Berenberg (Wülflingen))

 

Viola riviniana

Hain-Veilchen

Familie: Veilchengewächse

(Violaceae)

Gattung: Veilchen

(Viola)

Art: Hain-Veilchen

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Das Hain-Veilchen ist ähnlich dem Wald-Veilchen, aber die ganze Pflanze ist kräftiger. Die Blätter im Mittel sind etwa gleich lang wie breit. Der Sporn ist deutlich heller als die Kronblätter, oft gefurcht und an der Spitze ausgerandet. Die Kelchblätter werden 7-11 mm lang, ihre Anhängsel 1-3 mm lang (zur Fruchtreife z. T. noch länger, oft ausgerandet). Samen braun.

Blütezeit: April bis Mai

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wälder / kollin-montan / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet:

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand beim Schloss Wart (Neftenbach))

 

Asarum europaeum

Gewöhnlicher Haselwurz

Familie: Osterluzeigewächse

(Aristolochiaceae)

Gattung: Haselwurzen

(Asarum)

Art: Gewöhnliche Haselwurz

Synonyme:

Europäische Haselwurz

Haselwurz

Beschreibung:

Die Gewöhnliche Haselwurz wächst als immergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und  erreicht Wuchshöhen von nur 5 - 10 cm. Sie bildet ein Rhizom als Überdauerungsorgan. Die oberirdischen Pflanzenteile sind behaart. Alle Pflanzenteile riechen intensiv pfefferartig. Die Sprossachse ist kriechend, mit zwei bis drei bräunlichgrünen Niederblättern. Die zwei immergrünen, lang gestielten Laubblätter besitzen eine einfache, rundliche bis nierenförmige oder herzförmige Blattspreite, die auf der Oberseite meist glänzend, während die Unterseite meist behaart ist. Die einzeln unmittelbar in Bodennähe stehenden Blüten sind krugförmig und braunrot mit drei Zipfeln. Die Blütenhülle besteht aus drei verwachsenen, braunpurpurnen Blütenhüllblättern. Sie riechen intensiv nach Pfeffer. Sie besitzt zwölf, in zwei Kreisen gegliederte Staubblätter. Der Fruchtknoten ist unterständig. Die protogynen (vorweiblichen) Blüten bestäuben sich oft selbst. Es kommt aber auch Fremdbestäubung vor, sie erfolgt durch Insekten. Die sechs Griffel sind zu einer dicken Griffelsäule verwachsen, die an ihrer Spitze eine sechsstrahlige Narbe trägt. Die Narbe reift vor den Staubblättern, die in der noch nicht völlig geöffneten Blüte weit nach unten gebogen sind und fast den Blütenboden berühren. In diesem Stadium steht die Narbe frei da. Zunächst richten sich die Staubblätter des inneren Kreises auf und schmiegen sich dicht an die Narbe stets zwischen je zwei Lappen an, wobei leicht Selbstbestäubung eintreten kann. Später biegen sich auch die äusseren kleinen Staubblätter auf und fügen sich unterhalb der Narbenlappen zwischen die grösseren Staubblätter ein. Die jetzt erreichte männliche Phase der Blüte bewirkt deren volle Öffnung und ihre Perigonzipfel neigen sich nach aussen.

Blütezeit: April bis Mai

Ökologie:

Die Blüten täuschen gewisse Merkmale von Pilzen vor und locken Pilzmücken an, die für die Bestäubung sorgen. (Blütenökologisch werden sie deshalb „Fliegen-Täuschblumen“ genannt.) Die sechsklappigen Kapselfrüchte reifen im Juni und streuen im Juli bis August die Samen aus. Die Samen tragen Elaiosomen und werden von Ameisen ausgebreitet (Myrmekochorie)

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt (feuchte) Wälder, Gebüsche / kollin-montan / CH (VS und GR selten)

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet. Im Kanton Zürich ist sie eher selten anzutreffen. 

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze trotzdem

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: GE

(Diese Aufnahme entstand am Gamser (Winterthur))

 

Prenanthes purpurea

Hasenlattich

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Hasenlattiche

(Prenanthes)

Art: Hasenlattich

Synonyme:

Purpur-Hasenlattich,

Purpurlattich

Beschreibung:

Der Hasenlattich wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 150 cm. Der Stängel ist reich verzweigt. Die kahlen Laubblätter sind länglich-lanzettlich. Die Blattoberseite ist grün und die Blattunterseite grau- bis blaugrün. Populationen mit besonders schmalen, zum Teil linealen, ganzrandigen Blättern werden als Prenanthes purpurea f. angustifolia bezeichnet. Die unteren Laubblätter sind gestielt, länglich verkehrt-

eiförmig, buchtig gezähnt bis fiederteilig. Die oberen Laubblätter sind sitzend, mit herzförmigem Grund und stängelumfassend. In einem lockeren, rispigen Gesamtblütenstand befinden sich viele lang gestielte, nickende körbchenförmige Teilblütenstände. Die Körbchen enthalten fünf bis acht Hüllblätter und zwei bis fünf rötliche bis purpurfarbene oder violette Zungenblüten. Der Griffel ragt 7 mm aus der Staubblattröhre der Blüten und die Narbenlappen rollen sich vollständig rückwärts.

Blütezeit: Juli bis September

Ökologie:

Der Hasenlattich ist ein Hemikryptophyt. Die Narbenlappen rollen sich vollständig rückwärts, so dass bei ausbleibendem Insektenbesuch spontane Selbstbestäubung erfolgt. Bestäuber sind Bienenverwandte, Fliegen und Käfer.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wälder / kollin-subalpin(-alpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet:

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im Tösstal)

 

Ononis repens

Kriechende Hauhechel

Familie: Hülsenfrüchtler

(Fabaceae)

Gattung: Hauhecheln

(Ononis)

Art: Kriechende Hauhechel

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Die Art ist eine ausdauernde, krautige bis holzige Pflanze, die in der Regel Wuchshöhen zwischen 30 und 60 cm erreicht. Der Stängel wächst ausläuferartig-niederliegend bis aufsteigend. Die aufsteigenden Seitenäste besitzen keine oder wenige, weiche Dornen. Der Stängel ist ringsum drüsig-flaumig und zerstreut zottig behaart. Die Fiedern der dreizähligen Blätter sind etwa 7 bis 22 mm lang, eiförmig und vorn meist abgerundet oder auch 

ausgerandet. Sie sind drüsig behaart und am Rand gesägt. Die rosaroten, blattachselständigen Blüten sitzen fast immer einzeln in einem lockeren Gesamtblütenstand. Der Kelch ist drüsig und besitzt an der Basis lange, waagerecht abstehende Haare. Die Hülsen sind kürzer als der Kelch.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Dieser krautige Chamaephyt ist eine krautige, nicht verholzende Pflanze, deren Knospen bodennah (5-40 cm über Boden) überwintern. Er ist auch ein mehrjährige Hemikryptophyt, welcher mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Trockenrasen, aber auch Riedwiesen / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet:

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Irchel bei Teufen)

 

Ononis spinosa

Dornige Hauhechel

Familie: Hülsenfrüchtler

(Fabaceae)

Gattung: Hauhecheln

(Ononis)

Art: Dornige Hauhechel

Synonyme:

Weiberkrieg,

Eindorn,

Katzendorn

Beschreibung:

Der Dornige Hauhechel ist ein 30-60 cm hoher Halbstrauch, unten verholzt, oben krautig, Zweige in Dornen auslaufend. Die Stängel sind 1- oder 2 zeilig behaart. Die Blätter sind 3 zählig, fast sitzend. Die Teilblätter sind oval, gezähnt, 1-3 cm lang, das mittlere kurz gestielt. Die Blüten sind rosa bis violettrot, selten bläulich oder weiss, meist einzeln in den Blattwinkeln. Die Schiffchen sind schnabelförmig verlängert. Die Frucht ist kurz, aufgeblasen, drüsig behaart, so lang wie der Kelch oder länger.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Bei der Dornigen Hauhechel handelt es sich um einen mesomorphen Hemikryptophyten. Die Pfahlwurzel dient als Speicherorgan.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wegränder, Trockenrasen, Weiden / kollin-montan / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet:

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand beim Gentner-Bahndamm (Eglisau)

 

Sempervivum tectorum

Dach-Hauswurz

Familie: Dickblattgewächse

(Crassulaceae)

Gattung: Hauswurzen

(Sempervivum)

Art: Dach-Hauswurz

Synonyme:

Echte Hauswurz,

Gewöhnliche Hauswurz,

Donnerwurz,

Alpen-Hauswurz

Beschreibung:

Der Dach-Hauswurz wächst mit offenen Rosetten von 5 bis 7 (selten 2 bis 20) cm Durchmesser, die 4 bis 10 cm lange kräftige Ausläufer ausbilden. Die länglich lanzettlichen bis verkehrt eiförmigen Laubblätter sind meist dunkelgrün und beidseitig konvex. Die Färbung ist allerdings sehr variabel und zeigt auch Gelb- Braun- und Rottöne. Die Blattspreite ist 20 bis 60 mm lang und 10 bis 15 mm breit nd besitzt eine aufgesetzte Spitze. Die Wimpern sind auffällig weiss, haben jedoch keine Drüsenköpfchen. Die Blütentriebe erreichen eine Länge von 20 bis 60 cm, bei den in den Gebirgen autochthonen Vertretern wird er kaum über 35 cm hoch. Der grosse, dichte Blütenstand ist mehr oder weniger flach oder rispenähnlich. Er besteht aus 40 bis über 100 Einzelblüten. Die Blüten sind meist zehn- bis dreizehnzählig, können aber zwischen einer Zahl von sechs bis 16 Kronblättern variieren. Ihre spitzen Kelchblätter sind etwa 8 mm lang und auf etwa 4 mm miteinander verwachsen. Die weisslichen, trüb rosafarbenen oder purpurfarbenen, spitzen Kronblätter sind linealisch bis lanzettlich und 9 bis 12 mm lang sowie etwa 2 mm breit. An ihrer Basis sind sie bewimpert und flaumhaarig. Die Staubfäden sind leuchtend rotpurpurfarben, die Staubblätter rot. Der pfriemliche Griffel ist etwas purpurfarben. Die grünen Nektarschüppchen sind halbkreisförmig.

Blütezeit: Juli bis August (meine Aufnahme datiert vom 15. Juni 2022!)

Ökologie:

Dieser krautige Chamaephyt ist eine krautige, nicht verholzende Pflanze, deren Knospen bodennah (5-40 cm über Boden) überwintern.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Felsen, Mauern, Trockenwiesen / kollin-alpin / A, J, vereinzelt M

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet:- und trotzdem:

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: FR, GL

vollständig geschützt: JU, OW, TG, VD

(Diese Aufnahme entstand auf der Diestalstafel (1630müM) Kanton GL)

 

Calluna vulgaris

Heidekraut

Familie: Heidekrautgewächse

(Ericaceae)

Gattung: Heidekraut

(Calluna)

Art: Heidekraut

Synonyme:

Besenheide

Beschreibung:

Die Besenheide ist ein verholzender und immergrüner Zwergstrauch, der relativ langsam wächst und etwa 40 Jahre alt werden kann. Seine Wuchshöhe beträgt 30 bis 100 cm, letztere setzt eine ungestörte Entwicklung voraus. Die Besenheide ist ein Tiefwurzler mit einer endotrophen Mykorrhiza vom Ericaceen-Typ. Sie unterscheidet sich von den verwandten und teilweise recht ähnlichen Erika-Arten durch schuppenförmig an den Ästchen anliegende und nach oben eingerollte, ledrige gegenständige Blätter, die nur wenige mm lang sind. Spaltöffnungen befinden sich nur an der Blattunterseite und sind von Haaren geschützt. Die nickenden Blüten stehen in einem dichten, traubigen Blütenstand. Die zwittrigen, vierzähligen, weissen und rosa- bis purpurfarbenen Blüten haben eine Länge von 1 bis etwa 4 mm. Die jeweils vier Kron- und Kelchblätter sind gleich gefärbt; letztere sind doppelt so lang wie die eher unscheinbare Krone. Es sind acht Staubblätter vorhanden. Die Staubbeutel besitzen jeweils zwei hornartige Anhängsel. Um den Pollen zu entlassen, öffnen sie sich mittels endständiger Poren. Bei der Besenheide beginnt die Blühreife mit vier Jahren.

Blütezeit: Juli bis Oktober

Ökologie:

Dieser krautige Chamaephyt ist eine krautige, nicht verholzende Pflanze, deren Knospen bodennah (5-40 cm über Boden) überwintern.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Zwergstrauchheiden, Moore, magere Weiden / kollin-alpin / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet:- und trotzdem:

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: GE

(Diese Aufnahme entstand an der Schartenflue (Irchel)

 

Betonica officinalis

Echte Betonie

Familie: Lippenblütler

(Lamiaceae)

Gattung: Betonien

(Betonica)

Art: Echte Betonie

Synonyme:

Heil-Ziest,

Heilbatunge,

Flohblume,

Pfaffenblume,

Zahnkraut

Beschreibung:

Die Echte Betonie wird 20-70 cm hoch, ist unverzweigt, behaart bis fast kahl, mit sterilen Rosetten. Sie besitzt grundständige Blätter lang gestielt, länglich herz-eiförmig, grob gezähnt. Die Blüten in dicht stehenden, reichblütigen, quirligen Teilblütenständen. Die Krone ist dunkelrosa, 10-15 mm lang. Die Oberlippe ist ± flach und gerade, ganzrandig oder ausgerandet. Die Kelchröhre ist ca. 4 mm, die Kelchzähne 1-1.5 mm lang. Die Teilfrüchte sind glatt,

ca. 2 mm lang.

Blütezeit: Juli bis September

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Magerwiesen, Gebüsche / kollin-montan / CH (fehlt im Engadin)

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet:- und trotzdem:

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: AG

(Diese Aufnahme entstand im Rood (ob Wila/Tösstal))

 

Colchicum autumnale

Herbstzeitlose

Familie: Zeitlosengewächse

(Colchicaceae)

Gattung: Zeitlose

(Colchicum)

Art: Herbstzeitlose

Synonyme:

Herbstziglose (St. Gallen)

Hosenbunte (Graubünden),

Hundshoden (Entlibuch, Glarus,)

Beschreibung:

Die Herbstzeitlose wird 5-25 cm hoch. Die Blüten sind lila-rosa, meist einzeln, mit 6 ± gleichen Perigonblättern, diese sind länglich-verkehrt-eiförmigem, 4-6 cm langem freiem Teil, unten verschmälert und zu einer sehr engen Röhre verwachsen. Sie besitzt 6 Staubblätter, und sind an den Perigonblättern angewachsen. Sie besitzt 3 Griffel, die Narbe wird mind. 1.5 mm lang, und ist herablaufend. Die Frucht ist eine 3fächerige, vielsamige, hellgrüne Kapsel, erst im Frühjahr erscheinend, zusammen mit den bis 25 cm langen, glänzend dunkelgrünen, zungenförmigen Blättern. Reife Kapseln 2-5 cm lang.

Blütezeit: August bis Oktober

Ökologie:

Dieser Geophyt ist eine Pflanze, deren Knospen im Boden überwintern, oft in Kombination mit Speicherorganen (Rhizome, Knollen, Zwiebeln).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Fettwiesen, Riedwiesen / kollin-subalpin / CH

Giftigkeit:
Achtung – diese Pflanze ist sehr giftig - der Verzehr kann tödlich sein - für Mensch und Tier. Sie  wird zuweilen mit dem Bärlauch verwechselt.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet:- und trotzdem:

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: AG

(Diese Aufnahme entstand an der Töss bei Wila/Tösstal))

 

Capsella bursa-pastoris

Gemeines Hirtentäschel

Familie: Kreuzblütler

(Brassicaceae)

Gattung: Hirtentäschel

(Capsella)

Art: Gemeines Hirtentäschel

Synonyme:

Gewöhnliches Hirtentäschel

Hirtentäschelkraut

Beschreibung:

Das Gemeine Hirtentäschel wird 5-40(-70) cm hoch, mit einfachen und mit einzelnen Sternhaaren. Sie besitzt grundständige Blätter in einer Rosette, gestielt, ungeteilt bis fiederteilig, gezähnt oder ganzrandig, obere umfassend. Die Kronblätter sind weiss, 2-3 mm lang, länger als der Kelch. Die Schötchen sind 3eckig, flach, 4-10 mm lang und fast ebenso breit, mit geraden oder leicht konvexen Seiten, die Stiele sind fast waagrecht abstehend. Der Fruchtstand ist stark verlängert.

Blütezeit: März bis November (meine Aufnahme datiert vom 02. 01. 2023!)

Ökologie:

Dieser Monokarper Hemikryptophyt ist ein wenigjähriger Hemikryptophyt, eine Pflanze, die während weniger Jahre mit Knospen auf der Erdoberfläche überwintert (Rosette) und nach dem einmaligen Blühen abstirbt, ohne weiter wachsende seitliche Organe zu bilden. Dieser Therophyte ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wegränder, Äcker, Ödland / kollin-alpin / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet:

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand beim Junkerental /Teufen))

 

Corydalis cava

Hohler Lerchensporn

Familie: Mohngewächse

(Papaveraceae)

Gattung: Lerchensporne

(Corydalis)

Art: Hohler Lerchensporn

Synonyme:

Hohlknolliger Lerchensporn

Beschreibung:

Der Hohlknollige Lerchensporn wird 15-30 cm hoch. Er hat einzelne Stängel, rund und hohl, unverzweigt, mit meist 2 Blättern, unterhalb des untersten Blattes keine Schuppe. Die Blätter sind doppelt 3zählig, mit eingeschnittenen Abschnitten. Die Blüten sind purpurn bis violett, seltener weiss, in endständiger, 10-20blütiger, aufrechter Traube. Die Tragblätter sind eiförmig, ungeteilt. Die Blüten mit dem Sporn werden 18-28 mm lang.

Blütezeit: März bis April

Ökologie:

Dieser Geophyt ist eine Pflanze, deren Knospen im Boden überwintern, oft in Kombination mit Speicherorganen (Rhizome, Knollen, Zwiebeln).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Hecken, Baumgärten, Wälder / kollin-montan(-subalpin) / J, M, AN, VS (unt. Rhonetal), südl. TI

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet:

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand an der Eulach bei Wülflingen)

 

Medicago lupulina

Hopfenklee

Familie: Hülsenfrüchtler

(Fabaceae)

Gattung: Schneckenklee

(Medicago)

Art: Hopfenklee

Synonyme:

Hopfen-Luzerne,

Zetterklee,

Gelbklee

Beschreibung:

Die Stängel des Hopfenklees werden 10-30(-70) cm lang, und ist niederliegend bis aufrecht. Die Blätter sind 3zählig, Die Teilblätter sind breit verkehrt-eiförmig, vorn gezähnelt, oft etwas ausgerandet, ± behaart. Die Nebenblätter sind ganzrandig oder am Grund kurz gezähnt. Die Blüten sind gelb, 2-3.5 mm lang, in dichten, 10-50blütigen Köpfchen. Krone nach dem Blühen abfallend (Gegensatz zu ähnlichen Trifolium-Arten!). Die Frucht ist nieren- oder sichelförmig, mit einem Durchmesser von 1.5-3 mm, ohne Stacheln.

Blütezeit: Mai bis September

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.  Dieser Therophyte ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wiesen, Wegränder, Schuttplätze / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet:

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im Niderfeld (Wülflingen))

 

Hippocrepis comosa

Gewöhnlicher Hufeisenklee

Familie: Hülsenfrüchtler

(Fabaceae)

Gattung: Hippocrepis

Art: Gewöhnlicher Hufeisenklee

Synonyme:

Schopfiger Hufeisenklee,

Hufeisenklee

Beschreibung:

Der Stängel wird 10-25 cm lang und ist ausgebreitet-niederliegend und unten verholzend. Die Blätter sind unpaarig gefiedert, mit 4-8 Fiederpaaren. Die Teilblätter sind kurz gestielt, 5-15 mm lang, oft mit kurzer Spitze, ohne knorpeligen Rand. Die Blüten sind gelb, kurz gestielt, zu 5-12 in einer lang gestielten, kopfartigen Dolde. Der Nagel der Kronblätter ist 2-3mal so lang wie der Kelch. Die Frucht ist schmal und aus hufeisenförmigen Gliedern zusammengesetzt.

Blütezeit: Mai bis Juni

Ökologie:

Der Gewöhnliche Hufeisenklee ist ein wintergrüner Hemikryptophyt oder verholzender Chamaephyt. Er wurzelt bis zu 60 Zentimeter tief. Als Besucher werden ausser Hummeln und Honigbienen besonders Mauerbienen (Osmia-Arten) genannt; in den Alpen sind es auch Schmetterlinge

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Trockenrasen, Felsen, kalkliebend / kollin-subalpin(-alpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet:

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: AG

(Diese Aufnahme entstand im Junkerental (Irchel))

 

Tussilago farfara

Huflattich

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Huflattich

(Tussilago)

Art: Huflattich

Synonyme:

Breitlattich,

Brustlattich,

Eselslattich  

Beschreibung:

Der Huflattich wächst als ausdauernde (perennierende) krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 30 cm. Die langgestielten und grundständigen Laubblätter erreichen etwa 10 bis 20 cm Breite. Sie sind gezähnt und herz- oder hufförmig. Durch die weissfilzige Blattunterseite ist das stark-nervige Adernetz nicht deutlich sichtbar. Die Blätter, deren leicht bitterer Geschmack zusammenziehend wirkt, haben einen schwachen Geruch. Zeitig im Frühjahr erscheinen zunächst nur die korbförmigen Blütenstände, die etwa 300 weibliche gelbe Zungenblüten und 30 bis 40 männliche gelbe Röhrenblüten enthalten. Erst nach deren Verblühen folgen die Blätter. Zur Blütezeit sind die Stängel lediglich mit braunen oder rötlichen, behaarten Schuppenblättern besetzt. Verblühte Stängel strecken sich beträchtlich und sind bis kurz vor der Reife der „Samen“ deutlich überhängend nickend, danach aufrecht. Dies begünstigt die Ausbreitung durch Luftbewegungen (Anemochorie). Die Blüten duften schwach honigartig und schmecken ähnlich wie die Blätter, jedoch etwas süsser.

Blütezeit: Februar bis Mai (Hauptsächlich März/April)

Ökologie:

Der Huflattich gehört zu den ersten Frühjahrsblumen und wird von Bienen, Käfern und Schwebfliegen bestäubt. Auch Selbstbestäubung kommt vor. Die Samenausbreitung erfolgt (wie beim Löwenzahn) durch Schirmflieger über den Wind. Auch über Klettausbreitung und Ameisen werden die Samen weitergetragen.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wegränder, Rutschhänge, Schuttplätze / kollin-subalpin(-alpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet:

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: AG

(Diese Aufnahme entstand im Eigental (Oberembrach))

 

Trifolium alpestre

Hügel-Klee

Familie: Hülsenfrüchtler

(Fabaceae)

Gattung: Klee

(Trifolium)

Art: Hügel-Klee

Synonyme:

Keine  

Beschreibung:

Der Hügel-Klee wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis  40 cm. Er besitzt eine schief absteigende Pfahlwurzel und weitkriechende Bodenausläufer. Der Stängel ist aufrecht oder aufsteigend, meist einfach und anliegend bis abstehend behaart. Die unteren Blätter sind lang gestielt, die oberen sitzend. Die schmalen, dreiteiligen Laubblätter sind bis zu 8 cm lang, oberseits kahl, unterseits behaart. Die Teilblättchen sind schmal elliptisch bis lanzettlich, etwa 2-5 cm lang und 0.5 bis 1 cm breit. Sie haben eine kräftige Mittelrippe. Die Nebenblätter sind gross und weit mit dem Blattstiel verbunden, bei den oberen Blättern bis über dessen Mitte. Die kugeligen bis eiförmigen Blütenstände sind kaum gestielt und von den obersten Blättern und Nebenblättern umgeben. Die Blüten sind etwa 15 mm lang und sitzend. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig und zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist aussen zottig behaart und 20-nervig. Die Kelchzähne sind ungleich lang, der unterste ist viel länger als die oberen und erreicht fast die Fahnenspitze. Die Krone ist 10 bis 15 mm lang und besitzt die typische Form der Schmetterlingsblüte. Die Kronblätter sind meist leuchtend purpurrot und dunkler als beim Wiesen-Klee (Trifolium pratense) oder beim Mittleren Klee (Trifolium medium). Sie sind zu einer 11 bis 14 mm langen Röhre verbunden. Die Fahne ist löffelförmig und wie das Schiffchen stark aufwärts gekrümmt. Die Hülse ist rundlich-eiförmig.

Blütezeit: Juni bis Juli

Ökologie:

Die Überwinterungsknospen befinden sich nahe der Erdoberfläche, es ist also ein Hemikryptophyt. Wenn die Standorte nicht zu flachgründig sind, bildet der Hügel-Klee tiefe Wurzeln aus, um an ausreichende Feuchtigkeit zu kommen. Wegen der langen Blütenröhre sind fast alle Bienen und die meisten Hummeln vom Nektarsaugen ausgeschlossen. Bestäuber sind Tagfalter und die langrüsseligen Apiden Eucera longicornis, die Obsthummel (Bombus pomorum) und die Felsen-Kuckuckshummel (Psithyrus rupestris). Die Samenverbreitung durch den Wind wird durch die federig behaarten Kelchzähne erleichtert.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Lichte Wälder, Gebüsche, trockene Wiesen / kollin-montan(-subalpin) / J, A, sonst vereinzelt

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz potenziell gefährdet:

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: AG, VD, GE

(Diese Aufnahme entstand bei der Fasnachtflue (Weiach))

 

Asperula cynanchica

Hügel-Waldmeister

Familie: Rötegewächse

(Rubiaceae)

Gattung: Meier

(Asperula)

Art: Hügel-Waldmeister

Synonyme:

Hügel-Meier,

Hügel-Meister

Beschreibung:

Der Hügel-Waldmeister ist eine sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 25, selten bis zu 50 cm. Der Hügel-Waldmeister wächst lockerrasig. Die Stängel sind biegsam. Die Blätter stehen zu maximal viert in Quirlen. Die Blattspreite ist schmal-linealisch. Die unteren Stängelblätter sind zur Blütezeit vertrocknet. Die Stängelblätter im mittleren und oberen Bereich sind kürzer als die Internodien. Die Deckblätter besitzen eine Stachelspitze und überragen den Fruchtknoten nicht oder kaum. Die zwittrigen Blüten sind meist vierzählig. Die Blütenkrone ist hellrosafarben oder weiss und die Aussenseite ist raukörnig. Die meist vier 3 bis 7 mm langen Kronblätter sind verwachsen und die Kronröhre ist ein- bis zweimal so lang wie die Kronzipfel. Die Teilfrüchte sind trocken, tragen keine hakigen Haare und sind deutlich warzig.

Ökologie:

Der Hügel-Meier ist ein skleromorpher Hemikryptophyt. Es liegt ein reich verzweigtes Wurzelwerk vor, das eine vegetative Vermehrung als Wurzelkriecher ermöglicht. Die Fremdbestäubung erfolgt durch Insekten, wie beispielsweise Zweiflügler, Schmetterlinge und Käfer. Ausserdem ist spontane Selbstbestäubung möglich. Diasporen sind die Teilfrüchte und es erfolgt Ameisen- oder durch Verdauungsausbreitung.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Trockenwiesen in warmen Lagen, auf Kalk / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdetSie ist, gemäss „Flora des Kantons Zürich“,  im KT. ZH sehr selten anzutreffen.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand beim Bruni (Pfungen))

 

Melittis melissophyllum

Immenblatt

Familie: Lippenblütler

(Lamiaceae)

Gattung: Melittis

(Melittis)

Art: Immenblatt

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Das Immenblatt ist eine sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze die Wuchshöhen von 20 bis 50 cm erreicht. Sie bildet ein kriechendes Rhizom. Die Stängel sind aufrecht und stumpf vierkantig. Die Stängel und Blätter sind dicht mit weichen Gliederhaaren besetzt. Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 0.5 bis 3 mm lang. Die einfache Blattspreite ist eiförmig, runzlig, beiderseits behaart und am Rand grob gesägt bis gekerbt.  Je ein bis drei Blüten sitzen in den oberen Blattachseln und sind oft einseitswendig. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist 1.5- 2 cm lang, breit glockig, zehn-nervig, sowie am Rand und auf den Nerven kurz, oft drüsig, behaart. Die Kelchoberlippe ist dreizähnig bis ganzrandig und länger als die zweizähnige Unterlippe. Die Krone ist 3 bis 4.5 cm lang und ist aussen meist weiss. Die Oberlippe ist weiss oder hell-purpurfarben und innen punktiert. Die Oberlippe ist ganzrandig, fein drüsig behaart. Die Unterlippe besitzt meist einen leuchtend purpurlila Mittellappen. 

Blütezeit: Mai bis Juni

Ökologie:

Bei Melittis melissophyllum handelt es sich um einen Hemikryptophyten. Blütenökologisch handelt es sich um proterandrische, nektarführende, nach Honig duftende Lippenblumen. Die Bestäubung des Immenblatts erfolgt durch Hummeln und Schmetterlinge.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Laubwälder, kalkliebend / kollin-montan / J, M in Juranähe, TI, ANW, sonst zerstreut

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ZH

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Berenberg (Wülflingen))

 

Trifolium incarnatum

Inkarnat-Klee

Familie: Hülsenfrüchtler

(Fabaceae)

Gattung: Klee

(Trifolium)

Art: Inkarnat-Klee

Synonyme:

Blutklee,

Rosenklee,

Italienischer Klee

Beschreibung:

Der Inkarnat-Klee wird 20-50 cm hoch und ist unverzweigt und behaart. Blätter 3zählig. Teilblätter verkehrt-eiförmig, bis 3 cm lang und fast ebenso breit, vorn fein gezähnt. Die Blüten sind dunkelrot, selten gelblich-weiss, ± sitzend. Der Blütenstand ist schmal-eiförmig bis zylindrisch, 3-5 cm lang und 1.5-2.5 cm dick, ohne umhüllende Blätter. Der Kelch ist zottig behaart.

Blütezeit: Mai bis Juli

Ökologie:

Dieser Therophyte ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Äcker, Schuttplätze, als Futterpflanze kultiviert und verwildert / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand in der Nähe von Dättlikon)

 

Matricaria chamomilla

Echte Kamille

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Kamillen

(Matricaria)

Art: Echte Kamille

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Die Echte Kamille ist eine einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15-50 cm. Alle Pflanzenteile besitzen einen starken, charakteristischen Geruch. Die Stängel sind aufrecht oder aufsteigend und kahl, im oberen Teil sind sie meist sehr stark verzweigt. Die Laubblätter sind 4 bis 7 cm lang und zwei- bis dreifach fiederteilig. Die einzelnen Zipfel sind schmal linealisch, knapp 0.5 mm breit, und tragen eine Stachelspitze. Die Zungenblüten sind weiss, 5-10 mm lang, die Röhrenblüten sind gelb. Der Blütenboden ist kegelförmig, ohne Spreublätter und hohl. Die Früchte werden 1-1.5 mm lang, kahl, nicht abgeflacht, mit 3-5 weissen Rippen, meist mit kurzem, gezähntem Rand, seltener mit häutigen Pappusschuppen.

Blütezeit: Mai bis September

Ökologie:

Die Echte Kamille ist ein Lichtkeimer und eine Langtagpflanze.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Äcker, Ödland, Wegränder / kollin-subalpin / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: GE

(Diese Aufnahme entstand oberhalb vom Tössrain (Wülflingen))

 

Maianthemum canadense

Kanadisches Schattenblümchen

Familie: Spargelgewächse

(Asparagaceae)

Gattung: Schattenblumen

(Maianthemum)

Art: Kanadische 

Schattenblume

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Die Kanadische Schattenblume wird 10 bis 25 cm hoch und ist flachwachsend bis kriechend. Die Blätter sind herzförmig, der Blattrand ist ganzrandig, die Blattfarbe ist tiefgrün. Die weissen sternförmigen Blüten wirken zart.

Blütezeit: Mai bis Juni

Ökologie:

Die Blüten sind kleine vorweibliche wohlriechende „Nektar führende Scheibenblumen“. Bestäuber sind vor allem kleinere Fliegen. Bei ausbleibendem Insektenbesuch erfolgt spontane Selbstbestäubung. Die Fruchtreife erfolgt von September bis Oktober. Die Beeren sind Wintersteher. 

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt leichten Halbschatten in sandigen, stark durchlässige humose Böden, leicht saure bis kalkarme Erde.

Giftigkeit:

Die Pflanze wird aufgrund ihrer Inhaltsstoffe zu den Giftpflanzen gezählt und darf keineswegs eingenommen werden. Unter Umständen kann es auch bei Hautkontakt zu Reizungen oder Unverträglichkeiten kommen.

 

(Diese Aufnahme entstand im Tösstal-unterhalb der Hirzegg - in unwegsamem Glände!)

 

Maianthemum bifolium

Zweiblättriges Schattenblümchen

Familie: Spargelgewächse

(Asparagaceae)

Gattung: Schattenblumen

(Maianthemum)

Art: Zweiblättrige Schattenblume

Synonyme:

Zweiblättriges Schattenblümchen

Beschreibung:

Der Stängel der Zweiblättrigen Schattenblume wird 5-20 cm hoch, mit 2 (selten 3) über der Mitte einander genäherten, herzförmigen, kurz gestielten Blättern (an nichtblühenden Stängeln nur ein Blatt). Blüten in einer endständigen, reichblütigen Traube. Perigonblätter 4, weiss, 2-3 mm lang, zurückgebogen, nicht verwachsen. Staubblätter 4. Frucht eine 2fächerige, 1-4samige, gelb bis rot gesprenkelte Beere.

Blütezeit: Mai 

Ökologie:

Die Zweiblättrige Schattenblume ist ein Rhizom-Geophyt. Vegetative Vermehrung erfolgt durch unterirdische Ausläufer; die Pflanze wächst deshalb in Herden. Sie wurzelt bis 15 cm tief. Die trockenen Laubblätter duften schwach nach Cumarin. Die Blüten sind kleine vorweibliche wohlriechende „Nektar führende Scheibenblumen“. Bestäuber sind vor allem kleinere Fliegen. Bei ausbleibendem Insektenbesuch erfolgt spontane Selbstbestäubung.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wälder, Bergwiesen / kollin-subalpin / CH.

Giftigkeit:

Giftig sind alle Pflanzenteile, besonders aber die Beeren. Nach älteren Angaben enthalten die Blätter etwas Cumarin sowie Digitalisglykoside. Die Beeren enthalten Cyanidinglykoside. Die eigentlichen Giftstoffe sind möglicherweise herzwirksame Glykoside; deren Struktur ist aber noch unbekannt.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: BL

(Diese Aufnahme entstand am "Hasli" / Irchel)

 

Typha latifolia

Rohrkolben

Familie: Rohrkolbengewächse

(Typhaceae)

Gattung: Rohrkolben

(Maianthemum)

Art: Rohrkolben

Synonyme:

Kanonenputzer,

Breitblättriger Rohrkolben,

Lampenputzer,

Schlotfeger

Beschreibung:

Der Kanonenputzer wird 1-2.5 m hoch, die Blätter sind lineal, am blütentragenden Stängel 2zeilig, 1-2 cm breit, steif aufrecht, blaugrün, den Blütenstand meist überragend. Die Blüten sind eingeschlechtig, kronblattlos, in je einem 5-20 cm langen, kolbenförmigen, sehr dichten Blütenstand, der männliche am Ende des Stängels, der weibliche unmittelbar darunter, nach dem Verblühen dunkelbraun, bei Reife flockig zerfallend. Weibliche Blüten auf verzweigten Stielen, von langen Haaren umgeben (Flugapparat für die Samenverbreitung).

Blütezeit: Juni bis Juli 

Ökologie:

Die Typha-Arten werden durch den Wind bestäubt (Anemogamie). Die Ausbreitung der Diasporen erfolgt durch den Wind (Anemochorie) und durch Wasser (Hydrochorie). Dabei dienen die feinen Perigonhaare als Flug- oder Schwimmorgane. Bei den meisten Arten verlassen die Samen die Fruchthülle bei längerem Kontakt mit dem Wasser, sinken ab und keimen unter Wasser (anaerob). Bei einigen Arten verbleiben sie in der Fruchthülle und keimen an der Luft unter aeroben Bedingungen. Die vegetative Ausbreitung erfolgt über Rhizome. Die Typha-Arten können an geeigneten Standorten dichte artenarme Bestände, sogenannte Röhrichte entwickeln. Die Typha-Arten sind an feuchte bis nasse, zum Teil brackige und zeitweise überflutete Lebensräume angepasst.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt stehende, schlammige Gewässer bis ca. 1.5 m Tiefe / kollin(-montan) / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet – und trotzdem ist sie….

in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: BE

vollständig geschützt: AG, FR, GL, JU, OW, SH, SO, SZ, TG, UR, ZH, SG (die Hälfte der schweizer Kantone)

(Diese Aufnahme entstand am Dättnauer Weiher)

 

Solanum tuberosum

Kartoffel

Familie: Nachtschattengewächse

(Solanaceae)

Gattung: Nachtschatten

(Solanum)

Art: Kartoffel

Synonyme:

Erdapfel,

Härdöpfel, (Schweiz)

Erdbirne,

Grundbirne,

Potaten

Beschreibung:

Die Kartoffel wird 40-80 cm hoch, verzweigt. Der Stängel ist kantig, zerstreut behaart bis fast kahl, grosse unterirdische Knollen bildend. Die Blätter sind unterbrochen gefiedert, Teilblätter und «Zwischenblättchen» eiförmig bis breit-lanzettlich, meist ganzrandig. Die Krone ist weiss, hellviolett oder rötlich, mit kurzer Röhre und 5 breiten, ausgebreiteten bis zurückgebogenen Zipfeln, Durchmesser 2-3 cm. Die Frucht ist eine kugelige, gelbgrüne Knolle.

Blütezeit: Juni bis August

Ökologie:

Dieser Geophyt ist eine Pflanze, deren Knospen im Boden überwintern, oft in Kombination mit Speicherorganen (Rhizome, Knollen, Zwiebeln).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Äcker, Schuttplätze, kultiviert und selten verwildert / kollin-montan(-subalpin) / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei Neftenbach)

 

Rosa rugosa

Kartoffelrose

Familie: Rosengewächse

(Rosaceae)

Gattung: Rosen

(Rosa)

Art: Kartoffel-Rose

Synonyme:

Apfel-Rose,

Japan-Rose,

Sylter Rose,

Runzelige Rose

Beschreibung:

Die Kartoffel-Rose wächst als sommergrüner Strauch, welche etwa 1.50 m gross wird. Sie breitet sich oft durch unterirdische Ausläufer rasenartig aus. Diese Art besitzt kurze, starke Stacheln. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind 8 bis 15 cm lang und unpaarig gefiedert mit fünf bis neun Fiederblättchen. Mit ihrer runzeligen Oberfläche erinnern die Laubblätter an Blätter der Kartoffel. Die leicht duftenden Blüten besitzen einen Durchmesser von 6 bis 8 cm. Die fünf freien Kronblätter sind dunkelrosafarben bis weiss. Ihre relativ grossen, bis über 2 cm dicken Hagebutten färben sich bei Reife ziegelrot

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Durch vegetative Vermehrung mittels unterirdischer Ausläufer können schnell grossflächige, dichte Bestände entstehen. Die Blüten werden von Hummeln, Bienen, Käfern u. a. bestäubt. Bienen können Pollen der Arten Rosa rugosa und Rosa canina am Duft unterscheiden.

Vorkommen:

Diese Art wurde als Heckenpflanze kultiviert, selten verwildert / kollin-monta. Wahrscheinlich wurde sie zwischen Letten und Glattfelden angepflanzt.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand zwischen Letten und Glattfelden (in freiem Feld-nicht in Garten))

 

Erigeron karvinskianus

Karvinskis Berufskraut

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Berufskräuter

(Erigeron)

Art: Karvinskis Berufskraut

Synonyme:

Mexikanisches Berufskraut,

Spanisches Gänseblümchen

Beschreibung:

Das Karvinski Berufkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze und kann Wuchshöhen von 10 bis 100 cm erreichen. Der Pflanzenteppich kann bis zu 1 Meter Ausmass erreichen. Der locker aber reich verzweigte Stängel kann an seiner Basis verholzen. Die grau-grünen, behaarten Laubblätter sind bei einer Länge von bis zu 4 cm verkehrt-eiförmig-keilig und in einen Stiel verschmälert. Die unteren Stängelblätter sind mehr oder weniger dreilappig, die oberen sind lanzettlich und kleiner. Die Spreitenspitze und die Seitenlappen haben eine kurze aufgesetzte Spitze. Die Blattspreiten sind besonders längs der Nerven, am Rand und am Grund anliegend behaart. Die Zungenblüten sind ausgebreitet, ca. 5 mm länger als die Hülle, aussen rosa, innen weiss oder rosa. Die Röhrenblüten sind gelb. Dia Früchte sind ca. 1 mm lang, mit weissem, 2-3 mm langem Pappus.

Blütezeit: März bis Dezember (Hauptsächlich im Sommer)

Ökologie:

Dieser krautige Chamaephyt ist eine krautige, nicht verholzende Pflanze, deren Knospen bodennah (5-40 cm über Boden) überwintern. Diese Art ist auch ein mehrjährige Hemikryptophyt, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Mauern, Felsspalten / kollin / TI, sonst vereinzelt.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand beim „Wirtli“ (Glattfelden)

 

Tofieldia calyculata

Kelch-Simsenlilie

Familie: Simsenliliengewächse

(Tofieldiaceae)

Gattung: Simsenlilie

(Tofieldia)

Art: Kelch-Simsenlilie

Synonyme:

Gewöhnliche Simsenlilie,

Hüllen-Simsenlilie

Beschreibung:

Die Kelch-Simsenlilie wird 10-30 cm hoch. Sie weist Grundständige lineale Blätter auf und sind 2-4 mm breit, allmählich zugespitzt, steif, 2zeilig, 4-10 nervig. Der Stängel hat 0-4 nach oben kleiner werdende Blätter. Der Blütenstand ist eine dichte, 1-6 cm lange, eiförmige bis zylindrische, unten oft unterbrochene Traube. Die Blüten sind gelbgrün bis weisslich, zu 1-3 in den Winkeln von Tragblättern, diese ungeteilt, länger als der Blütenstiel. Sie hat 6 Perigonblätter, sie sind lanzettlich und 2-3.5 mm lang. Sie hat 6 Staubblätter und 3 Griffel. Die Frucht ist eine ca. 4 mm lange Kapsel.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Die Gewöhnliche Simsenlilie ist ein Hemikryptophyt und eine Halbrosettenpflanze bzw. eine Sumpfpflanze mit Rhizom.

Die Blüten sind „Nektar führende Scheibenblumen“. Bestäuber sind Bienen, Schwebfliegen und andere Insekten. Wegen der weit herausragenden Staubblätter ist auch Windbestäubung und wegen der langlebigen Narben bei ausbleibender Fremdbestäubung auch spontane Selbstbestäubung möglich. Die Früchte sind vielsamige, sich bei Trockenheit an der Spitze klappenartig öffnende Kapseln, die als Windstreuer wirksam werden. Die leichten, spindelförmigen Samen werden als Körnchenflieger ausgebreitet bzw. sie heften sich bei feuchtem Wetter an Tiere. Fruchtreife ist von August bis Oktober.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt bevorzugt Flachmoore, feuchte Wiesen / (kollin-)montan-alpin

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: AG, BL, VD

(Diese Aufnahme entstand beim „Rood“ (Wila)

 

Salvia glutinosa

Klebriger Salbei

Familie: Lippenblütler

(Lamiaceae)

Gattung: Salbei

(Salvia)

Art: Klebriger Salbei

Synonyme:

Gelber Salbei,

Kleb-Salbei

Beschreibung:

Der Klebrige Salbei wächst als sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 40 bis 80, selten bis zu 120 cm. Stängel, Laubblätter und Kelchblätter sind klebrig behaart. Der einfache, kräftige und stumpf 4-kantige Stängel wächst aufrecht. Im unteren Bereich ist er mehr oder weniger kahl, nach oben hin entwickelt er eine dicht klebrige und drüsige Behaarung.  Die gegenständig am Stängel verteilt angeordneten, 8 bis 15 cm langen Laubblätter sind im unteren und mittleren Stängelabschnitt lang gestielt, im oberen oftsitzend. Die blassgrünen Blattspreiten sind spiessförmig-eiförmig und die oberen keilförmig; sie besitzen grosse spitze Öhrchen. Der Blattrand ist grob unregelmässig gesägt. Der Gesamtblütenstand besteht aus 6 bis 16 scheinquirligen Teilblütenständen mit je vier bis sechs Blüten. Die kleinen Tragblätter des Blütenstandes sind krautig mit oval-lanzettlicher Spreite. Der Blütenstiel weist eine drüsig flaumige Behaarung auf. Die zwittrige Blüte ist zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf grünen, drüsig behaarten Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen und zeigen eine ungeteilte, kurze und sehr breite Oberlippe. Die lebhaft gelb gefärbte und rotbraun punktierte oder gestreifte Blütenkrone ist 3 bis 4.5 cm lang. Die Kronröhre springt deutlich hervor. Die Oberlippe ähnelt von der Form einer Sichel. Je Blüte sind zwei Staubblätter vorhanden.

Blütezeit: Juli bis September

Ökologie:

Beim Klebrigen Salbei handelt es sich um einen mesomorphen bis hygromorphen Hemikryptophyten. Er besitzt eine Pleiokorm-Pfahlwurzel als Speicherorgan. Dies bedeutet, dass eine sprossbürtige Bewurzelung möglich ist, selbstständige Individuen im Sinne von vegetativer Ausbreitung jedoch nicht entstehen. Basale Achselknospen stellen die Innovation sicher. Blütenökologisch handelt es sich um vormännliche „eigentliche Lippenblumen“, die Nektar anbieten. Bestäuber sind Bienen und Hummeln, wobei Hummeln als Hauptbestäuber in Erscheinung treten.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wälder, Gebüsche / (kollin-)montan(-subalpin) / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: GE

(Diese Aufnahme entstand bei Hoh Wülflingen)

 

Orobanche minor

Klee-Würger

Familie: Sommerwurzgewächse

(Orobanchaceae)

Gattung: Sommerwurzen

(Orobanche)

Art: Klee-Würger

Synonyme:

Kleine Sommerwurz,

Beschreibung:

Der Klee-Würger ist eine einjährige bis mehrjährige krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 10 bis 50 cm erreicht. Der einfache, relativ schlanke Stängel ist rötlich-gelb bis violettpurpurfarben, wenig schuppig und drüsig. Die Blüten befinden sich in einem ährigen Blütenstand, der meist länger als restliche Stängel ist. Die zwittrige Blüte ist zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Die Krone ist bis zu 12 mm lang. Die Krone ist gelblich bis weiss mit violettfarbenen Nerven. Die Kronen-Oberlippe ist meist nicht zurückgeschlagen, vorgestreckt, mit hellen Drüsen. An der Oberlippe befinden sich zwei Kronzipfel, die gerade vorgestreckte Lappen besitzen. Die 2-3 mm 

oberhalb des Blütengrundes inserierten Staubfäden sind an ihrer Basis spärlich behaart und im oberen Bereich kahl oder nur mit vereinzelten Drüsenhaaren besetzt. Die Narbe ist bräunlich-violett.

Blütezeit: Mai bis Juli

Ökologie:

Der Klee-Würger ist ein Vollschmarotzer, der meist auf Wiesen-Klee (Trifolium pratense) und dem Mittleren Klee (Trifolium medium), seltener auch auf Luzerne (Medicago sativa), Saat-Esparsette (Onobrychis viciifolia) und Serradella (Ornithopus sativus) parasitiert. Der Klee-Würger besitzt keine Chloroplasten und kann keine Photosynthese betreiben, sie ist daher vollständig auf die Ernährung durch ihre Wirte angewiesen (Holoparasit). Ihr schnelles Wachstum wird durch die in der Wurzelknolle gespeicherten Reservestoffe ermöglicht.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Äcker, Wiesen, lichte Wälder / kollin(-montan) / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: SH

(Diese Aufnahme entstand im Spöri (Winterthur/Neuburg))

 

Oenothera parviflora

Kleinblütige Nachtkerze

Familie: Nachtkerzengewächse

(Onagraceae)

Gattung: Nachtkerzen

(Oenothera)

Art: Kleinblütige Nachtkerze

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Die Kleinblütige Nachtkerze (Oenothera parviflora s. str.) ist eine überwinternd grüne, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 0.5 bis 1.5 m erreicht. Der Stängel ist im unteren Bereich tiefrot überlaufen. Die Blattspreite ist lanzettlich, dunkelgrün mit roten Mittelnerven. Der Blütenstand ist dicht und abgestutzt. Die Knospen sind zuerst grün, dann braun-rot überlaufen. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Die vier Kelchblätter sind röhrig verwachsen. Die Blütenbecherröhre ist 30 bis 40 mm lang. Die bis zu 2 cm langen Kelchzipfel sind deutlich voneinander entfernt. Die vier Kronblätter sind 10 bis 20 mm lang und breit. Die Kapselfrucht ist 2 bis 3 cm lang.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Bei dieser Art handelt es sich um Therophyten bis Hemikryptophyten. Ein Therophyt ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert. Hemikryptophyten sind Pflanzen, deren Überdauerungsknospen an der Erdoberfläche liegen. In der Regel sind diese von Schnee, Laub oder Erde als Witterungsschutz bedeckt.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Ödland, Ufer, Bahnareale / kollin.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Berenberg (Wülflingen))

 

Prunella vulgaris

Kleine Braunelle

Familie: Lippenblütler

(Lamiaceae)

Gattung: Braunellen

(Prunella)

Art: Kleine Braunelle

Synonyme:

Gewöhnliche Braunelle,

Kleine Brunelle,

Kleinblütige Braunelle,

Gemeine Braunelle

Beschreibung:

Die Kleine Braunelle wird 5-20(-30) cm hoch, ist aufrecht oder aufsteigend, zerstreut behaart, mit oberirdischen Ausläufern. Die Blätter sind eilänglich bis lanzettlich, ganzrandig oder seicht gezähnt. Die Blüten sind quirlig angeordnet. Quirle kopfig oder ährig gehäuft. Der Blütenstand ist vom obersten Blattpaar umgeben. Die Krone ist purpur- oder blauviolett, 1-1.5 cm lang, mit gerader Röhre, helmförmiger Oberlippe und 3teiliger Unterlippe, Mittelabschnitt gezähnt, grösser als die seitlichen.Teilfrüchte 1.5-2 mm lang.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wiesen, Weiden / kollin-subalpin(-alpin) / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Berenberg (Wülflingen))

 

Rhinanthus minor

Kleiner Klappertopf

Familie: Sommerwurzgewächse

(Orobanchaceae)

Gattung: Klappertöpfe

(Rhinanthus)

Art: Kleiner Klappertopf

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Ähnlich wie der „Zottige Klappertopf, aber Stängel, Blätter und Kelch sind kahl oder nur sehr schwach behaart, Die Zähne der Tragblätter werden gegen die Spitze allmählich kleiner, die vorderen nur etwa 1/4 so lang wie die hinteren, Die Krone wird nur 13-15 mm lang, mit gerader Röhre und offenem Schlund, die Zähne der Oberlippe werden 0.2-0.7 mm lang, breiter als lang (halbmondförmig).

Blütezeit: Mai bis August

Ökologie:

Dieser Therophyte ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Dieser Halbparasit ist eine zur Photosynthese befähigte, grüne Pflanze, welche einer Wirtspflanze Wasser und Nährstoffe entzieht.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Magerwiesen, Flachmoore / kollin-subalpin(-alpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: TG

(Diese Aufnahme entstand im Bruni (Pfungen))

 

Rhinanthus alectorolophus

Zottiger Klappertopf

Familie: Sommerwurzgewächse

(Orobanchaceae)

Gattung: Klappertöpfe

(Rhinanthus)

Art: Zottiger Klappertopf

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Der Zottige Klappertopf wird 10-70 cm hoch, dicht behaart. Die Blätter sind lanzettlich, regelmässig gezähnt, ± sitzend. Die Zähne der Tragblätter sind nicht begrannt, gegen die Spitze kaum kürzer werdend. Die Krone ist gelb, 18-22 mm lang, 2lippig, mit aufwärts gebogener Röhre. Die Oberlippe ist helmförmig, seitlich abgeflacht, vorn beidseits mit einem 1.5-2.5 mm langen, violetten oder weisslichen Zahn. Die Unterlippe ist wenig kürzer als Oberlippe. Der Kelch ist zottig behaart, abgeflacht, bauchig, zur Fruchtzeit vergrössert.

Blütezeit: Mai bis August

Ökologie:

Dieser Therophyte ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Dieser Halbparasit ist eine zur Photosynthese befähigte, grüne Pflanze, welche einer Wirtspflanze Wasser und Nährstoffe entzieht.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wiesen, Getreideäcker / kollin-subalpin(-alpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Wiberg (Dättlikon))

 

Agrimonia eupatoria

Kleiner Odermennig

Familie: Rosengewächse

(Rosaceae)

Gattung: Odermenninge

(Agrimonia)

Art: Kleiner Odermennig

Synonyme:

Gewöhnlicher Odermennig,

Gemeiner Odermennig,

Ackerblume

Beschreibung:

Der Kleine Odermennig wird 30-100 cm hoch, ohne grundständige Blätter. Die Stängelblätter sind unterbrochen gefiedert, mit 5-9 Paaren von grossen Teilblättern, diese sind unterseits dicht grau behaart, drüsenlos oder zerstreut drüsig. Die Blütensind gelb. Die Kelchbecher zur Fruchtzeit sind 1-1.2mal so hoch wie der grösste Durchmesser, fast auf der ganzen Länge mit deutlichen Furchen, am oberen Rand mit zahlreichen Hakenborsten, die äusseren sind rechtwinklig abstehend.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt trockene Wiesen, Hecken, Wegränder / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Berenberg (Wülflingen))

 

Impatiens parviflora

Kleines Springkraut

Familie: Balsaminengewächse

(Balsaminaceae)

Gattung: Springkräuter

(Impatiens)

Art: Kleines Springkraut

Synonyme:

Kleinblütiges Springkraut,

Sibirisches Springkraut

Beschreibung:

Das Kleine Springkraut ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 60, selten bis 90 cm erreicht. Der aufrechte, oben verzweigte, kahle Stängel ist etwas glasig und an den Knoten geschwollen. Er ist im unteren Teil unbeblättert. Die wechselständigen, gestielten Laubblätter sind breit lanzettlich und besitzen einen spitz gezähnten Rand. Sie sind zugespitzt und am Grund keilförmig verschmälert. In den Achseln der oberen Blätter befinden sich aufrechte traubigen Blütenstände mit jeweils vier bis zwölf Blüten. Die hellgelben, nur 8 bis 18 mm grossen zygomorphen Blüten besitzen einen geraden Sporn. Es sind 3 Kelchblätter vorhanden, von denen das hintere gross ist, 8 bis 10 mm lang und den geraden Sporn trägt. Die beiden seitlichen Kelchblätter sind eiförmig-dreieckig und etwa 3 mm lang. Von den 5 Kronblättern ist das vordere gross. Die seitlichen und die hinteren Kronblätter sind paarweise miteinander verwachsen. Die Kronblätter sind blassgelb und innen rot gefleckt. Die 15 bis 20 mm lange Kapselfrucht ist länglich-keulenförmig und schleudert bei Berührung ihren Samen aus, woher auch der Gattungsname stammt. Die Samen sind länglich, 4 bis 5 mm lang und fein längsrunzelig.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

An der Bestäubung der Blüten sind besonders Schwebfliegen beteiligt, die dort nach Pollen suchen; aber auch Selbstbestäubung ist erfolgreich, obwohl keine kleistogamen Blüten ausgebildet werden. Die Streuweite der Samen beträgt bis zu 3 m. Fernausbreitung kann aber auch durch Klebhaftung und mit transportierter Erde geschehen.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wälder, Wegränder, Schuttplätze, seit Beginn des 19. Jahrhunderts eingebürgert / kollin-montan / CH. Stammt aus Zentral- und Ostasien. Wegen ihrer auffälligen, z. T. ausgedehnten Dominanzbestände wurde früher angenommen, Impatiens parviflora verdränge andere Pflanzen. Tatsächlich finden sich ausgedehnte Bestände vor allem an Standorten, die für andere Arten keine guten Lebensbedingungen bieten, etwa weil sie zu dunkel sind, zu hohe Laubstreuauflagen haben usw. Insofern ist die Art an manchen ihrer Standorte ein Beispiel für die Nutzung von sonst ungenutzt bleibenden Ressourcen.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Irchel bei Gräslikon)

 

Crepis capillaris

Kleinköpfiger Pippau

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Pippau

(Crepis)

Art: Kleines Springkraut

Synonyme:

Kleinblütiger Pippau,

Grüner Pippau

Beschreibung:

Der Kleinköpfige Pippau ist eine einjährige krautige Pflanze. Die Grösse ist je nach Standort variabel und reicht von 10 bis 100 cm. Die Pflanze enthält Milchsaft. Stängel und Laubblätter sind unbehaart oder mit wenigen gelblichen Haaren besetzt. Der überwiegende Teil der fiederspaltigen Laubblätter ist grundständig. Die Laubblätter am Stängel sind ungestielt und haben eine pfeilförmige Basis. Im Unterschied zum ähnlichen Dach-Pippau sind diese Laubblätter am Rand nicht eingerollt und haben eine frischgrüne Farbe. Der Gesamtblütenstand enthält viele körbchenförmige Teilblütenstände. Die Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von 10 bis 15 mm auf und die Hülle misst etwa 5 mm. Die äusseren Hüllblätter der Blütenkörbchen sind oft nach innen zu diesem hingebogen, oder sie liegen ihm flach an, sie sind flaumig behaart. Die Blütenkörbchen enthalten nur Zungenblüten. Die Zungenblüten sind goldgelb, an der Aussenseite oft auch etwas rötlich.

Blütezeit: Juni bis September (bis November-siehe **)

Ökologie:

Beim Kleinköpfigen Pippau handelt es sich um einen mesomorphen, sommerannuellen oder winterannuellen Therophyten. Die Blütenkörbchen haben innen eine geringe, aussen eine hohe UV-Reflexion und erscheinen deshalb den Bestäubern zweifarbig. Die Bestäubung erfolgt durch Fliegen und Bienen. Es handelt sich um Schirmchenflieger. Ausserdem erfolgt auch Zufallsverbreitung durch den Distelfink sowie Verschleppung als Bestandteil von Rasenmischungen.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Äcker, Wegränder, Schuttplätze / kollin-montan(-subalpin) / CH (fehlt im Engadin.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am **08.11.2022 im Niderfeld (Wülflingen)

 

Campanula glomerata

Knäuel-Glockenblume

Familie: Glockenblumengewächse

(Campanulaceae)

Gattung: Glockenblumen

(Campanula)

Art: Knäuel-Glockenblume

Synonyme:

Büschel-Glockenblume

Gewöhnliche Knäuel-Glockenblume

Knäuelblütige Glockenblume

Beschreibung:

Die Knäuel-Glockenblume ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30-60 cm erreicht. Der Stängel ist kantig, steif und rötlich überhaucht, die Grundblätter sind gestreckt herzförmig, die sitzenden  Stängelblätter breit lanzettlich und rau. Die Blätter sind ahl, ihr Rand gesägt oder gekerbt. Die Blüten stehen in einem dichten, bis zu 20 Blüten tragenden Knäuel am Ende des Stängels und in den oberen Blattachseln und sind etwa 2 bis 3 cm gross. Die Blütenfarbe ist dunkelviolett, selten finden sich weisse Formen. Die Kronblätter sind am Rand lang gewimpert, es gibt drei Narben. Die Frucht ist eine aufrecht stehende Kapsel, auf ihrer Unterseite trägt sie Kapselporen.

Blütezeit: Juni bis August

(siehe

)

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Kalkhaltige und lehmige Trockenwiesen, Weiden, Gebüsche / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: AG, TG

(Diese Aufnahme entstand im Spöri am** 02.12.2022 !

  (Neuburg)

 

Alliaria petiolata

Knoblauchsrauke

Familie: Kreuzblütler

(Brassicaceae)

Gattung: Alliara

Art: Knoblauchsrauke

Synonyme:

Knoblauchskraut,

Knoblauchhederich,

Lauchkraut

Beschreibung:

Die Knoblauchsrauke ist eine zwei- bis mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 100 cm erreicht. Sie besitzt eine lange Pfahlwurzel. Der Stängel ist schwach vierkantig, im basalen Bereich entwickelt er eine schwache Behaarung. Die lang gestielten, nierenförmigen Grundblätter sind am Rand buchtig gekerbt. Die Stängelblätter sind wechselständig angeordnet. Sie weisen eine herzförmige Blattspreite mit gebuchtetem Rand auf. In einem endständigen, traubigen Blütenstand sitzen viele Blüten. Die zwittrigen Blüten sind, wie für Kreuzblütler typisch, vierzählig sowie 5 bis 8 mm gross. Die vier Kronblätter und vier weissen Kelchblätter sind frei. Die Blüten besitzen sechs Staubblätter, von denen die zwei seitlichen deutlich kürzer sind. Am Blütenboden, am Grund der Staubblätter, sind ringförmig die Nektardrüsen angeordnet. Der Fruchtknoten ist grün und schlank und durch eine Scheidewand in zwei Fächer geteilt

Blütezeit: April bis Juli

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet. Dieser Therophyte ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Gebüsche, Schuttplätze / kollin-montan / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand an der Eulach bei Wülflingen)

 

Saxifraga granulata

Knöllchen-Steinbrech

Familie: Steinbrechgewächse

(Saxifragaceae)

Gattung: Steinbrech

(Saxifraga)

Art: Knöllchen-Steinbrech

Synonyme:

Körnchen-Steinbrech,

Weisser Steinbrech

Beschreibung:

Der Knöllchen-Steinbrech wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht  Wuchshöhen zwischen meist 15 und 40 (50) cm. Der behaarte Stängel ist aufrecht nd meist ab der Mitte verzweigt. Die Grundblätter sind 12 bis 40 mm breit, rundlich-nierenförmig und haben einen lappig gekerbten Rand (angedeutet handförmig). Sie sind gestielt-dieser ist etwa eineinhalb bis fünfmal so lang wie die Spreite. Sie sind rosettig gedrängt, erscheinen oft schon im Herbst und sind wintergrün. An der Sprossbasis in den Achseln der Grundblätter sitzen Brutzwiebeln (Bulben) als kleine Knöllchen. Der lang gestielte Blütenstand ist rispig. Die fünfzähligen Blüten sind zwittrig. Die Kelchzipfel sind aufrecht und 3–5 mm lang. Die weissen Kronblätter sind 9 bis 17 mm lang. Die Staubblätter sind halb so lang wie die Kronblätter. Der Fruchtknoten ist fast ganz in die Blütenröhre eingesenkt. Die Fruchtkapsel ist fast kugelig und bis 7 mm lang.

Blütezeit: April bis Juni

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet. Dieser Therophyte ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wiesen, Böschungen / kollin-montan / J (VD, NE, BA, AG, SH), M (GE, FR, BE, ZH)

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz verletzlich. (Im Norden des Kantons ZH ist diese Pflanze nur sehr selten anzutreffen)

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: FR 

vollständig geschützt: AG, BL, SH, TG, VD, ZH

(Diese Aufnahme entstand in der Nähe von Glattfelden)

 

Cirsium tuberosum

Knollige Kratzdistel

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Kratzdistel

(Cirsium)

Art: Knollige Kratzdistel

Synonyme:

Knollen-Kratzdistel

Beschreibung:

Bei der Knolligen Kratzdistel handelt es sich um eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen  40 und 150 cm erreicht. Die Wurzelfasern sind zu einer spindelförmigen Knolle verwachsen. Der ungeflügelte, spinnwebig behaarte Stängel wächst aufrecht, ist ein- bis dreiköpfig und besitzt sehr selten auch oberhalb der Mitte ein kleines Laubblatt. Die tief fiederspaltigen Laubblätter besitzen lanzettliche, zwei-bis dreispaltige Zipfel, sind auf der Unterseite etwas spinnwebig-wollig behaart und am Rande dornig gewimpert. Sie sind auf beiden Seiten grün und laufen nicht am Stängel herab. Gelegentlich sind sie etwas geöhrt. Die einzeln auf verlängerten Stielen stehenden Blütenkörbe weisen einen Durchmesser von 2 bis 3.5 cm auf. Die zerstreut stehenden Hüllblätter sind am Grunde spinnwebig filzig behaart. Die Krone ist purpurn, sehr selten auch hellrot oder weiss. Die Pappusborsten sind an der Spitze verdickt.

Blütezeit: Juni bis August

Ökologie:

Die Knollige Kratzdistel ist ein Wechselfeuchtigkeitszeiger.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt wechselfeuchte Magerwiesen, Sümpfe / kollin-montan / J, vereinzelt M (ZH u.a.)

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz verletzlich. (Im Kanton ZH ist diese Pflanze nur sehr selten anzutreffen)

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: AG, GE, VD

(Diese Aufnahme entstand im Leutobel (Tösstal))

 

Filipendula vulgaris

Knolliger Geissbart

Familie: Rosengewächse

(Rosaceae)

Gattung: Mädesüss

(Filipendula)

Art: Knolliger Geissbart

Synonyme:

Knolliges Mädesüss

Kleines Mädesüss

Beschreibung:

Der Knollige Geissbart ist eine sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30-80 cm. Die Wurzeln sind oft spindelförmig, seltener kugelig angeschwollen, woraus sich der Trivialname Knolliger Geissbart ergibt. Der meist aufrechte und  einfache, seltener im oberen Bereich verzweigte Stängel ist kahl, im Querschnitt stielrund bis schwach kantig oder schwach mit Rillen versehen und nach oben weniger beblättert. Die Laubblätter in einer grundständigen Rosette und wechselständig am Stängel entfernt verteilt angeordnet. Die kurz gestielten oder sitzenden Laubblätter sind 15 bis 25 cm lang sowie 3 (selten bis zu 4) cm breit und unterbrochen undeutlich doppelt gefiedert. Die 8 bis 30 Fiederblättchen sind im Umriss länglich und selbst wieder fiederlappig oder doppelt gezähnt und die grösseren sind 10 bis 25 mm lang und 4 bis 8 mm breit. Die Blätter sind beiderseits grün, oberseits kahl und unterseits etwa behaart. Viele Blüten stehen in einem zusammengesetzten, doppeltraubigen Blütenstand zusammen, der eine Länge von 3 bis 10 cm und unterschiedlich lange und starke Verzweigungen aufweist. Die teils gestielten, teils sitzenden Blüten sind radiärsymmetrisch. Sie besitzen meist sechs Kelchblätter. Die meist sechs weissen, aussen oft etwas rötlichen Kronblätter sind 5 bis 9 mm lang und länglich-verkehrt-eiförmig. Jede Blüte besitzt 20 bis 40 Staubblätter, die so lang wie oder länger als die Kronblätter sind. Die sechs bis zwölf Fruchtblätter sind behaart und tragen an der Spitze eine schirmförmige Narbe. Die einsamigen, balgfruchtähnlichen Achänen sind 3 bis 4 mm lang und hellbraun.

Blütezeit: Mai bis August

Ökologie:

Der Knollige Geissbart ist eine vielstängelige Staude mit teilweise verdickten, sprossbürtigen Wurzeln mit Speicher- und Wurzelfunktion. Diese bilden ausserdem Laubsprosse zur Selbstausbreitung. Die Keimung erfolgt bereits im Vorfrühling. Die sich strahlig ausbreitenden Griffel der Blüten bieten den Bestäubern eine gute Aufsitzfläche, wodurch in der Regel Fremdbestäubung ermöglicht wird. Bei ausbleibendem Blütenbesuch krümmen sich die innersten Staubblätter zur Narbe hin und es kommt zur Selbstbestäubung. Die behaarten, geraden Früchte haben einen gebogenen Griffelrest, der die Klettausbreitung ermöglicht.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt magere Wiesen, lichte Wälder / kollin-montan / Zerstreut in J, M, A

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz verletzlich. (Im Kanton ZH ist diese Pflanze selten anzutreffen)

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: AG, NW, TG, VD, TI, BL

 

(Diese Aufnahme entstand im Eigental (Oberembrach) - weitere Funde stammen aus Winterthur und Weiach 

 

Ranunculus bulbosus

Knolliger Hahnenfuss

Familie: Hahnenfussgewächse

(Ranunculaceae)

Gattung: Hahnenfuss

(Ranunculus)

Art: Knolliger Hahnenfuss

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Der Knollige Hahnenfuss ist eine ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 50 cm. Die aufrechten Stängel sind an ihrem Grund, also im Boden, knollig verdickt, woher auch der Trivialname Knolliger Hahnenfuss kommt. Die Stängel sind an der Basis abstehend, weiter oben anliegend behaart. Die Laubblätter sind tief drei- bis fünfspaltig oder lappig. Die Grundblätter sind dreizählig und haben eine gestielte Endfieder. Die Blütenstiele sind deutlich gefurcht oder kantig. Die Blüten haben einen Durchmesser von 2-3 cm. Die fünf Kelchblätter sind zurückgeschlagen (im Gegensatz zum Scharfen Hahnenfussß) und sind an der Aussenseite behaart. Die fünf gelben Kronblätter werden Nektarblätter genannt. Die Nüsschen sind 2-4 mm lang und am Rand gekielt und besitzen einen kurzen, leicht gekrümmten Schnabel.

Blütezeit: Mai bis August

Ökologie:

Die Sprossknolle speichert ebenso wie die mehr oder weniger fleischigen Wurzeln Nährstoffe und dient als Überdauerungsorgan. Durch das Absterben oberirdischer Teile im Juli kann der Knollige Hahnenfuss trockene Sommer- und Herbstmonate vermeiden. Die Blüten sind proterandrisch. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Bienen).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt trockene Wiesen und Raine / kollin-subalpin / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet. 

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Goldenberg (Winterthur))

 

Ranunculus montanus

Berg-Hahnenfuss

Familie: Hahnenfussgewächse

(Ranunculaceae)

Gattung: Hahnenfuss

(Ranunculus)

Art: Berg-Hahnenfuss

Synonyme:

Gewöhnlicher Berg-Hahnenfuss

Beschreibung:

Der Berg-Hahnenfuss wächst als sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht  Wuchshöhen von meist 25 bis 30 (5 bis 50) cm. Sie bildet ein kahles Rhizom, das walzförmig oder knotig mit dünnen Zwischenabschnitten ist, als Überdauerungsorgan mit fleischigen Wurzeln. Der aufrechte, unverzweigte Stängel ist im unteren Bereich abstehend und im oberen Bereich meist anliegend behaart. Die grundständig und am Stängel wechselständig verteilten Laubblätter sind kahl bis zerstreut behaart mit weniger als sechs Trichomen pro mm². Die gestielten Grundblätter besitzen eine glänzende, kahle oder schwach behaarte Blattspreite, die tief dreiteilig ist mit unregelmässig eingeschnittenen bis gezähnten Abschnitten. Die sitzenden Stängelblätter sind drei- bis siebenteilig. Ihre Abschnitte sind lanzettlich bis linealisch-lanzettlich und weniger als siebenmal so lang wie breit, stumpf bis kurz zugespitzt und in der Mitte oder kurz oberhalb der Mitte am breitesten. Meist nur eine, selten bis zu drei Blüten stehen auf stielrunden, ungefurchten Blütenstielen. Die zwittrigen Blüten sind bei Durchmessern von 2 bis 3 cm radiärsymmetrisch. Der Blütenboden ist nur am oberen Ende behaart; die Ansatzstellen der Staubfäden sind kahl. Die fünf Kronblätter sind goldgelb. Es sind viele Staubblätter vorhanden.  Die Sammelfrucht enthält 25 bis 50 Nüsschen, deren Schnabel leicht absteht.

Blütezeit: Mai bis August (meine Aufnahme stammt vom 11.11.2022) 😉

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Wiesen/Weiden, Schutthalden/(montan-)

subalpin-alpin / A, M am Alpenrand, J

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  (Im Kanton Zürich ist diese Pflanze sehr selten anzutreffen)

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Schnebelhorn (Kt. ZH))

 

Scrophularia nodosa

Knotige Braunwurz

Familie: Braunwurzgewächse

(Scrophulariaceae)

Gattung: Braunwurzen

(Scrophularia)

Art: Knotige Braunwurz

Synonyme:

Knoten-Braunwurz,

Braunwurz

Beschreibung:

Es handelt sich um eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 50-100 cm erreicht. Der Name Knotige Braunwurz bezieht sich zum einen auf die an der Oberfläche knotigen Anschwellungen des Rhizoms, zum anderen auf die braunen Blüten der Pflanze. Die Pflanze hat einen aufrechten Stängel, der sich meist erst im Blütenstand verzweigt. Er ist scharf vierkantig, in der Höhe des Blütenstandes auch mit ausgeprägteren Kanten, ist jedoch nicht geflügelt. Die Laubblätter sind ungeteilt oder höchstens am Grund mit ein oder zwei kleinen Seitenlappen. Ihr Rand ist doppelt gesägt. Die Blüten stehen in endständigen rispenähnlichen Thyrsen. Die Krone ist vorne braunrot, am Grunde eher grünlich. Die Kelchblätter sind vorne abgerundet und oft schmal häutig berandet.

Blütezeit: Mai bis Juli 

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Waldschläge, Gebüsche, Auenwälder / kollin-subalpin / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Hulmen (Winterthur))

 

Centaurea cyanus

Kornblume

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Flockenblumen

(Centaurea)

Art: Kornblume

Synonyme:

Zyane

Beschreibung:

Die Kornblume wird 20-70 cm hoch, weissfilzig. Die Blätter sind lineal-lanzettlich, nicht herablaufend, die unteren (zur Blütezeit meist vertrocknet) mit einzelnen Zähnen oder fiederschnittig, mit linealen Zipfeln. Sie hat nur einzelne Köpfe. Die Hülle ist 1-1.5 cm lang. Die Hüllblätter sind grün, mit schwarzem, herblaufendem und gefranstem Anhängsel. Die Blüten sind meist blau (es gibt etliche Farbvarianten), die äusseren sind stark vergrössert. Die 

Früchte sind ca. 3.5 mm lang und die Pappusborsten 2-3 mm lang.

Blütezeit: Juni bis Oktober 

Ökologie:

Dieser Therophyte ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Getreidefelder, Ödland / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz potenziell gefährdet.  (….was ich jedoch in Frage stelle)

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: TG

(Diese Aufnahme entstand im Niderfeld (Wülflingen))

 

Cornus mas

Kornelkirsche

Familie: Hartriegelgewächse

(Cornaceae)

Gattung: Hartriegel

(Cornus)

Art: Kornelkirsche

Synonyme:

Herlitze,

Dürlitze,

Hirlnuss,

Tierlibaum

Beschreibung:

Die Kornelkirsche ist ein bis 5 m hoher Strauch. Die Blätter sind gegenständig, breit-lanzettlich, bis 8 cm lang, ganzrandig, mit meist 4 Paaren von bogig verlaufenden Seitennerven. Die Blüten sind gelb, 4zählig, vor den Blättern erscheinend, in 10-25blütigen, kugelig-doldigen Blütenständen, diese von 4 gelbgrünen Hochblättern umgeben. Die Früchte („Tierli“) sind hängend, leuchtend rot, bis 2 cm lang, länglich-eiförmig, meist nur 1-3 je Fruchtstand.

Blütezeit: März 

Ökologie:

Dieser Nanophanerophyte ist eine verholzte, strauchförmige, bis 4m hohe Pflanze, deren Knospen deutlich über der Bodenoberfläche überwintern. Dieser Phanerophyte ist eine verholzte, baumförmige (über 4m hohe) Pflanze, deren Knospen weit über der Bodenfläche überwintert.

Vorkommen:

Diese Art kommt im TI, GR (Misox, Puschlav), VS (unteres Rhonetal), Genfersee vor, sonst oft kultiviert und verwildert

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im Lantig (Wülflingen))

 

Agrostemma githago

Kornrade

Familie: Nelkengewächse

(Caryophyllaceae)

Gattung: Kornraden

(Agrostemma)

Art: Kornrade

Synonyme:

Ackerrade,

Ackerkrone,

Kornnelke,

Kornrose

Beschreibung:

Die Kornrade wird 30-90 cm hoch, ist oben verzweigt, dicht anliegend und seidig behaart. Die Blätter sind schmal-lanzettlich bis lineal. Die Blüten sind einzeln am Ende der Zweige. Die Kronblätter sind violettrot, 2-4 cm lang, vorn gestutzt oder ausgerandet, lang stielartig verschmälert, ohne Nebenkrone. Der Kelch ist röhrenförmig, seidig behaart, mit linealen Zipfeln die Krone überragend, ohne Hochblatthülle. Die Kapsel weist 5 Zähne auf und ist öffnend.

Blütezeit: Juni bis August 

Ökologie:

Die Kornrade ist ein winterannueller, überwinternd grüner, skleromorpher (austrocknungstoleranter), mesomorpher Therophyt. Als Ackerbeikraut im Getreide ist sie ideal an ihren Standort angepasst. Die laubigen Kelchblätter ragen mit den Blüten aus dem Getreide heraus und werden zur Photosynthese benutzt. Die Samen werden meist erst beim Dreschen frei. Die Art wurzelt bis zu 85 Zentimeter tief. Blütenökologisch handelt es sich um „Stieltellerblumen“. Die Kornrade ist gynodiözisch, selten gynomonözisch; die Blüten sind meist zwittrig, aber auch rein weibliche Exemplare kommen vor. Bestäuber sind Tagfalter. Die Blüten sind oft protandrisch, also vormännlich. Die Ausbreitung der Samen ist stark menschenabhängig, da sie durch den Wind oder Tiere nur wenig ausgebreitet werden. Die Kapsel öffnet sich erst wenn sie vollkommen trocken ist oder beim Dreschen zerstört werden. Vor Einführung moderner Methoden der Saatreinigung wurden die Samen kaum vom Getreide getrennt und wurden deshalb wieder ausgesät.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Getreidefelder, Brachfelder, Schuttplätze / kollin-montan(-subalpin) / CH, z.T. angesät

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz stark gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: GE, NW, TG, TI

(Diese Aufnahme entstand im Niderfeld (Wülflingen))

 

Rubus caesius

Kratzbeere

Familie: Rosengewächse

(Rosaceae)

Gattung: Brombeeren

(Rubus)

Art: Kratzbeere

Synonyme:

Bereifte Brombeere,

Blaue Brombeere

Bockbeere,

Ackerbeere

Beschreibung:

Es handelt sich um Halbsträucher, deren oft niederliegende Ruten Längen von nur 30-60 cm erreichen. Die Stängel sind kahl bis filzig und mehr oder weniger „bereift“. Die Pflanzen sind spärlich mit borstenförmigen Stacheln besetzt. Die gestielten Laubblätter sind dreizählig gefiedert. Bei den ausgewachsenen Blättern sind die eiförmigen bis manchmal verkehrt-eiförmigen, ober- und unterseits leicht behaarten, gesägten, spitzen Blättchen kaum länger als breit. Es sind kleine Nebenblätter vorhanden. Es werden end- oder achselständige, drüsige und meist fein behaarte, teils stachelige Trauben oder Rispen gebildet. Die relativ grossen, gestielten, weissen und fünfzähligen Blüten sind zwittrig mit doppelter Blütenhülle. Die Blütenstiele sind behaart. Der flache Blütenbecher ist behaart mit leicht gewölbtem Zentrum. Die kleinen, zugespitzten und aussen teils drüsig-behaarten Kelchblätter sind ausladend. Die ausladenden Kronblätter sind kurz genagelt. Es sind viele, relativ kurze Staubblätter ausgebildet. Es sind einige oberständige, freie und einkammerige Stempel mit schlanken, kurzen Griffeln mit kopfigen Narben vorhanden. Die bis 1.5 cm grossen Sammelsteinfrüchte mit beständigem Kelch der Kratzbeere, bestehen aus relativ wenigen (meist 5 bis 20), schwarzen, bläulich „bereiften“, einsamigen, saftigen Einzelfrüchtchen, in die sie leicht zerfallen. Sie schmecken ähnlich wie Brombeeren, nur nicht ganz so geschmacksintensiv und leicht säuerlicher. Die ei- bis nierenförmigen, hellbraunen Steinkerne sind texturiert.

Blütezeit: Juni bis September 

Ökologie:

Die weissen Blüten sind homogam. Die saftige, fad und sauer schmeckende Sammelsteinfrucht ist durch einen Wachsüberzug bläulich bereift, und sie besteht oft nur aus wenigen Einzelfrüchtchen. Es findet eine intensive vegetative Vermehrung durch Wurzelsprosse und sich bewurzelnde Triebe statt.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wälder, Hecken, Flussufer / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Multberg (Pfungen))

 

Carduus crispus

Krause Ringdistel

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Ringdisteln

(Carduus)

Art: Krause Ringdistel

Synonyme:

Krause Distel

Beschreibung:

Die Krause Distel wächst als zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen beträgt 0.5-2 m. Der Stängel ist aufrecht, mässig reichlich verzweigt und bis unter die Blütenkörbchen schmal krausig-dornig geflügelt oder auch nur wenige mm stachellos. Die Stängelblätter sind wechselständig, fiederteilig, mit verschmälertem Grund sitzend, oberseits kahl oder nahezu kahl, stumpf dunkelgrün, unterseits weiss- oder graufilzig oder – selten – wenigstens

fast bis zum Blattrand filzig behaart (dann sind die Blattadern gelegentlich weniger filzig und grünlich). Meist drei bis fünf, selten zu weniger oder mehr, kurz gestielte körbchenförmige Blütenstände stehen am Ende des Stängels und der Verzweigungen. Die Blütenkörbchen sind 1.5 bis 2.5 cm lang und etwa ¾ so dick. Die Hüllblätter sind mehrreihig, fast nadelförmig schmal und laufen in einen dünnen, kaum 1 mm langen Stachel aus. Sie sind abstehend, die unteren auch leicht zurückgebogen, selten spinnwebig behaart. Es sind nur Röhrenblüten vorhanden, die zwittrig und purpurfarben sind. Die Achänen sind etwa 3 mm lang. Der Pappus besteht aus weissen, etwa 1 cm langen Haaren, die nicht fedrig sind.

Blütezeit: Juli bis September 

Ökologie:

Dieser Monokarper Hemikryptophyt ist ein wenigjähriger Hemikryptophyt, eine Pflanze, die während weniger Jahre mit Knospen auf der Erdoberfläche überwintert (Rosette) und nach dem einmaligen Blühen abstirbt, ohne weiter wachsende seitliche Organe zu bilden.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wegränder, Schuttplätze / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand in der Forenhau (Thurauen))

 

Polygala chamaebuxus

Buchsblättrige Kreuzblume

Familie: Kreuzblumengewächse

(Polygalaceae)

Gattung: Kreuzblumen

(Polygala)

Art: Buchsblättrige Kreuzblume

Synonyme:

Buchs-Kreuzblume,

Alpen-Zwergbuchs,

Immergrüne Kreuzblume

Beschreibung:

Die Buchs-Kreuzblume ist ein immergrüner Halbstrauch und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 30 Zentimetern. Sie besitzt im unteren Teil verholzte Sprossachsen. Die jungen Stängel sind abstehend behaart, im Alter jedoch zunehmend kahl und braun. Die zwittrigen Blüten sind bei einer Länge von 0.5-3 cm zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind sehr ungleich gestaltet, das oberste ist gespornt, die beiden unteren sind kleiner. Die beiden seitlichen Kelchblätter sind grösser und blütenblattartig, aufwärtsgerichtet oder etwas zurückgeschlagen. Die Farbe der Kelchblätter ist entweder cremeweiss, gelblich, braunrot oder intensiv purpurfarben. Es sind drei Kronblätter vorhanden, wobei das untere schiffchenartig und mit fransigem Anhängsel versehen ist. Die Farbe der Kronblätter ist weisslich bis gelborange, beim Verblühen zunehmend dunkler bis braunorange. Die acht Staubblätter sind zu einer offenen Röhre verwachsen.

Blütezeit: (Januar/Februar) März bis Juni  (nicht selten ein zweites Mal von September bis Oktober)

Ökologie:

Die Vegetative Vermehrung erfolgt durch Ausläufer. Bestäuber sind ausschliesslich Hummeln. Die Samen besitzen ein gelapptes Elaiosom zur Ameisenausbreitung. Daneben erfolgt Wind- und Wasserhaftausbreitung. Fruchtreife ist von Juli bis August.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Lichte Wälder, Gebüsche / (kollin-)montan-subalpin(-alpin) / CH (selten MW und JS)

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: BL

(Diese Aufnahme entstand am 26. Januar 2021! Beim Wiberg (Dättlikon))

 

Polygala comosa

Schopfige Kreuzblume

Familie: Kreuzblumengewächse

(Polygalaceae)

Gattung: Kreuzblumen

(Polygala)

Art: Schopfige Kreuzblume

Synonyme:

Schopfige-Kreuzblume

Beschreibung:

Die Schopfige Kreuzblume ist eine sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze. Sie erreicht Wuchshöhen von 5-30 cm. Sie bildet eine dünne Pfahlwurzel und ein verzweigtes Rhizom mit fertilen und sterilen Trieben. Die Stängel sind aufsteigend/ aufrecht, meist unverzweigt oder nur am Grund verzweigt. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind krautig. Die unteren Laubblätter sind nicht in einer Rosette gehäuft. Zum oberen Bereich des 

Stängels hin werden die Blätter kleiner. Die Blattspreiten der unteren Laubblätter sind schmal spatelförmig bis verkehrt-eiförmig und fallen zur Blütezeit meist ab. Die oberen Blätter sind linealisch bis lineal-lanzettlich und zugespitzt. Viele (15 bis 50) Blüten stehen in einem endständigen, dichten, traubigen Blütenstand zusammen. Anfangs ist der Blütenstand kegelförmig und wird später zylindrisch. Die Tragblätter sind lineal-lanzettlich, deutlich länger (2-bis 3mal so lang) als der Blütenstiel und überragen die Blütenknospen vor dem Aufblühen um über 1 mm. Die Tragblätter sind bewimpert und zur Anthese meist vorhanden. Die Tragblätter überragen die Knospen, dadurch wirkt die Blütenstandsspitze schopfig, daher der Trivialname Schopfiges-Kreuzblümchen.

Blütezeit: Mai bis Juli  

Ökologie:

Bei der Schopfigen Kreuzblume handelt es sich um einen skleromorphen, mesomorphen Hemikryptophyten. Blütenökologisch handelt sich um eine nektarführende Schmetterlingsblume. Die Bestäubung erfolgt durch Bienen und Schmetterlinge. Es handelt sich um einen Windstreuer, die freien Samen werden zusätzlich von Ameisen verschleppt

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt trockene Wiesen, auf Kalk / kollin-subalpin / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz potenziell gefährdet. (..und nirgends geschützt?)

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im Bruni (Pfungen))

 

Polygala alpestris

Voralpen-Kreuzblume

Familie: Kreuzblumengewächse

(Polygalaceae)

Gattung: Kreuzblumen (Polygala)

Art: Voralpen-Kreuzblume

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Die Voralpen-Kreuzblume wird 5-15 cm hoch, ist niederliegend oder aufsteigend. Die unteren Blätter sind nicht rosettig gehäuft, wechselständig, obere länger als untere, 0.5-1 cm lang. Die Blüten sind blau. Die Flügel 4-6 mm lang, mit undeutlich verzweigten Seitennerven. Blütenstand 5-20-blütig. Frucht 3-4 mm lang.

Blütezeit: Juni bis Juli

Ökologie:

Diese Art ist ein mehrjähriger Hemikryptophyt.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wiesen, Weiden, Zwergstrauchheiden / (montan-)subalpin(-alpin) /A, M in Alpennähe, J (nördlich bis JU)

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet. Im Kanton Zürich ist diese Pflanze sehr selten

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze             

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Schnebelhorn)

 

Polygala vulgaris

Wiesen-Kreuzblume

Familie: Kreuzblumengewächse

(Polygalaceae)

Gattung: Kreuzblumen

(Polygala)

Art: Wiesen-Kreuzblume

Synonyme:

Gewöhnliche Kreuzblume,

Gewöhnliche Wiesen-Kreuzblume,

Gemeine Kreuzblume

Beschreibung:

Die Wiesen Kreuzblume ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5-25 cm erreicht. Die Stängel sind meist aufrecht. Untere Laubblätter kommen bisweilen gehäuft vor, sie bilden jedoch keine Blattrosette aus. Die oberen Stängelblätter sind etwas grösser als die unteren und gleichgestaltig. Sie stehen stets wechselständig am Stängel. Die Anhängsel des unteren Kronblattes weisen 14-21 Fransen auf. Die Blüten sind blau bis violett,  seltener rötlich oder weiss, in endständiger, verlängerter Traube.

Blütezeit: Mai bis Juli  

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art ist kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand in den Thurauen)

 

Polygala amara

Bittere Kreuzblume

Familie: Kreuzblumengewächse

(Polygalaceae)

Gattung: Kreuzblumen

(Polygala)

Art: Bittere Kreuzblume

Synonyme:

Bittere Ramsel,

Blaue Milchblume

Beschreibung:

Die Bittere Kreuzblume ist eine ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen  von 5-20 cm. Die aufrechten oder aufsteigenden Stängel entspringen zahlreich aus der Mitte einer grundständigen Blattrosette. Die einfachen Laubblätter sind krautig. Die Rosettenblätter schmecken bitter (wovon ich ein Lied singen kann). Die wechselständig angeordneten Stängelblätter sind in der Mitte am breitesten und am Ende zugespitzt. Der meist einzeln und endständig stehende, traubige Blütenstand enthält 8 bis 25, selten bis zu 40 Blüten. Die Blütenhüllblätter sind in der Regel kräftig blau, bis violett oder rosafarben, selten weiss.

Blütezeit: Mai bis August - siehe

Ökologie:

Blütenökologisch handelt es sich um Blumen mit völlig verborgenem Nektar. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder Selbstbestäubung.Die Bittere Kreuzblume ist ein Windstreuer (Anemochorie), die ausgestreuten Samen werden von Ameisen weiter ausgebreitet.

Heilwirkung & medizinische Nutzung:

Diese Pflanze wirkt magenstärkend und kräftigend. Bei Durchfall oder Entzündungen wirkt diese Pflanze zerteilend und auflösend. Die Wurzel der Bitteren Kreuzblume hilft auch gegen Lungenleiden.

Vorkommen:

Diese Art ist kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am 27. Dezember 2022 beim Multberg (Pfungen)

- -Dass es sich um die „Bittere Kreuzblume" handelt, bestätigte mir ein Mitglied der Infoflora (Schweiz)

 

Polygala amarella

Sumpf -Kreuzblume

Familie: Kreuzblumengewächse

(Polygalaceae)

Gattung: Kreuzblumen

(Polygala)

Art: Sumpf-Kreuzblume

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Die Sumpf-Kreuzblume wird 5-15 cm hoch, am Grund nur kurz niederliegend.Die unteren Blätter sind rosettig gehäuft, bitter schmeckend, 1.5-2.5 cm lang, obere kürzer als untere. Die Blüten sind blau, selten rötlich oder weiss. Die Flügel werden 2.5-5 mm lang und 1-2 mm breit, nicht netzaderig, Anhängsel mit 6-14 Fransen. Der  Blütenstand ist verlängert, 10-40blütig. Die Frucht wird 3-4 mm lang. 

Blütezeit: April bis Juli  

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt feuchte Rasen, Weiden, Flachmoore / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: GE

(Diese Aufnahme entstand bei der Chöpfi  (Wülflingen))