Abenteuer-Wildblumen

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Steckbriefe - Fortsetzung-3        (Achtung: diese Seite ist in Bearbeitung)

Beschreibung aus Internet und Literatur entnommen

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Steckbriefe für: Vogesenrose, Wald-Sanikel, Wald-Bergminze, Wald-Geissblatt, Echter Waldmeister, Wald-Sauerklee, Kambrischer Scheinmohn, Wald-Schlüsselblume, Wald-Storchschnabel, Wald-Veilchen, Wald-Weidenröschen, Wald-Witwenblume, Wald-Ziest, Gewöhnlicher Wasserdost, Wasserminze, Wechselblättriges Milzkraut, Wegwarte, Weicher Storchschnabel, Weiden-Alant, Weidenblättriger Spierstrauch, Weinberg-Traubenhyazinthe, Weinberg-Tulpe, Weisser Germer, Weisser Honigklee, Weisser Mauerpfeffer, Weisser Diptam, Wiesen-Glockenblume, Wiesen-Wachtelweizen, Wiesen-Bocksbart, Wilde Möhre, Mandelblättrige Wolfsmilch, Süsse Wolfsmilch, Zypressenblättrige Wolfsmilch, Sonnenwend-Wolfsmilch, Wunder-Veilchen, Wundklee, Zaun-Wicke, Zimbelkraut, Zottige Wicke, Zottiges Weidenröschen, Flachs, Türkischer Drachenkopf, Sommer-Schleierkraut, Gift-Lattich, Echter Ysop, Schmuckkörbchen, Teichenzian, Feld-Steinquendel, Geflügeltes Johanniskraut, Deutscher-Enzian, Gold-Fingerkraut, Wiesen-Bärenklau, Quellen-Hornkraut, Garten-Erbse, Acker-Kratzdistel, Stängellose Kratzdistel, China-Hundszunge, Weisser-Gänsefuss, Gewöhnliches Bitterkraut, Raues Milchkraut, Kos-Alpenveilchen, Frühlings-Hungerblümchen, Wald-Bingelkraut, Lauch-Hellerkraut, Kies-Steinbrech, Behaartes Veilchen, Kirschpflaume, Balkan-Windröschen, Grossblütige Wallwurz, Kaukasusvergissmeinnicht, Kitaibels Zahnwurz, Gefiederte Sockenblume, Riesen-Taubnessel, Sommer-Knotenblume, Einjähriges Silberblatt, Roter Holunder, Echter Ackersalat, Acker-Vergissmeinnicht, Weisse Taubnessel, Herbst-Blutströpfchen, Wiesen-Kerbel, Wiesen-Fuchsschwanz, Acker-Waldmeister, Schopfige Traubenhyazinthe, Hunds-Veilchen, Bitteres Schaumkraut, Eingriffeliger Weissdorn, Grenobler Nelke, Ranken-Platterbse, Gemeines Katzenpfötchen, Quirlblättriges Salomonssiegel, Sumpf-Knabenkraut, Kleinblättrige Stendelwurz, Haferwurzel, Wiesen-Schwingel, Rotblättrige Rose, Schmalblättriges Wollgras, Alpen-Ziest, Kalk-Polsternelke, Eisenhutblättriger Hahnenfuss, Grüner Alpenlattich, Einorchis, Einknollige Honigorchis, Sand-Würger, Wiesen-Platterbse, Wilde Sumpfkresse, Einjähriger Ziest, Sprossende Feldsennelke, Gras-Sternmiere, Niedliche Glockenblume, Hecken-Wicke, Wilde Brustwurz, Froschbiss, Dillenius-Sauerklee, Virginischer Tabak, Wald-Borstendolde, Abessinisches Ramtilkraut, Koriander, Wiesen-Sauerampfer, Zweiblättriger Blaustern, Forbes-Schneestolz, Gewöhnliche Sternhyazinthe, Fichte, Hartriegel, Gewöhnliche Pyramiden Kammschmiele, Rundblatt-Labkraut, Zwerg-Holunder, Gelbgrüner Frauenmantel, Gänsefingerkraut

 

Rosa dumalis

Vogesenrose

Familie: Rosengewächse

(Rosaceae)

Gattung: Rosen

(Rosa)

Art: Vogesenrose

Synonyme:

Blaugrüne Rose,

Graugrüne Rose

Beschreibung:

Blätter beidseits kahl, einfach oder doppelt gezähnt. Stacheln kräftig, an blühenden Zweigen hakig gekrümmt. Blattstiele meist ohne Haare, aber mit Stieldrüsen und oft auch mit sichelförmigen Stacheln. Blütenstiele kurz, von den Deckblättern umhüllt, kahl. Die Blüten sind hell- bis tiefrosa. Griffel kurz, weisswollig behaart. Kelchblätter nach dem Blühen abstehend oder aufgerichtet, bis zur Fruchtreife bleibend. 

Blütezeit: Juni 

Ökologie:

Dieser Nanophanerophyte ist eine verholzte, strauchförmige, bis 4m hohe Pflanze, deren Knospen deutlich über der Bodenoberfläche überwintern.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Hecken, Waldränder / montan-subalpin / A, J, zerstreut M

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: SH, GE

(Diese Aufnahme entstand bei Urchen  (Tösstal))

 

Sanicula europaea

Wald-Sanikel

Familie: Doldenblütler

(Apiaceae)

Gattung: Sanikel

(Sanicula)

Art: Wald-Sanikel

Synonyme:

Wundsanikel,

Waldklette

Beschreibung:

Der Wald-Sanikel wächst als überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20-60 cm. Die grundständigen Laubblätter sind dunkelgrün und am Rand gesägt. Die Zähne des Blattrands besitzen eine grannenartige Spitze. Der Stängel besitzt nur wenige Laubblätter oder er ist ganz blattlos. Es wird – für Doldenblütengewächse untypisch – ein nicht strikt doppeldoldiger, etwas unregelmässiger Blütenstand gebildet. Sowohl die Dolde als auch die Döldchen sind mit Hochblättern versehen. Die Döldchen sind von mehr oder weniger halbkugeliger Gestalt. Die Blüten sind weiss (selten rosafarben). Die Doppelachänen sind etwa 4-5 mm lang, braunschwarz und dicht mit hakig gekrümmten Stacheln besetzt.

Blütezeit: Mai bis Juli 

Ökologie:

Der Wald-Sanikel ist ein Hemikryptophyt. Blütenökologisch handelt es sich um „Nektar führende Scheibenblumen“. Die Bestäubung des Wald-Sanikel erfolgt einerseits durch Insekten, andererseits kommt es auch oft zur Selbstbestäubung. Die hakig bestachelten Doppelachänen zerfallen ohne die Fruchtträger in die beiden Teilfrüchte. Die Ausbreitung der Diasporen erfolgt als Klettfrüchte (Epizoochorie) oder durch den Wind. Die Früchte sind Wintersteher.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wälder / kollin-montan / CH (fehlt im Engadin)

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei der „Sandgrueb“  (Teufen)) 

 

Clinopodium 

menthifolium

Wald-Bergminze

Familie: Lippenblütler

(Lamiaceae)

Gattung: Bergminzen

(Clinopodium)

Art: Wald-Bergminze

Synonyme:

Edel-Bergminze,

Aufsteigende Bergminze

Beschreibung:

Die Wald-Bergminze wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 40-80 cm. Die mässig bis stark behaarten Stängel sind wenig verzweigt. Die Pflanzenteile besitzen einen aromatischen Geruch. Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind in langen Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist eiförmig und der Blattrand ist gesägt. Meist drei bis sieben (ein bis neun) Blüten stehen in Scheinquirlen zusammen, von denen mehrere übereinander angeordnet sind. Der Stiel der mittleren Blüten ist 0.7-2 mm lang. Die zwittrigen Blüten sind bei einer Länge von 10-22 mm zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Kelchblätter sind 7-9 (bis zu 10) mm lang und die unteren Kelchzähne sind deutlich länger als die oberen. Die Kronblätter sind lebhaft violett.

Blütezeit: Juli bis September

Ökologie:

Dieser Geophyt ist eine Pflanze, deren Knospen im Boden überwintern, oft in Kombination mit Speicherorganen (Rhizome, Knollen, Zwiebeln).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Steinschutt, Felsen, Mauern, Wegränder und Gebüschränder. Sie gedeiht eher auf trockenen, basischen, kalkreichen Stein- oder Felsböden an warmen, sonnigen Standorten / kollin-montan / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  (Diese Art ist selten. An einigen Stellen im Kanton ZH sind sie verschwunden und an Anderen neu hinzugekommen)

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei Glattfelden) 

 

Lonicera periclymenum

Wald-Geissblatt

Familie: Geissblattgewächse

(Caprifoliaceae)

Gattung: Heckenkirschen

(Clinopodium)

Art: Wald-Geissblatt

Synonyme:

Wildes Geissblatt,

Deutsches Geissblatt,

Wald-Heckenkirsche

Beschreibung:

Die Lonicera periclymenum wächst als Liane bis zu 25 Meter lang empor. Dabei teilt sich die Pflanze in mehrere Schlingen, die einen Baum regelrecht „einspinnen“ können. Die Schlingen widerstehen selbst dem Dickenwachstum von Ästen und Stämmen, so dass sie im Laufe der Zeit schraubige Einkerbungen in deren Rinde verursachen. An felsigen Küstenabschnitten liegen die Lianen ausgebreitet auf dem Untergrund. Das Wald-Geissblatt blüht mit cremeweissen bis gelblichen Blüten, die einen süssen Duft verbreiten. Es werden kleine, rote Beeren gebildet.

Blütezeit: Juni bis August 

Ökologie:

Dieser Nanophanerophyte ist eine verholzte, strauchförmige, bis 4m hohe Pflanze, deren Knospen deutlich über der Bodenoberfläche überwintern.

Giftigkeit:

Die Früchte des Wald-Geissblatts sind giftig und verursachen Brechdurchfälle und Reizungen des Verdauungssystems.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wälder, Waldränder / kollin(-montan) / M, J, vereinzelt AN, VS, TI

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: NW

(Diese Aufnahme entstand bei Neuburg)

 

Galium odoratum

Echter Waldmeister

Familie: Rötegewächse

(Rubiaceae)

Gattung: Labkräuter

(Galium)

Art: Echter Waldmeister

Synonyme:

Waldmeister,

Wohlriechende Labkraut,

Maikraut

Beschreibung:

Der Echte Waldmeister wird 10-30 cm hoch, unverzweigt, an den Knoten behaart, sonst kahl, duftend. Blätter zu 6-8(-10) im Quirl, lanzettlich, 2-4 cm lang, stachelspitzig, am Rand und auf dem Mittelnerv rau. Blütenstand locker doldenrispig, mit wenigblütigen Teilblütenständen. Die Krone ist weiss, weit-trichterförmig, mit ca. 1 mm langer Röhre und spitzen Zipfeln, Durchmesser 4-6 mm. Früchte 2-3 mm hoch, mit hakigen Borsten.

Blütezeit: April bis Juni 

Ökologie:

Dieser Geophyt ist eine Pflanze, deren Knospen im Boden überwintern, oft in Kombination mit Speicherorganen (Rhizome, Knollen, Zwiebeln). (Früher diente der Echte Waldmeister als Tabak-Ersatz)

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wälder, besonders Buchenhaine / kollin-montan(-subalpin) / CH (fehlt im Engadin)

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand bei der „Sandgrueb“ (Teufen)

 

Oxalis acetosella

Wald-Sauerklee

Familie: Sauerkleegewächse

(Oxalidaceae)

Gattung: Sauerklee

(Galium)

Art: Wald-Sauerklee

Synonyme:

Gemeiner Sauerklee,

Kuckucksblume

Beschreibung:

Der Wald-Sauerklee wird 5-15 cm hoch, mit kriechendem Rhizom, oberirdischer Stängel kaum ausgebildet, Blätter daher grundständig, lang gestielt, aus 3 verkehrt-herzförmigen Teilblättern zusammengesetzt (kleeblattartig). Blüten weiss, seltener rosa oder bläulich, meist mit violetten Adern, einzeln auf langen Stielen, die Blätter überragend. Kronblätter 5, 10-15 mm lang, unregelmässig ausgerandet. Frucht eine 4-10 mm lange Kapsel.

Blütezeit: April bis Juni 

Ökologie:

Dieser krautige Chamaephyt ist eine krautige, nicht verholzende Pflanze, deren Knospen bodennah (5-40 cm über Boden) überwintern. Dieser Geophyt ist eine Pflanze, deren Knospen im Boden überwintern, oft in Kombination mit Speicherorganen (Rhizome, Knollen, Zwiebeln).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wälder, Gebüsche / kollin-subalpin(-alpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand auf der Diestalstafel 1630müM (GL)

 

Meconopsis cambrica

Kambrischer Scheinmohn

Familie: Mohngewächse

(Papaveraceae)

Gattung: Mohn

(Papaver)

Art: Kambischer-Scheinmohn

Synonyme:

Kambrischer Mohn,

Wald-Scheinmohn

Gelber Scheinmohn

Beschreibung:

Der Kambrische Scheinmohn wird 20-50 cm hoch, meist verzweigt, zerstreut behaart, mit gelbem Milchsaft. Die Blätter sind lang gestielt, fiederteilig bis fiederschnittig, Abschnitte 1-2 cm breit, oval bis lanzettlich, nochmals fiederteilig oder grob und stumpf gezähnt. Die Blüten sind gelb, einzeln, endständig. Kronblätter 4, 3-4 cm lang. Frucht länglich, 2-4 cm lang und 5-12 mm dick, oben und unten verjüngt, kahl. Narbe 4strahlig auf kurzem Griffel.

Blütezeit: Juni bis August 

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet. Dieser Therophyt ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Steinige Böden, Gebüsche, Schuttplätze / kollin-montan(-subalpin) / J, M, AN, südliches TI, in Ausbreitung begriffen

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  (im Kanton ZH ist diese Blume nur selten anzutreffen)

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand bei Linthal (GL) 

 

Primula elatior

Wald-Schlüsselblume

Familie: Primelgewächse

(Primulaceae)

Gattung: Primeln

(Primula)

Art: Wald-Schlüsselblume

Synonyme:

Hohe Schlüsselblume,

Hohe Primel

Beschreibung:

Die Wald-Schlüsselblume wird 10-25 cm hoch. Die Blätter weisen eine grundständige Rosette auf, sind eiförmig, plötzlich in den geflügelten Stiel zusammengezogen, runzelig, kurz behaart, fein und unregelmässig gezähnt. Die Blüten sind in vielblütiger, einseitiger Dolde. Die Krone ist hellgelb, gegen den Schlund nur wenig dunkler. Kelch nicht aufgeblasen, kantig, Kelchzähne >2x so lang wie breit. Kronsaum weit trichterförmig, mit wenig ausgerandeten Zipfeln. Kapsel 10-15 mm lang, deutlich länger als der Kelch.

Blütezeit: März bis Mai 

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt feuchte Wiesen, Wälder, Gebüsche / kollin-subalpin(-alpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: JU 

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand auf dem Chomberg  (Brütten)) 

 

Geranium sylvaticum

Wald-Storchschnabel

Familie: Storchschnabelgewächse

(Geraniaceae)

Gattung: Storchschnäbel

(Geranium)

Art: Wald-Storchschnabel

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Der Wald-Storchschnabel wird 30-60 cm hoch, meist gabelig verzweigt, Stängel unten kurz anliegend behaart. Die Blätter bis über die Mitte 5-7teilig, mit tief geteilten, vielzipfligen Abschnitten, 6-15 cm breit. Die Blüten sind rotviolett. Kronblätter vorn gerundet, nicht ausgerandet, 12-18 mm lang. Kelchblätter mit 2-4 mm langer Spitze. Blütenstiele drüsenhaarig,zur Fruchtzeit aufrecht. Frucht mit Schnabel 2.5-3.5 cm lang.

Blütezeit: Juni bis Juli

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wiesen, Weiden, Wälder / (kollin-)montan-subalpin(-alpin) / A, J, seltener M

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand am 16.10.2022 bei den Thurauen)

 

Viola reichenbachiana

Wald-Veilchen

Familie: Veilchengewächse

(Violaceae)

Gattung: Veilchen

(Viola)

Art: Wald-Veilchen

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Das Wald-Veilchen wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis zu 25 cm. Der deutlich ausgebildete Stängel ist kahl. Die grundständigen und am Stängel verteilt angeordneten Laubblätter sind kahl. Die Grundblätter sind bei einer Länge von mindestens 2 cm deutlich herzförmig. Die Stängelblätter sind meist länger als breit und deutlich schmaler als die Grundblätter. Die Blattspreite der Sommerlaubblätter ist spitz 

zulaufend und am Grund herzförmig. Der Blattrand ist gekerbt. Die Nebenblätter sind linealisch-lanzettlich und gefranst. Die Blüten stehen auf relativ langen Blütenstielen einzeln in den Blattachseln. Die zwittrige Blüte ist bei einer Länge von 1.5 bis 2 cm zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf unscheinbaren, 5.5-8 mm langen, spitzen Kelchblätter besitzen 0.4-1.2 mm lange Anhängsel, die zur Fruchtzeit nicht ausgerandet sind. Das untere Kronblatt besitzt violette Adern auf weissem Grund; sonst ist die Blütenfarbe hellviolett. Der hellviolette, ungefurchte Blütensporn ist 3-6 mm lang mit gerundetem Ende.

Blütezeit: April bis Mai

Ökologie:

Das Wald-Veilchen ist eine Rosettenpflanze mit beblätterten, blattachselständigen Blütenständen. Eine vegetative Vermehrung erfolgt durch Rhizome und Wurzelsprosse.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wälder / kollin-montan / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand am Hoh Wülflingen) 

 

Epilobium angustifolium

Wald-Weidenröschen

Familie: Nachtkerzengewächse

(Onagraceae)

Gattung: Weidenröschen

(Epilobium)

Art: Wald-Weidenröschen

Synonyme:

Stauden-Feuerkraut,

Waldweidenröschen,

Waldschlagweidenröschen

Beschreibung:

Das Wald-Weidenröschen wird 50-150 cm hoch, aufrecht, meist unverzweigt, kahl. Alle Blätter wechselständig, sitzend oder kurz gestielt, schmal-lanzettlich, 8-15 cm lang und 1-3 cm breit, ± ganzrandig, Rand nach unten gebogen, Unterseite bläulich-grün, netzaderig. Die Blüten sind rosa bis purpurn, in langer, endständiger Traube. Die Kronblätter werden bis 15 mm lang, breit gerundet oder wenig ausgerandet, mit kurzem Nagel. Griffel gebogen, Narben zuletzt sternförmig ausgebreitet. Frucht fein behaart.

Blütezeit: Juni bis August

Ökologie:

Das Wald-Weidenröschen ist die Bienenweide schlechthin. Dieser Geophyt ist eine Pflanze, deren Knospen im Boden überwintern, oft in Kombination mit Speicherorganen (Rhizome, Knollen, Zwiebeln). Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt lichte Waldstellen, Felsschutt, Ufer / kollin-subalpin(-alpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand vor dem Ghöch (Tösstal)) 

 

Knautia dipsacifolia

Wald-Witwenblume

Familie: Geissblattgewächse

(Caprifoliaceae)

Gattung: Wittwenblumen

(Knautia)

Art: Wald-Wittwenblume

Synonyme:

Wald-Knautie

Beschreibung:

Die Wald-Witwenblume ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30-100 cm. Der aufstrebende Stängel ist im oberen Bereich flaumig behaart. Als Überdauerungsorgan wird ein Rhizom gebildet. Mit dem Blütentrieb abschliessend (zur Blütezeit nur mit einem Blütenstängel und seitlich davon eine kleine Blattrosette vorhanden). Die länglich-elliptischen Laubblätter haben einen entfernt gesägten Blattrand und sind zum 

Grund hin lang und schmal stielartig verschmälert. Der Kelch besitzt acht Borsten. Die Samen entwickeln sich zu Schliessfrüchten, Achänen genannt.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Bei der Wald-Witwenblume handelt es sich um einen Hemikryptophyten. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Die nussartigen Achänen werden durch Ameisen ausgebreitet (Myrmekochorie).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wälder, Fettwiesen, Hochstaudenfluren / (kollin-)montan-subalpin / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand beim „Bestlet“ (Oberseen/Winterthur))

 

Stachys sylvatica

Wald-Ziest

Familie: Lippenblütler

(Lamiaceae)

Gattung: Zieste

(Stachys)

Art: Wald-Ziest

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Der Wald-Ziest wird 30-100 cm hoch, abstehend rau behaart, oben drüsenhaarig. Die Blätter werden 3-7 cm lang gestielt, herz-eiförmig, zugespitzt, grob und spitz gezähnt. Die Blüten sind in locker stehenden, meist 6blütigen Scheinquirlen. Diese nur im unteren Teil von kleinen Blättern gestützt. Die Krone ist braunrot, kurz behaart, 12-15 mm lang, Oberlippe ganzrandig, Unterlippe fast doppelt so lang wie diese, weiss gezeichnet, 3lappig. Kelch 4-7 mm lang. 

Teilfrüchte glatt, bis 2 mm lang.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Der Wald-Ziest ist eine Schaftpflanze mit knolligen Wurzeln.  Die Blüten sind vormännliche Zwitterblüten. Bestäuber sind Bienenverwandte und Schwebfliegen. Spontane Selbstbestäubung erfolgt dadurch, dass sich die Narbenäste vor dem Verblühen zu den Staubbeuteln herabneigen und diese berühren. Kurzrüsselige Erdhummeln gelangen ohne Bestäubungsleistung an den Nektar, indem sie die Sporne seitlich aufbeissen (Nektarraub). Die Klausenfrüchte sind Tier- und Windstreuer. Die Fruchtreife beginnt ab August und reicht bis zum Wintereinbruch.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wälder, Hecken / kollin-montan / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand bei der „Bachscheidi“ 799müM  (Tösstal))

 

Eupatorium cannabinum

Gewöhnlicher Wasserdost

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Wasserdoste

(Eupatorium)

Art: Gewöhnlicher Wasserdost

Synonyme:

Gemeiner Wasserdost,

Wasserhanf,

Kunigundenkraut

Beschreibung:

Der Gewöhnliche Wasserdost ist eine sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50-175 cm erreicht. Der aufrechte, kurzhaarige, erst im oberen Bereich verzweigte, reich beblätterte Stängel ist oft rötlich überlaufen. Seine kurz gestielten oder sitzenden Laubblätter sind gegenständig angeordnet und sind meist handförmig fiederteilig mit 3–5(–7) Fiedern. Die Fiederabschnitte sind lanzettlich spitz. Selten sind die Laubblätter aber auch ungeteilt. Die Blattränder sind lappig gezähnt. Als Speicherorgan dient ein Rhizom. Der leicht gewölbte, schirmrispige Gesamtblütenstand enthält zahlreiche, kleine, dichtstehende, körbchenförmigen Teilblütenstände. Die wenigen stumpfen und ungleich langen Hüllblätter sind dachziegelartig angeordnet. Der Körbchenboden besitzt keine Spreublätter. Die Blütenkörbchen enthalten ausschliesslich vier bis sechs Röhrenblüten. Die Röhrenblüten sind aus fünf rosafarbenen, seltener weissen Kronblättern verwachsen. Aus der Blütenröhre ragen die zwei Griffeläste des gespaltenen Griffels weit heraus.  Die fünfrippigen Achänen sind 2-3 mm lang. Der Pappus besteht aus vielen Borsten und ist 3-5 mm lang.

Blütezeit: Juli bis September

Ökologie:

Beim Gewöhnlichen Wasserdost handelt es sich um einen Hemikryptophyten. Die Diasporen sind die Achänen, die mittels des Pappus durch den Wind ausgebreitet werden (Anemochorie). Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie). Insbesondere Schmetterlinge und Schwebfliegen sprechen auf die Blütenstände an. Selten ist auch Selbstbestäubung zu beobachten. Für den Russischen Bär (Euplagia quadripunctaria) bildetder Nektar des Gewöhnlichen Wasserdosts im Spätsommer eine überaus wichtige Nahrungsquelle.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Ufer, feuchte Wälder, Riedwiesen / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand bei der Hoh Wülflingen (mit dem Russischen Bär)

 

Mentha aquatica

Wasserminze

Familie: Lippenblütler

(Lamiaceae)

Gattung: Minzen

(Mentha)

Art: Wasserminze

Synonyme:

Bachminze

Beschreibung:

Die Wasserminze wird 20-50(-100) cm hoch, abstehend behaart, mit oft beblätterten oberirdischen Ausläufern. Sie ist Stark aromatisch. Die Blätter sind eiförmig bis lanzettlich, kurz gestielt, 2-5(-8) cm lang, wenig tief gezähnt, anliegend behaart. Die Blüten am Ende der Zweige sind kopfig genähert, oft auch quirlartig in den obersten Blattwinkeln. Die Krone ist rosa oder lila, 5-7 mm lang, mit 4 ± gleich langen Zipfeln. Teilfrüchte grubig punktiert.

Blütezeit: Juli bis Oktober

Ökologie:

Dieser Geophyt ist eine Pflanze, deren Knospen im Boden überwintern, oft in Kombination mit Speicherorganen (Rhizome, Knollen, Zwiebeln). Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Verwendung:

Kann roh gegessen werden. Obwohl die Wasserminze im Gegensatz zur Pfefferminze nur sehr wenig Menthol enthält, dafür aber jede Menge andere ätherische Öle, eignen sich die Blätter zum Zubereiten von Tee oder zum Würzen von Fischgerichten.

Heilwirkung:

Magenbeschwerden, blähungstreibend, entzündungswidrig, gallenflussanregend, galletreibend, keimtötend, krampflösend, schmerzstillend, verdauungsfördernd, Anwendungsbereiche bei: Appetitlosigkeit, Aromatikum, Blähungen, Brechreiz, Cholagogum, Durchfall, Erkältungskrankheiten, Gallenbeschwerden, Karminativum, Kopfschmerzen, Krämpfe, Magendarmkatarrh, Magenschmerzen, Menstruationsschmerzen, Schlaflosigkeit,Verdauungsprobleme (extrem-nicht wahr?)

Überdosierung: Erbrechen

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Ufer, Gräben, Flachmoore / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand am Hulmen (Eidberg/Winterthur)) 

 

Chrysosplenium 

alternifolium

Wechselblättriges Milzkraut

Familie: Steinbrechgewächse

(Saxifragaceae)

Gattung: Milzkräuter

(Chrysosplenium)

Art: Wechselblättriges Milzkraut

Synonyme:

Gold-Milzkraut,

Wechselblatt-Milzkraut,

Krätzenblume

Beschreibung:

Das Wechselblättrige Milzkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5-15 (selten bis 20) cm erreicht. Durch lange, dünne, unterirdische Ausläufer bildet es lockere Kolonien. Es besitzt wechselständige, tief gekerbte Laubblätter. Die Spreite der Grundblätter besitzt einen herzförmigen Grund, der stets kürzer als der Blattstiel ist. Nebenblätter sind keine vorhanden. Die Pflanze besitzt einen dreikantigen Stängel. In dem trugdoldigen Blütenstand mit gelben Hochblättern sitzen relativ wenige Blüten. Die kleinen, zwittrigen, vorweiblichen, radiärsymmetrischen, vierzähligen, grün-gelblichen Blüten werden nur etwa 5 mm gross. Es ist nur ein Blütenhüllblattkreis vorhanden, es sind vier Kelchblätter vorhanden, die Kronblätter fehlen. Es gibt in jeder Blüte acht Staubblätter. Der unterständige Fruchtknoten entwickelt sich aus zwei Fruchtblättern. Es werden Kapselfrüchte gebildet.

Blütezeit: April bis Juni

Ökologie:

Die Art ist ein ausdauernder, sommergrüner Hemikryptophyt oder Geophyt. Sie wächst lockerrasig. Die Blüten sind unscheinbare „Nektar führende Scheibenblumen“. Die Schauwirkung wird durch die goldgelben Hochblätter hervorgerufen. Die Blüten sind vorweiblich und die Narben bleiben lange empfängnisbereit. Bestäuber sind Fliegen und Käfer.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt schattige Wälder, Hochstaudenfluren an Waldbächen / kollin-subalpin(-alpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand im unteren Leisental (Sennhof/Winterthur))

 

Cichorium intybus

Wegwarte

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Wegwarten

(Cichorium)

Art: Wegwarte

Synonyme:

Gewöhnliche Wegwarte,

Gemeine Wegwarte

Zichorie,

Wegwarte

Beschreibung:

Die Wegwarte wird 20-120 cm hoch, sparrig verzweigt. Die unteren Blätter sind meist fiederteilig, mit grossem Endabschnitt und rückwärts gerichteten, schmal-3eckigen Seitenabschnitten, in einen Stiel verschmälert, obere lanzettlich, sitzend, kaum umfassend. Köpfe zahlreich, kurz gestielt oder sitzend in den Achseln kleiner Hochblätter, Durchmesser 3-5 cm. Die Blüten sind hellblau (mitunter auch weiss, wie  Aufnahme zeigt), zungenförmig. Die Hüllblätter sind grün, drüsig behaart, in 2 Reihen. Früchte 2-2,5 mm lang, mit sehr kurzen Pappusschuppen.

Blütezeit: Juli bis September

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wegränder, Schuttplätze / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand am westlichen Teil des Berenberges (Rumstal/Winterthur))

 

Geranium molle

Weicher Storchschnabel

Familie: Storchschnabelgewächse

(Geraniaceae)

Gattung: Storchschnäbel

(Geranium)

Art: Weicher Storchschnabel

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Der Weiche Storchschnabel isteinjährig, entweder Keimung im Frühjahr oder im Herbst, dann winteranuell, die Wurzel greift bis 50cm tief, in der Ruhezeit kompakte, sehr flache Rosette, Laubblatt fast rund, 5-9-teilige Spreite, am Rand weich gekerbt, weich behaart, der Blütenstand wird bis 45cm hoch. Die Blüte ist ein verzweigter, beblätterter Blütenstand, aus einer Art Knoten entspringen je zwei kurze Stielchen mit je einer Blüte, fünfzählig, Kronblätter am Rand herzförmig eingebuchtet, zart bis kräftig rosa.

Blütezeit: Mai bis Oktober

Ökologie:

Er ist einjährig überwinternd oder sommerannuell. Die oft vormännlichen Blüten werden von Hautflüglern bestäubt. Bei der Fruchtreife lösen sich die Fruchtklappen mit den Grannen durch Austrocknen plötzlich von der Mittelsäule. Die Granne rollt sich dabei ein, trennt sich vom Fruchtfach und schleudert dieses mitsamt dem darin liegenden Samen weg (Autochorie) oder die Samen bleiben an Tieren haften und werden auf diese Weise fortgetragen. Der Weiche Storchschnabel wurzelt bis 50 cm tief.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wegränder, Äcker, Lägerstellen / kollin-montan / CH (fehlt Engadin)

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.  

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand am Stadtberg (Neftenbach)) 

 

Pentanema salicinum

Weiden-Alant

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Alante

(Inula)

Art: Weiden-Alant

Synonyme:

Weidenblättriger Alant

Beschreibung:

Der Weiden-Alant wird 30-60 cm hoch, meist unverzweigt. Der Stängel ist meist kahl. Die Blätter sind lanzettlich, ganzrandig, am Rand fein bewimpert, sonst kahl, etwas lederig glänzend, ± rechtwinklig abstehend und oft abwärts gebogen, untere kurz gestielt, obere umfassend. Die Blüten sind gelb. Die Köpfe sind einzeln oder zu wenigen, Durchmesser 2.5-3.5 cm. Die Zungenblüten sind abstehend, ca. 1 mm breit (Unterschied zu der habituell ähnlichen Buphthalmum salicifolium). Früchte ca. 2 mm lang, kahl, mit 7-8 mm langem Pappus.

Blütezeit: Mai bis Oktober

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Flachmoore, Waldränder, Trockenwiesen / kollin-montan / Hauptsächlich M, J, seltener A

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz potenziell gefährdet - aber nicht selten-.  

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ZH 

vollständig geschützt: AG, NW, TG, TI, BL

(Diese Aufnahme entstand beim Wappenswilerriet (Tösstal))

 

Spiraea salicifolia

Weidenblättriger Spierstrauch

Familie: Rosengewächse

(Rosaceae)

Gattung: Spiersträucher

(Spiraea)

Art: Weidenblättriger Spierstrauch

Synonyme:

Weiden-Spierstrauch,

Weiden-Spiere,

Kolben-Spiere

Beschreibung:

Der Weidenblättrige Spierstrauch ist ein bis 1.5 m hoher Strauch. Die Blätter sind schmal-lanzettlich, höchstens 8 cm lang, einfach gezähnt, meist sitzend, unterseits blaugrün und zerstreut behaart. Die Blütenstände sind rispig-zylindrisch, am Ende der Zweige. Blüten sehr zahlreich, rosa, mit 5 höchstens 5 mm langen Kronblättern und zahlreichen Staubblättern. Früchtchen 3-8, mehrsamig, am Grund vom trockenen Fruchtbecher umschlossen.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Dieser Nanophanerophyte ist eine verholzte, strauchförmige, bis 4m hohe Pflanze, deren Knospen deutlich über der Bodenoberfläche überwintern.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Flachmoore, feuchte Wiesen, verwildert In Auenwäldern / kollin

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz sehr selten anzutreffen – sie ist jedoch in der Schweiz nicht geschützt - ?

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ---------- 

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand beim Pfäffikersee/Robenhuserriet) 

 

Muscari neglectum

Weinberg-Traubenhyazinthe

Familie: Spargelgewächse

(Asparagaceae)

Gattung: Traubenhyazinthen

Art: Weinberg-Traubenhyazinthe

Synonyme:

Übersehene Traubenhyazinthe,

Verkannte Traubenhyazinthe

Beschreibung:

Die Weinberg-Traubenhyazinthe ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 10-20 (4-30) cm erreicht. Die Zwiebel ist ungefähr 1 cm dick, hat eine braune Hülle, und bildet zahlreiche Nebenzwiebeln. Der Stängel ist rund und kahl. Die selten zwei, meist drei bis sieben Laubblätter bilden eine grundständige Rosette. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 15-40 cm sowie einer Breite von 0.2-0.8 cm linealisch, ausgebreitet bis niederliegend, rinnig, rein grün, am und oberen Ende absterbend. Der dichte, 2-6 cm lange, traubige Blütenstand enthält schwarzblaue fertile Blüten sowie kleinere, blassere sterile Blüten darüber. Die fertilen Blüten sind eiförmig, an der Vorderseite verengt, messen 3.5-7.5 × 1.5-3.5 mm und duften. Sie haben einen Saum aus sechs kleinen, weissen Zähnen und sind durch abstehende bis hängende Stiele mit dem Stängel verbunden.

Blütezeit: März bis Mai

Ökologie:

Die Weinberg-Traubenhyazinthe ist eine herbstfrühjahrsgrüne Zwiebelpflanze. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Die Samen verbreiten sich durch Autochorie (Selbstausbreitung), Endochorie (Verdauungsausbreitung) und Anemochorie (Windausbreitung).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Magerwiesen, Obstgärten, Weinberge, Gebüsche / kollin-montan / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz potenziell gefährdet – sie ist jedoch nicht selten -.  

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: BE

vollständig geschützt: GE

(Diese Aufnahme entstand beim „Spöri“ (Neuburg/Wülflingen)) 

 

Tulipa sylvestris

Weinberg-Tulpe

Familie: Liliengewächse

(Liliaceae)

Gattung: Tulpen

Art: Weinberg-Tulpe

(Tulipa)

Synonyme:

Wilde Tulpe,

Gewöhnliche Weinberg-Tulpe

Wald-Tulpe

Beschreibung:

Die Weinberg-Tulpe ist eine mehrjährige Pflanze. Sie wird 20-50 cm hoch. Die Blätter werden 2cm breit. Und bis 20 cm lang. Die Blüten sind kleiner als die der Gartentulpe, vor dem Aufblühen ist sie nickend, dann aufrecht. Die Blütenblätter sind gelb und spitz.

Blütezeit: April bis Mai

Ökologie:

Die Weinberg-Tulpe ist auf die mechanische Bearbeitung der Böden in den Rebbergen eingestellt. Weil die Zwiebelgruppen aufgebrochen werden und im lockeren Boden besser wachsen. Es ist ein Geophyt, deren Knospen im Boden überwintern, oft in Kombination mit Speicherorganen (Rhizome, Knollen, Zwiebeln).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Obstgärten, Weinberge, Gebüsch / kollin / M, J, vereinzelt A

Giftigkeit:

Die Weinberg-Tulpe ist mässig giftig

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz verletzlich – sie ist schweizweit sehr selten anzutreffen – im Kanton ZH kommt sie nur in 5 Flächen vor -.  

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: BE

vollständig geschützt: GE

(Diese Aufnahme entstand am „Goldenberg/Bäumli“ (Winterthur)) 

 

Veratrum album

Weisser Germer

Familie: Germergewächse

(Melanthiaceae)

Gattung: Germer

(Veratrum)

Art: Weisser Germer

Synonyme:

Weiss-Germer,

Weisse Nieswurz

Beschreibung:

Der Weisse Germer wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 50-150 cm. Die Wurzel ist innen weiss. Als Überdauerungsorgan wird ein Rhizom gebildet. Der Stängel wächst selbstständig aufrecht. Die Laubblätter sind wechselständig, schraubig, fast dreizeilig angeordnet (Unterscheidung zu den ähnlichen Enzian-Arten). Die untersten Laubblätter sind breit oval und sind bis zu 20 cm lang, die oberen sind lanzettlich. Die 

einfachen Blattspreiten sind bei einer Länge von bis 35 cm breit-eiförmig bis elliptisch. Alle Blattspreiten sind den Blattnerven entlang stark längs gefaltet und den Stängel umfassend. Die Blattunterseite ist flaumig behaart. Viele Blüten stehen dicht in einem endständigen, traubig-rispigen Blütenstand zusammen, der etwa 50 cm lang ist. Die Tragblätter sind viel länger als Blütenstiele. Die meist zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 12-15 mm radiärsymmetrisch und dreizählig. Die sechs gleichgestaltigen, freien Blütenhüllblätter sind innen weiss, aussen grünlich bis schmutzig-gelb und 7-15 mm lang.

Blütezeit: Juni bis August

Ökologie:

Beim Weissen Germer handelt es sich um einen sommergrünen, skleromorphen, mesomorphen Hemikryptophyten. Er  bildet erst nach einigen Jahren vegetativen Wachstums den ersten Blütenstand. Besonders bei Sonnenschein duftet er sehr aufdringlich. Er ist proterandrisch und selbstkompatibel. Es ist Selbstbestäubung möglich, aber meist erfolgt Insektenbestäubung. Blütenökologisch handelt es sich um Scheibenblumen mit offenen Nektar. Typische Bestäuber sind Fliegen und Käfer. Häufig sind beim Weissen Germer nur sterile Exemplare, also nur Blätter, zu sehen

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt feuchte Wiesen und Weiden, Flachmoore, Bachufer, Hochstaudenfluren, Lägerstellen / montan-alpin / A, M in Alpennähe, J (nördlich bis JU und SO)

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet 

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand auf der Diestalstafel 1575müM  (GL)) 

 

Melilotus albus

Weisser Honigklee

Familie: Hülsenfrüchtler

(Fabaceae)

Gattung: Steinklee

(Melilotus)

Art: Weisser Honigklee

Synonyme:

Weisser Steinklee,

Bokharaklee

Beschreibung:

Der Weisse Honigklee wird 30-150 cm hoch. Er weist 3-zählige Blätter auf, die Teilblätter sind gestielt, länglich verkehrt-eiförmig bis lineal, gezähnelt. Die Nebenblätter sind meist ganzrandig. Die Blüten sind weiss, hängend, in 4-6 cm langen, schmalen, 40-80blütigen Trauben. Krone 4-5 mm lang, Fahne länger als Flügel und Schiffchen. Frucht eiförmig, 3-4 mm lang, kahl, mit netzartigen Rippen, meist 4samig.

Blütezeit: Juni bis August

Ökologie:

Der Weisse Honigklee wurzelt bis 70 cm tief. Die Bestäubung erfolgt durch zahlreiche Insekten wie Bienen, Fliegen oder Schmetterlinge. Die Früchte werden durch Schütteln ausgebreitet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wegränder, Kiesgruben, Schuttplätze, Bahnareale / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet 

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand unterhalb der Hoh Wülflingen)

 

Sedum album

Weisser Mauerpfeffer

Familie: Dickblattgewächse

(Crassulaceae)

Gattung: Fetthenne

(Sedum)

Art: Weisser Mauerpfeffer

Synonyme:

Weisse Fetthenne,

Beschreibung:

Der Weisse Mauerpfeffer ist ein überwinternd grüner, rasenbildender Chamaephyt, welcher Wuchshöhen von 8-20 cm erreicht. Die Stängel sind kahl, zahlreiche blühen nicht. Die abstehenden Laubblätter sind wechselständig am Stängel angeordnet. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 7-20 mm länglich-lanzettlich, halbstielrund und beiderseits gewölbt. Ihre Färbung reicht von graugrün bis rotbraun. Auf langen Stängel befindet sich ein mehrfach verzweigter Blütenstand mit vielen Blüten.  Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die meist fünf Kronblätter sind 2-4 mm lang, stumpflich und weiss bis blassrosafarben mit rotem Mittelnerv.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Dieser krautige Chamaephyt ist eine krautige, nicht verholzende Pflanze, deren Knospen bodennah (5-40 cm über Boden) überwintern.

Giftigkeit:

In Hungerszeiten wurde die Weisse Fetthenne auch von Menschen gegessen. Die oberirdischen Teile ohne die Wurzeln sind bedingt zum Verzehr geeignet; sie sind schwach giftig und können Erbrechen auslösen.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Mauern, Felsen, Alluvionen / kollin-subalpin(-alpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet 

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: AG, TG

(Diese Aufnahme entstand in der Nähe von Weiach) 

 

Dictamnus albus 

Weisser Diptam

Familie: 

Rautengewächse (Rutaceae)

Gattung: Diptam

Art: Weisser Diptam

Synonyme:

Aschwurz, Spechtwurz oder Brennender Busch

Beschreibung:

Der Weisse Diptam wird 60-120 cm hoch. Stängel besonders oben kurz abstehend hell behaart und mit zahlreichen schwarzen Drüsen. Blätter unpaarig gefiedert, mit 3-5 Fiederpaaren. Teilblätter bis 8 cm lang, lanzettlich, fein gezähnt. Blüten in endständiger Traube, 5zählig. Kronblätter rosa, mit dunklen Adern, lanzettlich, gestielt, 2-3 cm lang, die 4 oberen aufgerichtet, das unterste herabgebogen. Frucht kapselartig, ca. 1 cm lang. Phototoxisch. 

Bei viel warmem Wind trocknen die Früchte ein. Dabei reissen die Fruchtschalen auf, rollen sich ein und schleudern den kugelförmigen, etwa 4 mm kleinen Samen heraus. Da der Diptam meist klonal in Gruppen wächst, kann man das manchmal gemeinsame Knallen der Früchte im Sommer hören. Die Samen können bis etwa fünf Meter weit weggeschleudert werden.

Blütezeit:  Mai - Juni 

Vorkommen:

Lichte Flaumeichen- und Föhrenwälder, Felsen, Gebüsche / kollin / VS (Rhonetal), südliches TI, SH. 

(Mein Fund bezieht sich auf Weiach  - dieser Standort wird in namhafter Literatur und Webseiten nicht erwähnt.

Im Buch Flora des Kantons Zürich wird diese Pflanze nicht beschrieben. Laut Infoflora (Webseite) gibt es 3 Standorte im Kanton Zürich zwischen Zweidlen und Windlach und bei Wastergingen- der Rest im KT SH. ) Mit meinem Fund wären es deren 4 im KT. Zü)

Gefährdung:

Die Art ist sehr selten und verletzlich. Nur im Kanton Tessin ist der Weisse Diptam vollständig geschützt.

Besonderheit:

Die ätherischen Öle enthalten die extrem flüchtige und hochentzündliche Flüssigkeit Isopren, deren Dämpfe schwerer als Luft sind. In der Reifezeit können die freigesetzten Isopren-Dämpfe an windstillen Tagen durch eine Zündquelle unterhalb der Blütenrispe entzündet werden, worauf die Feuerfront schnell die Blütenrispe emporläuft und dann erlischt. Die Pflanze nimmt dabei keinen Schaden. An extrem heissen Tagen können sich die Dämpfe auch selbst entzünden. Erklärt wird dies durch die Brennglaswirkung bei Tröpfchenbildung. In der Dämmerung kann man bei Windstille und grosser Hitze an der Pflanze kleine blaue Flammen sehen.

Die Vermutung, dass der „brennende Dornbusch“ in der Bibel ein Diptam gewesen sein könnte, ist nicht schlüssig, da diese Pflanzenart keine Dornen oder Stacheln aufweist.

Achtung:

Die Pflanze enthält in ätherischen Ölen gelöst hautreizende Furanocumarine wie Bergapten, Xanthotoxin und Psoralen sowie Furochinolinalkaloide; Thymolmethyläther, Pinen, Anethol, Estragol, Myrcen, Limonen, Cineal, Alkaloide wie Skimmianin, und Dictamin, ausserdem Saponine, Bitterstoffe, Anthocyane und Flavonglykoside.

Die vor allem in der drüsigen Beborstung enthaltenen Furanocumarine (hauptsächlich Bergapten) sind phototoxische Stoffe, die bei Berührung mit der Haut diese gegen Sonnenlicht sensibilisieren und bei nachfolgender Besonnung zu schweren, oft langwierigen verbrennungsartigen Verletzungen führen können (Wiesengräserdermatitis).

 

Campanula patula

Wiesen-Glockenblume

Familie: Glockenblumengewächse

(Campanulaceae)

Gattung: Glockenblumen

(Campanula)

Art: Wiesen-Glockenblume

Synonyme:

Fingerhuet (St. Gallen bei Sargans),

Glöggli (St. Gallen im Unterrheintal)

Beschreibung:

Die Wiesen-Glockenblume wächst als sommergrüne, zweijährige bis mehrjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20-70 cm. Der Stängel ist aufrecht. Die unteren  Laubblätter sind gestielt und verkehrt eiförmig, die wenigen oberen sind sitzend und linealisch-lanzettlich. Wenige nickende Blüten stehen in einem lockeren, rispigen Blütenstand zusammen. Seitliche Blütenstiele besitzen über der Mitte zwei Hochblätter. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die fünf Kelchblätter sind an ihrer Basis verwachsen. Die Kelchzähne sind pfriemlich und meist doppelt so lang wie die Kapselfrucht. Die fünf lilafarbenen bis blauvioletten Kronblätter sind bis etwa zur Mitte ihrer Länge von 15-25 mm trichterförmig verwachsen. Die fünf Kronzipfel sind ausgebreitet.

Blütezeit: Juni bis Juli (bis September)

Ökologie:

Die Wiesen-Glockenblume ist eine lockerrasige Halbrosettenpflanze und Hemikryptophyt mit einem kräftigen kriechenden Rhizom. Die Blüten der typischen Lichtpflanze sind sonnenwendig. Wie alle Glockenblumen-Arten sind sie vormännlich (Proterandrie), d. h. die Staubblätter gelangen vor den Narben zur Entwicklung, wodurch eine Selbstbestäubung weitgehend vermieden wird. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Bienen.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt nährstoffreiche Böden; feuchte Wiesen bis in Höhenlagen von ca. 1500müM zu finden

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet 

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: TG

(Diese Aufnahme entstand im „Auenriet“ (Rorbas))

 

Melampyrum pratense

Wiesen-Wachtelweizen

Familie: Sommerwurzgewächse

(Orobanchaceae)

Gattung: Wachtelweizen

(Melampyrum)

Art: Wiesen-Wachtelweizen

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Der Wiesen-Wachtelweizen wird 10-50 cm gross. Seine Blüten weisen lanzettliche grüne Deckblätter auf, die ganzrandig sind und am Grund keilartig verschmälert und abgerundet sind. Die Einzelblüten stehen in einseitswendigen Ähren, wobei die unteren entfernt stehen. Die 12-20 mm lange Krone ist gelblichweiss bis sattgelb gefärbt, ist keulenartig geformt und bildet eine lange gerade Röhre. Selten kann sie auch purpurn überlaufen sein. Die Kronröhre 

ist mindestens doppelt so lang wie der unbehaarte Kelch, dessen Kelchzähne fast anliegend sind. Die Kapselfrüchte sind zweispaltig und enthalten nur wenig Samen.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Der Wiesen-Wachtelweizen ist ein einjähriger Halbschmarotzer, der mit seinen knotenartig geformten Saugorganen an den Wurzeln anderer Pflanzen, z. B. Fichten, schmarotzt. Sein Name ist wenig zutreffend, da er fast nie in Wiesen vorkommt.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Lichte Wälder, Waldränder, Moore / kollin-subalpin(-alpin) / CH

Giftigkeit:

Durch den Gehalt an Aucubin ist der Wiesen-Wachtelweizen in allen Teilen schwach giftig. Besonders giftreich sind die Samen; sie können z. B. für Mäuse tödlich sein. Vergiftungen wurden aber auch bei Pflanzenfressern beobachtet. Die schwarz-blaue Färbung des Brotgetreides geht auch auf Aucubin zurück.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet 

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am „Steinbruch“ (Irchel/Obere Hueb))

 

Tragopogon pratensis

Wiesen-Bocksbart

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Bocksbärte

(Tragopogon)

Art: Wiesen-Bocksbart

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Der Wiesen-Bocksbart wird 30-70 cm hoch, meist verzweigt, in der Jugend weissflockig, später kahl. Blätter schmal-lanzettlich, lang zugespitzt, sitzend und umfassend. Köpfe einzeln am Ende der Zweige, Kopfstiele nur wenig verdickt. Hüllblätter meist 8, zur Blütezeit 2.5-3 cm, später bis 4,5 cm lang. Blüten goldgelb, zungenförmig, kürzer bis etwas länger als die Hülle. Früchte lang geschnäbelt, 1-2,5 cm lang (mit dem Schnabel), mit bräunlich-weissen, federig-verflochtenen Pappusborsten.

Blütezeit: Mai bis August

Ökologie:

Der Wiesen-Bocksbart ist meist eine zweijährige Halbrosettenpflanze, seltener einjährig überwinternd oder ausdauernd (dann eventuell als Rhizom-Geophyt). Er besitzt eine tiefreichende Pfahlwurzel und trägt Milchsaft. Seine Blüten sind „Körbchenblumen vom Leontodon-Typ“. Sie sind nur vormittags und nur bei schönem Wetter geöffnet. Als Bestäuber kommen Bienen, Schmetterlinge und Hummelschweber in Frage. Spontane Selbstbestäubung wird dadurch möglich, dass sich die beiden Narbenäste zuletzt spiralig umkrümmen und dabei die Fegehaare berühren, an denen noch Pollen haften können.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Fettwiesen, seltener auch in wegbegleitenden Unkrautfluren und Brachen, frische, nährstoff- und basenreiche, mittel- bis tiefgründige Böden.

Verwendung

Der Wiesen-Bocksbart ist in allen Teilen essbar. Der Trieb der jungen Pflanze liefert ein Gemüse, das an Spargel erinnert. Die Wurzel kann ähnlich wie Schwarzwurzel zubereitet werden. Die Blätter lassen sich roh oder gekocht verwenden. In der Türkei ist er als Yemlik bekannt, er wird dort gerne im Frühjahr gesammelt und entweder roh in Salz getunkt, als Salat oder gekocht gegessen.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet 

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand in der Nähe von Hettlingen)

 

Trifolium pratense

Wiesenklee

Familie: Hülsenfrüchtler

(Fabaceae)

Gattung: Klee

(Trifolium)

Art: Wiesenklee

Synonyme:

Rot-Klee

Beschreibung:

Der Wiesenklee  wird 15-40 cm hoch, aufsteigend, oft verzweigt, mit grundständiger Blattrosette. Die Blätter sind 3zählig. Teilblätter eiförmig oder oval, meist ganzrandig, bis 3 cm lang. Freier Teil der Nebenblätter eiförmig, plötzlich in eine Granne zusammengezogen. Die Blütenstände sind kugelig bis eiförmig, Durchmesser 1.5-3 cm, zu 1-3 am Ende der Zweige, ungestielt oder sehr kurz gestielt, von den obersten Blättern ± umhüllt. Einzelblüten ± sitzend.

Kelchröhre 10nervig, aussen behaart.

Blütezeit: Mai bis August

Ökologie:

Der Wiesenklee ist ein Hemikryptophyt und eine Schaftpflanze mit kräftigem Rhizom und Zugwurzeln. Er kann bis zu 2 Meter tief wurzeln. Vegetative Vermehrung erfolgt durch unterirdische Ausläufer. Schon die Keimblätter führen Tag- und Nachtbewegungen aus, indem sie sich nachts zusammenlegen. Die Fiedern der Laubblätter schwingen im Dunkeln in einem ca. dreistündigen Rhythmus (autonome Turgorbewegung). Blütenökologisch handelt es sich um nektarführende Schmetterlingsblumen mit Klappmechanismus. Sie werden meist durch „langrüsselige“ Hummeln und andere Apidae bestäubt.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt  frische, nährstoffreiche, tiefgründige Ton- und Lehmböden und ist kalk- und sulfatliebend. Der Wiesenklee gedeiht auf der kollinen bis alpinen Höhenstufe; in den Zentralalpen steigt er bis in Höhenlagen von 2600 Meter (dort eigene Unterarten).

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet 

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im „Wingert“ bei Neuburg) 

 

Galium mollugo

Wiesen-Labkraut

Familie: Rötegewächse

(Rubiaceae)

Gattung: Labkräuter

(Galium)

Art: Wiesen-Labkraut

Synonyme:

Klein-Wiesen-Labkraut,

Weisses Waldstroh,

Gewöhnliches Wiesen-Labkraut,

Gemeines Labkraut,

Beschreibung:

Das Wiesen-Labkraut erreicht eine Wuchshöhe von 30–100 cm. Der kahle Stängel ist auch unten deutlich vierkantig. Die 1–2.5 cm langen und 3–7 mm breiten, auffallend dünnen, ziemlich abrupt in die Spitze verschmälerten Blätter sind in 6–9-blättrigen Quirlen angeordnet. In den Achseln der oberen Blätter und am Ende des Stängels stehen mehrere rispenartige, scheindoldige Teilblütenstände, welche sich zu einem lockeren, schmal-pyramidenförmigen 

Gesamtblütenstand vereinen. Der Durchmesser der weissen, 4-zipfligen, radförmigen Blüten beträgt 2–3 mm, die Kronzipfel sind grannenförmig zugespitzt. Die Stiele der Einzelblüten sind meist 3–4 mm lang und länger als der Kronendurchmesser. Nach dem Blühen stehen sie mehr oder weniger sparrig ab.

Blütezeit: Mai bis September

Ökologie:

Das Wiesen-Labkraut ist ein Hemikryptophyt mit langen unterirdischen Ausläufern. Die Bestäubung erfolgt durch kurzrüsselige Insekten, insbesondere durch Hummeln. Die Früchte werden meist zufällig durch Grasfresser ausgebreitet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt  Fettwiesen, lichte Wälder, Gebüsche / kollin-montan / AS und Föhntäler der Nordalpen, sonst ungenügend bekannt.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet 

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand oberhalb vom Tössrain  (Wülflingen))

 

Thesium pyrenaicum

Wiesen-Leinblatt

Familie: Sandelholzgewächse

(Santalaceae)

Gattung: Leinblatt

(Thesium)

Art: Wiesen-Leinblatt

Synonyme:

Wiesen-Vermeinkraut ,

Pyrenäen-Bergflachs,

Pyrenäen-Vermeinkraut

Beschreibung: 

Das Wiesen-Leinblatt ist eine sommergrüne, hellgrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10-40 cm erreicht. Sie hat schräg aufrechte, am Grund mehr oder weniger gebogene Stängel. Der Blütenstand ist allseitswendig. Die zwittrige Blüte ist meist fünfzählig. Die Röhre der grünlich-weissen Blütenhülle ist etwa so lang wie die eingerollten Blütenzipfel. Die fruchttragenden Ästchen stehen mehr oder weniger waagerecht ab und sind länger als die Früchte. Es werden Nussfrüchte gebildet.

Blütezeit: Juni bis August

Ökologie:

Das Wiesen-Leinblatt ist ein Hemikryptophyt. Dieser Halbschmarotzer (Halbparasit) entzieht durch unterirdische Saugorgane, sogenannte Haustorien, aus dem Xylem der Wirtspflanze Wasser und Nährsalze. Blütenökologisch handelt es sich um unscheinbare „Nektar führende Scheibenblumen“. Der Nektar wird reichlich vom inneren Blütenbecher abgegeben. Als Bestäuber dienen Bienen, aber auch Selbstbestäubung kommt vor.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt  trockene bis feuchte, oft steinige Magerwiesen / (kollin-)montan-alpin / A, J, vereinzelt M Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet 

Im Kanton ZH gibt es diese Art gem. „Flora des Kt. ZH“ nur gerade in 2 Flächen bei Winterthur und Hinwil - Dättlikon wird nicht erwähnt Ergo: 3 Flächen

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: GE

(Diese Aufnahme entstand bei Wiberg / Dättlikon) 

 

Salvia pratensis

Wiesensalbei

Familie: Lippenblütler

(Lamiaceae)

Gattung: Salbei

(Salvia)

Art: Wiesensalbei 

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Der Wiesensalbei wird 30-60 cm hoch, oft verzweigt, ± behaart. Grundständige Blätter lang  gestielt, herz-eiförmig, unregelmässig stumpf gezähnt, runzelig. Blüten in zahlreichen locker stehenden, wenigblütigen quirligen  Teilblütenständen in den Achseln kleiner Hochblätter. Die 

Krone wird 2-2.5 cm lang, violettblau, seltener rötlich, 

noch seltener in Weiss

mit hoher helmartig gewölbter Oberlippe und 3teiliger Unterlippe. 2 Staubblätter(bei allen Salvia-Arten) Teilfrüchte eiförmig, glatt.

Blütezeit: Mai bis August

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt  Trockenwiesen, sonnige Raine / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet 

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei Wiberg / Dättlikon) 

 

Geranium pratense

Wiesen-Storchschnabel

Familie: Storchschnabelgewächse

(Geraniaceae)

Gattung: Storchschnäbel

(Geranium)

Art: Wiesen-Storchschnabel 

Synonyme:

Blaues Schnabelkraut

Beschreibung:

Der Wiesen-Storchschnabel ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20-80 cm erreicht. Am Stängel und an den Blattstielen befinden sich abwärts gerichtete Haare, insbesondere der obere Teil sowie die Blütenstiele sind drüsig behaart. Die gegenständigen Laubblätter sind gestielt. Die Blattspreiten sind tief handförmig geteilt, ihre sieben Abschnitte sind fiederspaltig und tief gesägt. Nebenblätter sind vorhanden. Die Blüten 

sind paarweise angeordnet. Die Blütenstiele sind nach dem Verblühen abwärts gebogen, zuletzt oft wieder aufgerichtet. Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die fünf grünen Kelchblätter sind (0.7 bis) meist 1-1.2 cm lang. Die 5 hell blauvioletten Kronblätter sind rund 15-22 mm lang. Es sind zwei Kreise mit je fünf Staubblättern vorhanden. Die Staubfäden sind am Grund abrupt dreieckig auf meist 1.5-2 mm verbreitert. 5 Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen.

Blütezeit: Juni bis Juli (siehe unten)

Ökologie:

Es handelt sich um einen sommergrünen Hemikryptophyt also um einen mehrjährigen Hemikryptophyt das ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt  Fettwiesen, oft kultiviert und verwildert / kollin(-montan) / J, M, vereinzelt AN, GR und VS

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz potenziell gefährdet (aber nur im Kt. VD geschützt)

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: VD

(Diese Aufnahme entstand am 28.11.22 nach der Thur-Holzbrücke Richtung Alten) 

 

Dipsacus fullonum

Wilde Karde

Familie: Geissblattlgewächse

(Caprifoliaceae)

Gattung: Karden

(Dipsacus)

Art: Wilde Karde 

Synonyme:

Färberkarte (Schweiz)

Strumpfhosenkratzerli (Luzern)

Beschreibung:

Die Wilde Karde ist eine zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 1.50 Meter erreicht. Die Stängel sind stachelig. Die Grundblätter sind kurzgestielt und in einer Rosette angeordnet. Die kreuzgegenständigen Stängelblätter sind in der Basis paarweise zusammengewachsen und am Rand gekerbt. Die ganze Pflanze ist mit spitzen Stacheln übersät. Die bei einer Länge von 5-8 cm eiförmig-länglichen, walzenförmigen, köpfchenförmigen Blütenstände sind von stacheligen, auffallend unterschiedlich langen und bogig aufsteigenden Hüllblättern umgeben. Die Tragblätter sind länger als die Blüte. Die Blüten sind zwittrig. Die vier violetten Kronblätter sind röhrenförmig verwachsen. Die Blüte ist blau.

Blütezeit: Juli bis August

Ökologie:

Blütenökologisch handelt es sich um „Körbchenblumen“. Die Entfaltung der Blüten geht von der Mitte des Blütenstandes aus und schreitet sowohl nach oben wie nach unten fort. Deshalb sieht man oft zwei Reihen von offenen Blüten; die dazwischen sind schon abgeblüht. Die Blüten sind vormännlich, mit einer 1 cm langen engen Röhre und herausragenden Narben und Staubbeuteln. Die Blüten werden reichlich von Insekten besucht. Der Nektar ist nur für langrüsselige Hummeln und Schmetterlinge erreichbar. Auch Selbstbestäubung ist erfolgreich.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt  Dämme, Wegränder, Ufer, Brachen / kollin-montan / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im Eigental (Oberemrach))

 

Malva sylvestris

Wilde Malve

Familie: Malvengewächse

(Malvaceae)

Gattung: Malven

(Malva)

Art: Wilde Malve 

Synonyme:

Grosse Käsepappel,

Rosspappel,

Käslikraut,

Hasenpappel

Beschreibung:

Die Wilde Malve wird 30-120 cm hoch, meist bogig aufsteigend, dicht behaart. Die unteren Blätter sind rundlich, nicht oder nur wenig geteilt, oberste meist etwa bis zur Mitte 3-7teilig, mit gerundeten, grob gezähnten Abschnitten. Die Blüten zu 2-6 in den Blattwinkeln. Die Kronblätter sind rotviolett bis weiss, mit dunklen Nerven, 2-3 cm lang, 3-4mal so lang wie der Kelch, tief ausgerandet. Aussenkelchblätter 3-6mal so lang wie breit. Frucht scheibenförmig, Durchmesser 8-10 mm, ± kahl, Stiele abstehend.

Blütezeit: Juni bis September (auch noch im November-siehe unten)

Ökologie:

Dieser Monokarper Hemikryptophyt ist ein wenigjähriger Hemikryptophyt, eine Pflanze, die während weniger Jahre mit Knospen auf der Erdoberfläche überwintert (Rosette) und nach dem einmaligen Blühen abstirbt, ohne weiter wachsende seitliche Organe zu bilden und er ist ein Therophyt welche nur eine Vegetationsperiode lebet und nur einmal blühet bzw. fruchtet. Er isteine krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wegränder, Schuttplätze / kollin-montan / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am 08.11.22  im Niderfeld (Wülflingen))

 

Daucus carota

Wilde Möhre

Familie: Doldenblütler

(Apiaceae)

Gattung: Möhren

(Daucus)

Art: Wilde Möhre 

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Die Wilde Möhre wird 30-100 cm hoch. Die Blättersind  2-3fach gefiedert. Teilblätter letzter Ordnung fiederschnittig, mit schmalen Zipfeln. Dolde vielstrahlig, zuerst flach, zur Fruchtzeit Strahlen zusammenneigend. Die Hüllblätter sind sehr lang, 3teilig oder gefiedert, mit linealen Zipfeln. Auch Hüllchenblätter zahlreich, hautrandig. Die Blüten sind weiss oder gelblich  (und wie Foto zeigt auch rot), in der Mitte der Dolde meist eine oder einige purpurschwarze, sterile Blüten. Die Frucht ist länglich, mit 4 Reihen von Stacheln. Dolde zur Fruchtzeit nestartig geschlossen.

Blütezeit: Juni bis August (auch noch im Oktober – siehe unten)

Ökologie:

Dieser Monokarper Hemikryptophyt ist ein wenigjähriger Hemikryptophyt, eine Pflanze, die während weniger Jahre mit Knospen auf der Erdoberfläche überwintert (Rosette) und nach dem einmaligen Blühen abstirbt, ohne weiter wachsende seitliche Organe zu bilden und er ist ein Therophyt welche nur eine Vegetationsperiode lebet und nur einmal blühet bzw. fruchtet. Er ist eine krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wiesen, Wegränder / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am 13. Oktober 22 im Niderfeld (Wülflingen)) 

 

Euphorbia amygdaloides

Mandelblättrige Wolfsmilch

Familie: Wolfsmilchgewächse

(Euphorbiaceae)

Gattung: Wolfsmilch

(Euphorbia)

Art: Mandelblättrige Wolfsmilch 

Synonyme:

Mandel-Wolfsmilch

Beschreibung:

Die Mandelblättrige Wolfsmilch ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 30-70 cm erreicht. Die Pflanze überwintert mit grünen Blättern. Die Stängel sind aufrecht oder aufsteigend. Die Laubblätter stehen wechselständig und sind mittig des Blühtriebes rosettig gehäuft. Ihre Blattspreite ist ganzrandig, verkehrt-eilanzettlich und in den kurzen Blattstiel verschmälert. An der Unterseite und am Rand sind sie meist behaart. An den 

nichtblühenden Trieben sind die Blätter 4-7 cm lang, immer ohne Nebenblätter. Die Teilblütenstände bilden eine bis zu neunstrahlige Scheindolde, häufig stehen seitlich darunter weitere Teilblütenstände. Die Hochblätter sind paarweise zu Bechern verwachsen. Die Nektardrüsen sind mondsichelförmig.

Blütezeit: April bis Juni

Ökologie:

Die Bestäubung erfolgt durch Zweiflügler (Diptera). Die Ausbreitung der Samen erfolgt vorwiegend durch Ameisen (Myrmekochorie).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Laubmischwälder, auf Kalk / kollin-montan / J, M, zerstreut A

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand oberhalb der Chalberweid (Teufen)) 

 

Euphorbia dulcis

Süsse Wolfsmilch

Familie: Wolfsmilchgewächse

(Euphorbiaceae)

Gattung: Wolfsmilch

(Euphorbia)

Art: Süsse Wolfsmilch 

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Die Süsse Wolfsmilch ist eine sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 20-50 cm erreicht. Als Überdauerungsorgan bildet sie ein fleischiges, waagerecht wachsendes Rhizom. Der Stängel ist stielrund, nach oben hin behaart. Die mittleren und oberen Laubblätter sind 40-90 mm lang und 10-20 mm breit. Sie sind verkehrt eilänglich oder länglich-lanzettlich und mit verschmälertem Grund sitzend oder kurz gestielt. Sie sind ganzrandig oder nach vorn fein gezähnt und unterseits blaugrün.Die Hochblätter sind dreieckig, am Grund gestutzt, aber meist etwas länger als breit. Der Gesamtblütenstand ist wenig verzweigt und besitzt drei bis fünf Doldenstrahlen. Diese Strahlen sind meist ungeteilt, seltener gegabelt. Die Nektardrüsen sind zunächst gelbgrün, später dunkelpurpurn.

Blütezeit: April bis Juni

Ökologie:

Dieser Geophyt ist eine Pflanze, deren Knospen im Boden überwintern, oft in Kombination mit Speicherorganen (Rhizome, Knollen, Zwiebeln).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Gebüsche, Laubwälder / kollin-montan(-subalpin) / CH (fehlt im Engadin)

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand oberhalb Rebacher (Teufen))

 

Euphorbia cyparissias

Zypressenblättrige Wolfsmilch

Familie: Wolfsmilchgewächse

(Euphorbiaceae)

Gattung: Wolfsmilch

(Euphorbia)

Art: Zypressenblättrige Wolfsmilch 

Synonyme:

Zypressen-Wolfsmilch

Warzengras,

Bauernrhabarber

Beschreibung:

Diese bläulichgrüne, mehrjährige, krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 15-50 cm und hat dicht beblätterte Stängel. Es gibt an den Pflanzen meist zwei unterschiedlich aussehende Formen von Trieben. Die nichtblühenden Triebe sind "tannenwedelartig zypressenähnlich“ aussehend, wovon sich der Name ableitet. Die Blätter sind schmal linealisch, dünn, 1–3 cm lang und nur 2–3 mm breit. Die Hauptdolde (Scheindolde) ist vielstrahlig; Hochblätter der oberen Verzweigung sind nicht verwachsen, gelb und zuletzt rot. Die Nektardrüsen sind halbmondförmig, zweihörnig, wachsgelb. Die Kapselfrucht ist feinwarzig.

Blütezeit: April bis Juni

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Giftigkeit:

Alle Pflanzenteile sind durch den Milchsaft stark giftig. Die Hauptwirkstoffe sind Diterpenester vom Ingenan-Typ, so genannte Cyparissiasfaktoren. Sie wirken stark irritierend auf die Haut und tumorpromovierend. Die auch „Warzengras“ und „Bauernrhabarber“ genannten Pflanzen werden vom Weidevieh wegen ihres scharfen Geruchs und Geschmacks zwar weitgehend gemieden; da sich die Giftwirkung durch Trocknen aber nicht verliert, sind Vergiftungen durch Gehalt im Heu trotzdem möglich.  Bei Hautkontakt können sich schmerzhafte Blasen bilden. Wie auch bei anderen Wolfsmilch-Arten sollte der klebrige Milchsaft auf keinen Fall mit dem Auge in Berührung kommen. Er ist daraus nur schwer zu entfernen und es drohen gefährliche Bindehaut- und Hornhautentzündungen.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Magerwiesen, Weiden, Wegränder / kollin-alpin / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand Scheibenstand Teufen)

 

Euphorbia helioscopia

Sonnenwend-Wolfsmilch

Familie: Wolfsmilchgewächse

(Euphorbiaceae)

Gattung: Wolfsmilch

(Euphorbia)

Art: Sonnenwend-Wolfsmilch 

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Die Sonnwend-Wolfsmilch ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 40 cm erreicht, die meisten Pflanzen werden jedoch nur 10-20 cm hoch und bleiben unverzweigt oder verzweigen nur gering aus der Basis. Der zylindrische, bis etwa 3 mm dicke Stängel trägt nur wenige verkehrt-eiförmige Laubblätter, die bis etwa 2 cm lang sind. Das  Längenwachstum wird mit einem Wirtel aus fünf Blättern abgeschlossen, über dem der endständige Blütenstand erscheint.  Der Blütenstand bildet den umfangreichsten Teil der Pflanze. Er ist eine fünfstrahlige Trugdolde, die dreigeteilt (trichotom) verzweigt ist. Die Hochblätter, die den grössten Teil des Laubes ausmachen, sind blattförmig, häufig leicht gezähnt und gelblich-grün. Ebenfalls gelblich-grün sind die nur etwa 1 mm grossen Cyathien. Die zuerst gebildeten Cyathien tragen meist fünf, die auf weiter verzweigten Blütenstandsstielen erscheinenden Cyathien meist nur vier breit eiförmige bis fast kreisrunde Nektardrüsen. Die tief gelappte, dreikammerige Kapselfrucht hat einen Durchmesser von etwa 3 mm und ragt auf einem gebogenen Stiel aus dem Cyathium heraus. Ihre Blütenstände richten sich stets nach der Sonne aus. Deshalb Sonnenwend-Wolfsmilch

Blütezeit: April bis September

Ökologie:

Dieser Therophyt ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Gärten, Äcker, Weinberge / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand in der Nähe von Volken)

 

Viola mirabilis

Wunder-Veilchen

Familie: Veilchengewächse

(Violaceae)

Gattung: Veilchen

(Viola)

Art: Wunder-Veilchen 

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Beim Wunder-Veilchen handelt es sich um eine mehrjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10- 25 cm. Die dicke Grundachse ist braunschuppig. Die recht grossen Laubblätter sind breit herzförmig, kurz zugespitzt und in jungem Zustand tütenförmig zusammengerollt. Die unteren Laubblätter sind fast nierenförmig und abgestumpft. Die zwittrige Blüte ist zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle.

Blütezeit: April bis Mai

Ökologie:

Das Wunder-Veilchen weist die Eigenart auf, dass es sich in seinem Erscheinungsbild im Frühjahr von dem im Hochsommer deutlich unterscheidet. Die Frühjahrspflanze besitzt eine Blattrosette mit grundständigen, sich öffnenden, jedoch nicht fruchtenden Blüten (Chasmogamie). Die Hochsommerpflanze entwickelt dagegen mehr oder weniger aufrechte, einreihig behaarte, beblätterte Stängel. Diese tragen kurz gestielte, meist fruchtende, aber sich nicht öffnende Blüten (Kleistogamie). Die Frühjahrsblüten erreichen eine Länge von etwa 2 cm, sind blasslila gefärbt und wohlriechend. Die später auftretenden kleistogamen Blüten sind dagegen scheinbar kronblattlos. Alle Blüten besitzen lanzettliche Neben- und Kelchblätter. Die Fruchtkapsel ist zugespitzt und unbehaart. Die Blütezeit des Wunder-Veilchens umfasst die Frühjahrsphase, die in der Regel von April bis Mai dauert, sowie die Hochsommerperiode.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Gärten, Äcker, Weinberge / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz potenziell gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: BL, VD, GE

(Diese Aufnahme entstand oberhalb Rütibuck (Teufen))

 

Anthyllis vulneraria

Wundklee

Familie: Hülsenfrüchtler

(Fabaceae)

Gattung: Wundklee

(Anthyllis)

Art: Wundklee 

Synonyme:

Echter Wundklee,

Gemeiner Wundklee,

Gewöhnlicher Wundklee,

Tannenklee

Beschreibung:

Der Wundkleestängel ist anliegend behaart. Stängelblätter 3-5, ±  gleichmässig verteilt. Endteilblatt der oberen Stängelblätter nur 1-1,3mal so lang wie die seitlichen und nur wenig breiter als diese. Die Blüten sind hellgelb bis rosa, Schiffchenspitze purpurn. Kelch 3-5 mm dick, ± anliegend behaart, meist mit roten Zipfeln. Hüllblätter tief geteilt, mit spitzen Zipfeln.

Blütezeit: Mai bis September

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet. Dieser Monokarper Hemikryptophyt ist ein wenigjähriger Hemikryptophyt, eine Pflanze, die während weniger Jahre mit Knospen auf der Erdoberfläche überwintert (Rosette) und nach dem einmaligen Blühen abstirbt, ohne weiter wachsende seitliche Organe zu bilden..

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Trockenwiesen, lichte Wälder / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am 22. Februar 20 !! im Wingert (Neuburg))

 

Vicia sepium

Zaun-Wicke

Familie: Hülsenfrüchtler

(Fabaceae)

Gattung: Wicken

(Vicia)

Art: Zaun-Wicke 

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Die Zaun-Wicke wird 30-90 cm hoch, aufrecht oder kletternd. Blätter paarig gefiedert, mit 4-7 Fiederpaaren und Endranke. Teilblätter 1-3 cm lang, länglich-eiförmig, kurz bespitzt, zerstreut behaart. Die Blüten sind trübviolett bis 

weisslila, 12-20 mm lang, abstehend oder nickend, in 3-6blütigen, kurz gestielten, einseitswendigen Trauben. Untere Kelchzähne länger als obere. Frucht abstehend oder hängend, zuletzt schwarz und kahl, 2-3 cm lang.

Blütezeit: April bis Juli

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet. Es ist eine krautige oder verholzte 

Pflanze, welche an anderen Pflanzen oder Objekten hochklettert – also eine iane.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wiesen, Gebüsche, Wälder / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Irchel) 

 

Cymbalaria muralis

Zimbelkraut

Familie: Wegerichgewächse

(Plantaginaceae)

Gattung: Zimbelkräuter

(Cymbalaria)

Art: Zimbelkraut 

Synonyme:

Mauer-Zimbelkraut,

Eustett (Schweiz)

Beschreibung:

Das Zimbelkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Die fadenförmigen, kletternden oder hängenden, kahlen bis behaarten Stängel sind bis zu 60 cm lang. Die kleinen, kahlen, langstieligen, wechsel- bis gegenständigen, herzförmigen, gelappten, ganzrandigen, bis 1.5–5.5 cm grossen Laubblätter sind unterseits manchmal violett gefärbt. Die rundlichen bis dreieckigen 5–9 Blattlappen sind oft feinstachelspitzig oder abgerundet. Die gestielten Blüten

erscheinen einzeln und achselständig. Die relativ kleinen, zwittrigen, fünfzähligen und hellvioletten bis violett, selten weissen Blüten sind zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Die zweilippigen Blütenkronen sind gespornt. Die Blütenröhre ist mit einem gelben „Gaumen“ maskiert, von einer Wölbung der dreilappigen Unterlippe verschlossen. Dies schliesst schwache Insekten von der Bestäubung aus (Kraftblume). Die Maskierung täuscht grosse Staubbeutel vor, ein Signal an pollensammelnde Insekten. Die kurzen und eingeschlossenen vier Staubblätter sind didynamisch. Der Fruchtknoten ist oberständig mit schlankem Griffel.

Blütezeit: April bis Oktober  *

Ökologie:

Dieser krautige Chamaephyt ist eine krautige, nicht verholzende Pflanze, deren Knospen bodennah (5-40 cm über Boden) überwintern.    Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Mauern, Felsen / kollin(-montan) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am ** 20. Dezember 22 !!  beim Schloss Wart (Neftenbach))

 

Vicia villosa

Zottige Wicke

Familie: Hülsenfrüchtler

(Fabaceae)

Gattung: Wicken

(Vicia)

Art: Zottige Wicke

Synonyme:

Gewöhnliche Zottige Wicke

Beschreibung:

Die Zottige Wicke ist eine zweijährige krautige Pflanze; sie ist seltener auch einjährig oder mehrjährig. Ihre Stängel und Laubblätter sind dicht zottig behaart. Die gefiederten Laubblätter besitzen sechs bis zwölf Paare von Fiederblättchen. Diese Fiedern sind meist länglich, 25-30 mm lang und 2-6 mm breit. Sie sind meist abgerundet und kurz bespitzt. Die Endfieder und benachbarte Fiederpaare sind in Ranken umgewandelt. Die Nebenblätter sind 

halbpfeilförmig, die oberen sind lanzettlich. Die Zottige Wicke fällt besonders durch ihre lang gestielten, traubigen Blütenstände auf, die 20-30 Blüten enthalten. Durch die starke Behaarung der Kelche und des Blütenstands sehen diese fast kätzchenartig aus. Die zwittrige Blüte ist bei einer Länge von 25-20 mm zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die unteren Kelchzähne sind pfriemlich, sie sind gewimpert und mindestens so lang wie die Kelchröhre. Die blau-violetten Kronblätter stehen in der typischen Form der Schmetterlingsblüte beisammen. Von der ähnlichen Vogel-Wicke (Vicia cracca) unterscheidet sich die Zottige Wicke dadurch, dass die Platte der Fahne deutlich kürzer ist als der Nagel. Die Flügel sind fast ebenso lang wie die Fahne, nur das Schiffchen ist kürzer.

Blütezeit: Juni bis August  

Ökologie:

Als Leguminose bindet sie durch Symbiose mit Knöllchenbakterien in den Wurzeln Stickstoff aus der Luft. Es ist eine Liane, welche an anderen Pflanzen oder Objekten hochklettert.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Getreidefelder, Äcker, Schuttplätze, auch angebaut / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei der Moselwisen (Embrach)) 

 

Epilobium hirsutum

Zottiges Weidenröschen

Familie: Nachtkerzengewächse

(Onagraceae)

Gattung: Weidenröschen

(Vicia)

Art: Zottiges Weidenröschen

Synonyme:

Schosskraut,

Wasserviolen,

braun Weiderich

Beschreibung:

Die Stängel des Zottigen Weidenröschen werden rund, 50-150 cm hoch, ästig, zottig und drüsig behaart, längste Haare 2-5 mm lang. Alle Blätter sitzend, etwas stängelumfassend, untere gegenständig, obere z.T. wechselständig, mit hakig nach vorn gerichteten Zähnchen. Die Blütenknospen stehen aufrecht. Die Kelchblätter sind stachelspitzig, 8-10 mm lang. Kronblätter 1,5-2 cm lang, ausgerandet. Die Narben werden zuletzt sternförmig ausgebreitet.

Blütezeit: Juni bis September  

Ökologie:

Blütenökologisch handelt sich um vormännliche „Trichterblumen“, die selbststeril sind. Im Gegensatz zu anderen Epilobium-Arten sind die Blüten auch bei Regen aufrecht und geöffnet. Die Samen sind leichter als Wasser und können mehrere Wochen schwimmen. Ausser durch Samen vermehrt sich die Art vegetativ durch die dicken, weisslichen, mit Niederblättern besetzten, weithin kriechenden „Wurzelstöcke“. So besiedelt sie bereits vor der Blüte gemähte Feuchtwiesen. Die Drüsenhaare und Nadelkristalle in den Blattzellen wirken als Frassschutz.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Gräben, feuchte Wälder, Schilfränder / kollin-montan / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Irchel)

 

Linum usitatissimum 

Flachs

Familie: Leingewächse (Linaceae)

Gattung: Lein (Linum) 

Art: Flachs

Synonyme:

Gemeiner Lein,

Saat-Lein, 

Haarlinse

Zarter Lein

Beschreibung:

Ähnlich wie der Alpen-Lein, aber bis 80 cm hoch, Stängel stets einzeln und ohne sterile Triebe, Blätter bis 4 cm lang, Knospen aufrecht, Kelchblätter lang zugespitzt, mit Hautrand, vorn fein bewimpert. Die Kronblätter sind 12-15 mm lang, Narben keulenförmig, mehr als 0.8 mm lang, Frucht stets aufrecht. Stammt wahrscheinlich von L. bienne ab. 

Blütezeit:  Juni - Juli

Vorkommen:

Der Gemeine Lein ist nur aus Kultur bekannt. Nur selten tritt er verwildert auf. Er stammt vom Zweijährigen Lein (Linum bienne) ab, der im Mittelmeergebiet heimisch ist. Diese Art wurde in Mesopotamien ab dem frühen Neolithikum (ab 7.500 v. Chr.) kultiviert. Die Entstehung des Gemeinen Leins dürfte in Mesopotamien oder Ägypten erfolgt sein. 

In der Schweiz war diese Pflanze weit verbreitet, heute kommt sie hier vereinzelt vor.

Gefährdung: 

Es ist eine seltene Art

(Mein Fund stammt aus  Winterthur - dieser Standort wird in namhafter Literatur und Webseiten nicht erwähnt)

 

Dracocephalum moldavica

Türkischer Drachenkopf

Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)

Gattung: Drachenköpfe 

(Dracocephalum)

Art: Türkischer Drachenkopf

Synonyme:

Moldawische Melisse

Moldawien-Drachenkopf 

Beschreibung:

Der Türkische Drachenkopf ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 22 und 40 cm erreicht. Er bildet mehrere aufrechte, verzweigte Stängel aus, die purpurn angefärbt und mit winzigen nach unten zeigenden Härchen besetzt sind. Die Laubblätter sitzen vor allem am oberen Teil des Stängels an Stielen, die etwa so lang wie die Spreiten sind. Die Blattform ist oval bis keilförmig, an der Basis eher herzförmig und hier manchmal gezahnt, am Rand leicht gefurcht und mit abgerundeter Spitze. Die oberen Blattspreiten sind eher lanzettförmig bis linear-lanzettförmig. Die Blätter werden von 1,4 bis 4,0 cm lang und zwischen 0.4 und 1.2 cm breit. Sie sind gelblich drüsig mit nur wenigen Leitbündeln, die mit kleinen Härchen besetzt sind. Die Blütenstände sind Scheinquirle (zymös) aus vier Blüten, die lose an den fünf bis zwölf oberen Nodien des Stängels und der Zweige sitzen. Die Hochblätter sind länglich, aber etwas kürzer als der Kelch. Ihr Rand ist mit 2,5 bis 3,5 mm langen Dornen besetzt und dünn behaart. Der Blütenstiel ist 3 bis 5 mm lang und steht nach der Entfaltung der Blüte (Anthese) waagerecht. Der Kelch ist 8 bis 10 Millimeter lang und golden drüsig. Besonders an der Basis ist er fein behaart. Die Leitbündel sind purpurn. Die Lippenblüten bestehen aus zwei Lippen. Die obere Lippe ist ungleich gezahnt, mit scharfer Spitze. Die Krone ist bläulich purpurn und 1,5 bis 2,5 cm gross, an der Aussenseite weiss drüsig. Die Mitte der unteren Lippe ist häufig dunkel gepunktet. Nach der Blüte bilden sich sogenannte Klausen als Früchte aus, sie werden circa 2,5 mm lang und haben eine abgeschnittene glatte Spitze 

Blütezeit:  Juli -September

Vorkommen:

Die Art ist neben Europa auch in weiten Teilen Asiens verbreitet, unter anderem in Russland, Tadschikistan, Turkmenistan, Indien und der Volksrepublik China. Das Verbreitungsgebiet reicht vom Iran bis zu Russlands Fernem Osten. Sie liebt trockene Hügel, steinige Flussbänke und Täler in Höhenlagen zwischen 200 und 2700 Meter.

(Der Türkische Drachenkopf wird weder bei Infoflora noch bei Flora des Kantons Zürich erwähnt – 

Ergo: Es bleibt einzig mein Fund aus Winterthur)

Gefährdung:

Es ist in der Schweiz eine seltene Art.

 

Gypsophila elegans 

Sommer-Schleierkraut

Familie: Nelkengewächse 

(Caryophyllaceae)

Gattung: Gipskräuter 

(Gypsophila)

Art: Sommer-Schleierkraut

Synonyme:

Keine

Beschreibung: 

Das Sommer-Schleierkraut ist eine interessante, einjährige Pflanze, die sich ab Juli mit weissen, schalenförmigen Blüten präsentiert. Das Blattwerk hat eine mittelgrüne Farbe. Unter optimalen Bedingungen wächst Gypsophila elegans, weiss buschig und aufrecht und erreicht Grössen von bis zu 1 m, sowie Breiten von etwa 80 cm.

Blütezeit:  Juni – Juli

Ökologie

Der wissenschaftliche Name der Art, gypsophila, „Gips liebend”, weist auf die von vielen Arten bevorzugten Standorte hin. Es gibt vielerorts keine Gipsfelsen, aber die Gipskräuter nehmen auch mit kalkhaltigem Boden vorlieb. Wie für Trockenpflanzen typisch ist das Wurzelwerk bei den Gipskräutern oft stark ausgebildet. Die Wurzeln enthalten grosse Mengen an Saponinen, organischen Verbindungen, die mit Wasser zusammen kräftig schäumen und Fette lösen können. Man hat sie daher zum Waschen von Stoffen verwendet.

Vorkommen:

Der bevorzugte Standort für das Sommer-Schleierkraut ist eine sonnige Lage mit durchlässigem, lockerem und sandigem Pflanzsubstrat. Die natürliche Heimat der Art Gypsophila elegans ist in Türkei und Kaukasus zu finden.

Gemäss Flora des Kantons Zürich wurde 1 Fund aus Zollikon (1895) und 1 Fund aus Zürich (1904) gemeldet.

(Mein Fund in Winterthur wird in namhafter Literatur und Webseiten nicht erwähnt)

 

Lactuca virosa

Gift-Lattich

Familie: Korbblüttler (Asteraceae)

Gattung: Lattiche (Lactuca)

Art: Lattich

Synonyme:

Gift-Lattich, Stinklattich, Stinksalat

Beschreibung: 

Der Gift-Lattich ist eine ein- bis zweijährige, krautige Pflanze, die meist 60 bis 120 cm, selten 2 m hoch wird. Die Wurzeln sind spindelförmig, ästig und riechen unangenehm nach Mohn. Der aufrechte, zylindrische, milchsaftführende Stängel hat eine weissliche und oft rötlich überlaufene Farbe und ist oberwärts rispig verzweigt. Er ist in der unteren Hälfte oder etwas höher hinauf beblättert. Zunächst bildet er eine grundständige Blattrosette, die einen Durchmesser von über 30 cm erreichen kann und aus der im Sommer des ersten oder zweiten Jahres ein langer Stängel mit den Blüten wächst. Alle Lactuca-Arten durchleben vor der Blütezeit eine Phase intensiven  Höhenwachstums („Schiessen“). Die Laubblätter haben einen bitteren bis scharfen Geschmack, sind blaugrün, waagerecht ausgerichtet und meist ungeteilt, selten etwas buchtig gelappt, eiförmig und an der Unterseite der Mittelrippe stachelborstig. Ihr Rand ist spitz gezähnelt. Die Grundblätter sind am Grund in einen Blattstiel verschmälert, die Stängelblätter sind sitzend mit herzpfeilförmig-stängelumfassendem Grund. In einem verlängerten pyramidenförmig-rispigen Gesamtblütenstand sind die Rispenäste auf ihrer ganzen Länge mit Blütenkörben besetzt. Die eiförmig-zylindrische Hülle ist 10 bis 12 mm lang; die kahlen, am Rand weisslichen, an der Spitze roten Hüllblätter sind dachig angeordnet. Die hellgelbe Zungenblüten überragen die Hülle. Die Bestäubung erfolgt entweder durch Insekten oder über Selbstbestäubung. Wie bei vielen anderen Arten in der Unterfamilie Cichorioideae wandeln sich die Kelchblätter der Blüten schliesslich in einen schirmförmigen Pappus, der es ermöglicht, dass die daran hängenden Samen als Schirmflieger mit dem Wind (Meteorochorie) oder am Fell von Tieren hängend (Zoochorie) verteilt werden. Die Früchte weisen beiderseits fünf Rippen auf und sind dunkel behaart.

Blütezeit: Juli - September.Nach Verteilung der Samen stirbt die Pflanze. 

Verwechslungen mit anderen Pflanzen:

Gift-Lattich: Die Blattrandzähne sind gut sichtbar. Eine Verwechslungsgefahr besteht mit der Gemüse-Gänsedistel, deren Blätter aber keine Stacheln haben; mit der Wilden Karde, die aber blassviolette Blüten aufweist und deren gegenständige Blätter an der Unterseite nicht nur entlang der Mittelader stachelig sind; und mit anderen Latticharten, insbesondere dem Stachel-Lattich, der normalerweise an den viel stärker eingeschnittenen, streng senkrecht gestellten Blättern leicht zu erkennen ist. Pflanzen mit mässig verdrehten, mehr oder weniger ungeteilten Blättern sind am sichersten an den Früchten zu identifizieren, die beim Stachel-Lattich borstig-gezähnt sind. Vorkommen

Vorkommen:

Steinige Böden in warmen Lagen, Schuttplätze / kollin(-montan) Als wärmeliebende Pflanze vom Mittelmeer wächst er in trockenen, nährstoffreichen Stauden- und ausdauernden Unkrautfluren in Süd-, Mittel-, Westeuropa, aber auch in Osteuropa noch bis Ungarn und Polen, ebenso in Nordafrika bis Westasien. (Mein Fund stammt aus  Winterthur/Wülflingen  - dieser Standort wird in namhafter Literatur und Webseiten nicht erwähnt)

Ökologie:

Die Pflanze bietet Lebensraum für Insekten: unter anderem die Larven der Gammaeule (Autographa gamma), des Schmetterlings Eucosma conterminana und der inzwischen seltenen Kompasslatticheule (Hecatera dysodea), aber auch Blattläuse ernähren sich von ihr. Andererseits verteidigt sich der Gift-Lattich gegen Fressfeinde mit den im Milchsaft austretenden Bitterstoffen, die in der Zeit des Schiessens der Pflanze und der nachfolgenden Blütezeit in hohem Mass produziert werden. Generell werden Verletzungen mit dem kautschukartigen Hauptbestandteil des Saftes, dem Lactucerin, zugeklebt und Eindringlinge wie Pilze mit Phytoalexinen getötet. Der Gift-Lattich ist resistent gegen das Salat-Varicosavirus und den Falschen Mehltau des Salats (Bremia lactucae), und diese Resistenzen wurden bereits erfolgreich in Kopfsalat-Zuchtlinien (wieder-)eingekreuzt Seine Blätter und der getrocknete Milchsaft, das Lactucarium, können in hohen Dosierungen giftig sein und wurde bis vor 100 Jahren als Beruhigungsmittel und als Opiumersatz verwendet.

 

Hyssopus officinalis 

Echter Ysop 

Familie: Lippenblütler 

(Lamiaceae)

Gattung: Hyssopus 

Art: Ysop

Synonyme:

Ysop

Echter Ysop

Beschreibung:

Der Echte Ysop ist eine bis 60 cm hohe Staude oder ein Zwergstrauch. Er weist zahlreiche aufrechte, selten auch niederliegende, verzweigte, mattbraune Äste mit abblätternder Rinde auf. Die Blätter sind gegenständig und  scheinbar quirlig an Kurztrieben angeordnet. Sie sind sitzend oder fast sitzend, bis 50 mm lang und 10 mm breit. Ihre Form ist stumpf oder kurz zugespitzt, sie sind ganzrandig, kahl bis zottig behaart und an Ober- und Unterseite dicht mit Öldrüsen bedeckt. Die fünfzähligen Blüten sind leuchtendblau oder violett gefärbt, selten weiss oder rosa. 4 bis 16 Blüten sind in einseitswendigen Scheinquirlen zu endständigen, ährigen Blütenständen vereinigt. Die Vorblätter sind linealisch, laufen spitz zu und sind nicht begrannt oder besitzen Grannen mit einer Länge von 1 bis 3 mm. Der Kelch ist oft violett, röhrig, 15-nervig und kahl oder flaumig behaart. Die gleich grossen Kelchzähne sind bis 3 mm lang und mit oder ohne Granne. Die Blütenkrone ist bis zu 12 mm lang, trichterförmig und zweilippig. Die Oberlippe ist aufrecht und ausgerandet, die Unterlippe lang abstehend und dreilippig mit einem grossen ausgerandeten Mittellappen. Es sind 4 herausragende und spreizende Staubblätter vorhanden. Die Staubfäden sind weiss oder violett. Der Fruchtknoten ist oberständig. Die Griffel sind länger als die Staubblätter. Die ungefähr 2 mm langen Nüsschen sind braun und glatt, sie verschleimen bei Feuchtigkeit.

Blütezeit:  Juli - September

Vorkommen:

Der Echte Ysop bevorzugt Felsige Hänge, Trockenwiesen, auch kultiviert und verwildert / kollin-montan / VS, VD 

Flora des Kantons Zürich: Mehrere Funde in der Stadt Zürich 1871, in Glattfelden 1904, in Uitikon und Kilchberg und im Rahmen der FloZ-Kartierung in Stäfa und Richterswil.

(Mein Fund stammt aus  Eglisau  - dieser Standort wird in namhafter Literatur und Webseiten nicht erwähnt) Es ist fraglich, ob diese, nach dem zu frühen Abmähen im Jahr 2024, nochmal zum Blühen kommen!

Gefährdung: 

sehr selten und potenziell gefährdet (Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz) Bem.: Damit habe ich etwas Mühe

Cosmos bipinnatus

Schmuckkörbchen

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Kosmeen

(Cosmos)

Art: Schmuckkörbchen

Synonyme:

Fiederblättrige Schmuckblume,

Kosmee

Beschreibung:

Cosmos bipinnatus sind einjährige krautige Pflanzen, mit Wuchshöhen von bis zu 2 m . Der verzweigte Stängel ist meist dicht bis vereinzelt mit feinen, nach oben hin aufgespaltenen, rauen Trichomen besetzt, einige Exemplare sind auch komplett unbehaart. Die einschliesslich des Blattstieles meist 5-15 cm langen Laubblätter sind zwei- bis dreifach fiederspaltig geteilt. Der Blattstiel selbst ist unscheinbar, geflügelt, 10 (selten bis 15) mm lang, manchmal sind die Blätter auch fast aufsitzend. Die Teilblätter sind linealisch-fadenförmig bis eng linealisch mit einer Breite von 0.5 bis 1 (selten bis 1.7) mm; die Spitzen sind zugespitzt, verhärtet, aber nicht besonders scharf. Die sehr auffälligen körbchenförmigen Blütenstände haben einen Durchmesser von meist 5-7 (selten 8) cm und enthalten Zungen- und Röhrenblüten, die von Hüllblättern umgeben sind. Die äusseren Hüllblätter stehen meist zu acht und sind eiförmig bis lanzettlich-schwanzähnlich geformt, 7-15 mm lang, 3-5 (selten 6) mm breit. Die inneren Hüllblätter sind eiförmig-lanzettlich und 8-12 mm lang. Sie sind durchscheinend mit vielen schwarzen Streifen und einem bis zu 1 mm breiten klarem Rand, der manchmal gelbliche oder rosa Pigmente aufweist, die Spitze ist bewimpert. Die Spreublätter haben gold-gelbe, fadenförmige Spitzen und ragen zwischen den Röhrenblüten hervor. Die verbreiterte Basis dieser Spreublätter ist durchscheinend, mit einer gelben Linie versehen. Die meist acht Zungenblüten sind rosa bis violett oder weiss gefärbt, an der Basis können auffällig durch Anthocyanin gefärbte Flecken auftreten. Die Zungen sind umgekehrt eiförmig geformt, haben eine Länge von meist 20-35 (16-40) mm und eine Breite von meist 12-20 (8-25) mm. Die Spitzen sind fast abgestumpft und weisen drei breite, wellige Zähne auf. Darunter sind sie stark verjüngt.

 Blütezeit: Juni bis Oktober  

Ökologie:

Da sie in vielen Ländern als Zierpflanze verwendet wird und zum Verwildern neigt, ist sie in vielen Gebieten der Welt eine invasive Pflanze.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte. Der Boden sollte gut durchlässig und nährstoffreich sein.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im Niderfeld bei Wülflingen und wurde dort angesäht) 

 

Nymphoides peltata

Teichenzian

Familie: Fieberkleegewächse

(Menyanthaceae)

Gattung: Seekannen

(Nymphoides)

Art: Teichenzian

Synonyme:

Europäische Seekanne

Beschreibung: 

Beim Teichenzian es handelt sich um eine ausdauernde krautige Pflanze. Sie bildet ein langes, kriechendes Rhizom. Der Teichenzian hat 80-150 cm lange, flutende Stängel, an deren oberem Ende sich wechselständige Laubblätter befinden, die auf der Wasseroberfläche schwimmen. Diese Laubblätter sind kahl und oval bis fast kreisrund, mit einer Länge von 7-13 cm. Die Blattoberseite ist glänzend grün. Die Blattunterseite ist graugrün bis rötlich. Dort befinden sich auch kleine Pünktchen, die sogenannten Hydropoten oder „Wassertrinker“, mit denen der Teichenzian in der Lage ist, im Wasser gelöste Nährstoffe aufzunehmen. Die Blüten befinden sich wie die Laubblätter am Ende von langen und flutenden Stielen und erscheinen in einem von zwei Hochblättern gestützten doldenrispen Blütenstand. Die Blüte ist radiärsymmetrisch mit doppelter Blütenhülle. Die Kelchblätter sind lanzettlich. Die Blütenkrone ist bei einem Durchmesser von bis zu 3 cm relativ gross, trichterförmig und tief fünflappig. Die fünf gelben Kronblätter haben am Rand bärtig bewimperte Zipfel. Es sind fünf Staubblätter vorhanden.

 Blütezeit: Juli bis September  

Ökologie:

Der Aufbau der Pflanze ist ziemlich kompliziert. Das Rhizom besteht aus Langtrieben und Kurztrieben. Langtriebe werden meistens während des Sommers, Kurztriebe im Herbst gebildet. Die Art entwickelt untergetauchte Wasserblätter und Schwimmblätter. Als Bestäuber fungieren Honigbienen und Hummeln.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt stehende Gewässer; angepflanzt und z.T. eingebürgert / kollin(-montan) / Vereinzelt M, TI und JN.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.     (Diese Art ist schweizweit sehr selten) - und wird nicht geschützt?

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand beim Letten (Glattfelden)) 

 

Acinos arvensis

Feld-Steinquendel

Familie: Lippenblütler

(Lamiaceae)

Gattung: Steinquendel

(Acinos)

Art: Feld-Steinquendel

Synonyme:

Gemeiner Steinquendel

Beschreibung:

Der Feld-Steinquendel ist eine einjährige bis mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10-30 cm erreicht. Die Pflanzenteile duften angenehm aromatisch nach Minze. Er hat niederliegende bis aufsteigende Stängel. Die relativ kleinen, kreuzgegenständigen Laubblätter sind in einen kurzen Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von etwa 1 cm lanzettlich, oval bis elliptisch, ganzrandig und zumeist vorne gezähnt. Jeweils 2 bis 6 kurz gestielte Blüten stehen in einem Scheinquirl in den oberen Blattachseln zusammen. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der schwach zweilippige Kelch ist deutlich kürzer als die Krone. Er ist 5-6.5 mm lang mit 13 stark vortretenden Nerven. Der Kelch ist röhrig, dicht abstehend behaart, in der unteren Hälfte stark ausgebaucht, darüber wieder verengt. Die blaulila Krone ist 7-15 mm lang, rotviolett mit weissen Flecken auf der dreilappigen Unterlippe. Die Unterlippe ist fast doppelt so lang wie die zweilappige Oberlippe und hat 2 abgerundete Seitenlappen und eine gezähnelten Mittellappen.

Blütezeit: Juni bis September  

Ökologie:

Der Feld-Steinquendel ist ein Therophyt oder ein Hemikryptophyt. Eine vegetative Vermehrung erfolgt durch oberirdische Ausläufer. Die Bestäubung erfolgt durch Honigbienen, Hummelschweber und Tagfalter. Der Fruchtkelch (mit der Frucht = Diaspore) ist geschlossen und fällt ab; im trockenen Zustand hat er innen eine Luftblase und ist schwer benetzbar. Die Ausbreitung der Diaspore erfolgt als Regenschwemmling bzw. durch Ameisen.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt steinige Hänge, Trockenwiesen, Kiesgruben / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: TG, GE

(Diese Aufnahme entstand im Schneggen (Glattfelden))

 

Hypericum tetrapterum

Geflügeltes Johanniskraut

Familie: Johanniskrautgewächse

(Hypericaceae)

Gattung: Johanniskräuter

(Hypericum)

Art: Geflügeltes Johanniskraut

Synonyme:

Flügel-Hartheu,

Vierflügeliges Johanniskraut

Flügel-Johanniskraut

Beschreibung:

Das Geflügelte Johanniskraut ist eine überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30-60, selten bis zu 80 cm erreicht. Der selbstständig aufrechte Stängel ist deutlich vierkantig und hohl. Es werden fadenförmige unterirdische Ausläufer gebildet. Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter umfassen diesen etwa zur Hälfte. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 2-4 cm elliptisch bis eiförmig. Die Blattspreiten sind dicht und fein durchscheinend punktiert und besitzen am Rand auch schwarze Drüsen. In den oberen Blattachseln stehen trugdoldige Blütenstände. Die zwittrigen Blüten sind, radiärsymmetrisch und in der Regel fünfzählig, allerdings kommen auch vierzählige Blüten vor, mit doppelter Blütenhülle. Die meist fünf, manchmal vier Kelchblätter sind bei einer Länge von bis zu 5 mm lanzettlich mit spitzen oberen Enden. Die meist fünf, manchmal vier hellgelben Kronblätter sind nur 5-8 mm lang und haben am Rand nur wenige (keine bis 4 Stück) schwarze punkt- oder strichförmige Drüsen. Es sind 30-40 Staubblätter vorhanden. Die spitze eiförmige Kapselfrucht ist etwa doppelt so lang wie der Kelch, besitzt schwarze Drüsen und enthält zahlreiche Samen. Die schwarzen Samen sind zylindrisch.

Blütezeit: Juli bis August  

Ökologie:

Beim Geflügelten Johanniskraut handelt es sich um einen Hemikryptophyten; es überwintert grün, wobei seine Überlebensknospen bedeckt von Laub bzw. Erde überdauern. Die vegetative Vermehrung erfolgt durch kurze fadenförmige, unterirdische Ausläufer. Das Geflügelte Johanniskraut tritt in kleineren bis grösseren Gruppen auf. Die Stängelflügel dienen der Stabilisierung in Trockenzeiten. Die hohlen Stängel sichern die Sauerstoffversorgung des Wurzelbereichs. Es erfolgt Selbst- oder Insektenbestäubung. Die Ausbreitung der Samen erfolgt mit Hilfe des Windes und durch Schwimmausbreitung.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Gräben, Bachufer, Hochstaudenfluren, feuchte Waldwege / kollin-montan / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand beim Tössrain (Wülflingen))

 

Gentianella germanica

Deutscher-Enzian

Familie: Enziangewächse

(Gentianaceae)

Gattung: Kranzenziane (Gentianella)

Art: Gefranster-Enzian

Synonyme:

Deutscher Fransenenzian

Deutscher Kranzenzian

Beschreibung

Der Deutsche Enzian ist eine ein- oder zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 25, selten bis zu 30 cm erreicht. Der Stängel verzweigt meist erst im oberen Bereich. Die Laubblätter sind kreuzgegenständig angeordnet. Die unteren Laubblätter sind spatelig bis verkehrt-eiförmig, nach oben hin werden sie eiförmig-lanzettlich bis spitz. Die mittleren Stängelblätter sind dreieckig-eiförmig mit spitzem oberem Ende und am breitesten im unteren Viertel oder seltener unteren Drittel. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist ungefähr halb so lang wie die Kronröhre. Die fünf grünen Kelchblätter sind verwachsen. Die fünf Kelchzipfel sind gleich lang. Der Rand der Kelchzipfel ist schwach zurückgerollt und rau bis schwach gewimpert. Der Hauptnerv der Kelchzipfel ist rau. Die Einbuchtungen zwischen den Kelchzipfeln sind spitz. Die fünf rötlich-violetten Kronblätter (Mein Fund im Tösstal hatte 6 ! Kronblätter !) sind verwachsen. Fruchtknoten und Kapselfrucht ist meist etwa 6 (4 bis 7.5) mm lang gestielt.

Blütezeit:   August – Oktober (Vorausgesetzt dass nicht zu früh gemäht wird - was mancherorts leider vorkommt!) 

Ökologie

Blütenökologisch handelt es sich um Stieltellerblumen, deren Kronröhre durch ein Haargitter für einkriechende Insekten verschlossen ist. Der Nektar ist nur langrüsseligen Insekten zugänglich; dagegen ist ein „Einbruch“ durch seitliches Anbeissen nicht selten

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wiesen, Weiden, auf kalkreichem Boden / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz verletzlich. 

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze             

teilweise geschützt: BE, FR, GL, JU

vollständig geschützt: AG, SH, TG, AI, SZ, VD, ZH, TI

(Diese Aufnahme entstand im Tösstal-mit einem "Glückstreffer" - 6 Kronblätter)

 

Potentilla aurea

Gold-Fingerkraut

Familie: Rosengewächse

(Rosaceae)

Gattung: Fingerkräuter (Potentilla)

Art: Gold-Fingerkraut

Synonyme:

Goldgelbes Fingerkraut

Beschreibung:

Das Gold-Fingerkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 5-35 cm erreicht. Der bogig aufsteigende und verzweigte Stängel ist anliegend behaart und reich beblättert. Die lang gestielten Grundblätter sind fünfzählig gefingert. Die Blattoberseite ist matt glänzend grün; blattunterseits gegen das Licht betrachtet ist die Blattaderung durchscheinend. Der Blattrand ist seidig behaart. Es werden nur wenige Blüten je Pflanze gebildet. Die zwittrigen Blüten  sind bei einem Durchmesser von 15 bis 20 mm radiärsymmetrisch. Der Kelch sowie der Aussenkelch sind gleich lang. Die goldgelben Kronblätter sind verkehrt-herzförmig, leicht ausgerandet und am Grund befindet sich oft ein orangefarbener Fleck (Saftmal). Es sind etwa 20 Staubblätter vorhanden.

Blütezeit: Juni bis August (Die zweite Blüte findet im Herbst statt-siehe unten)

Ökologie

Die Bestäubung erfolgt vor allem durch Fliegen. Die Fortpflanzung erfolgt auf dem Weg der Amphimixis.Die Früchtchen werden durch Endozoochorie ausgebreitet

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wiesen, Weiden, vorwiegend auf kalkarmem Boden / (montan-)subalpin-alpin / A, M in Alpennähe, J (nördlich bis BE)

Gefährdung: 

Diese Art ist in den Schweizer Alpen nicht gefährdet. Im Kanton Zürich nur 1 Standort im Gebiet Schnebelhorn

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze             

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Schnebelhorn auf 1215müM – am 28.Oktober 2022) 

 

Heracleum sphondylium

Wiesen-Bärenklau

Familie: Doldenblütler

(Apiaceae)

Gattung: Bärenklau

(Heracleum)

Art: Geflügeltes Johanniskraut

Synonyme:

Gemeiner Bärenklau

Beschreibung:

Der Wiesen-Bärenklau wird 50-150 cm hoch. Der Stängel ist am Grund dicker als 5 mm, dicht borstig behaart, kantig gefurcht. Die Blätter sind gross, rau behaart bis fast kahl, sehr vielgestaltig. Dolden 15-30strahlig. Hüllblätter 0-3, Hüllchenblätter mehrere, schmal-lineal. Die Blüten sind weiss, gelbgrün oder rosa, die äusseren einseitig vergrössert. Frucht scheibenförmig, oval, kahl, 6-10 mm lang, ringsum breit geflügelt. Die Pflanze ist schwach phototoxisch.

Blütezeit: Juni bisSeptember  (Mein Fund datiert vom 26. November 2022! )

Ökologie:

Die Wiesen-Bärenklau ist eine Halbrosettenpflanze. Die Blüten sind „Nektar führende Scheibenblumen“ und stehen in zusammengesetzten Dolden. Die Randblüten sind „strahlend“. Es ist die namengebende Art für den Heracleum-Typ. Die Blüten der Hauptdolde sind meist zwittrig, die übrigen besitzen neben zwittrigen Blüten oft männliche und durch sterile Staubbeutel oder Pollenkörner funktionell weibliche. Die Blüten sind vormännlich, d. h. die Staubblätter strecken sich nach ihrer Entfaltung nach aussen und entladen den Pollen. Die Griffel mit der kopfigen Narbe entwickeln sich meist später. Sie sind von einem grünlichen, reichlich Nektar absondernden Diskus („Griffelpolster“) umgeben. Diese Pflanzenart wird von der auf Doldenblütler spezialisierten Bärenklau-Sandbiene (Andrena rosae) als Pollenquelle genutzt. Wichtige Bestäuber sind verschiedene Mücken, Fliegen, Hautflügler, Schmetterlinge, Fransenflügler und Käfer, z. B. der bunte Bockkäfer. Der Wiesen-Bärenklau ist die Raupen-Futterpflanze für die Schmetterlingsarten Silberpunkt-Höckereule, Weiderich-Blütenspanner, Bärenklau-Rauhaareule, Mondfleckiger Blütenspanner, Haarstrang-Blütenspanner, Brustwurz-Blütenspanner, Bärenklau-Blütenspanner und Purpurglanzeule. Die Früchte sind geflügelte Doppelachänen und verbreiten sich mit dem Wind als „Schirmchenflieger“ (Anemochorie). Die Hauptausbreitung erfolgt durch Wasserhaft- (Nautochorie) und Zufallsausbreitung durch Weidetiere (Zoochorie) und Stallmist.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt feuchte Standorte und ist auf Wiesen, an Wegrändern und in lichten Wäldern zu finden.

Giftigkeit:

Teilweise giftig- Warnung: Allergische Hautreaktion mit dem Kraut im Zusammenhang mit Sonneneinstrahlung.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei Tössriederen) 

 

Cerastium fontanum

Quellen-Hornkraut

Familie: Nelkengewächse

(Caryophyllaceae)

Gattung: Hornkräuter

(Cerastium)

Art: Quellen-Hornkraut

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Das Gewöhnliche Hornkraut ist eine grün überwinternde, mehrjährige krautige Pflanze; sie erreicht Wuchshöhen von 5-50 cm. Sie bildet neben einer Pfahlwurzel ein verzweigtes Wurzelwerk, aus dem sich über Wurzelsprossen oft Pflanzenballen von bis zu 40 cm Durchmesser entwickeln. Von der Basis verzweigen aufsteigende, dichtbeblätterte, mit etwa 0.5 mm langen Drüsenhaaren besetzte, dunkelgrüne Stängel. Dabei sind die nichtblühenden 

Stängel sehr viel kürzer als die blühenden. Die länglich-eiförmigen, stumpf zugespitzten Blätter sind kurz behaart und sitzen am Stängel. Die Blätter an den blütenlosen Stängeln sind 7-25 mm lang und 2-10 mm breit, während die Blätter an den blühenden Stängeln bis zu 4 cm lang und 15 mm breit werden. Sie sind gewöhnlich anliegend, kreuzförmig gegenständig am Stängel angeordnet. Die unteren Blätter sind krautig, und die oberen weisen meist einen schmalen Hautrand auf. Die gedrängt kronenförmigen Blütenstände (Trugdolde) bestehen aus wenigen bis vielen Blüten. Die Kronblätter der Blüten sind nur wenig länger als die 3-7 mm langen Kelchblätter. Die Blüte hat fünf weisse zweigeteilte Kronblätter, 10 Staubblätter und 5 Griffel. Die gesamte Pflanze ist bis zu den Kelchblättern steif behaart.

Blütezeit: März bis Oktober  

Ökologie:

Das Gewöhnliche Hornkraut ist ein Chamaephyt.   Die Bestäuber sind meist nur Fliegen. Die Blütenstiele sind nach der Blüte herabgebogen, als Fruchtstiele stehen sie aber wieder aufrecht. Das Gewöhnliche Hornkraut ist ein Wind- und Tierstreuer.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wiesen, Weiden, Lägerstellen / kollin-montan(-subalpin) / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei Neftenbach) 

 

Pisum sativum

Garten-Erbse

Familie: Hülsenfrüchtler

(Fabaceae)

Gattung: Erbsen

(Pisum)

Art: Garten-Erbse

Synonyme:

Speiseerbse

Beschreibung:

Teilblätter wellig-ganzrandig. Nebenblätter ohne Flecken. Blüten einfarbig, weiss oder rötlich, 1.5-3 cm lang. Frucht mehr als 1,4 cm breit. Samen kugelig, Durchmesser 5-8 mm. Die meistkultivierte Form, wahrscheinlich aus den beiden folgenden Unterarten durch Zucht entstanden.

Blütezeit: Mai bis Juni ? (Diese Aufnahme datiert vom 02.Dezember 2022!)  

Ökologie:

An den Seitenwurzeln befinden sich die Wurzelknöllchen. Die Erbse geht eine Symbiose spezifisch mit dem stickstoffbindenden Knöllchenbakterien Rhizobium leguminosarum symbiovar viciae ein. Blütenökologisch handelt es sich um „Nektarführende Schmetterlingsblumen (= Schiffchenblumen)“. Der Bestäubungsmechanismus stellt eine Kombination aus Pump- und Bürstenmechanismus dar. Die Blüten duften nach Honig. Die unteren Kronblätter sind so eng miteinander verbunden, dass nur Hummeln zum Nektar gelangen können, aber selbst diese besuchen die Blüten wenig.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Äcker (wird dort als Dünger angesäht), / kollin-montan / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im Niderfeld (Wülflingen)) 

 

Cirsium arvense

Acker-Kratzdistel

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Kratzdisteln

(Cisisium)

Art: Acker-Kratzdistel

Synonyme:

Ackerdistel

Beschreibung:

Die Acker-Kratzdistel wird 50-100(-150) cm hoch. Stängel ohne herablaufende Blattränder und nicht stachelig. Blätter ungeteilt, buchtig gezähnt oder fiederteilig, mit 3eckigen bis ovalen, feinstacheligen Abschnitten, oberseits nicht stachelig, auch unterseits oft kahl. Köpfe meist in doldiger Rispe, Hülle nur 1-2 cm lang, Hüllblätter mit kurzen, kaum stechenden Stacheln. Pflanze ± zweihäusig.

Blütezeit: Juli bis September ? (Diese Aufnahme datiert vom 02.Dezember 2022!) 

Ökologie:

Dieser Geophyt ist eine Pflanze, deren Knospen im Boden überwintern, oft in Kombination mit Speicherorganen (Rhizome, Knollen, Zwiebeln).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wegränder, Äcker, Ödland / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im Niderfeld (Wülflingen))

 

Cirsium acaule

Stängellose Kratzdistel

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Kratzdisteln (Cirisium)

Art: Stängellose Kratzdistel

Synonyme:

Burste (Graubünden),

Klein Eberwurz und Mattapfel

(Berner Oberland)

Beschreibung:

Die Stängellose Kratzdistel wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht lediglich Wuchshöhen von 5 bis 10 cm. Sofern ein sehr kurzer Stängel vorhanden ist, kann sie auch Wuchshöhen von bis zu 25 cm erreichen. Die rosettig gehäuften und steifen Laubblätter sind auf der Oberseite kahl, auf der Unterseite zerstreut kurz behaart. Sie sind von länglich-lanzettlicher Gestalt und lappig buchtig bis fiederspaltig. Die Blattzipfel sind mehr oder weniger eckig, dreispaltig und bedornt. Die meist einzeln, seltener auch bis zu viert wachsenden körbchenförmigen Blütenstände sitzen unmittelbar „auf der Wurzel“ bzw. auf der Grundblattrosette. Der Hüllkelch ist eiförmig und kahl, die Hüllblätter sind bräunlich purpurn gefärbt. Die Krone ist purpurrot, selten auch weiss.

Blütezeit: Juli bis September (meine Aufnahme entstand am 23.Okt. 22)

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Magerwiesen, Weiden / (kollin-)montan-subalpin(-alpin) / A, J, seltener M

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet. Im Kanton Zürich ist sie sehr selten anzutreffen.

In folgenden Kantonen ist diese Pflanze             

teilweise geschützt: -----

vollständig geschützt: AG, GE

(Diese Aufnahme entstand am Schnebelhorn auf 1238 müM) 

 

Cynoglossum amabile

China-Hundszunge

Familie: Raublattgewächse

(Boraginaceae)

Gattung: Hundszungen

(Cynoglossum)

Art: China-Hundszunge

Synonyme:

Chinesische Hundszunge,

Chinesisches Vergissmeinnicht,

Liebliche Hundszunge

Beschreibung:

Cynoglossum amabile ist eine in ihrer Heimat ausdauernde, in der Kultur oder in verwilderten Vorkommen meist einjährige krautige Pflanze, mit bei den Wildvorkommen, bis etwa 60 cm Wuchshöhe. Die mehr oder weniger behaarten Stängel sind aufrecht, einzeln oder zu mehreren, buschig von der Basis an verzweigt. Die längeren Grundblätter sind lang gestielt, sie sind bis etwa 20 cm lang, die einiges kürzeren Stängelblätter, des reich beblätterten Stängels, sind halb-stängelumfassend bis sitzend. Die ganzrandigen Blattspreiten sind schmal-eiförmig bis eilanzettlich oder lanzettlich, der Apex von rundspitzig bis spitz mit Stachelspitze. Die Blätter sind durch die weiche Behaarung grau-grün gefärbt. Der reichblütige, endständige und behaarte Blütenstand besteht aus rispig verzweigten doppelten Zymen. Die kurz gestielten Blüten sind zwittrig mit doppelter Blütenhülle. Die kurzen und überständigen Kelchzipfel der Einzelblüten sind etwa 2.5 bis 3.5 Millimeter lang und dicht behaart. Die Blütenkrone ist leuchtend blau, selten weiss, bei Kultivaren gelegentlich auch rosafarben gefärbt. Wie typisch für die Gattung, bestehen sie aus einer kurzen, verwachsenen Kronröhre und fünf ausgebreiteten, rundlichen Kronlappen, der Schlund der Röhre ist durch fünf zweilappige, leicht kapuzenförmige sowie blaue „Schlundschuppen“ vom Rand her verengt; die kurzen Staubblätter und der kurze Griffel sind in der Röhre eingeschlossen und nicht frei sichtbar.

Blütezeit: Juli bis September ? (Diese Aufnahme datiert vom 02.Dezember 2022!)  

Ökologie:

Die Art wird viel in Saatgutmischungen für Sommerblumen („Blumenwiesen“ und Blühstreifen) eingesetzt und zeigt daher in jüngerer Zeit Ausbreitungstendenz.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wiesen, Gebüsche und Wälder, an Strassenrändern und Ufern

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im Niderfeld (Wülflingen))

 

Chenopodium album

Weisser-Gänsefuss

Familie: Fuchsschwanzgewächse

(Amaranthaceae)

Gattung: Gänsefüsse

(Chenopodium)

Art: Weisser-Gänsefuss

Synonyme:

Weiss-Gänsefuss

Ackermelde

Beschreibung:

Der Weisse-Gänsefuss wird 30-100 cm hoch, mit meist aufrecht abstehenden Zweigen, ± dicht mit Mehlstaub belegt und daher meist graugrün. Blätter vielgestaltig: oval, lanzettlich oder rhombisch, unregelmässig gezähnt bis gelappt (nur selten ganzrandig), die meisten mehr als 1.5mal so lang wie breit, auf beiden Seiten ± gleichfarbig. Blütenstände blattwinkel- und endständig, aus rispig angeordneten Knäueln bestehend. Samen 1,2-1,5 mm lang.

Blütezeit: Juli bis September ? (Diese Aufnahme datiert vom 08.November 2022!)  

Ökologie:

Dieser Therophyt ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Äcker, Gärten, Schuttplätze / kollin-subalpin / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im Niderfeld (Wülflingen))

 

Picris hieracioides

Gewöhnliches Bitterkraut

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Bitterkräuter

(Picris)

Art: Gewöhnliches Bitterkraut

Synonyme:

Habichtskraut-Bitterkraut

Beschreibung:

Das Gewöhnliche Bitterkraut ist eine zweijährige bis ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30-90 cm erreicht und borstig behaart ist. Der Stängel ist aufrecht, oben verzweigt, borstig behaart, selten oben kahl, die Pflanze trägt Milchsaft. Die Laubblätter sind länglich bis lanzettlich, ungeteilt, gezähnelt bis buchtig gezähnt, beiderseits zerstreut bis dicht borstig behaart, obere mit abgerundetem Grund sitzend. In einem lockeren, doldig rispigen 

Blütenstand stehen die körbchenförmigen Teilblütenstände. Die Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von etwa 1 cm auf und enthalten nur Zungenblüten. Köpfchenstiele und Hülle sind mit weisslichen, oft gegabelten Borstenhaaren besetzt oder kahl. Es sind zwei Reihen Hüllblätter vorhanden; sie sind 10-15 mm lang, mit kleinen, länglich-lanzettlichen, widerhakig behaarten, schwarzgrünen Aussenhüllblättern. Die zygomorphen Zungenblüten sind gelb, aussen etwas rot überlaufen und doppelt so lang wie die Hüllblätter.

Blütezeit: Mai bis Oktober ? (Diese Aufnahme datiert vom 08.November 2022!)  

Ökologie:

Dieser Hemikryptophyt hat ein kurzes, Knospen bildendes Rhizom. Das Rhizom schmeckt bitter. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Hymenoptera, Diptera) auch Selbstbestäubung ist möglich. Ebenso kommt vegetative Vermehrung durch Wurzelsprosse vor. Die Früchte werden durch den Wind ausgebreitet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wege, Dämme, Wiesen, Waldränder, Steinbrüche, Ödland, Dünengebüsche und Flusskies/ wächst collin bis montan (bis 1600 Meter)  / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei der  Badi Wülflingen)

 

Leontodon hispidus

Raues Milchkraut

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Löwenzahn

(Leontodon)

Art: Raues Milchkraut

Synonyme:

Steifhaariger Löwenzahn

Beschreibung:

Das Raue Milchkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze und ein Hemikryptophyt, die Wuchshöhen zwischen 10-60 cm erreicht. Der Stängel ist einzeln oder zu mehreren und unverzweigt. Er ist einköpfig mit bis zu zwei Schuppenblättern. Die Laubblätter sind in einer grundständigen Rosette angeordnet und vielgestaltig länglich, ganzrandig bis fiederspaltig und von grasgrüner bis gräulichgrüner Farbe. Die Blätter sind bei den einzelnen Unterarten 

nicht bis sehr dicht behaart. Die Blüten öffnen etwa von 5-15 Uhr. Die Blütenhülle erreicht einen Durchmesser von 12-17 mm und besteht aus lanzettlichen, dunkelgrünen bis schwärzlichen Hüllblättern. Die eigentliche Blüte ist gelb und deutlich länger als die Hülle. Der Pappus ist schmutzig weiss oder bräunlich. Die innere Reihe ist fedrig, die äussere borstig.

Blütezeit: Juni bis August 

Ökologie:

Verbreitung durch Wind- oder Tierbewegungen, Bsp. Sonnenblume und Zoochorie - Ausbreitung durch Tier.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt nährstoffreiches Grünland, Nasswiesen und Halbtrockenrasen.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand auf der Diestalstafel (1630müM) Kanton Glarus

 

Cyclamen coum

Kos-Alpenveilchen

Familie: Primelelgewächse

(Primulaceae)

Gattung: Alpenveilchen

(Cyclamen)

Art: Kos-Alpenveilchen 

Synonyme:

Vorfrühlings-Alpenveilchen

Beschreibung: 

Das Kos-Alpenveilchen wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von etwa 10 cm. Sie bildet als Überdauerungsorgan eine nur an der Unterseite bewurzelte Knolle. Die abgeflacht kugelige Knolle erreicht einen Durchmesser von etwa 6 cm und ist kurzlebiger als z. B. die des Efeublättrigen Alpenveilchens (Cyclamen hederifolium). Die Laubblätter erscheinen im Herbst. Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. 

Die einfache Blattspreite ist rundlich nierenförmig und ganzrandig. Die Blattoberseite besitzt gelegentlich eine dunkle oder silbrige Zeichnung. Die Blattunterseite variiert von grün bis rötlich violett und ist ohne Zeichnung. Die Blüten stehen einzeln auf einem etwa 10 cm langen Blütenstandsschaft. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Blütenkronblätter sind rosafarben bis karminrot oder auch weiss. Am Blütengrund ist ein weisses Auge sichtbar. Verglichen mit anderen Arten sind die Blüten kürzer (gestaucht). Bei südlichen Vorkommen sind die Blüten normal cyclamenförmig. Die kugelförmige Kapselfrucht enthält 20 bis 30 Samen. Die Samen reifen im Frühsommer und keimen im Herbst.

Blütezeit: Januar bis April

Ökologie:

Die Samen keimen im Herbst. Der Sämling besitzt im ersten Jahr ein einzelnes rundes Blatt, das den Winter überdauert und bis zum Frühjahr einen Durchmesser von etwa 5 mm erreicht.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt  Laub- und Nadelwäldern sowie Buschland und felsigen Standorte. Es ist sehr winterhart und gehört zu den einfach kultivierbaren Alpenveilchen. Das Kos-Alpenveilchen ist in der Schweiz ein Neophyt.

Gefährdung: 

Diese Art ist, gemäss Info Flora, in der Schweiz nicht gefährdet???  (Gemäss „Flora des Kt. ZH“ ist diese Pflanze sehr selten und nur an 4 Flächen im Kt. ZH anzutreffen. Diese Fundstelle am Irchel wird nicht erwähnt-somit sind es 5 Flächen)

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Irchel) 

 

Erophila verna

Frühlings-Hungerblümchen

Familie: Kreuzblütler

(Brassicaceae)

Gattung: Felsenblümchen

(Draba)

Art: Frühlings-Hungerblümchen

Synonyme:

Gewöhnliches Frühlings-Hungerblümchen

Beschreibung:

Der Stängel des Frühlings-Hungerblümchens wird 2-20 cm hoch, ist aufrecht oder aufsteigend  und blattlos. Die Blätter sind in grundständiger Rosette, lanzettlich, ganzrandig oder mit 1-2 Zähnen, kurz gestielt. Die Kronblätter sind weiss bis rötlich, 2-3 mm lang, bis etwa zur Mitte 2teilig. Die Schötchen sind oval, kahl und dünn gestielt.

Blütezeit: Februar bis Mai

Ökologie:

Das Frühlings-Hungerblümchen ist ein Therophyt, eine winterannuelle Rosettenpflanze und ein Flachwurzler. Die Blüten sind unscheinbare „Nektar führende Scheibenblumen“. Der Insektenbesuch ist spärlich; Wildbienen kommen als Bestäuber vor. Selbstbestäubung ist dagegen häufig und wird durch Schliessen der Blüten während der Nacht und bei Regen gefördert.  Die Windausbreitung der Samen erfolgt aufgrund des elastischen, nach der Blüte verlängerten Fruchtstängels und der als Windfang dienenden falschen Scheidewand der Schötchen. Die nur 0,01 mg schweren Samen verbreiten sich als Körnchenflieger, daneben als Regenschwemmlinge und als Tierstreuer.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Kies- und Grasplätze, Mauern, Äcker, Weinberge / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei Dachsen an einem Weinberg

 

Mercurialis perennis

Wald-Bingelkraut

Familie: Wolfsmilchgewächse

(Euphorbiaceae)

Gattung: Bingelkräuter

(Mercurialis)

Art: Wald-Bingelkraut

Synonyme:

Ausdauerndes Bingelkraut

Dauer-Bingelkraut 

Beschreibung:

Das Wald-Bingelkraut wird 20-40 cm hoch, ist unverzweigt, nur oben beblättert, zerstreut rauhaarig, zweihäusig. Die Blätter sind gegenständig, 4-12 cm lang, die oberen sind grösser als die unteren, meist über 5 mm lang gestielt, eilanzettlich, etwas zugespitzt, mit stumpfen Zähnen. Die Blüten sind klein, grünlich, ohne Krone, in lang gestielten, knäueligen Blütenständen in den oberen Blattwinkeln. Die Frucht ist 2fächerig, Durchmesser ca. 2 mm, 

der Stiel ist viel länger als die Frucht.

Blütezeit: März bis April (bis Juni)

Ökologie:

Dieser Geophyt ist eine Pflanze, deren Knospen im Boden überwintern, oft in Kombination mit Speicherorganen (Rhizome, Knollen, Zwiebeln).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Buchen- und Mischwälder, meist in grossen Beständen / kollin-montan(-subalpin) / CH (fehlt im Engadin).

Giftigkeit:

Alle Pflanzenteile haben zur Fruchtreife den höchsten Wirkstoffgehalt. Das getrocknete Kraut soll ohne Wirkung sein. Die ganze Pflanze gilt insgesamt als wenig giftig. Hauptwirkstoffe sind Saponine, Methylamin, Trimethylamin.

Vergiftungserscheinungen: Die Wirkung als Abführmittel ist den Saponinen zuzuschreiben. Vergiftungen beim Menschen sind kaum zu erwarten. Für Tiere ist diese Pflanze gefährlich!

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Hoh Wülflingen.)

 

Thlaspi alliaceum

Lauch-Hellerkraut

Familie: Kreuzblütler

(Brassicaceae)

Gattung: Thlaspi

Art: Lauch-Hellerkraut

Synonyme:

Lauch-Täschelkraut

Beschreibung:

Das Lauch-Hellerkraut wird 20-60 cm hoch, ist einfach od. verzweigt, nach Bärlauch od.  Knoblauch riechend. Die Junge Pflanze ist am Grund lang behaart. Der Stängel ist kantig, die Blätter schmaloval, ganzrandig oder gezähnt, die unteren gestielt, die oberen sitzend und mit spitzen Zipfeln umfassend. Die Blüten sind weiss, Kronblätter 2,5-3 mm lang. Fruchtstand stark verlängert. Fruchtstiele ± waagrecht abstehend, kahl, ca. 2mal so lang wie die Schötchen, diese nur wenig abgeflacht, 6-8 mm lang, wenig ausgerandet, vorn ca. 0.5 mm breit geflügelt.

Blütezeit: März bis Mai

Ökologie:

Dieser Geophyt ist eine Pflanze, deren Knospen im Boden überwintern, oft in Kombination mit Speicherorganen (Rhizome, Knollen, Zwiebeln).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Äcker, Ufer, z.T. eingebürgert / kollin-montan / M und JN, in Ausbreitung).

Gefährdung: 

Eine schweizweit seltene Art. Im Kanton ZH sehr selten / 5 Standorte.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei Flaach.)

 

Saxifraga mutata

Kies-Steinbrech

Familie: Steinbrechgewächse

(Saxifragaceae)

Gattung: Steinbrech

(Saxifraga)

Art: Kies-Steinbrech

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Der Kies-Steinbrech ist eine ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 60 cm erreicht. Trotz der mitunter stattlichen Blütenstände handelt es sich bei dieser Art um eine konkurrenzschwache Pflanze. Sie wächst lockerrasig und bildet bis zu 12 cm grosse Blattrosetten. Die Blätter sind 10-60 mm lang, 7-12 mm breit, länglich-zungenförmig bis linealisch, stumpf, fleischig, ledrig und dunkelgrün glänzend. Der Rand ist knorpelig, ungezähnt und am Grund steif bewimpert. Der Blattrand zeigt zahlreiche punktförmige Vertiefungen, die aber keinen Kalk (wie etwa beim Rispen-Steinbrech) ausscheiden. Am Stängel befinden sich zahlreiche Blätter, die mehr spatelig sind. Der Blütenstängel ist drüsig behaart, verzweigt sich bereits unterhalb der Mitte und trägt einen reichblütigen, rispigen Blütenstand. Die 5 Kelchzipfel sind dreieckig und 3 - 4 mm lang. Die Kronblätter haben eine Länge von 5- 8 mm und sind linealisch-lanzettlich, spitz und zitronengelb bis tieforange gefärbt. Die Kelchblätter sind nur halb so lang, eiförmig und drüsig. Die Staubblätter sind nur ein Drittel bis halb so lang wie die Kronblätter.

Blütezeit: Juni bis Juli (-August) (den Juni zweifle ich, mit verlaub, an. Ich musste mich bis zum 11.Juli gedulden!)

Ökologie:

Der Kies-Steinbrech liebt sickernasse, kalkreiche, humus- und feinerdearme Stein- und Kiesböden in luftfeuchter, beschatteter Standortslage (wie zum Beispiel feuchte Tösstaler Nagelfluh ). Die Rosetten sterben nach einmaligen Blühen ab, bilden aber oft vor dem Blühen Ausläufer.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt feuchte Nagelfluh- und Sandsteinfelsen / kollin-subalpin / M in Alpennähe, vereinzelt ANZ und ANE, GR, südliches TI

Gefährdung: 

Eine schweizweit seltene und potenziell gefährdete Art!   

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: FR

vollständig geschützt: AG, SZ, TG, TI, ZH

(Diese Aufnahme entstand im Tösstal. - Mein Fundort wird nirgends erwähnt!)

 

Viola hirta

Behaartes Veilchen

Familie: Veilchengewächse

(Violaceae)

Gattung: Veilchen

(Viola)

Art: Behaartes Veilchen

Synonyme:

Raues Veilchen

Rauhhaariges Veilchen

Beschreibung:

Das Behaarte Veilchen wird 2-10 cm hoch, ohne Stängel und Ausläufer, aber oft mehrere Rosetten bildend. Die Blätter sind eiförmig bis länglich-eiförmig, am Grund herzförmig, Unterseite ± dicht behaart. Die Nebenblätter sind breit-lanzettlich, ohne oder mit kurzen, meist kahlen Fransen, vorn bewimpert. Die Blüten sind hellviolett, selten rosa oder weiss, geruchlos. Der Sporn an der Spitze ist aufwärts gebogen. Die Kelchblätter sind stumpf. Die 

Frucht ist stumpf, behaart, am Boden liegend.

Blütezeit: März bis April

Ökologie:

Der Kies-Steinbrech liebt sickernasse, kalkreiche, humus- und feinerdearme Stein- und Kiesböden in luftfeuchter, beschatteter Standortslage (wie zum Beispiel feuchte Tösstaler Nagelfluh (siehe Vorkommen)). Die Rosetten sterben nach einmaligen Blühen ab, bilden aber oft vor dem Blühen Ausläufer.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt trockene Wiesen, Gebüsche, Raine / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand beim Lochhalden (Irchel))

 

Prunus cerasifera

Kirschpflaume

Familie: Rosengewächse

(Rosaceae)

Gattung: Prunus

Art: Kirschpflaume

Synonyme:

Türkenkirsche oder

türkische Kirsche

Beschreibung:

Die Kirschpflaume wächst als niedriger, breiter Baum oder Strauch und kann Wuchshöhen von fünf bis acht Meter erreichen. Meist wird eine mehrstämmige Krone ausgebildet. Der recht vielgestaltige Wuchs ähnelt dem der Haferpflaume. Meist hängen die leicht verkahlenden Langtriebe stark über. Die Rinde der Zweige ist grün. Die elliptischen bis verkehrt eiförmigen Laubblätter sind fein gekerbt, kahl, etwa 3 bis 7 cm lang und 2 bis 3.5 cm breit. Sie sind auf der Oberseite glänzend dunkelgrün, auf der Unterseite matt und heller. Der rötlichgrüne Blattstiel ist etwa 1 cm lang. Die meist einzeln stehenden, kurz vor den Blättern erscheinenden Blüten weisen einen Durchmesser von 2 bis 2.5 cm auf, sind weiss, innen schwach rosa und stark duftend. Die Kirschpflaume blüht sehr früh, in der Regel zugleich mit Mandelbäumen und eine Woche bis zwei Wochen vor der Schlehe. Wo sie in grösserer Zahl vorkommt, schmückt sie als erste die Landschaft mit weisser Blütenpracht. Sie ist deshalb auch eine wichtige Nahrungsquelle für früh fliegende Insekten.

Früchte:

Die kugeligen Steinfrüchte weisen einen Durchmesser von etwa 2-3 cm auf, also etwa mit Mirabellen oder Haferpflaumen vergleichbar. Die Früchte reifen früh, teilweise schon im Juni und im Juli mit einzelnen nachreifenden Sorten. Die essbaren Früchte sind entweder gelb bis kirschrot oder blauviolett. Das Fruchtfleisch ist unter der Haut und nahe dem Kern, der sich schwer lösen lässt, manchmal sauer, ansonsten meist wässrig und fade, vereinzelt sogar süss und aromatisch, vor allem bei den reifen, weicheren Früchten. Jedoch sind die vorkommenden Varietäten sowohl in Aussehen als auch vom Geschmack her äusserst vielfältig. In türkischen Obst- und Gemüsemärkten werden die unreifen Früchte als can eriği zum Frischverzehr verkauft.

Blütezeit: März bis April

Ökologie:

Dieser Phanerophyte ist eine verholzte, baumförmige (über 4m hohe) Pflanze, deren Knospen weit über der Bodenfläche überwintert.

Vorkommen:

Die ursprüngliche Heimat der Kirschpflaume liegt im Balkan und Klein- bis Mittelasien. Sie ist schon seit langer Zeit in Kultur. Die Kirschpflaume wächst in Obstanbaugebieten verbreitet verwildert an Strassenrändern, Waldrändern und Bächen sowie in aufgegebenen Obstplantagen.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand zwischen Wasterkingen/Hüntwangen - Es gibt sie auch bei Wülflingen am Berenberg)

 

Anemone blanda Schott & Kotschy

Balkan-Windröschen

Familie: Hahnenfussgewächse

(Ranunculaceae)

Gattung: Windröschen

(Anemone)

Art: Balkan-Windröschen

Synonyme:

Reizendes Windröschen

Beschreibung:

Das Balkan-Windröschen ist eine ausdauernde Pflanze mit einem knolligen Rhizom als Überdauerungsorgan, die Wuchshöhen von 7-25 cm erreicht. Die Unterseite der Blattspreite ist kahl oder fast kahl. Der Blütenstiel ist mehr oder weniger abstehend lang behaart. Die 12- 20 Blütenhüllblätter sind kahl und blau, malvenfarben, weiss oder rosa gefärbt. Die Sammelfrüchte sind im Gegensatz zur ähnlichen Anemone apennina nickend.

Blütezeit: März bis April

Ökologie:

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mässig nährstoffarm und nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).

Vorkommen:

Das Balkan-Windröschen kommt auf dem Balkan, auf Zypern, in West-Syrien, in der Türkei und im Kaukasus in Nadelwäldern, Gebüschen und Felsfluren in Höhenlagen von 150 bis 1700 Meter vor. In der Schweiz ist die Art verwildert.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand zwischen Henggart/Humlikon

 

Symphtum grandiflorum

Grossblütige Wallwurz

Familie: Raublattgewächse

(Boraginaceae)

Gattung: Beinwell

(Symphtum)

Art: Grossblütiger Wallwurz

Synonyme:

Grossblütiger Beinwell

Beschreibung:

Die Symphytum grandiflorum ist eine sommergrüne Staude mit eiförmigem Laub. Die Blätter sind dunkelgrün. Die Staude hat einen buschigen, ausläuferbildenden, dichten Wuchs. Bei einer Grösse von 30 cm ist die Grossblütige Wallwurz etwa 30 cm breit.

Blütezeit: April bis Mai

Ökologie:

Es handelt sich um einen Neophyt - nach der Entdeckung von Amerika in der Region aufgetreten (nach 1500)

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt halbschattige bis schattige Standorte, die Bodeneigenschaften sind jedoch nicht ausschlaggebend.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand bei Wülflingen)

 

Brunnera macrophylla

Kaukasusvergissmeinnicht

Familie: Raublattgewächse

(Boraginaceae)

Gattung: Kaukasusvergissmeinnicht

(Brunnera)

Art: Kaukasusvergissmeinnicht

Synonyme:

Grossblütiges Kaukasusvergissmeinnicht

Beschreibung:

Das Kaukasusvergissmeinnicht ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis meist 40 bis 50 cm erreicht. Sie bildet ein kurzes Rhizom als Überdauerungsorgan. Die grundständigen Laubblätter sind 20 bis 25 cm lang gestielt. Ihre einfache, dunkel-grüne Blattspreite ist bei einer Länge von 20 bis 30 cm eiförmig-herzförmig oder dreieckig-nierenförmig. Das Kaukasusvergissmeinnicht bildet einen kurzen, verzweigten Blütenstand mit vielen Blüten. Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist zur Blütezeit einen Millimeter lang. Die blau gefärbte Krone ist bei einem Durchmesser von 3 bis 7 mm radförmig und ähnelt der eines Vergissmeinnichts. Die Kronröhre ist 1mm lang.

Blütezeit: April bis Mai (sie blüht 3 bis 4 Wochen)

Ökologie:

Dieser Geophyt ist eine Pflanze, deren Knospen im Boden überwintern, oft in Kombination mit Speicherorganen (Rhizome, Knollen, Zwiebeln).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Eichenwälder, Fichtenwälder und Berghänge in Höhenlagen von 500 bis 2000 Metern. In der Schweiz ist sie zuweilen verwildert aufzufinden; in Alpenregionen Österreichs gilt sie als eingebürgert.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand an den Ufern der Eulach bei Wülflingen)

 

Cardamine Kitaibelii

Kitaibels Zahnwurz

Familie: Kreuzblütler

(Brassicaceae)

Gattung: Schaumkräuter

(Cardamine)

Art: Kitaibels Zahnwurz

Synonyme:

Vielblättrige Zahnwurz

Beschreibung:

Die Vielblättrige Zahnwurz ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 -60 cm erreicht. Sie besitzt ein waagrecht kriechendes fleischiges Rhizom, das mit fleischigen Niederblättern bedeckt ist. Der aufrechte oder aufsteigende Stängel ist einfach und im unteren Teil dicht kurz behaart. Grundständige Laubblätter sind selten vorhanden und haben einen langen Stiel. Die drei bis vier Stängelblätter sind einander genähert oder quirlig. Die Stängelblätter sind kurz gestielt und gefiedert. Jedes Laubblatt besitzt sieben bis neun schmal-lanzettliche Teilblättchen. Die Teilblättchen sind lang zugespitzt und ungleichmässig gesägt. Der relativ kurze traubige Blütenstand enthält wenige stark duftenden Blüten. Die Blütenstiele sind aufrecht abstehend. Die zwittrige Blüte ist vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Die vier gelblich-grünen Kelchblätter sind lanzettlich eiförmig. Die Kelchblätter sind halb so lang wie der Kronblätter. Die vier hellgelben Kronblätter sind bei einer Länge von 15- 20 mm verkehrt-eiförmig und in einen langen Nagel verschmälert. Die äusseren Staubblätter sind 9 - 10 mm lang, die inneren 11 -12 mm. Die gelben Staubbeutel sind etwa 3 mm lang.

Blütezeit: April bis Mai

Ökologie:

Dieser Geophyt ist eine Pflanze, deren Knospen im Boden überwintern, oft in Kombination mit Speicherorganen (Rhizome, Knollen, Zwiebeln).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Laubwälder / kollin-montan(-subalpin) / ME, ANE, GR, TI, vereinzelt 

MZ, ANZ, VS

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet. Sie ist jedoch im Kanton Zürich eher selten – mit Konzentration im Tösstal

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand im Tösstal)

 

Epimedium pinnatum

Gefiederte Sockenblume

Familie: Berberitzengewächse

(Berberidaceae)

Gattung: Elfenblumen

(Epimedium)

Art: Gefiederte Sockenblume

Synonyme:

Elfenblume

Beschreibung:

Die Gefiederte Sockenblume ist eine mehrjährige Pflanze. Sie wird bis 30 cm hoch. Die Stängel sind blattlos. Das Laub ist dunkelgrün, gefiedert und lederartig. Der Blütenstand ist einfach, mit sitzenden Drüsen oder schwach drüsenhaarig. Die Blüten sind goldgelb, mit kurzen Nebenkronblättern und gespornt.

Blütezeit: April bis Mai (gleichzeitig mit dem Blattaustrieb)

Ökologie:

Die Art breitet sich unterirdisch über Rhizome vegetativ aus. Sie sind schattentolerant und haben dadurch eine starke Konkurrenzkraft.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt schattige Orte und humusreiche Böden in Wäldern und an Waldrändern.

Kolin-montan. Es ist ein Neophyt aus dem Kaukasus.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet. Sie ist jedoch im Kanton Zürich sehr selten – mit Konzentration im Süden des Kantons ZH.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand am Multberg (Pfungen)

 

Lamium orvala

Riesen-Taubnessel

Familie: Lippenblütler

(Lamiaceae)

Gattung: Taubnessel

(Lamium)

Art: Riesen-Taubnessel

Synonyme:

Nesselkönig

Beschreibung:

Die Riesen-Taubnessel ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 40-100 cm erreicht. Sie besitzt ein kurzes, verzweigtes Rhizom und bildet keine Ausläufer. Die gegenständig angeordneten Stängelblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 5-10 cm lang. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 5- 15 cm sowie einer Breite von 3-9, selten bis 12 cm herzförmig. Der Blattrand ist unregelmässig scharf gezähnt. Die blütentragenden Laubblätter sind grösser als die unteren. Je 6- 14 Blüten sind in zwei bis vier entfernt voneinander stehenden Scheinquirlen angeordnet. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist 12- 20 mm lang. Die Kelchröhre ist 6- 8 mm lang und endet mit 5 längeren gewimperten Zähnen. Die Krone ist 25-35, selten bis zu 40 mm lang und von schmutzig- bis karminroter, selten weisser Farbe. Die Kronröhre ist vorne bauchig erweitert. Innen besitzt die Kronröhre einen schrägen Haarring. Die 15- 20 mm lange Oberlippe ist helmförmig gebogen, vorne unregelmässig gezähnt und an der Aussenseite weiss zottig behaart. Die Seitenlappen der Unterlippe sind kurz und in borstliche Zipfel ausgezogen. Die Unterlippe ist 15- 20 mm lang und unregelmässig gezähnt. Ihr grosser Mittellappen ist herabgeschlagen und in der Mitte weisslich und dunkelpurpurn gezeichnet. Die Staubbeutel sind kahl. Der Griffel ist länger als die Staubblätter. Die Teilfrüchte sind etwa 2.5 mm lang und pyramidenförmig.

Blütezeit: April bis Juni 

Ökologie:

Die Bestäubung erfolgt durch Hummeln und andere Apoidea. Der Nektar ist dabei durch den Haarkranz, die sogenannte Saftdecke, vor anderen Tieren geschützt. Da der Griffel länger als 

die Staubblätter ist, wird die Fremdbestäubung gefördert.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Schluchtwälder, Hochstaudenfluren und Bachränder der collinen bis montanen Höhenstufe. Sie kommt in Pflanzengesellschaften der Verbände Alliarion, Fagion und Tilio-Acerion vor.

Gefährdung: 

Da diese Art wird weder bei Infoflora, noch bei Flora des Kantons Zürich erwähnt wird, daher gehe ich davon aus, dass diese Art schweizweit sehr selten ist.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand beim Sädelrain (Winterthur/Seen)

 

Leucojum aestivum

Sommer-Knotenblume

Familie: Amaryllisgewächse

(Amaryllidaceae)

Gattung: Knotenblumen

(Leucojum)

Art: Sommer-Knotenblume

Synonyme:

Spätblühende Knotenblume, Sommerglöckchen

Beschreibung:

Die Sommer-Knotenblume ist eine mehrjährige krautige Pflanze. An der Basis der Pflanze stehen drei bis fünf linealische Laubblätter mit bis zu einer Länge von 50 cm und einer Breite von etwa 2 cm. In den Blütenständen stehen meist 3 bis 7 Blüten an ungleich langen Stielen zusammen, was ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zur relativ ähnlichen Frühlingsknotenblume darstellt. Die glockenförmigen, zwittrigen Blüten sind dreizählig und sind mit 1- 1.5 cm Grösse wesentlich kleiner als die der Frühlings-Knotenblume. Die Blüte enthält sechs gleichgestaltete, weisse Blütenhüllblätter, die an ihrer Spitze jeweils einen charakteristischen grünlichen Fleck aufweisen, und sechs freie Staubblätter. Namensgebend für die Gattung war wohl die vorsommerliche Blütezeit verbunden mit dem knotenartigen, unterständigen Fruchtknoten. Es werden Kapselfrüchte gebildet, die zahlreiche schwarze Samen enthalten.

Blütezeit: März bis Mai 

Ökologie:

Dieser Geophyt bildet Zwiebeln als Überdauerungsorgane.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt feuchte Wiesen / kollin / MZ (Meienried).

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit sehr selten und stark gefährdet

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: BE, VD

(Diese Aufnahme entstand beim Sädelrain (Winterthur/Seen)

 

Lunaria annua

Einjähriges Silberblatt

Familie: Kreuzblütler

(Brassicaceae)

Gattung: Silberblätter

(Lunaria)

Art: Einjähriges Silberblatt

Synonyme:

Garten Mondviole

Beschreibung:

Das Einjährige Silberblatt ist eine, entgegen ihrem Namen , zweijährige, also eine bis zur Blüten-und Samenbildung einmal überwinternde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30-100 cm, ausnahmsweise auch mehr erreicht. Im ersten Lebensjahr werden nur Grundblätter sowie eine oder mehrere fingerförmige unterirdische Knollen gebildet, aus denen dann im folgenden Frühjahr eine vertikale Sprossachse mit Blüten austreibt, aus denen wiederum sich schliesslich die markanten Samenschötchen entwickeln. Nach der Samenreife stirbt die Pflanze ab. Von ihren gezähnten, breit-herzförmigen Laubblättern sind die oberen ungestielt. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die Blüten sind – anders als beim Ausdauernden Silberblatt – geruchlos. Die vier purpur-violetten oder selten weissen Kronblätter sind 20- 25 mm lang.

Blütezeit: April bis Juni

Ökologie:

Die Blüten werden gern von Schmetterlingen und Bienen besucht, für die Raupen des Aurorafalters dient es als Nahrungspflanze.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wegränder, Schuttplätze, kultiviert und verwildert, z.T. eingebürgert. 

Kollin. Neophyt. Südosteuropäische Art.

Gefährdung: 

Diese Art ist nicht gefährdet. Sie ist im Kanton Zürich selten.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Bord der Hofstetterstrasse, oberh. Wila )

 

Sambucus racemosa

Roter Holunder

Familie: Moschuskrautgewächse

 (Adoxaceae)

Gattung: Holunder

(Sambucus)

Art: Roter Holunder

Synonyme:

Berg-Holunder

Beschreibung:

Der Rote Holunder unterscheidet sich vom Schwarzen Holunder durch folgende Merkmale: Nicht über 4 m hoch, Mark der Zweige bräunlich, Blüten grünlich-gelb, in aufrechten, bis 8 cm hohen kegelförmigen Rispen, die gleichzeitig mit den Blättern erscheinen (S. nigra blüht nach Erscheinen der Blätter). Kronzipfel zugespitzt und frühzeitig zurückgebogen. Fruchtstände aufrecht oder abstehend. Frucht eine leuchtend rote Beere, Durchmesser 4-5 mm.

Blütezeit: April bis Mai 

Ökologie:

Dieser Nanophanerophyte ist eine verholzte, strauchförmige, bis 4m hohe Pflanze, deren Knospen deutlich über der Bodenoberfläche überwintern.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Waldschläge, Hecken, Blockschutt / (kollin-)montan-subalpin / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Fusse des Berenberges (Winterthur/Wülflingen)

 

Valerianella locusta

Echter Ackersalat

Familie: Geissblattgewächse

 (Caprifoliaceae)

Gattung: Feldsalat

(Valerianella)

Art: Echter Ackersalat

Synonyme:

Gewöhnlicher Feldsalat

Nüsslisalat

Beschreibung:

Der Echte Ackersalat ist eine einjährige, meist winterannuelle, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5-15 cm erreicht. Seine einfachen Laubblätter werden 5- 30 mm lang und stehen in einer grundständigen Blattrosette. Je nach Sorte sind die Blätter breit oder schmal, rund oder spitz und kommen in verschiedenen Grünschattierungen vor. Der Stängel ist dichasial verzweigt, vierkantig, gefurcht und abwärts gebogen behaart. Die Blüten stehen in 

kleinen, gerundeten Trugdolden (Dichasien). Die kleinen, zygomorphen Blüten sind fünfzählig und 1.5-2 mm lang. Die fünf blassblauen Kronblätter sind verwachsen. Es sind nur drei Staubblätter vorhanden. Drei Fruchtblätter sind zu einem Fruchtknoten verwachsen. Diese Art ist nur mit reifen Früchten zu bestimmen. Die Früchte sind kleine asymmetrische Nüsse mit einem einsamigen Fach mit schwammig verdickter Wand sowie zwei tauben Fruchtfächern als Schwimmeinrichtung. Die Frucht ist seitlich etwas zusammengedrückt, kurz zugespitzt, rundlich, glatt (unreif runzelig!), mit einer Furche; sie ist 2-4 mm lang.

Blütezeit: April bis Mai 

Ökologie:

Die Samenkeimung dieses Therophyten erfolgt noch im Herbst nach sommerlichem Abbau der Hemmstoffe. Der Gewöhnliche Feldsalat überwintert als Blattrosette. Ab April treiben unter Aufbrauchen der Reservestoffe der Rosettenblätter zahlreiche Blütensprosse mit Blüten, die allesamt fruchten. Die Blüten sind winzige homogame „Trichterblumen“. Nur wenig Nektar wird gebildet und in der Kronröhre abgesondert. Bestäuber sind Käfer, Zweiflügler, Bienen und Schmetterlinge. Überwiegend erfolgt aber spontane Selbstbestäubung, indem die Narben erst unterhalb, später auf gleicher Höhe stehen wie die Staubbeutel.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Äcker, Wegränder, Weinberge, oft kultiviert / kollin-montan / CH (fehlt im Engadin)

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im Bruni (Pfungen)

 

Myosotis arvensis

Acker-Vergissmeinnicht

Familie: Raublattgewächse

 (Boraginaceae)

Gattung: Vergissmeinnicht

(Myosotis)

Art: Acker-Vergissmeinnicht

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Das Acker-Vergissmeinnicht wird 10-50 cm hoch, ist schon am Grund verzweigt, die ganze Pflanze ist ± dicht grau behaart. Die Blätter sind lanzettlich oder eiförmig, meist 2-5 cm lang, die untersten allmählich in einen Stiel verschmälert, die oberen sitzend. Der Blütenstand ist ohne Blätter. Der Kelch im vordersten Drittel ist gespalten, mit hakigen, abstehenden Haaren. Der Fruchtstiel ist (1.5-)2-3mal so lang wie der Kelch. Die Krone wird hellblau, offen-

trichterförmig mit einem Durchmesser von 2-4 mm. Die n Teilfrüchte sindschwarzbraun.

Blütezeit: April bis Oktober 

Ökologie:

Dieser Monokarper Hemikryptophyt ist ein wenigjähriger Hemikryptophyt, eine Pflanze, die während weniger Jahre mit Knospen auf der Erdoberfläche überwintert (Rosette) und nach dem einmaligen Blühen abstirbt, ohne weiter wachsende seitliche Organe zu bilden.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Äcker, Wiesen, Wegränder / kollin-subalpin(-alpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im Bruni (Winterthur/Wülflingen)

 

Lamium album

Weisse Taubnessel

Familie: Lippenblütler

 (Lamiaceae)

Gattung: Taubnessel

(Lamium)

Art: Weisse Taubnessel

Synonyme:

Bienensaug,

Weisse Nessel,

Blumennessel,

Honigblume

Beschreibung:

Lamium album ist eine Staude, bleibt also in allen Pflanzenteilen krautig und wächst mehrjährig. Sie besitzt einen waagerecht im Boden kriechenden Wurzelstock, der sich reichlich verzweigt und der Pflanze als Überdauerungsorgan dient. Aus diesem spriessen im Frühjahr Triebe mit vierkantigen, hohlen Stängeln und gegenständigen Blättern. Die weissen Blütenstände sitzen an den Triebenden direkt am Stängel. Die Pflanze wird etwa 30 bis 50 cm hoch. Das Laub der Weissen Taubnessel steht kreuzgegenständig an den Stängeln. Im Gegensatz zur Brennnessel hat die Taubnessel keine Brennhaare und ist auch nicht näher mit dieser verwandt. Den deutschen Namen "Nessel" trägt die Staude wegen der Ähnlichkeit der Blattform beider Pflanzenarten und eben wegen des Fehlens von Brennhaaren (Taube Nessel). Die mattgrünen, breit-lanzettlichen bis eiförmig-zugespitzten Blätter sind drei bis acht Zentimeter lang und zwei bis vier Zentimeter breit. Sie sind am Rand gekerbt bis gezähnt. Die Blüten der Weissen Taubnessel stehen in Quirlen an den Stängeln mit je 6 bis 16 Blüten darin. Der Blütenkelch besteht aus fünf Kelchblättern, die an der Basis verwachsen sind und in spitzen Zipfeln auslaufen. Die weisse Blütenkrone ist zweilippig und etwa zwei cm gross. Die grössere Oberlippe ist aufrecht und helmförmig mit einer wimperigen Behaarung am Rand. Die Unterlippe ist dreiteilig, wobei nur der mittlere Teil deutlich ausgebildet ist und eine tief herzförmige Ausrandung hat. Die Pflanzen blühen meist erst ab dem zweiten Jahr nach der Aussaat.

Blütezeit: April bis Ende September 

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Hecken, Wegränder, Schuttplätze / kollin-subalpin(-alpin) / CH (selten AN und VS)

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet. Sie ist im Kanton ZH eher selten anzutreffen

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand zwischen Rheinsfelden und Günzgen auf deutschem Boden)

 

Adonis annua

Herbst-Blutströpfchen

Familie: Hahnenfussgewächse

(Ranunculaceae))

Gattung: Adonisröschen

(Adonis)

Art: Herbst-Blutströpfchen

Synonyme:

Herbst-Adonisröschen

Beschreibung:

Das Herbst-Blutströpfchen ist eine einjährige krautige Pflanze und erreicht eine Wuchshöhen von 30-40 cm. Die Stängel sind verzweigt. Die wechselständigen aubblätter sind fiederteilig. Die zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von ungefähr 2.5 cm radiärsymmetrisch. Die Kelchblätter sind abstehend. Die 5 -8 glänzenden, leuchtendroten, freien Kronblätter fallen bald ab. Das Zentrum der Blüte ist schwarz. Es wird eine Sammelnussfrucht gebildet.

Blütezeit: Juni bis September 

Ökologie:

Beim Herbst-Blutströpfchen handelt es sich um einen mesomorphen Therophyten. Auf den Kronblättern ist ein UV-Muster vorhanden. Blütenökologisch handelt es sich um Pollenblumen. Es erfolgt wahrscheinlich Insektenbestäubung, dabei können kurzrüsselige Bienen, Schwebfliegen (Syrphidae), Käfer sowie Fliegen Bestäuber sein.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Getreidefelder, Ödland, Adventiv an Bahnhöfen und in Brachen / kollin(-montan)

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit sehr selten anzutreffenGemäss Flora des Kantons Zürich ist diese Art im Kanton ZH ausgestorben - und deshalb wird sie nicht geschützt?

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei Winterthur/Wülflingen)

 

Anthriscus sylvestris

Wiesen-Kerbel

Familie: Doldenblütler

(Apiaceae))

Gattung: Kerbel

(Anthriscus)

Art: Wiesen-Kerbel

Synonyme:

Bange (Glarus),

Bäumlikraut (Glarus),

Buggla (St. Gallen)

Beschreibung:

Der Wiesen-Kerbel ist eine ausdauernde oder zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 60- 150 cm erreicht. Der Stängel ist feinbehaart, hohl und gefurcht. Die zwei- bis dreifach  gefiederten Laubblätter sind 15- 30 cm lang und besitzen einen dreieckigen Umriss. Die Fiederblättchen sind eiförmig und fiederspaltig. Betrachtet man den Blütenstand, erkennt man, dass viele Äste von einem ersten Verzweigungspunkt abgehen (Charakteristikum einer Dolde). Tragblätter würde man als Hüllblätter bezeichnen, die hier jedoch fehlen. Weiter oben gehen wieder Äste von einem Punkt ab, daher der Name Doppeldolde. Diese kleinere Blütengruppe, genannt „Döldchen“, besitzt am Rand gefranste Hüllchen (Trageblätter der Döldchen). Die Kronblätter sind gekerbt und weiss, ein Kelch fehlt. Die Frucht weist ein Griffelpolster auf, das etwa halb so breit wie der darüber stehende Griffel lang ist. Wenn man auf die Blüte sieht, kann man das Griffelpolster als creme-weisse Struktur in der Mitte erkennen. Direkt unterhalb des Griffelpolsters setzten die Blütenblätter an. Das bedeutet, dass der Fruchtknoten unterständig ist. Bei der reifen Frucht sieht man zwischen Fruchtknoten und Griffelpolster einen ca. 1.5 mm langen Abschnitt, der als "Schnabel" bezeichnet wird.

Blütezeit: April bis Juli 

Ökologie:

Der Wiesen-Kerbel ist eine Halbrosettenpflanze mit einer Wurzelrübe. Auf stark gedüngten Fettwiesen prägt der Wiesen-Kerbel oft gemeinsam mit dem Scharfen Hahnenfuss (Ranunculus acris) das Erscheinungsbild im Frühjahr. Besonders gefördert wird die Art durch das Ausbringen von Jauche. Blütenökologisch handelt es sich um „Nektar führende Scheibenblumen“ vom Heracleum-Typ. In den zusammengesetzten Dolden finden sich neben zwittrigen auch männliche Blüten; die Pflanze ist also andromonözisch. Es finden sich Blütenbesucher aller Art ein, besonders aber Käfer. Es erfolgt vor allem Zufallsausbreitung durch Huftiere d. h. die Früchte werden mit dem Futter aufgenommen und gelangen mit dem Dung zurück auf die Wiese. Ausserdem erfolgt eine Verbreitung als Austrocknungsstreuer; es wird eine Streuweite bis 1 M erreicht. Fruchtreife ist von Juli bis September.

Vorkommen:

Diese Art kommt von den Tallagen bis an die Waldgrenze in den Alpen vor. Als Stickstoffzeiger wächst er an sonnigen bis halbschattigen Standorten in frischen, nährstoffreichen bis überdüngten Wiesen sowie an Wald- und Gebüschrändern und in Hochstaudenfluren.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Hulmen (Winterthur)

 

Alopecurus pratensis

Wiesen-Fuchsschwanz

Familie: Süssgräser

(Poaceae)

Gattung: Fuchsschwanzgräser

(Alopecurus)

Art: Wiesen-Fuchsschwanz

Synonyme:

Eselsgras, Hundegras, Rattenschwanz, Fuchswedel,

Beschreibung:

Der Wiesen-Fuchsschwanz wird 30-100 cm hoch. Die Blätter werden bis 10 mm breit, beidseits rau. Die Blatthäutchen sind breiter als lang, gestutzt, bewimpert. Der Blütenstand ist dicht ährig-zylindrisch, 3-8 cm lang und 6-10(-15) mm dick. Ährchen einblütig, mit zwei 4-7 mm langen, unten verwachsenen, gekielten und spitzen, am Kiel lang behaarten Hüllspelzen. Deckspelze so lang wie die Hüllspelzen, auf dem Rücken mit 6-10 mm langer, weit aus dem Ährchen ragender Granne.

Blütezeit: Mai bis Juli 

Ökologie:

Der Wiesen-Kerbel ist eine Halbrosettenpflanze mit einer Wurzelrübe. Auf stark gedüngten Fettwiesen prägt der Wiesen-Kerbel oft gemeinsam mit dem Scharfen Hahnenfuss (Ranunculus acris) das Erscheinungsbild im Frühjahr. Besonders gefördert wird die Art durch das Ausbringen von Jauche. Blütenökologisch handelt es sich um „Nektar führende Scheibenblumen“ vom Heracleum-Typ. In den zusammengesetzten Dolden finden sich neben zwittrigen auch männliche Blüten; die Pflanze ist also andromonözisch. Es finden sich Blütenbesucher aller Art ein, besonders aber Käfer. Es erfolgt vor allem Zufallsausbreitung durch Huftiere d. h. die Früchte werden mit dem Futter aufgenommen und gelangen mit dem Dung zurück auf die Wiese. Ausserdem erfolgt eine Verbreitung als Austrocknungsstreuer; es wird eine Streuweite bis 1 M erreicht. Fruchtreife ist von Juli bis September.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Fettwiesen / kollin-subalpin / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Hulmen (Winterthur)

 

Asperula arvensis

Acker-Waldmeister

Familie: Rubioideae

(Rubieae)

Gattung: Meier

(Asperula)

Art: Acker-Waldmeister

Synonyme:

Acker-Meier,

Beschreibung:

Die Keimung dieses Therophyten erfolgt im März - April. Der Acker-Meier wächst als  sommergrüne,  einjährige, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 10- 25, selten bis zu 50 cm. Der aufrechte, verzweigte Stängel ist kahl und besitzt an seiner Basis oft noch die zwei Keimblätter (Kotyledonen). Die Laubblätter stehen meist zu viert, im oberen Bereich des Stängels zu sechst bis acht in Wirteln zusammen. Die einfache Blattspreite ist lineal-lanzettlich und kahl, aber oberseits rau. Die Blüten stehen in endständigen büscheligen Blütenständen zusammen und sind von bewimperten Hochblättern umgeben. Die ungestielten, zwittrigen, vierzähligen Blüten weisen eine Länge von 5- 6 mm auf. Die vier Kronblätter sind meist blau-violett bis hellblau, selten weiss. Die Kronröhre ist länger als die vier Kronzipfel.

Die braunen Teilfrüchte sind 2-3 mmr gross.

Blütezeit: Mai bis Juli

Ökologie:

Dieser Therophyt ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt lehmige, nährstoffreiche Böden in warmen Lagen / kollin-montan / CH vereinzelt.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit sehr selten, vom Aussterben bedroht und geniesst hohe nationale Priorität.

(Im Kanton ZH nur gerade 5 Standorte)

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: seltsamerweise nur im Kanton VD

(Diese Aufnahme entstand bei Wasterkingen)

 

Muscari comosum

Schopfige Traubenhyazinthe

Familie: Spargelgewächse

(Asparagaceae)

Gattung: Traubenhyazinthen

(Muscari)

Art: Schopfige Traubenhyazinthe

Synonyme:

Schopf-Traubenhyazinthe

Beschreibung:

Die Schopfige Traubenhyazinthe ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15-70, teilweise bis 100cm erreicht. Dieser Geophyt besitzt eine Zwiebel mit einem Durchmesser von ca. 1 cm. Gelegentlich bilden sich auch Nebenzwiebeln aus. Die Zwiebelhülle ist braun. Die Wurzeln sind dünn und höchstens einjährig.Die 3 bis 6 Rosettenblätter sind breit linealisch (etwa 10 mm breit und 40 cm lang), oft gebogen und am Rand rau. Die Blüten stehen in reichblütigen, lang gestreckten, eher lockeren Trauben. An der Spitze des Blütenstandes befindet sich ein auffälliger Schopf zahlreicher blauvioletter, aufwärtsgerichteter, steriler Blüten (einige Sorten bilden nur diesen Schopf aus). Darunter sind die blassbraunen, oft etwas grünlichen fertilen Blüten angeordnet. Diese sind röhrig-glockenförmig und stehen waagrecht ab. Das Perigon hat keine Nebenkrone unter den Perigonzipfeln. Die Kronzipfel werden 0.5-1 mm lang und sind gelblich bis beige. Die Kapselfrucht wird 10-15 mm lang und ist scharf dreikantig und etwas geflügelt. Sie steht bei der Reife waagrecht ab. Sie fällt zur Fruchtreife nicht ab, sondern öffnet sich am Stängel. Je Fach befinden sich (ein bis) zwei runzelige, kugelige, schwarze, bis 2 mm grosse Samen.

Blütezeit: Mai bis Juni

Ökologie:

Die Blütentrauben tragen an der Spitze einen Schopf aufrechter, lang gestielter, steriler Blüten, die als Schauapparat dienen; darunter stehen olivbraune, hängende „Glockenblumen mit klebrigem Pollen“, diese führen Nektar und haben ein „anbohrbares Gewebe“ am Grunde des Fruchtknotens und duften fruchtig. Bestäuber (und Besucher der sterilen Blüten) sind Bienen und besonders in Südeuropa auch die zu den Zweiflüglern zählenden Hummelschweber der Gattung Bombylius; sie werden von den violetten Blüten angelockt. Auch Selbstbestäubung ist erfolgreich.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Trockenwiesen, Weinberge / kollin-montan / VS, TI, GR (Misox, Puschlav), MW, sonst vereinzelt.

Gefährdung: 

Diese Art ist nicht gefährdet. Sie ist im Kanton ZH, mit 6 Standorten, sehr selten.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: BE, SH, GE

(Diese Aufnahme entstand bei Wasterkingen)

  

Viola canina

Hunds-Veilchen

Familie: Veilchengewächse

(Violaceae)

Gattung: Veilchen

(Viola)

Art: Hunds-Veilchen

Synonyme:

Ross-Veilchen

Beschreibung:

Das Hunds-Veilchen wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5- 20 cm. Die Laubblätter bilden keine grundständige Blattrosette, sondern sind langgestielt am Stängel angeordnet. Die Blattspreite der Sommerlaubblätter ist am Spreitengrund eiförmig-herzförmig und kahl. An der Basis jedes Blattstiels befindet sich ein Paar Nebenblätter, die am Rand dünn gezähnt sind. Die langgestielten Blüten befinden sich einzeln in den Blattachseln. Die zwittrige Blüte ist zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind samt Anhängseln 5 -7 mm lang. Die fünf Kronblätter sind hellviolett. Der Sporn der Krone ist weisslich, leicht gebogen und längs gekerbt. Das untere Kronblatt besitzt violette Adern auf weissem Grund. Sonst ist die Blütenfarbe (hell)blaulila.

Blütezeit: Mai bis Juni

Ökologie:

Neben nur bei Fremdbestäubung fruchtbaren chasmogamen Blüten werden ziemlich regelmässg in den oberen Blattachseln auch kleistogame Blüten mit sehr stark reduzierter Krone gebildet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt wechselfeuchte, magere Wiesen, Heiden, Moore / kollin-subalpin / CH, v.a. TI

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit verletzlich. Sie ist im Kanton ZH, mit 6 Standorten, sehr selten.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: GE, VD

(Diese Aufnahme entstand am Greifensee)

 

Cardamine amara

Bitteres Schaumkraut

Familie: Kreuzblütler

(Brassicaceae)

Gattung: Schaumkräuter

(Cardamine)

Art: Bitteres Schaumkraut

Synonyme:

Falsche Brunnenkresse,

Bitterkresse

Beschreibung:

Das Bittere Schaumkraut wächst als ausdauernde krautige Pflanze. Die niederliegenden Stängel treiben wurzelnde Ausläufer mit grundständigen Blättern, die keine Rosetten bilden. Stängel 10-60 cm hoch, markig, kantig, aufrecht oder aufsteigend, meist unverzweigt, kahl oder behaart. Blätter gefiedert, mit 2-5(-9) Fiederpaaren und grösserem Endabschnitt, die grundständigen nicht rosettig angeordnet. Blüten weiss, selten rötlich. Kronblätter 6-10 mm 

lang, Staubbeutel meist purpurn. Kelchblätter 3-5 mm lang. Früchte stabförmig, gerade, 20-40 mm lang und 1-2 mm dick. Fruchtstiele aufrecht abstehend. Die Fruchtklappen öffnen sich kurz vor der Reife oder auch bei Berührung explosionsartig aufrollend und dabei werden die Samen herausgeschleudert.

Blütezeit: Mai bis Juni

Ökologie:

Dieser Geophyt ist eine Pflanze, deren Knospen im Boden überwintern, oft in Kombination mit Speicherorganen (Rhizome, Knollen, Zwiebeln).

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Gräben, Bäche / kollin-subalpin(-alpin) / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand beim Brand/Neuhaus, oberh. Wila)

 

Crataegus monogyna

Eingriffeliger Weissdorn

Familie: Rosengewächse

(Rosaceae)

Gattung: Weissdorne

(Crataegus)

Art: Eingriffeliger Weissdorn

Synonyme:

Hagedorn

Beschreibung:

Der Eingriffelige Weissdorn ist ein Strauch oder kleiner Baum, der Wuchshöhen von zwei bis sechs, selten bis zwölf Metern erreicht und von anderen Weissdornarten nur schwer zu unterscheiden ist. Die Rinde ist dunkelbraun und weist orangefarbene Sprünge auf. Er hat Äste mit zahlreichen kräftigen Dornen und dichte Kronen. Seine 5–7 cm langen Laubblätter sind bis zur Hälfte in 3-7 an der Spitze gezähnte Lappen geteilt; in den Nervenachseln 

befinden sich Haarbüschel. Die von Mai bis Juni erscheinenden Blüten sind in Gruppen von 5–25 Stück angeordnet. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen, fünfzähligen, weissen Blüten haben einen Durchmesser von 8–15 mm. Ihre vielen Staubblätter haben rote Staubbeutel. Sie haben nur einen Griffel. Die etwas in die Länge gezogenen 8–10 mm langen, eiförmigen, fleischigen Früchte sind dunkelrot und enthalten lediglich einen (Stein)Kern.

Blütezeit: Mai bis Juni

Ökologie:

Der Eingriffelige Weissdorn ist ein winterkahler Laubstrauch, seltener ein Baum, an dessen jungen Trieben sich bevorzugt Sprossdornen befinden, die dem Frassschutz dienen. Die Blüten sind vorweibliche „Scheibenblumen“ mit verdecktem Nektar. Der von Aminen herrührende Duft ist aus der Entfernung angenehm, wird aber aus der Nähe von Vielen als unangenehm empfunden, weil er an Maikäfergeruch oder an Fischgeruch erinnert. Bestäuber sind besonders Fliegen, aber auch Bienen.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt die Nähe von Hecken, Gebüschen und Waldrändern und kalkreiche Böden.

Gefährdung: 

Diese Art ist nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand beim Spöri (Neuburg))

 

Dianthus gratianopolitanus

Grenobler Nelke

Familie: Nelkengewächse

(Caryophyllaceae)

Gattung: Nelken

(Dianthus)

Art: Grenobler Nelke

Synonyme:

Pfingstnelke,

Felsennägele

Beschreibung:

Die Grenobler Nelke ist eine überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10- 20 cm. Sie wächst in dichten Rasen oder locker polsterförmig. Die Laubblätter sind gegenständig am Stängel angeordnet. Die einfache, blaugrüne und kahle Blattspreite ist bei einer Länge von 2-6 cm linealisch. Die Stängel sind in der Regel einblütig. Die zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 1.5 und 3 cm radiärsymmetrisch. Der Kelch ist insgesamt 12-16 mm lang und 2- bis 3 so lang wie die vier bis sechs zugespitzten, schuppenförmigen Kelchschuppen. Die rosafarbenen bis hellroten Kronblätter sind gezähnt und am Schlund behaart.

Blütezeit: Mai bis Anfang Juli

Ökologie:

Bei der Pfingst-Nelke handelt es sich um einen Chamaephyten. Die Pfingst-Nelke ist durch den Polsterwuchs, durch kleine mit einer Wachsschicht überzogenen Blättern und mit Festigungsgewebe versehenen Leitbündeln an trockene und heisse Standorte angepasst (Xerophyt). Es werden nur wenige cm lange Wurzeln gebildet, dies ermöglicht der Pfingst-Nelke auf sehr flachgründigen Böden zu wachsen. Mit ihrer Blütenfarbe und mit ihrem Duft lockt die Pfingst-Nelke vor allem Tagfalter an. Die nektarreichen Blüten der Pfingst-Nelke werden von Insekten, vor allem von Tagfaltern, bestäubt. Die Diasporen werden durch den Wind ausgebreitet..

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Felsen, felsige Hänge / kollin-montan / J, vereinzelt M.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit verletzlich und selten. Im Kanton Zürich nur gerade 3 Standorte

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: AG, BE, JU, SH, SO, TG, VD, ZH, AR, BL

(Diese Aufnahme entstand im Gentner bei Eglisau

 

Lathyrus aphaca

Ranken-Platterbse

Familie: Hülsenfrüchtler

(Fabaceae)

Gattung: Platterbsen

(Lathyrus)

Art: Ranken-Platterbse

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Die Stängel der Ranken-Platterbsen werden 10-30 cm lang, sie sind aufsteigend oder kletternd.  Die Blätter sind reduziert auf die Ranke und besitzen zwei 1-4 cm lange, breite, am Grund schwach spiessförmige Nebenblätter. Die Blüten sind gelb, ca. 1 cm lang, einzeln oder zu 2 auf langen, dünnen die Nebenblätter weit überragenden Stielen. Frucht flach, aufrecht abstehend, kahl, 2-3,5 cm lang und 5-7 mm breit, 4-8 samig.

Blütezeit: Mai bis Juli

Ökologie:

Dieser Therophyt / Liane ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert. Es ist eine krautige Pflanze, welche an anderen Pflanzen oder Objekten hochklettert.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Äcker, Ödland, in warmen Lagen / kollin-montan / CH vereinzelt.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit stark gefährdet und sehr selten. Im Kanton Zürich nur gerade 5 Standorte - und wird nur in 2 Kantonen geschützt?

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: GE, VD 

(Diese Aufnahme entstand bei Wasterkingen.

 

Antennaria dioica

Gemeines Katzenpfötchen

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Katzenpfötchen

(Antennaria)

Art: Gemeines Katzenpfötchen

Synonyme:

Gewöhnliche Katzenpfötchen,

Zweihäusiges Katzenpfötchen

Beschreibung:

Das Gemeine Katzenpfötchen wächst als immergrüne, ausdauernde krautige Pflanze  und rreicht Wuchshöhen von 5-20, selten bis zu 30 cm. Im ersten Jahr wird die Blattrosette ausgebildet, ab dem zweiten Jahr ist das Pflanzenexemplar blühfähig. Das Gewöhnliche Katzenpfötchen entwickelt oberirdische, 2-5 cm lange Ausläufer. Über die beblätterten Ausläufer bilden die Rosetten oft dichte Matten. Die Laubblätter sind in Blattrosetten und am Stängel verteilt angeordnet. Die gestielten, einfachen, einnervigen Grundblätter besitzen bei einer Länge von 3-18 mm und einer Breite von 3-6 mm spatelförmige oder rauten-spatelförmige Blattspreiten. Die ungestielten Stängelblätter sind bei einer Länge von 7-13 mmn linealisch-lanzettlich. Die Blattoberseite ist verkahlend bis mehr oder weniger kahl und die Blattunterseite ist weiss-wollig-filzig behaart. Das Gewöhnliche Katzenpfötchen ist unvollständig zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). In einem endständigen, trugdoldig gehäuften Gesamtblütenstand befinden sich 3 bis 12 körbchenförmige Teilblütenstände, die einen Durchmesser von 5-8 mm aufweisen. Die weiblichen Körbchen besitzen längliche oder lanzettliche, rosafarbene bis purpurrote Hüllblätter mit spitzen oberen Enden. Die männlichen Körbchen besitzen breite, weisse Hüllblätter mit stumpfen oberen Enden. Die Hüllblätter besitzen bei männlichen, selten bei weiblichen Exemplaren weissliche oder bei weiblichen Exemplaren rosafarbene bis dunkelrote Anhängsel. Ein Teil der Körbchen besitzt weibliche Blüten mit mehrreihigem Pappus, die anderen mit scheinbar zwittrigen Blüten (Griffel sind vorhanden, die Fruchtknoten sind jedoch unfruchtbar) mit einreihigem Pappus. Die Achänen besitzen einen Pappus.

Blütezeit: Mai bis Juli

Ökologie:

Das Gemeine Katzenpfötchen ist hinsichtlich seiner Lebensform ein manchmal polsterbildender Chamaephyt oder Hemikryptophyt. Die Reproduktion aus Samen und die vegetative Vermehrung sind für die Ausbreitung gleichermassen von Bedeutung. Letztere wird über oberirdische, beblätterte, sich an der Spitze bewurzelnde Ausläufer sichergestellt. Sie erzeugen im ersten Jahr eine Blattrosette, im nächsten Jahr geht hieraus eine Sprossachse hervor. Die Behaarung (Indument) der Sprossachse und der Laubblätter wird als Transpirationsschutz gedeutet.Die Achänen mit Pappus unterliegen der Windausbreitung als Schirmchenflieger. Die trockenhäutigen Hüllblätter sind hygroskopisch und spreizen sich nur bei trockenem Wetter ab. Die Fruchtreife beginnt ab August. Das Gewöhnliche Katzenpfötchen ist ein Kältekeimer.Das Gemeine Katzenpfötchen ist unvollständig zweihäusig, d. h., es gibt männliche Pflanzenexemplare mit sterilen Fruchtknoten. Die Staubfäden sind reizbar, sie krümmen sich bei Berührung und ziehen dabei die Staubblattröhre herab, so dass der Pollen vom feststehenden Griffel „herausgepumpt“ wird; dies ist ein Beispiel für eine Thigmonastie. Bestäuber sind Falter.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt magere Wiesen und Weiden, besonders Borstgrashalden / (montan-) subalpin-alpin / A, M in Alpennähe, J.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet. Im Kanton Zürich ist sie sehr selten; mit gerademal 2 Flächen!

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: SH, BL

(Diese Aufnahme entstand im Tösstal bei den Schnebelhorngruppen).

 

Polygonatum verticillatum

Quirlblättriges Salomonssiegel

Familie: Spargelgewächse

(Asparagaceae)

Gattung: Weisswuzen

(Polygonatum)

Art: Quirlblättriges Salomonssiegel

Synonyme:

Quirlblättrige Weisswurz,

Quirl-Weisswurz

Beschreibung:

Das Quirlblättrige Salomonssiegel wächst als ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30-70, selten bis100 cm erreicht. Als Überdauerungsorgane werden dicke, fleischige Rhizome gebildet. Der aufrechte, unverzweigte Stängel ist rund oder kantig. Die Laubblätter sind in Quirl gleichmässig am Stängel verteilt. Jeder Quirl umfasst drei bis sieben oder acht Laubblätter. Die einfache, ganzrandige, kahle Blattspreite ist bei einer Länge von 5-15 cm schmal-linealisch mit spitzem oberen Ende. Die Blattoberseite ist hellgrün und die -unterseite blaugrün. Je meist zwei bis fünf, selten bis zu sieben oder nur eine dünn gestielte, hängende Blüten sind in blattachselständigen traubigen Teilblütenständen angeordnet. Die zwittrige Blüte ist dreizählig. Die sechs weissen Perigonblätter sind zu einer etwa 1 cm langen Röhre verwachsen. Die Blüten sind bei einer Länge von 7-10 Millimetern sowie Durchmesser von etwa 3 mm relativ klein. Die dreifächerigen Beeren sind erst rot mit dunklen schwarzen Punkten, später schwarzblau.

Blütezeit: Mai bis Juli

Ökologie:

Das Quirlblättrige Salomonssiegel ist ein Geophyt. Wegen der relativ kurzen Kronröhre erfolgt die Bestäubung ausser durch Hummeln auch durch langrüsselige Bienen und durch kleinere Falter.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Bergwälder, Hochstaudenfluren / montan-subalpin(-alpin) / A, J, seltener M

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet. Im Kanton Zürich ist sie selten anzutreffen und nur im Tösstal.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: OW

vollständig geschützt: TG

(Diese Aufnahme entstand im Tösstal an der Tösscheidistrasse.

 

Orchis palustris

Sumpf-Knabenkraut

Synonyme:

O. mediterrania GUSS, O. laxiflorasubsp. Palustris (JACQ.) BONNIER & LAYENS, 0. laxiflora

var. palustris M.-BIEB.

Beschreibung:

Siehe Orchideen Steckbriefe

Blütezeit: Mai bis Juni

Verbreitung:

Südliches, westliches und mittleres Europa (nördlich bis Gotland, südwärts bis nach Spanien, Nordwestafrika, Süditalien, Griechenland, Kreta), Vorderasien,  Kaukasus, Arabische  Halbinsel,  Südwestrussland.

Häufigkeit:

Selten.

Biotop:

Feuchtbiotope, torfige, sumpfige Wiesen, nie austrocknende Flachmoore an Quellen oder Seeufern, Schilfbestände, reagiert empfindlich auf Änderungen des Wasserhaushaltes; an den Küsten des Mittelmeergebietes salzverträglich.

Nur im Tiefland bis 500 m.

Zytologie:

2n = 42, Material aus dem Glattal ZH [Heusser 1938],

Hybriden:

Mit Orch. laxiflora, O. morio, Dactylorhiza incarata (?), D. majalis (?).

Diese Art ist schweizweit verletzlich und vollständig geschützt. Im Kanton Zürich ist sie, mit 8 Flächen, sehr selten anzutreffen.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: AG, BE, FR, GE, VD, ZH

(Diese Aufnahme entstand am Greifensee.)

 

Epipactis microphylla

Kleinblättrige Stendelwurz

Synonym:

Hellebor. microphylla (EHRH.) SCHINZ &THELUNG

Beschreibung:

Siehe Orchideen Steckbriefe

Blütezeit: Mitte Juni bis Anfang August

Verbreitung:

Europa und Westasien in der montan-meridionalen und südlichen temperaten Zone, im Osten bis in den Kaukasus und nach Nordpersien.

Häufigkeit:

Sehr selten, möglicherweise oft übersehen.

Biotop:

Trockene, unterwuchsarme Buchenwälder, seltener Nadelwälder, oft auf steilen, laubfreien Stellen und entlang von Waldwegen, auf kalkhaltigen Böden warmer Lagen. Vom Tiefland bis 1300 m.

Zytologie:

2n = 40, Material aus Schaffhausen [Meili-Frei 1965], weiter aus Dänemark.

Hybriden:

Mit Epipact. atrorubens, E. helleborine.

Anmerkungen:

Epipactisa microphylla entwickelt nur blühende Sprosse. Sie ist gut an den sehr stark reduzierten Blättern zu erkennen. Diese reichen kaum aus, die Pflanze mit den notwendigen Aufbaustoffen zu versorgen. Epipactis microphylla ist daher sehr stark mykotroph.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit potenziell gefährdet und vollständig geschützt. Im Kanton Zürich ist sie sehr selten und nur in 6 Flächen anzutreffen.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: SO

vollständig geschützt: AG, BE, FR, GE, GR, JU, NW, OW, VD, ZG, ZH, TI, AI, BL

(Diese Aufnahme entstand am Irchel.)

 

Tragopogon porrifolius

Haferwurzel

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Bocksbärte

(Tragopogon)

Art: Haferwurzel

Synonyme:

Purpur-Bocksbart,

Habermark,

Austernpflanze

Beschreibung:

Die Haferwurzel ist eine ein- bis zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 60- 120 cm erreicht. Die Stängel sind aufrecht und meist verzweigt. Die Blätter sind  aus breitem fast scheidig stängelumfassendem Grund lineal-lanzettlich, lang zugespitzt und steif aufrecht. Auf diese Gestalt bezieht sich der zweite Teil des botanischen Namens. Porri ist die lateinische Bezeichnung für Lauch und folium steht für das Blatt einer Pflanze. Die Haferwurzel bildet bis zu 30 cm lange Pfahlwurzeln und enthält Milchsaft. Die Stängel tragen meist mehrere Blütenkörbe. Die Korbstiele sind gegen den Korb zu stark keulig verdickt. Die Hüllblätter überragen die Zungenblüten und sind 3-5 cm lang. Die Zungenblüten sind trüb-purpurfarben bis purpurlila gefärbt. Die Früchte sind Achänen und inklusive Schnabel 40-55 mm lang. Sie ist schwach zehnrippig und mit weissichen Schuppen besetzt. Der Pappus ist halb so lang wie die Achäne und bräunlich-weiss.

Blütezeit: Juni bis Juli

Ökologie:

Wie bei anderen Bocksbart-Arten unterliegt die Haferwurzel einer circadianen Rhythmik, tagesperiodischen Bewegungen, die Blüten öffnen sich morgens und schliessen sich um die Mittagszeit. Auswüchse auf Wurzeln werden durch Aulax pigeoti hervorgerufen.

Vorkommen:

Neophyt: nach der Entdeckung von Amerika in der Region aufgetreten (nach 1500) Die Wildform der Haferwurzel, Tragopogon porrifolius subsp. eriospermus ist im Mittelmeerraum heimisch. In Mitteleuropa wird die Kulturform Tragopogon porrifolius subsp. porrifolius angebaut und kommt sehr selten verwildert vor (Zürcher Unterland). Die Wildform ist urwüchsig in ostmediterranen Gesellschaften des Verbands Alopecurion utriculati aus der Ordnung Arrhenatheretalia.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit sehr, sehr selten - jedoch nicht geschützt.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Irchel bei Teufen.)

 

Festuca pratensis

Wiesen-Schwingel

Familie: Süssgräser

(Poaceae)

Gattung: Schwingel

(Festuca)

Art: Wiesen-Schwingel

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Der Wiesen-Schwingel wird 30-120 cm hoch. Alle Blätter sind flach, 3-8 mm breit, schlaff, grün, am Spreitengrund mit kahlen, sichelförmigen Öhrchen. Die Blatthäutchen werden höchstens 1 mm lang, wulstig, gestutzt. Blattscheiden offen. Rispe 10-20 cm lang, meist schlank, locker und aufrecht, oft einseitswendig. Äste starr und rau, unterste zu 2, der kürzere mit 1-3, der längere mit 3-6 Ährchen, diese meist 9-13 mm lang, gelbgrün, oft violett oder gescheckt. 

Deckspelzen spitz, 6-9 mm lang, ohne oder mit bis 3 mm langer Granne.

Blütezeit: Mai bis Juli

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Fettwiesen und Weiden / kollin-subalpin(-alpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet. 

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand in einem Blumentopf auf unserem Balkon (Wahrscheinlich von mir eingeschleppt.

)

 

Rosa glauca

Rotblättrige Rose

Familie: Rosengewächse

(Rosaceae)

Gattung: Rosen

(Rosa)

Art: Rotblättrige Rose

Synonyme:

Rotblatt-Rose

Hecht-Rose,

Bereifte Rose

Beschreibung:

Die Rotblatt-Rose wächst als sommergrüner Strauch und erreicht Wuchshöhen von 1-2.5, selten bis zu 3m. Die selbstständig aufrechten, schlanken Zweige besitzen eine kahle, braunrote, auffallend rötlich bis hechtblau bereifte Rinde. Die wenigen, meist geraden oder leicht gebogenen, abwärts geneigten Stacheln sind meist an der Basis der Langtriebe angelegt. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind 7-12 cm lang und unpaarig gefiedert mit fünf bis neun Fiederblättchen. Die kahlen, bläulich-grünen und mehr oder weniger purpurrot überlaufenen Blattadern ausgestatteten Fiederblättchen sind bei einer Länge von 2-4.5 cm elliptisch bis länglich-eiförmig, mit spitzem oberem Ende und scharf gesägtem Rand. Wenige (ein bis fünf) Blüten stehen auf mit einer Länge von 1-2 cm relativ kurzen, kahlen Blütenstielen zusammen. Tragblätter sind vorhanden. Die zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 3 bis 3.5 cm radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind ganzrandig oder die äusseren haben einige seitliche Lappen, auf der Rückseite sind sie kahl oder drüsig, nach der Anthese aufgerichtet abstehend und hinfällig oder selten haltbar. Die Kelchblätter sind viel länger als die Kronblätter. Die fünf karminrosafarbenen bis tiefpurpurrosafarben Kronblätter sind weiss genagelt. Es sind viele Staubblätter vorhanden. Die langen Griffel stehen frei.Die relativ langen Fruchtstiele sind drüsenlos oder stieldrüsig. Die bei Reife orangefarbenen bis scharlachroten Hagebutten sind bei einem Durchmesser von etwa 1.5 cm kugelig bis mehr oder weniger flachrund.

Blütezeit: Juni bis Juli

Ökologie:

Bei der Rotblatt-Rose handelt es sich um einen mesomorphen Nanophanerophyten. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (kurzrüsselige Bienen, Schwebfliegen (Syrphidae), Fliegen, Käfer) oder durch Selbstbestäubung und die amphimiktische Samenbildung erfolgt ohne Bestäubung. Die Rotblatt-Rose ist selbstkompatibel. Die Ausbreitung der Samen geschieht durch Verzehr der Hagebutten und Ausscheidung.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Gebüsche, Steinhaufen / (kollin-)montan-subalpin / A, J, zerstreut im Mittelland

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet. Im Kanton Zürich ist diese Art selten anzutreffen.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: SH, VD

(Diese Aufnahme entstand im Niderfeld/Wülflingen.)

  

Eriophorum angustifolium 

Honck

Schmalblättriges Wollgras

Familie: Sauergrasgewächse

(Cyperaceae)

Gattung: Wollgräser

(Eriophorum)

Art: Schmalblättriges Wollgras

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Ähnlich wie die Breitblättrige, aber mit unterirdischen Ausläufern, Stängel fast rund, Blätter meist rinnig, 3-6 mm breit, in eine lange, 3kantige Spitze ausgezogen, oberste Blattscheide trichterförmig erweitert, oberstes Blatt mit 0.1-0.3 mm langem, gestutztem Blatthäutchen, Ährenstiele glatt, Frucht schwarzbraun.

Blütezeit: März bis Mai

Ökologie:

Das Schmalblättrige Wollgras ist windblütig (Anemophilie) vom „Langstaubfädigen Typ“ und vorweiblich. Die Verfrachtung der Samen erfolgt durch den Wind (Anemochorie). Selten gibt es eine zweite Blütezeit im September. 

Die Früchte sind kleine, von den stark verlängerten Perigonborsten gekrönte Nüsschen; sie stehen zu vielen als weisswolliger Kopf zusammen. Die Verfrachtung der Früchte erfolgt durch den Wind (Anemochorie) als Schirmchenflieger. Die Sinkgeschwindigkeit beträgt ca. 22 cm/s, damit werden Flugweiten von mindestens 10 km möglich. Bei feuchtem Wetter erfolgt zusätzlich eine Ausbreitung als Wasserhafter. Grosse Exemplare können bis zu 130.000 Früchte produzieren. Fruchtreife ist im Juni. Die vegetative Vermehrung erfolgt durch unterirdische Ausläufer.Das Sauergras ist ein Wurzelkriechpionier und kann geeignete vegetationslose Flächen rasch besiedeln.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt mässig basenreiche, sehr nasse, schlammige oder sandig-torfige Böden. Kalkfreie Flachmoore, Quellhorizonte / kollin-alpin / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: BE, JU, OW, ZH

vollständig geschützt: AG, GR, SH, TG, BL, GE

(Diese Aufnahme entstand im Baldisriet (Hettlingen).

 

Stachys alpina

Alpen-Ziest

Familie: Lippenblütler

(Lamiaceae)

Gattung: Zieste

(Stachys)

Art: Alpen-Ziest

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Der Alpen-Ziest wächst als sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30- 100 cm erreicht. Er bildet ein kriechendes Rhizom als Überdauerungsorgan. Der aufrechte od. aufsteigende, vierkantige, kräftige, trüb-grüne und oft violett überlaufene Stängel ist am Grunde etwa 5 Millimeter dick, abstehend behaart und im oberen Bereich stieldrüsig behaart.Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 1-5 cm lang. Die relativ dünne, oberseits dunkel-grüne Blattspreite ist mit einer Länge von 5-18 cm und einer Breite von 3-9 cm länglich-eiförmig, am Grunde abgerundet oder schwach herzförmig, grau oder grau-grün, stark netznervig und beiderseits dicht, anliegend, kurz behaart. Der Blattrand ist fein bis grob gesägt. Der Blütenstand besteht aus 6-18 übereinander stehenden und um mindestens die halbe Hochblattlänge voneinander getrennten Scheinquirlen, die 12-20 Blüten enthalten und alle von den Hochblättern überragt werden. Die zwittrige, zygomorphe Blüte ist 15-18 mm lang und besitzt eine doppelte Blütenhülle. Die grünen oder violett-braunen und dicht drüsig-zottig behaarten, 6-12 mm langen Kelchblätter sind zu einer etwa 6 mm langen Kelchröhre verwachsen. Die 15-22 mm lange, dunkel-purpurfarben bis braun-violette und lang-zottig behaarte Blütenkrone ist zweilippig. Ihre Oberlippe ist 5 mm lang und ihre Unterlippe ist 9 mm lang. Die Staubbeutel und der Griffel liegen unter der Oberlippe.

Blütezeit: Juli bis Oktober (Die vorliegende Pflanze habe ich am 09.Juni aufgenommen und die sieht nicht mehr ganz so frisch aus!)

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt lichte Wälder, Lägerstellen, Geröllhalden / (kollin-)montan-subalpin / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet. Sie ist im Kanton Zürich selten anzutreffen.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: -----------

(Diese Aufnahme entstand am Berenberg (Winterthur/Wülflingen).

 

Silene acaulis

Kalk-Polsternelke

Familie: Nelkengewächse

(Caryophyllaceae)

Gattung: Leimkräuter

(Silene)

Art: Kalk-Polsternelke

Synonyme:

Stängelloses Leimkraut

Beschreibung:

Die Kalk-Polsternelke ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die in dichten, nur bis 3 cm hohen Polstern wächst. Die kurzen Stängel sind dachziegelartig beblättert. Die ledrigen Laubblätter sind linealisch und am Rand bewimpert. Die endständigen Blüten sind kurz gestielt. Die zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 15-25 mm radiärsymmetrisch. Der bis 10 mm lange Kelch besitzt zehn Nerven und fünf Kelchzähne und ist am Grund verschmälert. Die blass- bis purpurroten Kronblätter sind häufig leicht ausgerandet und besitzen im Schlund meist zweihöckrige Schuppen. Die kurz gestielte Kapselfrucht ist sechszähnig und bis doppelt so lang wie der Kelch. Die etwa 1 mm grossen Samen sind nierenförmig und mit Buckelreihen besetzt.

Blütezeit: Juni bis August 

Ökologie:

Bei der Kalk-Polsternelke handelt es sich um einen Chamaephyten. Die Kalk-Polsternelke dringt mit einer bis zu 130 cm langen Wurzel tief in das Gestein ein. Durch den gedrungenen Wuchs erzeugt das Stängellose Leimkraut im Polster ein eigenes Mikroklima und ist somit gut an extreme Verhältnisse angepasst. Der Polster kann bis zu 2 Meter breit und 100 Jahre alt werden. Die Triebspitzen der Kissen sind nur an der Oberfläche grün, im Inneren sind die Blätter abgestorben und produzieren so Eigenhumus, der von sprossbürtigen Feinwurzeln durchzogen wird.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt steinige Rasen, Grate, meist auf Kalk / (subalpin-)alpin / A, M am Alpenrand

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet. 

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: FR

vollständig geschützt: SG, GL, OW, AI

(Diese Aufnahme entstand auf der Diestalstafel (Kanton GL).

 

Ranunculus aconitifolius

Eisenhutblättriger Hahnenfuss

Familie: Hahnenfussgewächse

(Ranunculaceae)

Gattung: Hahnenfuss

(Ranunculius)

Art: Eisenhutblättriger Hahnenfuss

Synonyme:

Sturmhutblättriger Hahnenfuss,

Eisenhut-Hahnenfuss

Beschreibung:

Der Eisenhutblättrige Hahnenfuss wächst als sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20-50, selten bis zu 100 cm. Der Stängel besitzt gespreizte Verzweigungen. Die Laubblätter sind grundständig und wechselständig am Stängel verteilt angeordnet. Die Blattspreite ist mehr oder weniger tief handförmig gelappt bis gefingert. Die Mittellappen der Grundblätter sind in ein kurzes Stielchen verschmälert. Die Abschnitte der Stängelblätter sind ziemlich breit und bis zur Spitze gesägt. Die Blütenstiele sind während der Anthese flaumig und ein- bis dreimal so lang wie ihre Deckblätter. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch. Die fünf Kronblätter sind rein weiss. Die vielen Staubblätter und die freien Fruchtblätter sind etwa gleich lang. Die reifen Nüsschen sind 2-3 mm lang und etwa 2 mm breit.

Blütezeit: Mai bis Juli 

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Bachufer, feuchte Wiesen und Waldstellen / (kollin-)montan-subalpin(-alpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet. 

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: AG

(Diese Aufnahme entstand auf der Diestalstafel (Kanton GL).

 

Homogyne alpina

Grüner Alpenlattich

Familie: Korbblütler

(Asteraceae)

Gattung: Brandlattich

(Homogyne)

Art: Grüner Alpenlattich

Synonyme:

Alpen-Brandlattich,

Gewöhnlicher Alpenlattich

Beschreibung:

Der Grüne Alpenlattich ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10-40 cm erreicht. Das Rhizom ist kriechend und wollig-schuppig. Der aufrechte Stängel ist häufig rotbraun und endet in nur einem Blütenkorb. Er ist silbrig-wollig behaart, verkahlt später und weist meist zwei kleine Schuppenblätter auf. Die grundständigen Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist relativ lang. Die lederig-derb Blattspreite ist kreisrund bis nierenförmig mit tief herzförmig ausgeschnittener Basis und geschweift-gekerbtem bis gekerbt-gezähntem Blattrand. Die Blattoberseite ist glänzend dunkel-grün und die -unterseite ist heller. Die Blütenkörbe stehen einzeln auf den Stängeln. Die Blütenkörbe sind 10-15 mm lang und haben einen Durchmesser von bis zu 25 mm. Die einreihig angeordneten Hüllblätter sind grün, linealisch-lanzettlich, am Rand sowie am oberen Ende braunrot überlaufen und am Grund wollig behaart. Die Blüten sind rötlich und länger als die Korbhülle, die Kronzipfel sind purpurfarben. Die Scheibenblüten sind 7-10 Millimeter lang. Die Achäne ist 4-5 mm lang und weist einen 6- 8 mm langen, schneeweissen Pappus auf.

Blütezeit: Mai bis Juli 

Ökologie:

Der Grüne Alpenlattich ist ein Humus-Kriecher. Er ist eine Halbschattenpflanze. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, beispielsweise Fliegen und Falter oder Selbstbestäubung.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Rasen, lichte Waldstellen, Weiden / (montan-)subalpin-alpin / A, M in Alpennähe, J (nördlich bis JU und SO)

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet. 

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand auf der Diestalstafel (Kanton GL).

 

Herminium monorchis

Einorchis, Einknollige Honigorchis

Synonym:

H. clandestinum GREN. & GODR., Ophrys monor-

chis L., Orchis monorchis ALL.

Beschreibung:

Siehe Orchideen-Steckbriefe.

Blütezeit: Mitte Mai bis Mitte August

Verbreitung:

In Europa in der temperaten Zone, im Süden bis in die submeridionale Zone des Balkans und Italiens vordringend, im Norden bis nach Südskandinavien und Grossbritannien, in Asien bis in den Kaukasus und in der temperierten Zone durch den Himalaya und die chinesischen Gebirge bis Japan.

Häufigkeit:

In Jura, Mittelland und im Tessin selten, in den Voralpen und Alpen zerstreut.

Biotop:

Trockene bis feuchte Wiesen, Bergweiden, Hang und Flachmoore, meist auf Kalkböden. Vom Tiefland bis 1800 m.

Zytologie:

2n = 40, Material aus Robenhausen ZH [Heusser 1938], Holland.

Hybriden:

Mit Pseudorch. albida (sehr fraglich).

Anmerkungen:

Herminium monorchis hat zur Blütezeit nur eine Knolle. Nach dem Abblühen entwickeln sich aus den Achseln der untersten Schuppenblätter ein oder zwei Ausläufer (Stolonen). Sie werden bis 20 cm lang. An ihrem Ende wächst eine neue Knolle für den nächstjährigen Trieb. Durch diese vegetative Vermehrung bildet Herminium monorchis oft grössere Gruppen.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit verletzlich. Im Kanton Zürich ist sie sehr selten und nur in 10 Flächen anzutreffen.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: SO

vollständig geschützt: AG, AI, BE, FR, GE, GL, GR, JU, OW, VD, ZG, ZH, TI, L

(Diese Aufnahme entstand im Wappenswilerriet (Tösstal).

  

Orobanche arenaria

Sand-Würger

Familie: Sommerwurzgewächse

(Orobanchaceae)

Gattung: Sommerwurzen

(Orobanche)

Art: Sand-Würger

Synonyme:

Sand-Sommerwurz

Beschreibung:

Der Sand-Würger ist eine mehrjährige krautige Pflanze. Er ist ein chlorophyllfreier Wurzelparasit. Diese Art erreicht Wuchshöhen von 15-40 cm. Ihr stark beschuppter Stängel ist meist einfach u. drüsig behaart. 15-40 Blüten stehen dicht in einem 20-30 mm langen, traubigen Blütenstand zusammen. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist glockig, vierzähnig, umgeben von drei Hochblättern (ein Deckblatt und zwei Vorblätter). Die Kronblätter sind hell violettblau. Die Staubbeutel sind wollig und lang behaart und die Narbe ist weisslich.

Blütezeit: Juni bis Juli 

Ökologie:

Der Sand-Würger ist ein mehrjähriger, vermutlich nur einmal blühender Geophyt und ein Vollschmarotzer ohne Blattgrün. Der Sand-Sommerwurz entzieht ihrer Wirtspflanze Wasser, Mineralstoffe und organische Substanzen, so dass diese in ihrer Entwicklung zurückbleibt und nicht zur Blüte kommt. Der Sand-Sommerwurz bildet Blüten aus, die von Bienen und Hummeln bestäubt werden. In jeder Fruchtkapsel bilden sich dann Tausende von sehr kleinen und leichten Samen, die mit dem Wind verbreitet werden. Zur Keimung brauchen die Samen wieder Kontakt mit den Wurzeln einer Wirtspflanze. Um das zu erreichen, geben sie chemische Reizstoffe ab.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Trockenrasen, Felsensteppen / kollin-montan / GE, VS, GR (Unterengadin, Münstertal)

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit sehr selten und verletzlich. Im Kanton Zürich gibt es nur gerade 1 Fläche

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: GE, TG, VD

(Diese Aufnahme entstand bei Hüntwangen.)

 

Lathyrus pratensis

Wiesen-Platterbse

Familie: Hülsenfrüchtler

(Fabaceae)

Gattung: Platterbsen

(Lathyrus)

Art: Wiesen-Platterbse

Synonyme:

Wicke

Beschreibung:

Die Wiesen-Platterbse wird 30-90 cm hoch, ist aufsteigend oder kletternd, der Stängel ist nicht geflügelt. Die Blätter aus einem Fiederpaar und einer verzweigten Ranke bestehend. Die Teilblätter sind lanzettlich, 1.5-4 cm lang. An der Basis des Blattstiels 2 Nebenblätter von ähnlicher Form und Grösse wie die Teilblätter. Die Blüten sind gelb, 1-1.4 cm lang, in lang gestielten, 3-12blütigen Trauben. Die Frucht ist flach, 2.5-3.5 cm lang und 4-6 mm breit, 6-12samig.

Blütezeit: Juni bis Juli 

Ökologie:

Dieser Geophyt ist eine Pflanze, deren Knospen im Boden überwintern, oft in Kombination mit Speicherorganen (Rhizome, Knollen, Zwiebeln)..

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Wiesen, Wegränder / kollin-montan / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet. 

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand am Irchel (Breitmatt).

 

Rorippa sylvestris

Wilde Sumpfkresse

Familie: Kreuzblütler

(Brassicaceae)

Gattung: Sumpfkressen

(Rorippa)

Art: Wilde Sumpfkresse

Synonyme:

Wicke

Beschreibung:

Die Wilde Sumpfkresse wächst als überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20-60cm. Es handelt sich um eine mit Blattrosetten überwinternde Art, die unterirdische, verzweigte, dünne Ausläufer treibt. Der niederlegende, aufrechte bis aufsteigende Stängel ist verzweigt, kahl oder schwach mit sehr kurzen Haaren besetzt. Die Laubblätter sind meist in Blattstiel sowie Blattspreite gegliedert und nicht stängelumfassend. Die unteren Laubblätter sind gefiedert bis fiederteilig und besitzen vier bis sieben Paare gezähnte bis fiederteilige Abschnitte auf jeder Seite. Die oberen Laubblätter können sitzend sein und haben oft schmälere und ungeteilte Abschnitte. Die traubigen Blütenstände sind selten über 10 cm lang. Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die vier Kelchblätter sind bei einer Länge von 2-3 mm elliptisch bis länglich. Die vier goldgelben, freien Kronblätter sind bei einer Länge von 4-5 mm verkehrt-eiförmig. Es sind sechs Staubblätter vorhanden. Im Kronengrund sind zwischen je zwei Staubfäden je zwei Nektarien inseriert. Die waagerechten oder leicht nach oben abstehenden Fruchtstiele sind bis zu 12 mm lang. Die Schoten sind bei einer Länge von 8-18 mm sowie einer Breite von etwa 1 mm linealisch, spitz und gerade oder leicht gekrümmt.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Die Wilde Sumpfkresse ist ein Hemikryptophyt, genauer eine Schaftpflanze. Mit den bis zu 0.75 Meter tiefen Wurzeln und als Kriechpionier kann die Wilde Sumpfkresse zur Uferbefestigung genutzt werden. Es erfolgt vegetative Vermehrung als rasenbildender Kriechpionier und durch Wurzelsprosse bzw. durch Blattknospen. Ganze Pflanzen können durch Hochwasser ausgebreitet werden. Blütenökologisch handelt es sich um „Kleine Trichterblumen“, deren goldgelbe Blütenkronblätter den Kelch überragen. Die Narben und die Staubbeutel der vier längeren Staubblätter stehen in gleicher Höhe, so dass Besucher mit dem Kopf beides berühren, wobei Selbst- und Fremdbestäubung erfolgt. Bei Regenwetter öffnet sich die Blütenkrone nur halb, und es findet durch die längeren Staubblätter spontane Selbstbestäubung statt. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, wie Hummeln, Bienen und Schwebfliegen. Es erfolgt Wasserausbreitung der Samen und Früchte sowie Menschenausbreitung.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt feuchte Orte, Schuttplätze, Ufer / kollin-montan(-subalpin) / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet. 

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im Niderfeld (Winterthur/Wülflingen).

 

Stachys annua

Einjähriger Ziest

Familie: Lippenblütler

(Lamiaceae)

Gattung: Zieste

(Stachis)

Art: Einjähriger Ziest

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Die einjährige, krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 10 bis 30 cm. Der Stängel  wächst aufrecht und ist meist stark ästig. Er ist wie die Blätter fast kahl oder nur kurz und weich behaart. Die Laubblätter sind länglich-elliptisch, fein gekerbt bis mehr oder weniger ganzrandig, 2-5 cm lang und 0.5 bis 1.5 cm breit. Die unteren sind gestielt, die oberen sitzend und nahezu  lanzettlich geformt. Die Blüten sind kurz gestielt, etwa 1.5 cm lang und itzen in 2-8-blütigen, meist jedoch 6-blütigen Scheinquirlen. Die unteren Scheinquirle sind um Hochblattlänge getrennt, die oberen einander stark genähert.Der Kelch ist röhrig-glockig, seine Röhre ist etwa 3-5 mm lang. Die Krone ist von blass-schwefelgelber Farbe und aussen flaumig behaart. Die Kelchzähne sind weichhaarig-stachelspitzig. Die 3 oberen Kelchzähne sind oberlippenartig gekrümmt. Die Krone hat eine gerade, über dem Haarring etwas ausgesackte Röhre, die die Kelchzähne deutlich überragt. Die Oberlippe der Blütenkrone ist fast flach, an den Rändern etwas rückwärts gebogen und 4-5 mm lang. Die Unterlippe ist etwas länger, bräunlich gezeichnet und besitzt 3 rundliche, etwas gekerbte Lappen. Die Staubbeutel ragen oft unter der Oberlippe etwas hervor. Die Staubfäden sind nur am Grund behaart.

Blütezeit: Juni bis Oktober

Ökologie:

Dieser Therophyt ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert. Der Einjährige Ziest wurzelt bis zu 50 Zentimeter tief.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Äcker, Schuttplätze in warmen Lagen / kollin(-montan) / J, M, VS, GR, südliches TI u.a.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit verletzlich. Im Kanton Zürich ist diese Art sehr selten!

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: GE, TG, VD

(Diese Aufnahme entstand zwischen Hüntwangen und Wasterkingen).

 

Petrorhagia prolifera

Sprossende Feldsennelke

Familie: Nelkengewächse

(Caryophyllaceae)

Gattung: Felsennelken

(Petrorhagia)

Art: Sprossende Felsennelke

Synonyme:

Kopfnelke,

Sprossendes Nelkenköpfchen

Beschreibung:

Die Sprossende Felsennelke wächst als einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15-50 cm. Der Stängel ist aufrecht und gänzlich kahl. Die Laubblätter sind gegenständig am Stängel angeordnet. Die einfachen Blattspreiten sind linealisch und am Grunde verwachsen. Ein bis wenige Blüten sitzen in einem endständigen köpfchenförmigen Blütenstand zusammen, der von einer gemeinsamen Hochblatthülle umgeben ist. Meist handelt es sich um drei Paar durchscheinend-trockenhäutige, elliptische Hüllschuppen, von denen die zwei äusseren um die Hälfte kürzer und stachelspitzig sind; die inneren sind sehr stumpf und mehr oder weniger länger als der Kelch. Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch. Der Kelch ist röhrenförmig und 10-13 mm lang. Die Krone ist rosenrot oder rötlich-lila.

Blütezeit: Juni bis September

Ökologie:

Die Blüten öffnen sich vormittags, sie sind homogam und es erfolgt meist Selbstbestäubung. Insektenbesuch ist selten. Samenansatz ist aber reichlich vorhanden. Zuweilen entstehen Blüten mit verkümmerten Staubblättern. Pflanzenexemplare, die im Frühjahr keimen, bleiben unverzweigt. Im Herbst keimende Exemplare bilden eine Rosette und können im Frühjahr zu verzweigten Pflanzen auswachsen – daher die Bezeichnung „Sprossende Felsennelke“ bzw. prolifera im wissenschaftlichen Namen.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt trockenwarme Hügel, Felsensteppen / kollin-montan(-subalpin) / VS, TI, J, MW u.a.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: VD

(Diese Aufnahme entstand zwischen Hüntwangen und Wasterkingen).

 

Stellaria graminea

Gras-Sternmiere

Familie: Nelkengewächse

(Caryophyllaceae)

Gattung: Sternmieren

(Stellaria)

Art: Gras-Sternmiere

Synonyme:

Zwerg-Glockenblume,

Grasmiere

Beschreibung:

Die mehrjährige krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von etwa 10-50, manchmal bis 80 cm und bildet einen lockeren Rasen. Der viereckige, verzweigte Stängel wirkt ziemlich schlaff. Die schmalen Laubblätter sind lineal-lanzettlich, am Grund etwas gewimpert, aber sonst kahl und von grasgrüner Farbe. Sie sind etwa 4 cm lang und wachsen paarweise gegenständig, aufsitzend, erst aufsteigend aber bald abfallend am Stängel. Der Blütenstand 

ist ausgebreitet und gabelästig. Die Äste sind oft knickbogig geformt. Die kleine Blüte hat selten einen Durchmesser von mehr als 12 mm und besitzt drei Griffel. Die fünf dreinervigen Kelchblätter sind gewimpert und etwa 3-5 mm lang. Die weissen Kronblätter sind fast bis zum Grunde zweispaltig und so lang wie oder etwas länger als die Kelchblätter. Die grüne, längliche Kapselfrucht ist etwas länger als der Kelch. Sie öffnet sich oben fünfzackig und entlässt dort die rötlich braunen gerieften ein bis 1.2 mm grossen Samen.

Blütezeit: Mai bis Juli

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen: Diese Art bevorzugt Alpwiesen, Magerwiesen, Hecken / kollin-montan(-subalpin) / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei Burenboden (Tösstal)).

 

Campanula cochleariifolia

Niedliche Glockenblume

Familie: Glockenblumengewächse

(Campanulaceae)

Gattung: Glockenblumen

(Campanula)

Art: Niedliche Glockenblume

Synonyme:

Zwerg-Glockenblume,

Kleine Glockenblume,

Niedrige Glockenblume,

Zierliche Glockenblumeen

Beschreibung:

Die Niedliche Glockenblume wächst als überwinternd grüne, ausdauernd krautige Pflanze und rreicht Wuchshöhen von 5-15, selten bis zu 30 cm. Sie bildet oft dichte Rasen mit sterilen Blattrosetten. Der Stängel ist unten dicht, oben spärlich beblättert und an seiner Basis flaumig behaart. Selten sind alle oberirdischen Pflanzenteile dicht kurzborstig bewimpert. Die Grundblätter sind gestielt und ihre Blattspreite ist breit-eiförmig bis rundlich; zur Anthese sind sie meist nicht verwelkt. Der Blattrand ist kerbzähnig. Die unteren Stängelblätter sind lanzettlich. Die oberen Stängelblätter sind linealisch und mehr oder weniger deutlich kurz borstig behaart. Der Laubblattstiel und oft auch die Spreite sind kurzborstig bewimpert. Die Blüten stehen einzeln oder zu wenigen (zwei bis sechs) in traubigen Blütenständen. Die Blütenknospen und meist auch die Blüten sind nickend. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der kahle Kelch endet in pfriemlichen Kelchzipfeln ohne Anhängsel. Die glockige Krone ist 10-15, selten bis 20 mm lang und die Farbe variiert zwischen hellblau bis blaulila. Der Fruchtknoten ist glatt.

Blütezeit: Juni bis August

Ökologie:

Dieser mehrjährige Hemikryptophyt ist eine Pflanze, welche mit Knospen auf oder direkt unter der Bodenoberfläche überwintert (Rosette, Horste) und mehrere bis viele Jahre blüht und fruchtet.

Vorkommen: Diese Art bevorzugt Felsen, Mauern, Flusskies / (kollin-)montan-alpin / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet. Im Kanton ZH ist sie hingegen selten anzutreffen.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: AG, BS

(Diese Aufnahme entstand bei Tierhag (Tösstal)).

  

Vicia dumetorum

Hecken-Wicke

Familie: Hülsenfrüchtler

(Fabaceae)

Gattung: Wicken

(Vicia)

Art: Hecken-Wicke

Synonyme:

Keine

Beschreibung:

Der Stängel der Hecken-Wicke wird 60 bis über 200 cm lang, sie ist niederliegend oder kletternd. Blätter 10-20 cm lang, paarig gefiedert, mit 3-5 Fiederpaaren und Endranke. Die Teilblätter sind breit-eiförmig, 1.5-4 cm lang. Die Nebenblätter sind ca. 1 cm lang, 1/4-1/2 so lang wie die untersten Teilblätter, ohne Nektarium. Die Blüten sind zuerst purpurn, später gelblich, 13-20 mm lang, in 3-12blütigen, gestielten, einseitswendigen Trauben. Frucht flach, 

kahl, 4-10samig, 3-5 cm lang.

Blütezeit: Juni bis August

Ökologie:

Die Blüten werden von Bienen und Hummeln besucht. Honigbienen stehlen Nektar durch seitliches Auseinanderdrängen der Kronblätter. Die Samen können durch Einrollen der Fruchtklappen fortgeschleudert werden, bleiben jedoch meist sehr lang in den Hülsenfrüchten.

Vorkommen: Diese Art bevorzugt lichte Laubwälder, Gebüsche / kollin-montan / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit potenziell gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: GE

(Diese Aufnahme entstand am Irchel).

 

Angelica sylvestris

Wilde Brustwurz

Familie: Doldenblütler

(Apiaceae)

Gattung: Engelwurzen

(Angelica)

Art: Wald Brustwurz

Synonyme:

Wald-Engelwurz

Beschreibung:

Die Wilde-Brustwurz ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50-150 cm erreicht. Die oberirdischen Pflanzenteile sind dunkelgrün. Der Stängel ist aufrecht, röhrig und weisslich bereift. Die am Grund und wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Von den relativ grossen Laubblättern können die Grundblätter eine Länge von 30- 60 cm aufweisen. Die Blattstiele sind nach oben hin rinnig vertieft. Die Blattspreiten sind rau, unterseits behaart und zwei- bis dreifach gefiedert. Die Blattfiedern sind bei einer Länge von bis zu 8 cm eiförmig-länglich mit stachelspitzem oberem Ende. Es wird ein doppeldoldiger Blütenstand gebildet, der Durchmesser von bis zu 20 cm erreicht. Die Doldenstrahlen sind 20-30 cm lang und flaumig behaart. In den Döldchen befinden sich die etwa 2 mm grossen, weissen oder rosafarbenen Blüten.

Blütezeit: Juli bis September

Ökologie:

Dieser Monokarper Hemikryptophyt ist ein wenigjähriger Hemikryptophyt, eine Pflanze, die während weniger Jahre mit Knospen auf der Erdoberfläche überwintert (Rosette) und nach dem einmaligen Blühen abstirbt, ohne weiter wachsende seitliche Organe zu bilden.

Vorkommen: Diese Art bevorzugt feuchte Waldstellen, Flachmoore, Hochstaudenfluren / kollin-subalpin / CH.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei Hindertöss (Tösstal)).

 

Hydrocharis morsus-ranae

Froschbiss

Familie: Froschbissgewächse (Hydrocharidaceae)

Gattung: Hydrocharis   (Hydrocharis)

Art: Froschbiss

Synonyme:

Europäische Froschbiss

Beschreibung:

Die Blätter, die wie kleine Seerosenblätter aussehen oder an die Schnauzenform eines Frosches erinnern mögen, wachsen aus im Wasser treibenden Rosetten und schwimmen auf der Oberfläche von meist stehenden Gewässern. Sie haben einen Durchmesser von etwa 2-7 cm, sind rundlich bis nierenförmig, ledrig-derb, oberseits glänzend grün, unterseits oft leicht rötlich und weisen je zwei grosse Nebenblätter auf. Durch intensive Bildung von 5-20 cm langen Ausläufern, die an ihren Enden wiederum Ausläufer treiben, hängen die Rosetten submers in grossen Verbänden als Schwimmblatt-Teppiche miteinander zusammen. Die Wurzeln erreichen normalerweise nicht den Gewässergrund, sondern nehmen Nährstoffe aus dem freien Wasser auf. Die Blüten haben einen Durchmesser von etwa 1.5- 3 cm und bestehen aus je drei weissen Kronblättern und einem Hochblatt; die Basis ist gelb. Die Pflanzen sind monözisch (einhäusig) – allerdings sind dabei die grösseren männlichen (gestielt zu dritt) und die kleineren weiblichen Blüten (einzeln sitzend) räumlich getrennt, indem diese an verschiedenen Sprossachsen wachsen. Die kugelige, grüne Frucht wird etwa einen Zentimeter gross; Samen werden jedoch nur selten (dann besonders in warmen Jahren) gebildet. Zur Überdauerung und Ausbreitung der einjährigen Art dienen in erster Linie Winterknospen.

Blütezeit: Juni bis August

Ökologie:

Bei dieser Pflanze handelt es sich um einen Pleustophyten.   Es ist eine Schwimmpflanze, die auf oder unter der Wasseroberfläche schwimmt, ohne im Boden zu wurzeln. Die Pflanze  (falls nicht einjährig), überwintert als Knospe (Turion) oder Spross im Wasser oder auf dem Boden des Wassers.

Vorkommen: Diese Art bevorzugt stehende, bis 1 m tiefe, warme und nährstoffreiche Gewässer .

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit sehr selten und stark gefährdet. Im Kanton Zürich ist diese Pflanze nur in 5 Standorten anzutreffen!

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: TG, VD, TI

(Diese Aufnahme entstand bei Winterthur/Wülflingen).

  

Oxalis dillenii

Dillenius-Sauerklee

Familie: Sauerkleegewächse

(Oxalidaceae)

Gattung: Sauerklee

(Oxalis)

Art: Dillenius-Sauerklee

Synonyme:

Wald-Engelwurz

Beschreibung:

Der Dillenius-Sauerklee ist eine einjährige bis ausdauernde krautige Pflanze. Er bildet eine Pfahlwurzel. Der Stängel ist aufrecht, meist unten reich verzweigt, seltener einfach und an den Knoten nicht bewurzelt. Die Internodien sind im oberen Teil des Stängels abschnittsweise stark verkürzt, so dass die meist grünen, selten rötlichen oberen Laubblätter gegenständig oder quirlständig stehen. Stängel, Blätter und Blütenstiele besitzen durch die Vielzahl einzelliger, ausschliesslich aufwärts anliegender Haare (Trichome) ein graugrünes Aussehen (u. a. darin unterscheidet sich Oxalis dillenii von Oxalis stricta). Die Nebenblätter sind sehr schmal und mit dem Blattstiel verwachsen. Die Kapselfrucht ist meist 15 bis 20 (10 bis 30) mm lang und mit zahlreichen, nach unten anliegenden, einzelligen Haaren und wenigen bis zahlreichen, abstehenden, mehrzelligen Gliederhaaren ausgestattet. Die braunen Samen besitzen an ihren Querrippen deutlich erkennbare weisse Linien.

Blütezeit: Juni bis Oktober

Ökologie:

Dieser Monokarper Hemikryptophyt ist ein wenigjähriger Hemikryptophyt, eine Pflanze, die während weniger Jahre mit Knospen auf der Erdoberfläche überwintert (Rosette) und nach dem einmaligen Blühen abstirbt, ohne weiter wachsende seitliche Organe zu bilden. Dieser Therophyt ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Vorkommen: Diese Art bevorzugt Ruderalstandorte, Äcker, Gärten, Wegränder / kollin(-montan) / CH, in Ausbreitung. Die ursprüngliche Heimat liegt in Nordamerika und sie ist in vielen Teilen der Welt ein Neophyt.

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet. Im Kanton Zürich ist diese Art selten anzutreffen.

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand im Niderfeld (Winterthur/Wülflingen)).

 

Nicotiana tabacum

Virginischer Tabak

Familie: Nachtschattengewächse

(Solanaceae)

Gattung: Tabak

(Nicotiana)

Art: Virginischer Tabak

Synonyme:

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Beschreibung:

Der Virginische Tabak ist eine 1 bis 3 m hoch werdende, einjährige Pflanze, die an allen Teilen klebrig behaart ist. Die Stängel sind dick und nur wenig verzweigt. Die grösseren Laubblätter werden über 50 cm lang, die Form der Blattspreite ist eiförmig bis elliptisch oder verkehrt-eiförmig. Nach vorn sind die Blätter zugespitzt oder spitz, an der Basis laufen sie am Stängel herab oder sind aufsitzend und stängelumfassend. Die Blütenstände sind mehrfach verzweigte Rispen. Die Blütenstiele sind 5 bis 15 mm lang. Der Kelch erreicht eine Länge von 12 bis 18 mm und ist mit 4 bis 8 mm langen, schmalspitzigen, ungleich gestalteten Kelchzipfeln besetzt. Die Kelchzipfel sind dabei kürzer als die Kelchröhre. Die Krone ist stieltellerförmig, der Kronsaum ist weiss, pink oder rot gefärbt, die Kronröhre grünlich-cremefarben, pink oder rot. Die Kronröhre besitzt eine Gesamtlänge von 3.5 bis 4.5 cm und ist im unteren Teil 3 bis 5 mm breit, verbreitert sich im oberen Teil auf 7 bis 12 mm. Der Kronsaum ist gelappt oder fünfeckig. Die Staubblätter sind ungleich gestaltet, sie setzen unterhalb der Mitte der Kronröhre an. Die Staubbeutel der vier längeren Staubblätter stehen nahe der Öffnung der Kronröhre oder stehen leicht über diese hinaus. Das fünfte Staubblatt ist deutlich kürzer als beide längeren Paare. Die Staubfäden haben eine Länge von 2.5 bis 3.5 cm und sind damit deutlich länger als die Staubbeutel. An der Basis sind die Staubfäden behaart. Die Frucht ist eine 1.5 bis 2 cm lange Kapsel, die schmal elliptisch bis eiförmig geformt ist. Sie kann über den Kelch heraus stehen oder von diesem umschlossen sein. Die Samen sind kugelförmig oder breit elliptisch und werden bis 0.5 mm lang. Ihre Oberfläche ist netzartig gewellt.

Blütezeit: Juli bis Oktober

Ökologie:

Dieser Therophyt ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.Vorkommen: Diese Art bevorzugt Schuttplätze, als Zier- und Nutzpflanze in vielen Sorten angebaut und selten verwildert / kollin /

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet. 

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand an einem Acker bei Gundetswil  (Frauenfeld).

 

Torilis japonica

Wald-Borstendolde

Familie: Doldenblütler

(Aapiaceae)

Gattung: Borstendolden

(Torilia)

Art: Wald-Borstendolde

Synonyme:

Gewöhnlicher Klettenkerbel

Gemeiner Kletterkerbel

Beschreibung:

Die Wald-Borstendolde ist eine einjährige krautige Pflanze und erreicht eine Wuchshöhe von 20-120 cm. Der Stängel ist durch anliegende, nach rückwärts gerichtete starre Borstenhaare rau. Die am Grund sowie der unteren Hälfte des Stängels stehenden Laubblätter bestehen aus einem 2-7 cm langen Blattstiel und einer ein- bis zweifach gefiederten Blattspreite. Die dunkelgrüne, glänzende Blattspreite ist im Umriss dreieckig-eiförmig bis eiförmig-lanzettlich 

und bis zu 20 Zentimeter lang und 17 Zentimeter breit. Die Blattfiedern sind breit eiförmig-lanzettlich mit einer Länge von 2-6 cm und einer Breite von 1 bis 215 Zentimeter, die Endfieder ist verlängert.

Blütezeit: Juli bis September

Ökologie:

Der Gewöhnliche Klettenkerbel ist eine überwinternde bis zweijährige Halbrosettenpflanze. An sonnigen Plätzen ist die ganze Pflanze rot überlaufend. Die Blüten sind weisse, vormännliche „Nektar führende Scheibenblumen“. Neben zwittrigen Blüten finden sich in der Doldenmitte noch männliche, kurz gestielte Blüten. Bestäuber sind Fliegen. Die Früchte werden mit Hilfe ihrer borstigen Hauptrippen und Vertiefungen von Menschen und Hunden oft entlang der Wege verbreitet. Es handelt sich also um eine Klettverbreitung oder Epichorie.

Vorkommen: Diese Art bevorzugt Wegränder, Waldränder, Hecken / kollin-montan / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet. 

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand beim Spöri (Neuburg/Wülflingen).

 

Guizotia abyssinic

Abessinisches Ramtilkraut

Familie: Korbblütler                                                                                                                    

(Asteraceae)

Gattung: Ramtilkraut

(Guizotia)

Art: Abessinisches Ramtilkraut

Synonyme:

Gingellikraut

Nigersaat

Beschreibung:

Das Ramtillkraut ist eine mehr oder weniger verzweigte, einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 1.8 m erreicht. Im unteren Bereich des hohlen, leicht brechenden und violettlich gesprenkelten, grünlichen, haarigen Stängels sind die Blätter gegenständig, im oberen Bereich sind sie wechselständig angeordnet. Die einfachen, beidseitig weichbehaarten Laubblätter sind 10 bis 20 cm lang und 3 bis 5 cm breit. Sie sind ganzrandig bis unregelmässig gezahnt, bewimpert und halbstängelumfassend, lanzettlich bis schmaleiförmig oder verkehrteiförmig. Die Spitze ist zugespitzt bis abgerundet, Nebenblätter fehlen. Die zwei bis drei körbchenförmigen Blütenstände stehen zusammen. Die Blütenkörbchen haben einen Durchmesser von 15 bis 50 mm und enthalten acht zygomorphe Zungen- und meist 40 bis 60 radiärsymmetrische Röhrenblüten. Die Zungenblüte ist rein weiblich, gelb oder selten grünlich und 5 bis 20 mm lang. Die Röhrenblüte ist zwittrig und gelb bis leicht orange und enthält gelbe Staubblätter und einen haarigen Griffel mit zweilappiger Narbe. Die Hüllblätter (Hüllblatt) stehen in zwei Reihen, die inneren Hüllblätter ähneln den Spreublättern (Spreublatt) auf dem Körbchenboden. Am Grunde jeder Blüte findet sich ein Haarkranz. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. Diese Art ist selbstfertil. Es werden schwärzliche, kantige, etwa 3,5–5 mm lange und 1,5–2 mm breite Achänen ohne Pappus als Diasporen gebildet.

Blütezeit: August bis September

Ökologie:

Diese Art wurde wohl in Äthiopien domestiziert. Ihre Kulturform wurde wahrscheinlich schon vor dreitausend Jahren vom Menschen nach Indien eingeführt. Sie wird hauptsächlich in Äthiopien, Indien, Pakistan, Birma und Nepal angebaut. Nigersamen zählen zu den ölhaltigen Saaten und haben einen hohen Fett- und Proteinanteil. Die Samen werden nach dem Frittieren gegessen. Aus den Samen wird Mehl produziert. Das Öl aus den Samen (Nigeröl, Ramtillöl) nutzt man zur Produktion von Seifen und Farben. Medizinisch wird das Öl zur Linderung von Rheuma eingesetzt. Die Samen spielen in der Ernährung sowohl von Wald- als auch von Ziervögeln als Zusatzfutter eine mittlere bis grosse Rolle, vor allem gekeimt. In der Mikrobiologie werden die Samen zur selektiven Anzucht von Krankheitserregern verwendet (Staib-Agar).

Ramtillkraut wird in Mitteleuropa als Zwischenfrucht bzw. Gründüngungspflanze genutzt, da es wegen seiner Frostempfindlichkeit zuverlässig abfriert.

Vorkommen: Diese Art bevorzugt vor allem Ruderalstandorte wie Schutthalden, Umschlagplätze und Strassenränder.

Gefährdung:

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet.

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei Neftenbach (Weinbergmuseum).

 

Coriandrum sativum

Koriander

Familie: Doldenblütler

(Apiaceae)

Gattung: Koriander

(Coriandrum)

Art: Koriander

Synonyme:

Echter Koriander

Beschreibung:

Der Echte Koriander wächst als einjährige krautige Pflanze. Die Wuchshöhe liegt je nach Standort, Sorte und Verwendung zwischen 30 und 90 cm. Der Geruch der Pflanzenteile ähnelt stark dem Geruch der Ausdünstungen diverser Wanzenarten. Es wird ein schlanker „Wurzelstock“ gebildet. Der längs geriefte Stängel ist im Querschnitt rund. Alle oberirdischen Pflanzenteile sind kahl. Die jüngeren Blätter unterscheiden sich in der Form deutlich von älteren. Die jungen Blätter sind eher rundlich, breit und dreigeteilt eingeschnitten, während die älterenBlätter doppelt gefiedert und fein zerteilt sind. Der auf einem langen Blütenstandsschaft stehende, doppeldoldige Blütenstand ist flach aufgebaut und drei- bis fünfstrahlig. Die Doldenhülle fehlt und besteht lediglich aus wenigen Blättchen, die fadenförmig sind. Die Döldchen haben nur an ihrer Aussenseite Hüllchen. Koriander blüht weiss. Während der Blütezeit wird Koriander stark von Bienen beflogen.

Blütezeit: Juni bis Juli (mein Fund ist vom 19. Oktober !)

Ökologie:

Dieser Therophyt ist eine nur eine Vegetationsperiode lebende und nur einmal blühende bzw. fruchtende, krautige

Art, welche keine Überdauerungsknospen bildet und den Winter als Samen oder Rosette überdauert.

Vorkommen: Als Herkunftsgebiet wird der Mittelmeerraum vermutet. Koriander ist verwildert, aber nicht wild bekannt. Nach R. Hand hat er ursprüngliche Vorkommen in Algerien, auf dem Sinai, in Israel, im Libanon, in Jordanien, Bulgarien, Kroatien und Slowenien

Gefährdung:

Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet.

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand bei Neftenbach (Weinbergmuseum).

 

Rumex acetosa

Wiesen-Sauerampfer

Familie: Knöterichgewächse

(Polygonaceae)

Gattung: Ampfer

(Rumex)

Art: Wiesen-Sauerampfer

Synonyme:

Sauerampfer,

Sauerlump,

Suurampfere (schweiz)

Beschreibung:

Der Wiesen-Sauerampfer wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimeter. Als Überdauerungsorgan dient ein faseriges Rhizom mit kräftigen Sprosswurzeln. Die unteren Blätter sind langgestielt und von elliptisch-länglicher Form, während die weiter oben dem Stängel entspringenden Blätter pfeilförmig sind. Seine tütenförmigen Blattscheiden (Ochrea) sind durch Verwachsung der Nebenblätter entstanden und dienen als Knospenschutz.

Blütezeit: Mai bis August

Ökologie:

In der intensiven Grünlandwirtschaft ist der Sauerampfer ein Problem, da seine Samen nicht nur mehrere Jahre im Boden überleben, sondern auch in der Gülle keimfähig bleiben. Dadurch kann er sich auf günstigen Standorten massenhaft ausbreiten und Futtergräser verdrängen. Seine Bekämpfung stellt ein großes Problem dar, da seine bis zu 1,5 m tiefen Speicherwurzeln auch noch in kleinen Teilen regenerationsfähig bleiben und neue Pflanzen bilden.

Vorkommen:

Diese Art bevorzugt Fettwiesen / kollin-subalpin / CH

Gefährdung: 

Diese Art ist in der Schweiz nicht gefährdet 

Gemäss Berner Konvention ist sie in folgenden Kantonen

teilweise geschützt: ----------

vollständig geschützt: ----------

(Diese Aufnahme entstand in der Nähe von Neuburg (Wülflingen) 

 

Scilla bifolia

Zweiblättriger Blaustern

Familie: Spargelgewächse
(Asparagaceae)
Gattung: Blausterne
(Scilla)
Art: Zweiblättriger Blaustern
Synonyme:
Sternhyazinthe,
Zweiblättrige Meerzwiebel 
Beschreibung: 
Der Zweiblättrige Blaustern ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von (5 bis)
15 bis 20 cm erreicht. Dieser Geophyt bildet eine Zwiebel als Überdauerungsorgan. Unter den trockenen Hüllen sind die Zwiebeln rosa. Pro Zwiebel wird ein Stängel gebildet. Dieser hat einen runden Querschnitt. Es sind zwei Blätter vorhanden. Die (drei bis) vier bis sieben (bis zwölf) Blüten sind zu einer einseitigen Traube angeordnet. Deck- und Vorblätter fehlen beinahe. Die Knospen sind graublau bis blau. Die Perigonblätter sind hellblau gefärbt ohne weissen Grund und (7 bis) 8 bis 9 mm lang und 3 bis 3.5 mm breit. Die olivbraunen, trocken dunkelbraunen Samen messen frisch 2.5 mm im Durchmesser und besitzen Ölkörper.
Blütezeit: März bis April
Ökologie:
Der Zweiblättrige Blaustern ist ein Frühjahrs-Geophyt. Die Blüten sind homogame „Nektar führende Scheibenblumen“. Der Nektar wird an den Wänden der Fruchtknoten abgeschieden. Bestäuber sind unter anderem Fliegen. Die Früchte sind als Selbstaussäer wirkende Kapseln. Die reifen Fruchtstängel neigen sich zum Boden, und die weichen Kapseln platzen auf. Die Samen besitzen ein Elaiosom und werden von Ameisen ausgebreitet, beispielsweise durch die Schwarze Wegameise. Die vegetative Vermehrung erfolgt über die Zwiebeln und Wühlmäuse verbreiten sie im Gelände.
Vorkommen: Diese Art bevorzugt Laubwälder, Obstgärten, Auen / kollin-montan / J (fehlt SH), M, TI, sonst vereinzelt
Gefährdung: 
Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet.  - -und trotzdem -
teilweise geschützt: BE, BS, JU, OW, ZH
vollständig geschützt: AG, BL, GR, NW, SO
(Diese Aufnahme entstand am Irchel.)

 

Scilla forbesii

Forbes-Schneestolz

Familie: Spargelgewächse
(Asparagaceae)
Gattung: Blausterne
(Scilla)
Art: Forbes-Schneestolz
Synonyme:
Wuchernde Sternhyazinthe
Beschreibung: 
Der Forbes-Schneestolz wird 5-25 cm hoch, mit meist 2 grundständigen, linealen Blättern. 
Blüten in (1-)3-12blütigen Trauben. Perigon trichter- bis sternförmig, an der Basis zu 20-25 % miteinander verwachsen, blaulila mit scharf abgesetzter weisser Mitte, 12-20 mm lang. 6 Staubblätter, aus der Krone herausragend, Staubbeutel gelb, etwa so lang wie die bandförmigen Staubfäden. Unter den Blütenstielen kleine, häutige Tragblätter. Frucht eine kugelige bis 3kantige, 3fächerige Kapsel
Blütezeit: Februar bis April
Ökologie:
Dieser Geophyt ist eine Pflanze, deren Knospen im Boden überwintern, oft in Kombination mit Speicherorganen (Rhizome, Knollen, Zwiebeln).
Vorkommen: Die Vorkommen in unseren Breiten sind Häufig kultiviert und gelegentlich verwildert / kollin-montan. Stammt ursprünglich aus Kleinasien.
Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet. 
teilweise geschützt: ..........
vollständig geschützt: ..........
(Diese Aufnahme entstand unmittelbar beim Hardauer Tösswehr - Wülflingen/Winterthur)

 

Chionodoxa luciliae 

Gewöhnliche Sternhyazinthe

Familie: Spargelgewächse
(Asparagaceae)
Gattung:Sternhyazinthe
(Chionodoxa)
Art: Gewöhnliche Sternhyazinthe
Synonyme:
Schneeglanz,
Gewöhnlicher Schneestolz 
Beschreibung: 

Die Gewöhnliche Sternhyazinthe wächst als eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 3 bis 10, selten bis zu 32 cm. Sie ist ein Geophyt. Ihr unterirdisches Überdauerungsorgan ist eine eiförmige, von einer dunkelbraunen Tunika umhüllte Zwiebel von 12 bis 25 mm Länge und 10 bis 18 mm Breite. Die Pflanze hat zwei bis vier grundständige Laubblätter. Die breit linealische, häufig etwas zurückgebogene Blattspreite ist etwa 7 bis 20 cm lang und zwischen 4 und 16 mm breit Die Gewöhnliche Sternhyazinthe blüht im Frühjahr. Auf einem Blütenstandsschaft befinden sich meist eine, seltener bis vier Blüten. Sie stehen an einem aufrecht gerichteten Blütenstiel, der kürzer oder genauso lang wie die Blütenhülle ist. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig. Die sechs Blütenhüllblätter sind am Grund zu einer 2 bis 6 mm langen Perigonröhre verwachsen, ihr freier Teil misst 12 bis 22 mm. Die drei inneren Blütenhüllblätter sind breiter als die äusseren, besitzen eine unregelmässige Form und ein zerknittertes Aussehen. Die Grenze zwischen der verwaschenen Weissfärbung des „Auges“ der Blüte bildenden Grundes der Blütenhüllblätter und der hellblauvioletten Färbung ihres oberen Teiles verläuft unscharf. Die Gewöhnliche Sternhyazinthe besitzt zwei Kreise mit je drei Staubblättern mit weissen Staubfäden und gelben Staubbeuteln. Der Griffel ist 0.7 bis 1.mm lang.
Blütezeit: März bis April
Ökologie:
Die Gewöhnliche Sternhyazinthe entspricht dem Blumentyp der Scheibenblume. Die Nektarien befinden sich verborgen an der Basis der Staubblätter. Als typische Bestäuber fungieren Bienen, Hummeln, Wespen, Wollschweber und Schwebfliegene.
Vorkommen: Die Vorkommen in unseren Breiten, gehen auf verwilderte Zierpflanzen zurück. Die Gewöhnliche Sternhyazinthe ist in diesen Regionen somit eine Stinsenpflanze und in der Nähe ihrer ursprünglichen Anpflanzungsorte in Parks und waldähnlichen Anlagen zu finden.
Gefährdung: 
Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet. 
teilweise geschützt: ----------
vollständig geschützt: ----------
(Diese Aufnahme entstand am Irchel.)

 

Picea abies 

Fichte

(Pinaceae)
Gattung: Fichten 
(Picae)
Art: Fichte
Synonyme:
Gemeine Fichte,
Rotfichte,
Rottanne
Beschreibung: 
Die Fichte wird bis über 50 m hoch, mit rotbrauner oder grauer Rinde. Die Nadeln sind allseitig abstehend,
4kantig, grün. Einhäusig. Männliche und weibliche Blütenstände aufrecht, männliche orangegelb, 2-3 cm lang, weibliche rot. Reife Zapfen 10-15 cm lang, hängend, zuletzt als Ganzes abfallend. Samen geflügelt.
Blütezeit: Mai (Heuer 2024 - 20. April)
Ökologie:
Als Anpassung an die Belastung durch Schnee sind ihre Zweige geneigt bis hängend. Die Nadeln sind 
besonders empfindlich gegen Luftverunreinigungen. Bei geschädigten Bäumen bleiben die Nadeln oft nur 1 – 3 Jahre an den Zweigen; sie können so als Bioindikator für den Gesundheitszustand des Baums dienen. An einem gesunden Weihnachtsbaum von 1.2  m Höhe wurden 400.000 Nadeln gezählt. Sie besitzt ein Wurzelsystem, das in geeignetem Boden mehrere Meter tief reichen kann. Eine vegetative Vermehrung durch die Bewurzelung herabhängender Zweige ist möglich. Die schnellwüchsige Gemeine Fichte besitzt zwar die grösste Produktivität auch unterhalb der natürlichen Fichtenstufe, ist dort aber auch stärker durch Rotfäule und Sommerdürre gefährdet. Gut mit Stickstoff versorgte Bäume zeigen eine besonders hohe Kohlendioxidaufnahme. Während der kalten Jahreszeit werden Photosynthese und Atmung praktisch eingestellt (Winterruhe). Die Fichte besitzt eine ausgeprägte Frostresistenz, die mit den kürzer werdenden Tagen zunimmt. Zur Zeit der ersten Fröste sind die Fichten bereits gegen Temperaturen von −20  °C gewappnet. Im tiefen Winter wurde eine Frostresistenz bis unter −60  °C beobachtet. Der Frostschutz wird durch Anreicherung von Zuckern bewirkt, wodurch eine Gefrierpunktserniedrigung eintritt. Im Frühjahr nimmt mit zunehmender Tageslänge die Frostresistenz wieder ab, so dass die Pflanzen gegen Spätfröste empfindlich sind.
Vorkommen: Diese Bäume bevorzugen Wälder mit saurem Boden / (kollin-)montan-subalpin / CH. In den tieferen Lagen des Mittellandes nicht ursprünglich.
Gefährdung: 
Diese Art ist schweizweit nicht gefährdet. 
teilweise geschützt: ----------
vollständig geschützt: ----------
(Diese Aufnahme entstand oberhalb von Neuburg/Wülflingen (im Wingert).

 

Cornus sanguinea 

Hartriegel

Familie: Hartriegelgewächse
(Cornaceae)
Gattung: Hartriegel
(Cornus)
Art: Hartriegel
Synonyme:
Hornstrauch
Roter Hartriegel

Beschreibung: 
Der Hartriegel ist ein bis 4 m hoher Strauch, im Herbst und Winter mit roten Zweigen. Blätter gegenständig, oval oder breit-lanzettlich, ganzrandig, beidseits grün (im Herbst rot), 4-8 cm lang, mit 3-4(-5) Paaren von bogig verlaufenden Seitennerven. Blüten weiss, 4zählig, Durchmesser ca. 1 cm, zu 20-100 in ausgebreiteten, doldigen Blütenständen. Die Frucht ist kugelig, blauschwarz, fein weiss punktiert, fleischig, Durchmesser 6-8 mm.
Blütezeit: Mai
Ökologie: 
Es werden Steinfrüchte gebildet, entsprechend den zwei Fruchtblättern gibt es zwei Samenanlagen, von denen aber oft nur eine zum Embryo ausgebildet ist. Bei einigen Arten sind die Früchte eines Blütenstandes zu einem Fruchtverband verwachsen. Die Samenausbreitung erfolgt durch Vögel.
Vorkommen: Diese Art bevorzugt Hecken, Laubwälder / kollin(-montan) / CH
Gefährdung: 
Diese Art ist nicht gefährdet.
teilweise geschützt: ----------
vollständig geschützt: ----------

Diese Aufnahme entstand am Multberg (Pfungen).

 

Koeleria pyramidata 

Gewöhnliche Pyramiden Kammschmiele

Familie: Süssgräser
(Poaceae)
Gattung: Schillergräser
(Koeleria)
Art: Gewöhnliche Pyramiden Kammschmiele
Synonyme:
Grosses Schillergras
Pyramiden Schillergras
Wiesen Kammschmiele
Beschreibung: 

Die Gewöhnliche Pyramiden Kammschmiele ist ein ausdauerndes Gras, das lockere 
Horste bildet mit langen unterirdischen Ausläufern und Erneuerungssprossen. Die Halme sind 40–90 cm hoch, glatt und kahl oder unter der Rispe kurz und dicht behaart. ie besitzen 2–3 kurz behaarte Knoten. Das Blatthäutchen ist 0.5–1 mm lang und kragenförmig. Die Blattspreiten sind 5–20 cm lang, die Breite bei den Erneuerungssprossen ist 2–3 mm, bei den Halmblättern bis 3.5 mm. Die Blätter sind flach-ausgebreitet, kahl oder kurz behaart und an den Rändern oft mit langen steifen Wimpern besetzt. Die Blütenrispe ist 6–12–(20) cm lang, zusammengezogen und 1–2 cm breit. Sie ist während der Blütezeit bis 3 cm breit und pyramidenförmig und im unteren Teil oft unterbrochen. Die Ährchen sind 2–3-blütig, 5.5–8 mm lang, weisslich-grün oder hellbraun und glänzend. Die untere Hüllspelze ist einnervig, 4–5 mm lang, die obere dreinervig und 5–6 mm lang. Die Deckspelzen sind dreinervig, 4–6 mm lang, zugespitzt oder in eine kurze Grannenspitze auslaufend. Die Vorspelzen sind zweinervig. Die Staubbeutel sind 2–2.5 mmlang. 
Blütezeit: Juni - Juli
Ökologie: 

Die Gewöhnliche Pyramiden Kammschmiele wächst in Kalk-Magerrasen, auf Schafweiden, an Wegrainen oder in lichten Kiefernwäldern, auf mässig trockenen, mageren, basenreichen, meist kalkhaltigen humosen Löss-, Lehm- oder Tonböden, auch auf Sand. Es kommt in Gesellschaften des Verbands Mesobromion vor, ist eine Charakterart der Ordnung Brometalia, gedeiht aber auch in Gesellschaften der Verbände Molinion, Erico-Pinion oder der Klasse Seslerietea. Nach Düngung verschwindet die Art.
Vorkommen: Diese Art bevorzugt trockene Wiesen, lichte Föhren- und Eichenwälder / kollin-subalpin / CH
Gefährdung: 
Diese Art ist nicht gefährdet. (Gemäss Flora des Kantons Zürich, ist sie selten anzutreffen)
teilweise geschützt: ----------
vollständig geschützt: 
Diese Aufnahme entstand bei Burg (oberh. Wila).

 

Galium rotundifolium 

Rundblatt-Labkraut

Familie: Rötegewächse
(Rubiaceae)
Gattung: Labkräuter
(Galium)
Art: Rundblatt-Labkraut
Synonyme:
Rundblättrige Labkraut
Beschreibung: 
Das Rundblatt-Labkraut ist eine kleine, immergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen
von etwa 15, selten bis 30 cm erreicht. Die aufsteigenden Stängel sind schlaff. An jedem Knoten stehen genau vier Laubblätter. Innerhalb der Gattung sind für diese Art die breit-elliptischen oder eiförmigen Blattspreiten typisch, die höchstens 2.5-mal so lang wie breit sind. Die Blattränder sind mit feinen Stachelspitzen besetzt bis weiss-borstig behaart. Ausser dem Mittelnerv sind noch zwei weitere Seitennerven, die vom Blattgrund in einem Bogen bis fast zur Blattspitze gehen zu sehen; so, dass die Laubblätter dreinervig aussehen.Die kleinen weissen Blüten stehen in einer lockeren, endständigen, etwa schirmförmigen Thyrse. Die Früchte sind mit hakigen Borsten besetzt.
Blütezeit: Mai bis Juli.
Ökologie: 

Beim Rundblättrigen Labkraut handelt es sich um einen mesomorphen Chamaephyten. Das Rundblättrige Labkraut ist ein Moderhumus-Wurzler. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder es erfolgt Selbstbestäubung. Die Ausbreitung der Diasporen erfolgt über den Wind oder Klettausbreitung sowie Verdauungsausbreitung. 
Vorkommen: Diese Art bevorzugt Nadelwälder, Waldschläge / (kollin-)montan(-subalpin) / CH (fehlt im Engadin)
Gefährdung: 
Diese Art ist nicht gefährdet.
teilweise geschützt: ----------
vollständig geschützt: ----------
Diese Aufnahme entstand auf dem Hulmen (Winterthur)

 

Sambucus ebulus 

Zwerg-Holunder

Familie: Moschuskrautgewächse
(Adoxaceae)
Gattung: Holunder
(Sambucus)
Art: Zwerg-Holunder
Synonyme:
Attich
Beschreibung: 
Der Zwerg-Holunder wird bis 2 m hoch. Er ist nicht holzig. Die Blätter sind unpaarig gefiedert, 
mit 3-4 Fiederpaaren. Die Teilblätter sind lanzettlich, lang zugespitzt, fein und regelmässig gezähnt, am Grund mit nebenblattähnlichen Anhängseln. Die Blüten in wenig gewölbten, doldigen Rispen. Die Krone ist ähnlich wie bei S. nigra, weiss oder gelblich, seltener rosa, Durchmesser 5-7 mm. Die Staubblätter sind dunkelrot. Der Fruchtstand ist aufrecht oder abstehend. Die Frucht ist eine schwarze Beere mit einem Durchmesser von 5-7 mm
Blütezeit: Juli bis August.
Ökologie: 

Der Zwerg-Holunder ist ein Hemikryptophyt, der sich durch Samen und vegetativ durch sein Ausläufer bildendes Rhizom vermehrt.

Die Blüten sind Scheibenblumen mit freiliegendem Nektar. Die Bestäubung der zwittrigen Blüten erfolgt normalerweise durch Insekten, wie Käfer, Fliegen, Schwebfliegen, Wespen und mittelrüsselige Bienen.
Vorkommen: Diese Art bevorzugt Waldschläge, Hecken / kollin-montan / CH

ACHTUNG: 

Bei der Früchteaufnahme treten spontane Erbrechen, Übelkeit und Durchfall auf; auch tödliche Vergiftungen sind bekannt.

Gefährdung: 
Diese Art ist nicht gefährdet.
teilweise geschützt: ----------
vollständig geschützt: ----------
Diese Aufnahme entstand am Hulmen (Winterthur)

 

Alchemilla xanthochlora 

Gelbgrüner Frauenmantel

Familie: Rosengewächse
(Rosaceae)
Gattung: Frauenmantel
(Alchemilla)
Art: Gelbgrüner Frauenmantel
Synonyme:
Gewöhnlicher Frauenmantel
Beschreibung: 
Der Gelbgrüne Frauenmantel ist eine mittelgroße bis sehr grosse Frauenmantel-Art. Er ist 
ziemlich steif und selten rot gefärbt. Die Hauptachse ist 5 bis 15 Millimeter dick. Der Gelbgrüne Frauenmantel kann bis zu 7 Jahre alt werden. Der Blütenstand ist ziemlich dicht und 6- 15 cm breit. Die Blütenstiele sind meist 0.6 bis 1.5, selten bis 2.3 mm lang und zuletzt spreizend. Die untersten sind selten behaart. Die Blüten sind gelbgrün bis gelb, 1.5 bis 3 mmr lang und 2.5 - 4mm breit. Der Kelchbecher ist kreiselförmig-glockig bis kugelig, oben gleich breit und unten kurz zugespitzt oder rund. Der Stielansatz ist vorgezogen. Oft sind einige der Kelchbecher spärlich behaart. Die Kelchblätter sind dreieckig bis halb-eiförmig, 1- bis 1,5-mal so lang wie breit, meist spitz und höchstens spärlich behaart
Blütezeit: Juni bis August (September)
Ökologie: 

Die Blüten von Alchemilla xanthochlora werden stark von Bienen, Hummeln und Schwebfliegen angeflogen.
Vorkommen: Diese Art bevorzugt Bachufer und Gräben, in Gebüschen, auf frischen bis feuchten Wiesen, an Böschungen und auf montanen bis alpinen Weiden. Der Boden ist frisch bis rieselnass, lehmig bis sandig, kalkfrei bis kalk- oder basenreich, humos und nährstoffreich.

Diese Art ist nicht gefährdet.
teilweise geschützt: ----------
vollständig geschützt: ----------
Diese Aufnahme entstand am Regelsberg (Tösstal)

 

Potentilla anserina L.

 (Neu: Argentina anserina (L.))

Gänsefingerkraut

Familie: Rosengewächse
(Rosaceae)
Gattung: Argentina
(Potentilla) (neu: Argentina)
Art: Gänsefingerkraut
Synonyme:
Anserine,

Dreckkraut,

Gänserich,

Gänsewissl
Beschreibung: 
D
as Gänsefingerkraut ist eine kriechende, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von nur 10 bis 20 Zentimetern erreicht. Sie bildet ein bis zu 20 cm langes Rhizom aus. Aus den Blattachseln sprießen bis zu 80 cm lange, kriechende Ausläufer, die an den Knoten Blattrosetten tragen und Wurzeln treiben. Die gestielten Grundblätter sind unterbrochen gefiedert und 7- bis 21-zählig. Die Blättchen sind auf der Oberseite spärlich behaart, auf der Unterseite silbrig seidenhaarig. Die einzeln an langen Stielen stehenden, radiärsymmetrischen und zwittrigen Blüten weisen einen Durchmesser von 1,5 bis 2 cm auf. Die leuchtend gelben Kronblätter sind nicht ausgerandet. Je Blüte entstehen zahlreiche einsamige Nüsschen, die sich bei der Reife vom kegeligen Blütenboden ablösen.

Blütezeit: Mai bis September (Oktober)
Ökologie: 

Das Gänsefingerkraut ist eine weitverbreitete Rosettenpflanze und trittfeste Pionierpflanze. Seine Blätter biegen sich bei Trockenheit auf und reflektieren so Licht und vermutlich auch Wärme.

Blütenökologisch handelt es sich um homogame „Nektar führende Scheibenblumen“. Die Kronblätter haben innen Saftmale im UV-Bereich, die für das menschliche Auge nicht erkennbar sind. Die Bestäubung erfolgt durch verschiedene Insekten. Vor dem Abblühen kommt es auch zur Selbstbestäubung. Es liegt eine Selbstausbreitung vor. Häufig findet aber auch Zufallsausbreitung durch Huftiere und Klebverbreitung (mit Schlamm) durch Gänse, Menschen usw. statt.

Vorkommen: Diese Art bevorzugt Wegränder, Gräben, Weiden / kollin-montan(-subalpin) / CH (fehlt  im TI)
Diese Art ist nicht gefährdet.
teilweise geschützt: ----------
vollständig geschützt: ----------
Diese Aufnahme entstand im Niderfeld ( Wülflingen )